Montag, 21. Juni 2021

Irrungen und Wirrungen

bei Überraschungen und Enttäuschungen gilt es klare Grenzen zu setzen und zusätzlich . 

heißt`s:  besser eine Nacht oder mehrere darüber schlafen – ehe man handelt...
es fällt mir schwer, mein Temperament zu zügeln denn das spricht genauso laut zu mir
„ lass die Emotion raus, sag was, sag was gleich -“ sprich Tacheles mit dem anderen und kläre die Lage..

 Abschied nehmen ist schwer..

aber was – wenn der andere nicht zuhört? Verstockt ist?  Einseitig nur in eine Richtung denkt - alles anscheinend besser weiß?
Sich gar wegdreht und geht?
Was bleibt?

Wenn ich verletzt, enttäuscht, mich erschrocken wie ans Bein getreten fühle sowie  über manches unerklärliche Verhalten anderer geradezu geschockt,bin, dann hätte ich gerne die Vernunft an meiner Seite und nicht die Emotion die raus will.
Ich nehme mir oft vor, nicht wütend auf jemanden sein, wenn ich zu Bett gehe -immer schaff ich es nicht, wenn doch
 schlafe ich automatisch schlecht weil mich meine Gedanken davon abhalten.

 

Sprichwörter wie "Gleich und gleich gesellt sich gern "– wird gerne und viel  gehandhabt, - auch Zahn um Zahn und Auge um Auge - doch wozu führt das? Was tut  man sich damit an?

Eigensinn, Egoismus, reines  Ich-denken - und  nur für sich handeln, Altersstarrsinn, manch sichtbar  dummes Verhalten anderer bringt mich gehörig auf die Palme und ich möchte am Liebsten los-tönen:


„ so – mit mir nicht - mach deinen Sch...alleine“ und Sekunden später bereue ich es und denke mir, -„ nimm es zurück, es ist billig und leicht  mit gleichen Waffen zurückzuschlagen – bringt nichts und lässt nur etwas zurück, was du nicht willst.

…. nämlich Krieg führen...".Kranke im Kopf die sich irgendwohin im eigenen Denken verirren" gibt es viele...

Wut ist kein guter Berater..
Hass schon mal gar nicht, obwohl ich nicht weiß, wie der sich anfühlt.
Aber „ laut werden“ nutzt auch nix , - wenn der andere eh nichts hört weil er die Ohren längst aus Gewohnheit auf Durchzug gestellt hat, weil es für ihn bequemer und vertraut geworden ist....

auf dem Eingangsbild habe ich einen Text stehen, der unter anderem beschreibt
w o r ü b e r  ich bevorzugt schreibe – auch über Zwischenmenschliches was zwischen Menschen geschieht.
       Dazu gehört  nicht immer nur Sonnenschein und Glück den Richtigen zu begegnen.
Man braucht viel Gelassenheit um Menschen nicht nur emotional sondern auch mit Verstand zu begegnen.

Manchmal genügt es sich auch, sich nur einfach eine Weile bewusst zurückzunehmen.

...Menschen sind nicht – und vor allem – nicht immer - nur gut
oder gar engelsgleich dankbar für Gutes das ihnen begegnet
immer bescheiden, anständig und fair anderen gegenüber

sie sind aber auch nicht nicht nur hässlich, nur böse, sie sind – im besten Falle -
eigene Zweifler an ihrer eigenen Unzulänglichkeit - ihrem Charakter, den sie im Laufe ihres Lebens durch eigene Erfahrungen entwickeln und nicht erkennen.

Sie haben vielleicht solche gemacht, die sie hart, skrupellos, ungerecht, unbewusst eifersüchtig auf andere, eigensüchtig und berechnend zurückgelassen haben. Sie sind zwiespältig, oft einsam und driften in Sphären ab die sie selbst nicht überblicken.
Dazu gehört wahrscheinlich, dass sie sich immer im Recht,schlecht behandelt und missverstanden fühlen.
Nicht umsonst heißt es oft, der Mensch ist ein Tier, nicht nur Mensch, er folgt seinen Instinkten.

Wenn er sich angegriffen fühlt, kämpft er und tut es oft bis aufs Blut, auch wenn er völlig falsch liegt. Doch was ist falsch – was ist richtig.


Mit welcher Prägung gehen sie durch das Leben?
Vielleicht wollen sie gut sein und schaffen es nicht.
Vielleicht sind sie nur schwach und sehen das eigene Gute in sich nicht

Grundsätzlich und von Grund auf böse ist kein Mensch der ins Leben hineingeboren wird..
davon bin ich überzeugt...
vielleicht sind sie auch nur dumm und glauben mit ihrer Dummheit die oft mit ihrer Arroganz Freundschaft geschlossen hat, im Leben weiter – zu -kommen.
Beispiele von völligen Verirrungen gibt es unendlich viele.
In der Geschichte unseres Landes, in der Politik, der Wirtschaft, der Versicherungen und Banken,  in der Geschichte anderer Länder und im miteinander liebevoll umgehen entdeckt man immer wieder.....
geht es um Geld werden viele schwach und nur auf den eigenen Vorteil bedacht.
Der  zu große Konsum, das schnelle Leben macht viele Menschen krank,  die nicht wissen dass auch ..
böse Beeinflussungen - auch Umgänge mit anderen krank machen können...

Die Akzeptanz und der Respekt  anderen gegenüber, Großzügigkeit im Verhalten und Denken bekommt man in die Wiege gelegt, sie ist angeboren.
Wenn hingegen  Kleingläubigkeit, engstirniges denken, wenig Selbstsicherheit und viel Unsicherheit sich wie eine Krankheit in einem ausbreitet kann man wahrscheinlich irgendwann nicht mehr aus seiner eigenen Haut schlüpfen, weil man selbst nicht merkt, wie man ist.

Schau einem Menschen in die Augen – sehe seiner Körpersprache und seinen Gesten zu, schau ob er dir gerade in die Augen sehen kann,  dann erkennst du sein wahres Gesicht, dazu braucht es oft die Sprache und auch sein Verhalten nicht.

( obwohl  auch dies natürlich oft die Sprache  und auch den Blick verstärkt)


@ Angelface

Mittwoch, 16. Juni 2021

Es ist Sommer – habt Ihr das schon bemerkt?

 

Es ist Sommer –❤️liche grüße  von mir in eure Tage; -  habt Ihr das schon bemerkt?

Ganz schon 👀💢❤️erwärmend " wärm"°!
Morgens kurz vor Acht sind es schon 20°...
die alte Dame hat sich schon mal außen gemütlich unter die Büsche gelegt, guckt den Vögeln zu und gähnt...die ist sowieso so ein besonderes Kapitel für sich.
Mädchen und alt. Seit sie „ alt“ ist, zeigt sie ganz schöne Allüren.

Morgens die Erste die Hunger hat  - kreischt sie ziemlich schrill „ Mäh, mäh,ggrrrnmmmäääh -  das klingelt einem gellend in die Ohren. Dazu  flutscht sie mir ungeduldig durch die Füße, stupst mich mit der Nase an und zeigt an den Fisch im Döschen, den mag sie, alles andere lässt sie naserümpfend stehen.
Erst wenn sie ihn kriegt ist endlich Ruhe.
Aber ohne sie ging es auch nicht, mir würde etwas fehlen.

Unten dudelt das Radio mit lockerer Musik vor sich hin, ich sehe, ich hab das Dachfenster nebenan in der Nacht aufgelassen und hatte vorher nicht das Gitter eingehängt..Mist....
Ein Glück hat es der Waschbär nicht entdeckt, sonst hätte ich vielleicht Besuch in der Nacht bekommen.  Ein Sprung vom Dach auf die Waschmaschine und fix wäre er in der Wohnung und vor meinem wedelnden Schlafzimmervorhang gelandet.Nochmal Glück gehabt...ich hätte den wilden putzigen Bären ungern vertrieben und sicher nicht gewusst wie ich ihn wieder hinausbugsiere ohne selbst Schaden zu erleiden. Wer die Krallen dieser Tiere kennt, weiß was ich damit meine, sie sehen nämlich nicht nur niedlich und  putzig aus sondern sind  gefährlich wenn sie sich angegriffen fühlen, denn sie sind keine wilden Hasen...!
Unser wilder Stadtwald ist voll davon und abends sieht man sie durch die Wipfel der Bäume turnen.

 Einen Besuch hatte ich auch schon auf meinem Balkon, wie er da hinkam ist mir kein Rätsel mehr, er hat einfach die Katzenleiter genommen und schwupps war er drauf..
 Im Sommer ist dies mein  bevorzugter Schlafplatz wenn die Nächte warm und trocken sind...



Denn  ich bin sowieso gestern  mitten in der Nacht ausgezogen und hab mich auf dem Balkon in die Liege gelegt um außen weiterzuschlafen.
Kuschelig in meiner Decke vergraben riskiere ich einen steifen Hals weil man sich nicht seitlich legen kann.
M....mmm... sanft einschlafen in hellen Sternnennächten unter freiem Himmel – es gibt kaum was Schöneres im Sommer.


... im Kopf ein letzter Vogelschrei ehe sie sich in die Zweige der Bäume zur Nacht verabschieden und dann ist es still unterm Sternenzelt.
Nur das leise Rauschen des warmen Windes im Ohr und den Duft vom Gras im Näschen das sich in der Nacht abkühlt um sich dann, Stunden später, mit dem Morgentau zu bedecken.
Eine Sinfonie voller Harmonie singt ihr Morgen und Nachtlied....

Paradiesisch schön.
In der Morgendämmerung dann aufwachen und träumend de Aufgang der Sonne miterleben..
das geht einfach nicht im Bett, sondern nur außen.
Mein weicher Frotteebademantel vom Brüderchen  hielt mich schön warm
Der geht bis an die Füß so lang...

Blinzelnd öffnete ich im hellgrauen Schein des Morgens  meine Augen und sah als Erstes einen frechen Spatz auf dem Balkongeländer spazieren-hüpfen und mich neugierig beäugen. Huch, da ist er aber erschrocken: „ die ist ja schon wach“- flog er blitzschnell davon.
Sekunden später hörte ich ihn erzählen und von Baum zu Baum das kreischende Gelächter der anderen, die ihn Feigling tschilpten...
Ich liebe meinen bunten wilden Garten, weil er so urwüchsig ist, bestimmt kein schickes Staatsstück das  man in einer Gartenzeitschrift herzeigen kann. Ich  mag ihn  gerade deshalb um sein buntes wildes Blühn und die vielen Büsche und Bäume die Schattenlichter in jedem heissen Sommer bilden unter die ich mich dann gerne verziehe um einzudösen...Gartenglück das keiner bezahlen kann...weil alles selbstgemacht ist.


... Radio aus, Stille an und nur das Gezwitscher der Vögel durch-tönt mein saftiges Grün.
Es wird ein heißer Tag werden, meldete das Radio schon gestern...
bis zu 34° soll es in den nächsten Drei Tagen ansteigen..
Bullenhitze, Puh, da muss dann auch mal der Gartenschlauch zum abkühlen her..
also ist  heute  den Schlauch ins GRas verlegen wichtig..
denn mitten in der Hitz will sich keiner mehr bewegen und ich - lieg eh im Halbschatten mit Brille und Buch, wetten?!.
da hatte der Frühling nicht viel Chancen langsam vor sich hin zu blühen, wenn jetzt schon Gevatter Sommer mit den Temperaturen Einzug hält. Die Wiesen und Gräser blühen sattes kornblumenblau und wildes pfefferminzgrün.


Dazwischen mischen sich gelbe Dotterblumen ,blühende ❤️ige  Rosenknospen, herrliche zarte Vergißmeinnicht ohne Ende, Gänseblümelchen und Wildkraut; -  der Mohn zeigt sein filigranes rotes Gesichtchen und der Klee möchte unbedingt vierblättrig sein. Der Sauerampfer blüht ellbogenhoch.
 Und auch meine letzte Rose kommt aus ihrer Hülle gekrochen und zeigt mir ihre weiszarte Farbe,,,

Alles hat mächtig Ansprüche das wild wächst. Alles will nach oben...
Unten am Badebiotop läuft währenddessen einsam der frische Wasserstrahl aus der Röhre und mischt Wasser von Innen mit dem  Strom aus der Ohmtalquelle damit es schön frisch bleibt.
Doch es guckt ihm noch keiner zu, denn das Bad ist noch zu. Für mich sag ich ein Glück, denn dann bleibt es schön ruhig auf der Höh.

Erst ab 1.Juli wird es öffnen, da können die Badegäste noch so sehnsüchtig schauen, denn es hat sich durch die lange Kälte alles nach Hinten verschoben.

  doch zwischendrin in manch warmen Nächten sieht und hört man noch anderes.
  Flüstern und Schnaufen...
begehrliche Finger klettern durch das Eisengatter das das Bad  weit über einen Meter hoch umgibt und neugierige Füße versuchen drüberzusteigen um den Zaun zu überwinden.
Ein langsames Hineingleiten nackter Körper mitten in der Nacht in köstlich klare Fluten ist das Begehr einsamer Wanderer oder von halb erwachsenen Jungs aus dem  kleinen Dorf, das so wenig sonstige Abwechslungen in Petto hat..
... aus der Ferne hörte man dann gedämpftes Flüstern junger Stimmen und ab und zu ein Gekicher als sie es geschafft hatten den hohen Zaun zu überlisten.

Alle wissen es – keiner sagt etwas – denn es ist ein Geheimtipp hier und ich lächle wenn ich das von meinem Balkon aus höre, denn der warme Wind trägt auch flüsternde Stimmen und das Plätschern im Wasser von weit her.

Ich schlürfe genüsslich meine 2.Tasse Cappuccino, lausche den zwitschernden Vogelstimmen und graule mich davor an die Winterklamotten zu gehen, denn die müssen spätestens jetzt in die Kästen auf dem Schrank statt innen-drin das Sommerdasein zu fristen, denn jetzt dürfen kurze Höschen,
weiche T-Shirts, Badesachen, lange dünne Röcke und meine geliebten Leinenhosen an den Astralkörper um dort spazieren geführt zu werden.

Es ist Sommer – habt Ihr das schon bemerkt?
aber wer will bei so einer Umgebung noch wegfahrn???? 

Schatten  - Wasser - Licht und Sonne - hohe Bäume - kleine gewachsene neue Birkenkinder strecken ihre zarten Zweige in die Höhe und dazwischen immer wieder ein warmer Wind der durchs gebüsch flitzt  um sich alles anzugucken was wächst...

ich lebe gerne hier - genieße die ruhige Umgebung meines Grüns
und möchte noch viele Sommer genießen..
↙↓.
werde nie müde über dessen Schönheit zu staunen...


Tagestemperaturen heftige  36, 8 °  abends nach 18°° - wie heiß soll es noch werden?

@ Angelface 16.06.2021


Montag, 14. Juni 2021

Tripel – trappel – Truppel...


 ob jetzt mit Fuffzig - Achtzig - oder Neunzig -  oder ob man gar die Hundert erreicht - ist doch völlig egal...
der eine schlurft den letzten Gang,
ein anderer träumt sich im Bett in die Wolke,
der Dritte hüpft vom Baum
und ist auch zufrieden damit.

Wie denn nu – keiner weiß es!

Ich stehe in kurzen Höschen und im Wind flatternden Shirt und noch durchwuschelten Haaren auf dem Balkon und blicke von oben in den bunten Garten der vor sich hin-blüht; - hinunter  auf Mimi das 17 - jährige alte Katzenmädchen und denke: „ na, wie willst du das handhaben – den letzten Gang.(?)
Heimlich still und leise im Schlaf , im Karton oder unter meiner Decke, - oder mit lautem Karacho und Tamm tamm?


 * Also, ich möcht gern im Sommer gehen da blüht es so schön bunt außerdem muss ich dann nicht frieren! 


 


   Wer sieht mich hier gedanklich liegen...?
Ich stelle mir gerne vor, - im Halbschatten im Sommer sachte von meiner Liege zu  rutschen und im weichen Gras zu  landen, den Duft von blühendem Grün  in der Nase. Den blassblauen Himmel als letzten Blick vor Augen, möglichst noch eine freundliche Hummel die mich begleitet und  um-schwirrt.
Oder einfach die Augen schließen während ich außen liege und die nicht mehr aufmachen.*
Batsch  Bumm leise wegdriften...

Als letzten Gedanken vielleicht  als Gedicht im Kopf: „ die Katzen sind gut versorgt, es kümmert sich einer tiergerecht um sie“, ich kann beruhigt gehen..

Ist das nicht eine weitaus schönere Illusion  und Wunsch – als Altersheim, Seniorenstation oder Pflegeheim und Krankenhaus?
... sie ist sanft und selig entschlafen steht dann irgendwo „ über mich“ im Gemeinde - Anzeiger.

Leider ist uns das nicht allen vergönnt.
Aber wir sollten irgendwann wenigstens einmal darüber nachdenken und vorsorgen!
Denn: - egal wie alt wir sind -
Der da oben – im All über den Wolken oder mittendrin auf einer seiner Puderwolken sorgt auf seine eigene Weise dafür wann – wie - und auf welche Art wir zu ihm kommen.

- Als ich heute von der Stadt zurückkam, die ich mit dem „*Obolus“* der Woche beglückt habe - (*den Einnahmen des Wohnmobilstellplatzes im Gepäck)...
sah ich g`schwind bei der Nachbarin vorbei um ihr das Schälchen zurückzubringen, hoffte auf ein Tässchen erfrischend aromatischen Kaffee, auf neue Nachrichten vom Tage und erwischte sie noch im Hemdchen.

Das ist das wunderbare hier, es gibt einfach keine Regularien, keine Vorschriften wie man wann – wie – wo auszusehen hat oder gekleidet ist, es schert sich keine S... darum ob du morgens um 6°° oder mittags um 10°° noch im Schlafanzug oder Bademantel durch deine Gärtchen – sprich: Wiesen flanierst, um Blümchen abzurupfen oder schon mal die Sonnenschirme zu öffnen.

Das liebe ich an der Gegend hier, denn sie ist einmalig und bedeutend kostbarer und weniger stressig  als ein Telefonat anzunehmen in dem mir eine freundliche Damenstimme verkündet:
„ Sie sind der Kandidat mit der Nr 71 und haben eine Summe von 100 000 Pfund gewonnen“!
( das hatte ich tatsächlich irgendwann kurz nach 10°° - Hach ...und was hab ich davon?
nischt - )

Kopfschüttelnd lege ich auf und frag mich nicht: „ warum ruft die mich an?“!

Der Pit,  der sich vor 3 Tagen heimlich aus dem Staub gemacht hat, hat sich das sicher auch so gewünscht wie er ging – schnell und ohne großes Drama, d.h. Er hatte Glück und sein Wunsch hat sich erfüllt.
Mit allem anderen hat er nichts mehr zu tun.
Aber andere natürlich, wenn man in einem angemieteten Haus wohnt.
Wie er ging - dass er allein in den letzten Minuten war -
und was jetzt von ihm zurückbleibt, darüber  denke ich lange nach und vieles davon erschüttert mich, denn ich habe ihn lange - ganz anders gekannt. 

 Ich habe ihm jetzt ein Briefchen im Schein einer Kerze geschrieben und es ihm über die Wolken nachgeschickt...

- Mein erster Gedanke danach war _ Angelegenheiten  die geordnet und die längst niedergeschrieben wurden, bitte nachgucken und aktualisieren ob noch alles stimmt was du dir damals an Gedanken gemacht hast.

  • Mit zur Nachbarin tauchte  jemand auf  - den, bzw. eine - die ich noch nicht kannte.

  • Haus 31 oder so...

  • stellte sich vor und war uns sofort sympathisch

  • sie wohnt seit einiger Zeit neben der letzten Lebensgefährtin von Pit und hat sich schon Gedanken darüber gemacht wie diese seinen plötzlichen Tod verkraftet, wollte fragen ob sie – und wie – bei irgendwas helfen und unterstützen kann, wurde nicht eingelassen und kam deshalb zu uns an der Straße in die Einfahrt.

  • mit hübschen Rasterlocken -  Zöpfchen und bunte Schleifchen, schon ein bisschen älter, kurze Hosen und Tattoos an den Armen fiel sie sofort aus dem üblichen Rahmen vieler sonstiger Bewohner des Parks , sie war  sehr aufgeschlossen, nett erzählte sie von sich – woher sie kommt – wie sie heißt – warum sie hier ist – und die Gegend so mag.

  • Sie passt hierher wie wir. Wohnte wohl früher auch auf dem" Dorf" auf einem umgebauten Bauernhof -  konnte sich dort aber nicht heimisch fühlen und blieb fremd.

  • Weil sie -  anders ist.
    Gerade diese Andersartigkeit im Denken – Handeln und Tun , dazu ihre Äußerlichkeit – dieses sich nicht in ein Schema pressen lassen, ist so schön und hier sehr willkommen.
    der Pit war ja auch so - außergewöhnlich und anders -

  • Wer hier wohnt - ist für jeden neu – für jeden anders – passt sich an und nimmt an etwas teil oder auch nicht – er ist frei und zeigt es auch. Hier kann man das noch - denn...

  • Es ist nicht Stadt aber auch kein Land oder Dorf, Dorf ist woanders, Dorf ist" in der Stadt", mit der haben wir nix zu tun, aber die Stadtgemeinde weiß Bescheid wer wir sind.

  • Und weiß als Erste durch die Feuerwehr wer von hier geht, also sind wir eingebunden und aufgehoben.

  • Das hat mir auch der ehemalige Ortsvorsteher bestätigt der mir den Job verschafft hatte und mich seitdem oft mit seiner weißen Hündin besucht. Dann quatschen wir im Garten und halten Small  Talk um miteinander zu lachen.

  • Als sie freundlich winkte und ging – dachte ich - Ich denke – man wird sich gemeinsam zum Kaffee schlürfen in einem der Gärten treffen und ich freue mich schon auf sie und ihre Lebensgeschichte. Vielleicht  schaffe ich dazu noch im Juni einen  3. Rhabarberkuchen auf den Tisch zu bringen...* :-))

    der Letzte war soo lecker...ist aber leider schon alle...

    angels Rhabarbertraum ist nämlich ein Gedicht
    nach dem sich alle die Finger lecken!!!!




    Mimi ist wieder stundenlang im Garten unterwegs
    und macht die Blümchen unsicher indem sie sie beknabbert

     

    ich streck die Füße in die Luft und beguck mir die Wolken...*
    und Paulchen  kommt kaum mehr aus seinem Stuhl so sommerfaul ist er
     

  • Wir haben alle unsere Geschichten und die Letzte wird keine gemeinsame sein, die letzte gehen wir allein und nur die Gedanken der anderen sind es - die uns auf unserem Wolkenritt begleiten.


@ angelface

man sieht ihm an,  dass er sich wohl fühlt
allerdings bringt er mir jede Menge Zecken, die ihn zu lieben scheinen...
mich - ein Glück nicht!!!

Freitag, 11. Juni 2021

Abschied von Pitti...

 Das Leben hat nicht nur glückliche Tage, fröhliche  und leichte, manche werden unsagbar schwer...
Ein Abschied kommt immer plötzlich wenn man nicht damit rechnet,  dass ein Mensch geht
der gestern noch stramm über die Straßen marschierte,
gestern noch lachte – dachte – fühlte und sich umsah, -  dich vielleicht ansah – lächelte - winkte und grüßte -
traurig oder bockig war und noch soo viele Pläne hatte...
„ wenn es bei mir mal  soweit ist, geh ich in den Wald und erschieß mich damit die anderen keine Arbeit mit mir haben“, sagte er immer zu mir als ich ihn – noch - so  kannte, wie er früher  vor über 20 Jahren war...


jetzt ist er gegangen
heimlich in der Nacht –  ohne Bescheid zu sagen, ohne großen oder kleinen Abschied -  hat er sich fortgemacht.

Dein  Haus ist leer und kahl, die Seele verschwunden, man spürt nichts mehr..
zurück bleibt die Hülle die wir täglich mit Leben füllten, mit Lachen und Weinen und Denken – mit arbeiten und schuften und eigenem Schaffen – bis wir Vernunft annehmen und uns auch mal ausruhen.
Du hast genutzt was sich dir bot, obwohl es für andere verboten schien, machtest du dir nichts draus was andere über dich dachten,

 Ich blicke mit Respekt und Achtung auf dich zurück, denn die Zeit die wir miteinander einmal hatten war geprägt von der Leichtigkeit und Freude die wir aneinander hatten, eine lange Zeit, auch wenn sie heute längst vergangen ist, habe ich sie nie vergessen, das werden andere die dich kannten vielleicht - nein -  sicher nicht alle tun, die dich kannten..

Nur ausruhen,  war nicht so dein Ding, lieber hast du dich darauf konzentriert Schönes zu entdecken – auch Unsinn zu machen – stets darauf bedacht – dein Lachen zu behalten und so manch Unsinniges in deiner Leichtigkeit das Leben so zu nehmen wie es aktuell für dich war,  was keiner außer dir verstand.

Klar wolltest du alt werden, fit und schlank bleiben obwohl das bei manchen Männern nicht so üblich und wichtig ist, war es dir das doch immer schon all die Jahre.
Ebenso wie deine Andersartigkeit, Dein Charme und dein  modischer Schick warst du immer besonders, was du gerne zeigtest, mit deinem  bunten Schal um den Hals, in Lederklamotten, deine schmalen Hüften,
all das liebstest du an Äußerlichkeiten..

Du wolltest spielen – das Leben leicht nehmen, nicht immer ist es dir gelungen – ich weiß das – weil ich dich gut und lange kannte.
Ich hab viel von dir gelernt, vor allem das Leben leichter zu nehmen, doch nicht alles war gut - ich habe auch Federn gelassen -
Nun sehe ich auf dein kleines zugewuchertes Paradies das du dir selbst erschaffen hast.
Zurück bleibt, ein rotes Haus inmitten der Bäume die du so liebtest und hoch hieltest – mit Skulpturen die du aus dem Holz der Bäume geschnitzt hast an der Vorderseite der Haustür, deinem Garten der zugewuchert dicht bewachsen war, so wie du das wolltest..
Ganz früher  mochtest du mein und dein miteinander lachen, meine Gedichte und unsere vielen Brettspiele bei denen ich so gerne schummelte,  deine Vogelstimmen auf dem Handy - Holz und viel Grün und überhaupt keinen Lärm und Traktoren.
Du mochtest ganz viel in deinem Leben -  lange schlanke Beine, wehende Röcke im Wind und unter deinen Händen  -  lange Haare und ganz viel Po bei Frauen und hast nie weggesehen.
Nie geduckt und so getan als ob, du standest dazu wie du warst genauso wie du über Unangenehmes gerne hinweggesehen hast. Keiner weiß das so gut wie ich denn ich hab auch hinter die Fassade gesehen die du anderen zeigtest.

Hinsehen war dein Ding und Komplimente machen. Du wußtest was Frauen lieben.
Ich mochte vor allem Dein Lachen und deinen unvergleichlichen Humor.
Dein um die Ecke denken, war gut. Warum ? _ na -
 Es glich so sehr dem meinen.

Ein paar wunderschöne Holzarbeiten von dir,  hängen auch bei mir seit Langem im Haus und erinnern mich immer an die Zeit mit dir, wie auch die Bilder die ich von uns noch in einem ganz alten Album aufgehoben habe...
lang ist`s her und vieles hat sich verändert, ich hab lange nicht mehr hineingesehen - entdeckte - Dich - mich  – all die anderen –  vergessen werde ich dich dadurch nie.

Adieu....Pit  du  alter Freund guter Tage.
Die nicht so Guten - die auch kamen - vergessen wir mal schnell,
sie sind eh in der Minderzahl der Jahre irgendwo im Nirgendwo hängen geblieben.
Vielleicht in einem deiner alten Bäume? Ich nehm sie dir nicht krumm.
Denn dein verschmitztes Lachen in den Augen nehme ich mit.
dazu noch ein uraltes verkratztes  Holzbrett  das dir beim Frühstück Gesllschaft geleistet hat, mit Abdrücken von dir- die  nehme ich zum Abschied mit.
die 81 zu schaffen war schon ganz anständig, vielleicht nicht nötig für andere – aber für dich – gut.

ich hab noch ienen Text gefunden den ich 2012 einmmal schrieb, ich denke er war für dich...ich gebe ihn dir mit::

© Angelface aus Gedankensplittern am Abend
manchmal denke ich
was ist geschehen
nach nur einem Blick in den Himmel
nach einem erfrischenden Regenguss am Morgen
dass ich heute anders denke
als gestern
als der Tag so jung war und ich lachte
ich dachte
an dich und wunderte mich
dass es so war
 lass uns doch nicht über Unwichtiges nachdenken
leben wir doch das was in uns war und immer ist

05.07.2012

 Einige Menschen werden dich nicht schnell vergessen - für andere wirst du bald Vergangenheit sein, denn das Leben geht für uns weiter, wenn du längst woanders bist. Gute Reise...

Wir - . ich weiß noch nicht wer - werden ein Gläschen Rotwein auf dich heben und dir zum Abschied zuwinken. Zumindest sage ich - I hope so - I will you never not  forget -
...du sollst nicht wortlos gehen....                                                    * 10.06.2021 *



 gute Reise - in eine andere Welt und Zeit
erinnerst du dich noch an die Pusteblumen - sie  sollen dich begleiten -
damit die Reise für dich nicht beschwerlich sei...


@ Angelface

Dienstag, 8. Juni 2021

bunte Vielfalt...

Morgens um kurz nach 4°° geht zaghaft die Sonne über den Hügeln auf und ich blicke in den Tag.

 Heute lasse ich Bilder sprechen denn der Garten ist so verwunschen, - so schön - zum darin spazieren zu - gucken - zum liegen und träumen - zum darin lesen schön...
der Juni möchte den Wonnemonat Mai übertrumpfen, er senkt sich am Abend mit glühenden rotgoldenen Farben übers Land und  lässt es lange hell sein..

Die Vögel machen ganz schön Krawall, sie zwitschern und singen und jubilieren sich von Baum zu Baum - von Ast zu Ast zu - erzählen sich anscheinend bunte Geschichten..

da kommt eine geflogen - es ist die kleine Meise Berta -  sie pflückt sich mit spitzem Schnabel einen Regenwurm aus dem Boden den der schwarze Maulwurf frei gegraben hat und der grad mal sein Köpfchen aus der Erde steckt , winkt ihm zu und fliegt davon ohne Zwitschern, würde er es melden fiele ihm der Regenwurm aus dem Schnabel...

ich lache ihm zu und freue mich dass es allen so gut geht,,,das  deftige Gewitter haben wir überstanden, die Tonnen sind frisch gefüllt - tief tauche ich beide Arme bis über die Ellbogen hinein und  spüre beglückt die Kühle des klaren Regenwassers, der Himmel hat uns reichlich belohnt...

es kam ordentlich was herunter und die Erde wurde tüchtig nass
andernorts hörte man -  wären die Keller übergelaufen...

 Durststrecken" bei der allgemeinen Wasserverteilung...- daran denken wir heute und morgen noch nicht, wissen aber, sie werden kommen...
jetzt liegen auf den bunten Stühlen tiefe Pfützen in denen sich Meisen und Stare baden...
eine Spinne kriecht durch die sich langsam hochreckenden Himbeeren..spinnt ihr Netz vielleicht träumt auch sie sich ins Grün?.
saftig süsssauer werden sie sein wenn sie reifen..
das Paradies ist zum greifen nah, wir...dürfen es sehen...
der weisse Holunder ist mitten in die grünen Äste des Baumes voll erblüht, seine Äste schaukeln sanft im Wind, - wird es Marmelade von den Früchten geben...?.
Noch klebt keine reife Hagebutte an den  wilden Heckenrosen am Rande des Grundstückes , sie sind schwarz und schruppelig klein, - doch die weiße Blüte kann man schimmern  sehen...

 ich schau mir mein jetzt etwas gebändigtes Paradies an und denke mir, Hach bist du schön...
du weißt es vielleicht nicht, aber ich sehe dich....



vor Jahren planzte ich einen kleinen kahlen  Stab in die Erde von dem ich weder wußte was er werden würde, noch wie er hieß  - bist du Birke, Erle oder nur Wildwuchs egal, ich nehm dich mit weil du so verlassen und allein in einer Ecke  eines fremden Garten stehst...komm mit sagte ich zu dir und heute  , heute freue ich mich an dir, denn heute bist du groß, stark und schön...

erkennst du dich selbst  wieder?
ich erinnere mich genau wie kümmerlich du aussahst...

mittlerweile überragst du uns alle und spendest wunderbaren Schatten
selbst Mimi legt sich gerne zu dir und schaut dir beim wachsen zu,,,*



welch buntgrüne Vielfalt uns da überrascht..
Mimi putzt sich die Füße vom Ofenruß sauber  und verschwindet im hohen GRas...
ich gab ihr schon einen neuen Namen: "kleine Dreckschleuder"....


ich liebe meinen wilden Garten,
mein vieles bunt-grün um mich herum
nasses Tau an den blanken Füßen
und die Stille um mich herum:
alles schreit Sommer
ich flöte leise im Takt die Sommermelodie  mit..
denn im Sommer lebe ich neu auf wie eine wilde Heckenrose...
freu mich an jedem Tag....
 



fast könnte man jetzt täglich die Uhr nach dem Wind stellen, jeden Nachmittag flacht er ab
und sinkt leise zu Boden, dann scheint die Sonne besonders hell und wärmt
einem Glieder und Gesicht ohne zu brennen bis sie sich im späten Abendrot bricht
 

dann singen die Vögel ihr Abschiedslied und alles ruht in der Stille

jetzt können wir wieder langsam daran denken, Gäste und Besucher im Garten willkommen zu heissen
die Tasse Eiskaffee, köstliches Eis mit Schlagsahne genießen und 🌻abends ans Grillgemüse gehen während die Sonne tiefrot im Abendrot versinkt..

                                Juni  der fröhlich den Sommer ankündigt..🌻.🌻

wovon träumt er wohl in  der Nacht?
sind es Träume wie meine...?

manch meiner Träume - wie Schmetterlinge fliegen sie zum Dachfenster hinaus...


↓↨

🍄🍅🌹🍈🐁 ↓⇣ 🌻 Bilder  - Impressionen > 🌻   Emotionen > 🌻

das Vergißmeinnicht schließt abends ermüdet die Augen...

die Wiese rüstet sich bereit zum Morgentau  sobald die Sonne versinkt

Punkt 12°  ist Schlafenszeit Kinder..augen zu*.🌻


🌻 ****🌻
Spaziergang wie  auf dem Laufsteg, -  darauf spaziert der Kater
 auf den Balkon um die Aussicht und den Blick auf sein Reich
von oben zu genießen -
 Bilder und Gedanken 

@ angelface.

 das  erinnerte Geträumte  manch meiner Nächte sah ich eben, hatte ich schon
2017 zum Thema Traum - und finde ganz spannend was ich damals darüber dachte...