Montag, 28. September 2026

beide Seiten....

                                      Heiter und wolkig über mir der Himmel.

gestern war der gesamte Tag ein Wolkenbett zum träumen schön...
ich hab sogar eine Stunde im Liegestuhl verschlafen...
ein Hoch auf den September...ein Hoch auf die fast ungewohnte Wärme -
ein Hoch auf die Sonne
und den letzten Sonntag im September
*
wir wissen ja alle
es bleibt nicht so wie es ist.



Beide Seiten sind gefragt und leiden unter den Zuständen...

eigentlich wollte ich …

aber das was man wollte, geht manches Mal nicht weil andres viel wichtigeres einem vor den Kopf geknallt kommt. Das sind Themen des Tages.

a) sind mir plötzlich vor zwei Tagen zwei Zähne direkt unter der Brücke unten rechts ausgefallen und ein Leck gähnt mir entgegen, als ich in den Spiegel schaue, also muss ich mich darum kümmern, das Thema „ Arztbesuche brennt.

b) hatte ich Sozialarbeit an der Backe, denn eine gute alte Freundin liegt in der Rehaklinik mit zwei gebrochenen Beinen und geht sämtliche Stationen durch, die sich damit ergeben. Für Monate hat sie sich damit aus – dem Leben – durch einen blöden Unfall ausgeklinkt.
Also versuche ich sie per Telefon, SMS und Sprachnachrichten aufzurichten, damit sie die endlos lange Zeit nach der OP besser übersteht. Das mache ich natürlich gerne, damit wenigstens einer was für - sie - Sicht und fühlbar tut.

- ** Der Vormittag vergeht und ich erledige erst einmal meine Vorbereitungen zum eigenen Arztbesuch - was heißt, ich hänge stundenlang am Telefon um einen Termin zu bekommen, außerdem meine schriftlichen Befunde vom letzten Nephrologen- Besuch vom Hausarzt abzufragen. Doch dessen Telefon ist ständig besetzt, nur ein freundlicher Anrufbeantworter nach dem TUT,TUT teilt mir zum 10.Mal mit , dass er keine Zeit dafür hat um einen Rezept und Überweisungswunsch zum nächsten Quartal zu erfüllen und entgegen zu nehmen, obwohl eine extra Telefonnummer dafür angegeben ist.

Zwischendurch gehen die Nachrichten aus der Reha ein, dass bis um 10°° noch kein Frühstück, nicht mal eine Tasse Kaffee bis ans Bett der bettlägerigen Patientin eingetroffen ist. Die Physio ansteht, die nicht kommt und schon fast Zeit für das warme Mittagessen um zwölf ist.

Schlechter Schlaf wegen des Vollmonds ist das Thema und keiner kommt um sie zur Toilette zu begleiten.



Wie froh bin ich, so nicht mehr arbeiten zu müssen, es fiele mir schwer, aber anderes wird einem ja nicht mehr angeboten. Wenn du den Job behalten willst musst du mit – den – Wölfen heulen bis die Frührente dich aus dem Job hinaus komplimentiert..

Nur zu gut habe ich in Erinnerung w i e meine letzten beiden Arbeitsjahre beim röntgen aussahen bis mich mein RR - Wert aus den Seilen haute. Arbeiten - nur unter Druck und der wurde tagtäglich größer, oft war die Arbeit zeitlich kaum noch zu schaffen.

Aber man weiß ja, irgendwann kann man im Garten sitzen, die Füße hochlegen und anderen beim arbeiten zuschauen. Ob das Geld der Frührente dann zum Leben reicht weiß man zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht, denn die Zeiten ändern sich. Die Lebenshaltungskosten, Mieten, Zinsen, einigermaßen gut *wohnen, und Preise werden täglich höher. Die Benzinkosten für das Auto erreichen astronomische Höhen. Da hilft selbst der Blick zum Himmel nicht viel, er schweigt mich an wenn ich die Frage an ihn richte : warum und wieso ...ist es so - wie es ist....

Ich kann also beide Seiten nur zu gut verstehen.
Die im Bett leidet unter Langeweile, hat vielleicht noch böse Phantomschmerzen, keine Aussicht auf baldige Genesung, weiß nicht, was noch alles auf sie zukommt, - der vor- dem-Bett – hört oft nur Klagen, hat weder Zeit noch Nerven sich um quengelnde Patienten zu kümmern, bekommt viel zu wenig Geld für seine Arbeit, wenig oder kaum Anerkennung und steht ständig unter Zeit- und zu viel Arbeitsdruck. Ich höre das ständig von ehemaligen Kollegen. Für mich bleibt das Gefühl zurück seit 2009 hat sich kaum was verändert was die Arbeit angeht.. Nur das Leben , darin ändert es  sich tagtäglich.

Es ist eine Situation die sich schon seit Jahren nicht ändert, sondern permanent eher noch schlimmer wird. So möchte keiner arbeiten - !!!

Am anderen Ende der Fahnenstange sitzt die Politik und versucht sich gegen eigene Erkenntnisse zu behaupten, sondern bekriegt sich gegenseitig um sich durchzusetzen.

Das nennt man dann ein hoffnungsloses Desaster.







Ein Glück bleibt der Garten unter den eigenen Händen zuversichtlich, er hat sich wunderbar erholt nach dem letzten Regen , - er schickt freundliche Gedanken in den Tag - und einen erfreulichen Anblick - " ich bleibe dir erhalten wenn du gut für mich sorgst!." 



@ angelface


Mittwoch, 23. September 2026

Stricken und Schreiben als ° T h e r a p i e oder als Zeitvertreib...(?)

 Fast finde ich es witzig,  was beim Stricken alles an Gedanken entstehen...

meist unfreiwillig entstandene   *Farbverläufe sind  oft überraschende
eigene Blicke zu Hand - und Fußgelenken
und mag ich sehr - witzig dagegen,  dass beide Exponate  nie ganz gleich werden..
man kann wechseln -
so kann man sie beliebig untereinander austauschen
 und sehen damit immer wieder anders aus.
Anders oder überraschend sein - mag ich damit auch sehr.
*

                                Stricken und Schreiben kann damit fast schon eine Art der Therapie sein.
                                                     -   mir schenkt es 
                                               innere Ruhe und Konzentration -

doch ich merke auch,
manchmal vergesse ich sogar die Zeit darüber

 wenn das Wetter zu schlecht ist hinaus-zu-gehen um sie im Garten zu verbringen
plötzlich sind die Stunden im Nu weg,
 ich hab mich buchstäblich
 - hinaus aus dem Raum gestrickt...-


 - bunt ist Lebendigkeit - wie ein Herbstblatt das zu Boden fällt - 
aber wer ist hier farbenblind?

man fragt sich beim Hobby ja oftmals: - etwas zögerlich  - was ist es für mich????

Ehe man eine freie Couch dazu bekommt vergehen oft Jahre. Wenn man Glück hat sind es Monate bis ein Platz frei wird, wo am anderen Ende ein offenes Ohr sitzt und dir zuhört was du nicht alleine im Laufe deines Lebens *verdauen konntest. Dann ist 's aber auch oft schon zu spät..

Wie verarbeitet man  Geschichten, die im trüben Nebel deiner Erinnerungen auftauchen?

Gerade bei älteren Menschen die plötzlich viel-Zeit-für-sich – haben, verstummt oft die Sprache, man wird still und macht alles mit sich alleine aus was man früher vielleicht auch mal mit einer Freundin besprach, die im Heute längst verstorben ist. Der Balken der Abschiede wird länger und länger auf dem man selbst noch herumturnt und das Leben einen noch so lange dehnt, bis das Strecken, Bücken und Knien beschwerlich wird..so wird mancher  zumindest im Winter zum unfreiwilligen Stubenhocker.

Alexandra - bei mir gegenüber -  an die ich oft denke
strich damals ihre graue unscheinbare Garage mal in grün-gelb
-mal in leuchtend rot, dafür holte sie sich ein Stühlchen aus dem Haus
was viel Schöner  im Gesamtausdruck aussah
 als das langweilige Grau
wir unterhielten uns  dabei ganz oft über
 die Farben im Leben und welche Bedeutung sie für uns haben..
sie machte ihre wunderschönen IKONEN alle selber...
meinte aber auch: .

 - lieber etwas anstreichen als "Sport , der sei ihr zu anstrengend - spazieren- gehen zu beschwerlich - auf 's Bäume klettern hat man sich abgewöhnt - langweilig das Bummeln durch die Stadt - selbst die Gartenpflege geht schwer von der Hand - lesen fällt oft schwer, es fehlt die Konzentration oder das Augenlicht wird schwach - fernsehen erledigt sich oft von selbst",  - was dem Programm zuzuschreiben ist, das Interesse am PC lässt nach.

Mein – in manch Augen vielleicht übertrieben „vieles Stricken“ hat mich vieles gelehrt, auch andere Betrachtungen anzustellen.

Wie meine bunten Stühle, die auch so unvollendet entstanden, ich ihnen aber eine Bedeutung zuordnete und nicht nur die, dass „altes nur zum wegwerfen gut ist“, sondern praktisch und hübsch bunt ist, mehrere im Garten für mich, die Katzen und unvorhergesehene Besucher und nicht nur zur reinen Dekoration stehen zu haben; - ist auch das Stricken weit mehr als nur ein Hobby zum Zeitvertreib für mich.(geworden)

Nach einiger Zeit entdeckte ich, dass ich manche meiner Geschichten gedanklich in die Maschen und Farben hineinfließen und darin tanzen lassen konnte - wie im Erinnern die Projektion eines Bildes entsteht.

Es lenkte mich ab, manchmal mehr als ein Buch, mehr als ein Sonntagsspaziergang im Grünen, ein Film im Fernsehen oder ein Gespräch am Gartenzaun.

Plötzlich *empfand und sah ich beim stricken in der Farbe lila die langsam aber nachdrücklich vom hellen ins Dunkle überging ein ernstes Gesicht an meinem Bett, dass mir mitteilt, wenn ich nicht binnen 14 Tagen am Herzmuskel operiert werde, überlebe ich die nächsten Jahre nicht. Das war die Diagnose HOCM im Oktober 2019 *währenddessen der plötzliche Tod meiner Mutter über den ich nie mit jemandem gesprochen habe, mich lange verwirrte wenn der tägliche Morgen- und Abendgutenachtgruß fehlte. Nachts weckten mich meine Gedanken an sie - aus meinen Träumen auf.
..Dazwischen so etliches an Irrungen und Verwirrungen im Leben, sich manipuliert fühlen, viel erstaunt über das Leben sein, dass sich anders entwickelt wie gewünscht hatte und ein Beruf den ich heiß liebte.

Zum auswandern kam ich nie, obwohl der Wunsch nie weit weg war. Den strickte ich mir an die Füße und lächelte fein dabei wenn ich mir die Auswandergeschichten heutiger junger Menschen  in Hallo Deutschland  oder  Brisant ansehe. Irgendwann traute ich es mir nicht mehr zu, es alleine zu versuchen und Batsch -  war die Zeit dafür vorbei.

Puh, wo kommt das plötzlich im Gedanken her“? 



bestimmt,  weil ich heute in der TV-Spielfilm Zeitung einen interessanten Gutschein zu einer REISE aufgefunden habe und mir überlegte - sie mir näher für 2027 im Frühjahr anzusehen. Mittags wollte nämlich eine Freundin zum Kaffee und plauschen  kommen, mit der wollte ich das durchsprechen und schauen was sie davon hält.
Vielleicht hält sie es ja für eine Schnapsidee so weit vor-zu-planen.

Schnell strickte ich ein helles türkisgrün hinzu, was ja hoffnungsvoll bedeutet-egal ob hell oder dunkel. Doch davon hatte ich nicht mehr all zu viel in Reserve

Auch das dunkel lila tauchte immer wieder auf, mal heller, feiner in der Strickdichte, mal wieder sehr sehr dunkel,  fast zum rot tendierend, was mir als Farbe mehr als einmal auszugehen drohte.

Helle Farben, changierend ins eigene Bunt übergehend bedeutete fast ein Muster zu werden, was gar nicht beabsichtigt war. Einmal links, mehrmals rechte Maschen beim wechseln genügt völlig um überraschend bunt zu wirken.

Eher wollte ich Streifen, Blockstreifen durch die unterschiedlichen Farben  getrennt - dicke und dünne abwechselnd, das waren die Gesichter der Katzen und ich konnte genau unterscheiden, jetzt ist es Merlin, dann Paulchen, dann Mimi und dann plötzlich kam mit °gelb leuchtend° meine Birke mit ins Maschenspiel und mir die Tränen.
Jede Masche eine Geschichte und dahinter die Gesichter, die dazu gehörten.

Beim zurückdenken - viel Bunt – 13 Jahre – warme Nächte auf dem Balkon und viele Gespräche mit meiner liebsten Freundin , Sommer am See, dann etwas verhangen im Nebel der Erinnerungen – auch mal schwarz, bedeutet Schmerz, - der Verlust der Tochter, - aber auch Enttäuschung und Ärger -  dann kamen wieder ganz viele rosa Farbmaschen, wie der Frühling wenn die Blumen im Garten erblühen und die Hagebutten dick und fett fast dunkelrot wurden. Aber immer wieder ganz viel Grün - was die Bäume im Garten für mich bedeuten. Der Blick vom Balkon und ins Weite bis zu den Segelfliegern am Himmel.

Ich *sah die Farben des Gestrickten  an den Beinen der Kinder in der Ukraine die im Winter oft frieren. Mit der Aufgabe zu wärmen..an Doris Händen wenn sie zum Füttern auf den Hof kommt und die Schafe begrüßt....

an einer alten Frau an einer Ampel wie sie über die Straße läuft und sich freut, sie lächelt vor sich hin. Das war Frankreich in den Siebzigern und der alberne Kauf eines Brautkleides auf einem sonnigen Markt, das ich später in leuchtend rot umfärbte weil die alte Spitze darin so wunderschön war und mich faszinierte.

Geschichten in Episoden die mich das Leben lehrte....die nie ganz aus dem Gedächtnis gehen.

So ist stricken mehr als „etwas  n u r  produzieren für mich /* und oder andere - „.sondern  ab und zu Teilabschnitte vom Leben und wenn ich die Farben am Handgelenk trage, bin ich auch noch - immer wieder ein wenig - das frühere ich.

Deshalb stricke ich so gerne, wahrscheinlich bin ich aber auch nur * farbverliebt weil ich Überraschungen mag - ich weiß ja nie vorher, welche Geschichte darin auftaucht.

 dicke, fette nur Grautöne kommen übrigens  relativ selten darin vor. Auch wenn ich es an mir mag wenn ich es TON in TON  als Rock oder Hose trage , allenfalls ein ganz zartes Silbergrau, was mich an meine Haare erinnert wenn die Sonne darauf scheint oder an die Farben des bunten Herbstes vor meinem Fenster..





@ angelface

Freitag, 18. September 2026

es kostet nichts wenn man denkt.. ist aber effizient

 





Guten Morgen Ihr Lieben, …...............


heute Morgen blieb ich an einem Text hängen, den ich im August 2018 geschrieben hatte.

https://wokinisblog.blogspot.com/2018/08/leben-ist-kostenlos-angelface.html –
ich denke – weil ich bin – kostenlos sind die Gedanken darüber auch..-.

Während ich gedankenvoll  immer wieder neu meine Stricknadeln bewege, weil ich's einfach nicht lassen kann - Farbe für Farbe  in jede Masche hinein-stricke, wandern meine Gedanken in meine Phantasie, denn die Phantasie ist wie die Gedanken auch kostenlos, man muss sie in sich nur aufwecken...dann kommen die Bilder. Vor-sich hin-stricken ist beruhigend ....die Gedanken frei machend...

In jeder Masche steckt ein Gedanke an die , die ich nur in meiner Phantasie sehe“- wenn man das Sehen als sein Empfinden ansieht. So geht es mir auch wenn ich den Gedanken am Himmel in den Wolken nachsehe...

Ich * sehe Texte, die mich bewegt oder beeindruckt haben, in denen ich mich zum Teil wieder erkannte.
Private Gedanken über den Alltag im Leben, wie man ihn empfindet.

Ich vermisse sie – weil; leider oft die Menschen weg sind, die das einmal geschrieben haben

Ob schwer, ob leicht, ob stressig oder gelassen, - wir erleben den Alltag täglich und machen uns wenig Gedanken um oder über ihn. Ein Thema ist er nicht.

Über das was uns wirklich bewegt, schreiben wir nicht.
Ein inhaltsschwerer Satz, weil wenn wir denken - es interessiert nur uns, täuschen wir uns oft.
Uns interessiert im Grunde nicht  an anderen was wir tun - - sondern wie wir sind.

Vielleicht taucht der Gedanke irgendwann per Zufall in einem Gedicht auf – was bewegt diese Schreiber*in in diesem Augenblick – dann schreibt man es einfach mal so vor sich hin.

Meine Gedanken sprudeln mir wild im Kopf herum – weil ich Zeit zum denken habe...

tut das weh? - nein – aber manchmal macht es den Kopf ganz wirr und ich stelle es mit einem Knopf ab und stricke gedankenlos weiter wie ein Automat der dann irgend etwas ausspuckt was man sich wünscht...was wird es wohl sein?

zu kompliziert?


Ich …..hoffe..... nein...
es war nur ein kostenloser Gedankenaustausch ...mit mir.





                                ich denke für den Winter bin ich echt eingedeckt mit dem Strickzeug -

jetzt werden sie wieder verschenkt.....
wie diese und werden auch fleißig getragen befinden sich längst in fremden Schubladen...
was mich sehr freut...und anspornt.




zur Zeit in Arbeit  bei Themen über : biographisches beim aufarbeiten , Gedichte, Geschichten - wer weiß was noch alles aus einem herauskommt wenn man auch beim stricken + über die Welt,  sich und alles andere was so um einen herum fleucht nachdenkt...wird es mir nie langweilig .
der erste Ausdruck  der Rohfassung liegt schon vor mir..( nicht für die Öffentlichkeit gedacht )aber wer weiß wie man es mal braucht - Erinnerungen sind manchmal trügerisch - melancholisch - interessant -  aufarbeitungswütend - schmerzhaft - lustig - geheimnisvoll - freundlich und immer wahrheitsliebend  wenn man mutig ist - 
während die Zeit im Nu während des Schreibens verflogen ist..
(wo sind die vielen Stunden geblieben?

 Titeltext:
 " Nun schließt sich der Kreis dreiundvierzig Jahre und Blicke zurück"


@ angelface


Sonntag, 13. September 2026

- der Fremde in meinem Bett - Filmdreh....

 Filmdreh zu „ der fremde in meinem bett“   



Filmort
vier auf mal drei Meter unter einem schrägen Dachfenster
Achtung Klappe, Film ab...

wird ’s ein Krimi oder eine Persiflage? Eine Comiczeichnung mit Sprechblasen oder eine Komödie
in VI Akten.

Der Fremde in meinem Bett“ 




es gab vor Jahren mal einen solchen Filmtitel im TV, der mich dazu verlockte zum Buch zu greifen, das dem Film voranging, der sich zum Ende hin als ziemlich überraschend blutrünstig darstellte, was wiederum meinen anschließenden Schlaf danach ein wenig störte. Spannend war es dennoch ihn zu sehen.

Akt I:  



Zeit 6°° morgens, ...
 das kleine Fenster ist schon hell, im Bett mit Buch vor der Nase.
Da schleicht sich einer heran, wälzt sich über mich, dreht sich einmal rund um die eigene Achse und lässt sich lautlos an meiner linken Seite nieder, da ich offensichtlich keine Notiz von ihm nehme.
Das Buch ist spannender als der Krimi den ich  abends bis spät in-die Nacht - sah, dann meldete sich mein Bauch der sein Frühstück verlangt, zumindest aber nach einer Tasse Kaffee lechzt und zudem meine volle Blase die anfing zu zwicken, genau im falschen Augenblick..
Doch ich wagte mich nicht zu bewegen, Besuch im Bett, da nimmt man Rücksicht und verhält sich lieber still, wer weiß schon was der will?

Kichernd versuchte ich den Atem anzuhalten während ich meine Beine langsam vorsichtig aus meiner Bettdecke schälte und versuchte sie wie ein Sportler elegant und lautlos über dieses unbekannte Wesen zu werfen ohne die Decke zu berühren. Um Gott's Willen nicht wecken, er könnte mir ja was tun. Diese langen anscheinend unschuldigen – jedoch messerscharfen Krallen sehen zumindest gefährlich aus, auch ohne dass ich Kontakt zu ihnen hatte.

Akt II:     




                                    




ein Rachen der sich weit öffnet und einen rosafarbenen Gaumen zeigt, der im Gegensatz zu diesen Schlitzaugen relativ harmlos erscheint. Kleine spitze weiße Zähne darin, nur die vorderen Hauer könnten bestimmt Knochen brechen um sie anschließend zu verschlingen. Dann schließt sich der Schlund wieder. Lange weiße Schnurrbarthaare erzittern im Takt.

Akt III:   

wahrlich beeindruckend dieser Schlund....


eine dicke graue Pfote die das linke lange Bein zu sich heranzieht um sie sich über Nase und Augen zu ziehen. Dazwischen sehe ich wie sich versuchsweise ein Auge öffnet, den Versuch aber sofort wieder abbricht.

Akt IV:



eine elegante wie zufällig wirkende Joga/Übung folgt indem die sanfte Drehung des gesamten Körpers in Richtung weicher glatter Bauch eine tänzerische Darbietung dem Auge des Zuschauers gefällt. Das andere Bein zuckt in Richtung dichter fetter Schwanz, der gefährlich hin und her rollt und auf die Bettdecke klopft – was sicher heißt: - Achtung- gleich wache ich auf...-



es macht echt spaß ein Drehbuch zu schreiben...

Akt V:   


ich lasse die angehaltene Luft vorsichtig und langsam aus meiner Lunge entweichen, hab' s geschafft mich über ihn aus dem Bett zu wälzen – leider kommen anschließend keine weiteren Übungen mehr die mir zeigen, wie gelenkig dieser Besucher anscheinend nicht die geringste Lust dazu verspürt diese gastliche Stätte je wieder zu verlassen. Sechs Stunden mindestens ist mein Bett besetzt.

Der Protagonist ist müde und verlangt seinen Schlaf

Akt VI:    

noch sind sie eingezogen aber wehe sie öffnen sich...
als spitze Messerklingen...


Zurück bleibt ein aufgeblättertes spannendes Buch, ein Haarreif der verlassen auf dem Kopfkissen liegt und mein lautloses Lachen.   

An mein Buch komme ich natürlich nun nicht mehr heran -  sodass die Filmaufnahmen für heute leider abgebrochen werden müssen.

Sponsoren für den Film gibt es noch nicht, ich denke da werde ich noch einige Einstellungen dafür nachliefern müssen.




Vorläufiges Ende des Filmes....“der Fremde in meinem Bett“

Autor des Drehbuchs : Angel

Schauspieler, Darsteller:  
 der eigentliche Darsteller möchte nicht  namentlich genannt werden,
andere :lange Beine, ein buntes Nachthemd mit Comicfiguren, ein undefinierbares graues Knäuel aus graubraunen Haaren , ein Katzenfell, ein weicher Bauch der sich rhythmisch bewegt, Zähne zum Fürchten, Krallen die sich öffnen und schließen, eine zerknüllte Bettdecke, drei übereinander geworfene Kissen, ein geöffnetes Buch mit 460 Seiten, ein lila Haarreif, und eine brennende Leselampe über den Kopfkissen.

Drehbuch/Regie:  

                                      

Darsteller
Vier Pfoten - ein gefräßiges Maul

 die Zähne möchte man auch im Film
nicht unbedingt im Bett haben...
auch vor diesen würde ich Vorsicht walten lassen
ehe ich ihnen zu nahe komme..



dann doch lieber so einen Fassadenkletterer..
der so gut Joga kann....


@ Angelface