Jede Form von Gleichgültigkeit, die für mich gleichbedeutend mit einer gewissen Abgestumpftheit ist, ist tödlich für die
Psyche, zumindest grausam für die Deine.
Hilfsbereitschaft tut gut.
Manchmal muss man einen Menschen in
seiner Trauer allein lassen, ihn nicht stören in dem was er fühlt.
Einsam sollte er darin nicht sein und
vor allem nicht bleiben.
Auf Menschen zugehen und fragen ob er
Hilfe braucht oder möchte, ist eigentlich eine
Selbstverständlichkeit, die in Menschen Zusehens erlischt.
Vielleicht aus Scham, eigener
Verzweiflung mit einem nicht ein-schätzbaren Zustand anderer
zu-recht-zu-kommen , sie ist immer häufiger an-zu-treffen.
Aber oft ist es auch die
Gleichgültigkeit, die es einem unmöglich macht, auf andere
zu-zu-gehen.
Man bemerkt den Kummer der anderen
nicht, die Trost suchen, geht gedankenlos vorbei und vergisst.
„ Wie geht es dir damit – kann ich
etwas für dich tun, - dich in den Arm nehmen und einfach nur halten
ohne ein Wort zu sagen“, das tut unglaublich gut.
Allein das Dasein anderer in einer
solchen Situation die uns täglich passieren kann und die wir oft
genug erleben.
Mir hat das gefehlt als mein jüngerer
Bruder starb und keiner bei mir war, ich war verzweifelt,
unglücklich, schrie die Wand und die Bäume an , wanderte ziellos im
Garten wie ein Tiger im Käfig umher und wusste mir nicht selbst zu
helfen.
Zu viel auf einmal strömte auf mich ein.
Zu viel auf einmal strömte auf mich ein.
So mag es auch anderen gehen, wenn sie
einen geliebten Menschen gehen lassen müssen.
Keiner lässt den anderen gehen mit
kaltem unbeteiligten Blick wenn er ihm einmal verbunden war.
„ Hast du schon kondoliert, dein
Mitgefühl kund getan“ frage ich den nächsten der mir im Park
begegnet und höre nur: „Ach, der ist auch weg“ und dann:“ nee,
ist mir peinlich“.
Wie kann der Tod eines anderen einem
selbst peinlich sein – frage ich mich?
Stefan – Wolfgang – Ernesto –
egal - 63 - ist noch kein Alter um zu gehen und auch nicht um
vergessen zu werden, denn im Herz und in der Seele bleiben sie wach
und da, so lange man an sie denkt.
Doch vergesst nicht die Trauernden die
alleine zurück bleiben, sie leben noch und haben das Leben und
vielleicht, nein sicher - auch wieder später das eigene Lachen
verdient, wie ein anderer vielleicht schon den Tod.
Der Tod ein Thema das mich besonders
berührt denn keiner von uns lebt so lange wie er selbst es möchte,
es ist ihm vorbestimmt wann er geht und auf das Wie darf und soll man
hoffen.
Heute ist der erste Todes - Jahrestag meiner Mutter, vielleicht drücken sich vielleicht solche Gedanken deshalb und ähnliche ans Licht, denn sie ging gern, doch völlig allein..
Heute ist der erste Todes - Jahrestag meiner Mutter, vielleicht drücken sich vielleicht solche Gedanken deshalb und ähnliche ans Licht, denn sie ging gern, doch völlig allein..
- Mercie – dass ich dich in deinen letzten Stunden ehe du hinfort glittst - begleiten durfte
- denn für dich war es zufrieden und schön - wie in einem " Halbwachtraum" hinüberzugleiten.
Mitleid und Mitgefühl zu empfinden sind die
tragenden Säulen unserer Gesellschaft.
- @ Angelface

