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Donnerstag, 13. August 2015

Abenteuergeschichten… aus meinem Grün.

      

Mitten in der Nacht.... träumte ich...
„Komm mit, komm mit“, flüstert eine zarte Stimme in mein Ohr. Ich öffne schläfrig die Augen.
 auf der Suiche nach mir oder dir oder nach den Sternen..
Über mir schwebt eine winzige Gestalt, sie muss aus einem Märchen entsprungen sein.
Federn umrahmen ein zierliches Gesicht und auf dem glänzenden Rücken trägt es so etwas wie silbrige Flügel die im Wind hin und her wackeln. Das Gesicht lächelt mich fein an.“ Schlafmütze“, sagt es zu mir.
„Wieso Schlafmütze“, frage ich und wundere mich nicht mal. „Es ist Nacht und ich schlafe auf dem Balkon, und jetzt kommst du. Was willst du von mir“?
Sie blinzelt mich schelmisch an.“Komm, ich lade dich zu einer Reise rund um die Welt ein, du wolltest doch schon immer“…., verklingt ihre Stimme, als  ihr Gesicht  sehnsüchtig in den Sternenhimmel zeigt.
Hunderttausende  winzige Sterne die auf und ab leuchten, mitten unter einem schwarzen Zelt das wie ein Dach im Himmel thront winken uns zu und laden uns ein und ich steige wie ein kleiner flügeliger Geist aus meinem Körper und Bett, das verlassen auf dem Balkon zurück bleibt.
Ein wenig windig ist es hier oben in der tiefschwarzen Rabennacht, nur die Sterne zeigen uns den Weg im Dach der Welt.
Wir fliegen…das ist herrlich…
Wir kurven, mal links, mal rechts herum, ziehen Kreise  und sie kichert“ gefällts dir“? Ich halte mich an ihren winzigen Flügeln fest und bin selbst leicht wie eine Feder.
Ich staune, wie klein sieht doch die Welt von so hoch oben aus, aber was heißt oben? Es gibt kein oben, kein unten, keine Mitte, ich bin mitten in einem leeren Raum der nur von den Sternen und uns bevölkert ist.  Es ist Platz für alle Menschen dieser Welt , keine Grenzen engen ein, es gibt weder Straßen, noch Häuser, weder Bach noch Fluss, auch kein Meer, nur der Himmel ist um uns. Der ist endlos weit. Mein Sternchen macht einen flügelleichten Satz und lässt sich - Plums -  auf eine Wolke fallen.
„Komm, wir ruhen uns ein wenig aus, der Weg ist noch weit wenn ich dir alles zeigen will“, wispert sie, wir lassen uns auf der weißen luftigen Wolke eine Weile mittreiben.
Links und rechts von uns ziehen  kleine Sternschnuppen vorbei, sie lassen sich ins Endlose fallen und glitzern verführerisch,“ kommt mit“. Die Wolke zieht unbeirrt ihre Wege, sie hat kein Ziel und trägt außer uns die Zeit auf dem Rücken. Und die Zeit darauf brummt, ich hab Zeit.
Ich wusste nie wie die Zeit aussieht, für mich hatte sie bisher nie ein Gesicht, sie drängte bisher nur mich und all die anderen um mich herum, vorwärts, vorwärts, immer vorwärts und blick nie zurück.
Jetzt hat sie ein ganz freundliches Gesicht und nicht die geringste Hetze ist darin zu sehen. Sie wirkt gemütlich, lächelt und zwinkert mir zu.
Nach  einer mir endlos erscheinenden Zeit, die völlig ihre Bedeutung verloren hat, bremst die Wolke ab, verharrt einen Moment  im Raum und verkündet: „aussteigen, hier ist eure Fahrt zu Ende, ich will weiter“.
Das silbrige Stimmchen meines Sternchens dass sich nun als eine blütenzarte Elfe entpuppt, kichert fröhlich und  sagt artig“ Danke fürs mitnehmen“.
Mein Geist  oder was immer von mir durch den Raum fliegt, streckt sich lang und breitet sich aus, welch eine Freiheit…so ganz ohne Grenzen fühlt sich alles an und sachte, ganz sachte gleitet er nach einem schwungvollen Bogen zurück auf den schlafenden Körper auf dem heimischen Balkon.
Wir sind gelandet.
„Bis dann mal“, zwitschert eine zarte Stimme abschied nehmend mir zu“ ich bin immer bei dir“, sie verklingt im luftleeren Raum. Ich erwache und über mir singen die Sterne.

© Angelface