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Dienstag, 12. Januar 2016

was bedeutet es wenn wir schreiben

ich tanze mal wieder im Walzertakt aus der Reihe, heut gehts mir ums schreiben...wie damals als ich dies dazu schrieb:
http://wokinisblog.blogspot.de/2014/11/bloggen-was-ist-das-wer-wei-es-wirklich.html


Schreiben bedeutet so viel

Manchmal schreibe ich wie ein Weltmeister auf Achse so viel, hör gar nicht mehr auf und dann entstehen
Gedichte - Geschichten - Anekdoten - Märchen - Gedankensplitter, Tagebucheintragungen, lange Briefe:
Sich aneinander informieren,  miteinander austauschen, sich ausprobieren, oft Entspannung und gleichzeitige Anspannung pur. Schreiben bedeutet Konzentration, sich zurücknehmen, am Text des anderen reiben, auch sich selbst verbergen, erzählen, erfinden, dichten und oft auch mitnichten erfundene oder erlebte Geschichten schreiben. Sie erzählen wir jenen die uns lesen. Schreiben bedeutet abschalten können vom Alltag, auch als Therapie betrachten, als Unterhaltung, als Fortbildung, als Wissenserweiterung, ist aber auch eventuell als Flucht in eine Welt zu betrachten, eine, die ein anderer nie erlebt oder betreten hat, die einem  anderen auch nicht immer gefällt.
Manche Gedanken möchte man gar nicht hinschreiben
jene vielleicht verbergen, weil sie uns beschreiben wie wir ticken, denken, handeln und sind
Gedanken -  zumindest manche davon                

Ich kann sie…
Mag sie
An vielen Tagen
Niemandem erzählen        
Weil manche von ihnen
So schrecklich belastend sind

Wenn sie mich akut überfallen
Traurig
Zornig
Wütend
Hilflos  und verzweifelt machen
Schleppe ich sie
Wie ein schweres Stahlgerüst
Auf dem  Buckel
Hinter mir her
Ich möchte sie erledigen
Töten
Bearbeiten
Sie vergessen
Aber nicht mit ihnen leben
Denn  sie lassen mich nicht schlafen
Nicht richtig befreit leben
Sie quälen mich sehr
Ich nenne sie Zorngedichte als Gedanken
Und sie gehören zu mir
Wie mein Kind
© Angelface


Wir schreiben und zeigen damit unser Gesicht, doch welches?Vielleicht eines was wir weniger beachten als unsere Worte die doch oft so aussagefähig sind und uns ungehemmt aus dem Munde quellen?
Zitat aus dem Buch: Mut zur Maske  Mut zur Maske
Wir lachen, grinsen, feixen, sind fröhlich, funktionieren.
Meistens jedenfalls, doch fragen wir uns, welches Gesicht ist das, welches Wort steckt dahinter, was meinen wir..
...unsere Gesichter, dieses vielfältige, ausdrucksstarke oder oftmals auch sehr ausdrucksarme Gesicht, zeigen wir jedem um uns herum unsere richtigen Gesichter, die Worte die dahinter stehen, die wir oftmals nicht auszusprechen wagen um andere nicht zu verletzen? Dem Chef das Unterwürfige, das verzweifelt Aufmüpfige, oder das gehorsame Gesicht ?
Dem Partner immer die Nette sein, die Humorvolle, die auch mal Alberne, die ihn immer Liebende, auch an ihm Zweifelnde, den Eltern das erwachsene Kind, die Frau, den Mann, den man ernst nehmen kann...und soll,
der Freundin die Liebe, die Verständnisvolle, die immer da für sie ist, egal wie ihr selbst grad zumute ist.
Dem Fremden auf der Straße das fremde geheimnisvoll anmutende Gesicht.
Doch welches ist das Richtige, Wahre, das Innere, das uns wirklich verrät?
*

Wir schreiben über das was uns bewegt, antreibt, manchmal ists wie eine Sucht. Fängt man einmal an, kann man nicht mehr aufhören, so geht es mir oft, dann bewegen sich wie von selbst meine Hände über der Tastatur und mir ist, als ob ich träume.
Vieles schreibt man im Gedankenkästchen und legt es – als unerledigt ab um es nach Jahren wieder hervorzukramen um es zu vervollständigen. Viele schreiben aus Langeweile, aus einem Mitteilungsbedürfnis heraus, weil sie eins mit sich, andere gern unterhalten, andere am eigenen Wissens - und Erfahrungsschatz teilnehmen lassen, aber auch  einsam, allein oder verlassen sind. Wenn ich so am Morgen über all die Blogs tanze um zu sehen wie ein anderer denkt oder was er erlebt hat, es mir durch seine Seite mitteilt ob er Freude, Ängste, Sorgen oder Probleme hatte, ob er neues gestaltet hat und mir, dem Leser  dies mitteilen wollte, dann denke ich oft, ach wie gibt es doch viele Schreiber. Hobbyschreiber, phantasievolle Wortkünstler mit eigenen sehr individuellen Ideen  im Kopf,  nenne ich sie oft.
Aber auch Professionelle die ein Buch veröffentlichen oder verkaufen wollen, sich einer Schreibkarriere nähern, eigene Verlage haben, einen Sponsor, eigene Ideen oder  die von anderen benutzen, dann denke ich: ach was ein Stress, dies würde ich nie wollen, ich schreib einfach weiter so vor mich hin wie mir der Schnabel und das Talent dafür  gewachsen ist und lächle in mich hinein.
Dichte und verzichte auf Essen und den Alltag, auf Besuche und Gequatsche, auf Profanes, schreibe weiter und weiter meine Gedanken  in meinen Tag hinein, während die Sonne auf oder untergeht, der Mond manchmal am Himmel steht, Nebel über die Felder wallen und mir Geschichten aus ihrem Leben erzählen, so soll doch schreiben sein.

© Angelface...
ach ich sehe gerade, übers schreiben - beschreiben - hintippseln oder laut denken habe ich schon einmal im Hier etwas geschrieben, gelesen hats noch keiner....!? es war nicht interessant? Oder es wurde nicht gefunden - überlesen?
vielleicht war es ja ein sogennantes LEERthema zu dem keiner was sagen wollte:))
drum setz ich*s noch mal ein.
http://wokinisblog.blogspot.de/2014/09/wenn-es-ums-schreiben-geht.html