Freitag, 5. März 2021

Von allem zu viel...ist manchmal eine Last.

Man will und soll nicht glauben was alles aufbewahrt werden will.
Die Flohmarktzeiten sind ja leider zumindest für einige Zeit vorbei.

Früher bin ich gerne darüber geschlendert, heute meide ich sie – aus gutem Grund.
Ich fand bisher immer etwas was mir gefiel.
Nicht nur Kleider, Röcke oder Jacken sondern anderes als das. Was zum basteln zum Beispiel.

Doch nicht jeder hat Ställe, Dachböden oder Keller, Arbeitszimmer oder Gästezimmer, aber jeder hat Dinge die man aufheben will und auch muss. Alleine die vielen Bücher und Alben, die Weihnacht und Dekosachen nehmen Platz weg. Doch wohin damit. ( ? )

Das Gefühl von allem zu viel zu haben, davon haben sicher andere auch schon gehört , selbst diesen Gedanken gehabt und sind deshalb immer wieder neu ans ausmisten gegangen.

Verrostete Gartenutensilien müssen ausgetauscht werden, wo soll die Blumenerde und der Dünger hin? Wo das Öl fürs Auto, die Reifen und der zweite Satz Sitzauflagen , die  Abdeckplanen für den Winter? Wo sollen die Sonnenliegen hin?
Das Gartenhaus sollte für den Rasenmäher und die Pellets sein, da muss schließlich für den Winter mindestens alle 3 Monate einen Tonne voll rein und hoch gestapelt werden.

Jedes Frühjahr taucht dieser Gedanke in unseren Köpfen auf. - "  Platz schaffen" -
Hat die Sonne daran schuld die durch noch halbblinde Scheiben scheint und das zu viel ans Tageslicht bringt?
Oder vielleicht – wie bei mir – jetzt ein neuer Umzug von guten Freunden nach Hier?

„ Geerbt“ hat man ja vielleicht so einiges kleines von lieben Freunden, die was loswerden wollten -
auch von den Eltern, oder Großeltern die dachten,  sie würden dir etwas Gutes tun weil sie dachten: du hättest dies noch nicht.
Und plötzlich sitzt du auf Sachen die du weder brauchst, noch willst und die dich eigentlich nur belasten.
Dann geht es auch bei dir und mir ans ausmisten und du stellst fest: ach du meine Güte, wo kommt das nur alles her.
Aber nichts geschieht ohne Grund.
               Als meine Mutter erst ins Heim kam und dann 4 Jahre später starb – sollte und musste ich „ Teile wie Alben, Briefe, Tagebücher, Erinnerungen ihrer Wohnung irgendwo bei mir unterbringen, zumindest so lange wie sie noch im Heim lebte, für den Fall, dass sie merkt ihr fehlt etwas und sie will es wieder. Das kam in 5 Jahren nicht nur einmal vor, sie suchte ständig  in ihrem Gedächtnis einen Pulli, einen Gürtel, ein Bild und verlangte es wieder.

Brave Tochter – macht natürlich . Buben würden das nicht tun, doch ich glaube,  es ist das Los einiger Töchter  auch dafür da zu sein.
Ich konnte ja nicht alles in die Mülltonne schmeißen, das hätte sie mir empfindlich übel genommen und so brachte ich so einige gefüllte Kisten von ihr bei mir unter.
Keiner fragte mich in den letzten 7 Jahren seit meinem eigenen Umzug ob ich einen Dachboden oder Keller habe wo genügend Platz für Fremdes ist.
Nun schlummert noch einiges das ich nie anschaue aber genau weiß dass es noch da ist – im Arbeitszimmer ganz hinten versteckt unsichtbar für mein Auge in den Kisten an der Wand und Mimi schläft oft auf den Kästen und Kartons. Ablagebrett obendrüber auf dem mein Büro mit meinen diversen Ablagen ruht. - Fertig.
Wenigstens habe ich 3 Kartons mit Schriftstücken, Bildern und den tollen Entwürfen ihrer Malkunst von ihr, Erinnerungen an ihr Leben und ihre Eltern vor 2 Jahren mit Hilfe meiner Tochter im Garten verbrannt und nur das für mich Wichtigste meiner Familie als Erinnerung an den Stammbaum aufgehoben.
Der Gedanke, meine Tochter, mein älterer Bruder könnte noch etwas davon haben und danach fragen wollen, war immer in mir.
Bisher habe ich ihr Leben noch nicht völlig bei mir ausgelöscht indem ich alles wegschmiss was von ihr war. Viel ist nicht mehr da, ein bisschen Schmuck die eine oder andere Skulptur aus Holz oder Porzellan, - es will ja sonst keiner!

Als mein jüngerer Bruder starb schickte mir seine Vermieterin eine prall gefüllte Kiste von Dingen von ihm, von denen sie wohl dachte, dass ich sie bestimmt als Erinnerung haben wollte.
Sein Koffer vom letzten Besuch stand eh noch bei mir, wo hätte ihn das Beerdigungsinstitut sonst hin bringen sollen, das landet immer beim letzten Angehörigen.
Gut, seinen alten schäbigen Bademantel trage ich zur Erinnerung gerne von ihm, auch seine Uhr hab ich manchmal an, die wollte ich nicht weg tun – aber all seine Schreibsachen und amtlichen Benachrichtigungen habe ich aufgehoben und zu den restlichen Sachen meiner Mutter gepackt.

Man soll nicht glauben wie viel Platz PAPIERE wegnehmen.
Doch kann man das Familienleben wegschmeißen? Mir fällt das schwer.
Wer zu mir kommt und einen Rundgang durch das Haus macht, stellt beim ersten Blick immer etwas lakonisch fest: Hach, ist aber ein bisschen voll bei dir.“§! Bravo – das was man sieht, sind meine eigenen Sachen - das weiß ich auch.
In meiner alten Wohnung wäre das alles kein Problem gewesen, da hatte ich eine Dachgaube mit viel Platz die sich quer durch die gesamte Wohnung am ganzen Haus in der ersten Etage entlang zog.
Dort brachte ich alles unter was ich nicht sehen wollte und nicht brauchte – oder nur einmal im Jahr brauchte, das Zauberwort heißt ( unsichtbare ) Abstellräume.
Ansonsten hatte ich für meine eigenen Sachen geschlossene Schränke die keine Glastüren hatten. Das aber kann ich hier nicht anwenden.
Hier ist alles offen und in Glasvitrinen und so fällt der Blick des Besuchers und auch meiner - auch auf alles. Geschlossene Schränke in denen man was verstecken und aufbewahren könnte, ein benutzbarer Dachboden oder Keller – das alles ist in einem Ferienhaus mit vielen Dachschrägen  in fast jedem Raum und mit wenigen freien Wänden eher ein Fremdwort. Wo Platz frei war, stehen Bücherschränke und die sind voll. Also ich schlafe nicht sehr gern unter einer schrägen Wand, da komme ich mir sehr beengt vor.

Daran muss man sich erst gewöhnen. Zumindest habe ich meine eigene kleine Ordnung darin und von Zeit zu Zeit greife ich mir ein wenig davon und sortiere, miste aus, tausche, verschenke und schmeiße weg. Fremdes und eigenes und trotzdem ist immer noch von allem genügend da.

Das Thema Vorratshaltung, kennt das jemand noch (?).
Ich fahre nur 1 x im Monat einkaufen,bevorrate mich selbst für den Winter mit Gemüse, und im Sommer mit Marmelade aus den Gartenfrüchten und so ist der Froster und Küchenschrank immer ausreichend gefüllt. Man könnte mich also alleine deshalb schon einen kleinen Hamster nennen.

Doch das nenne ich eher wirtschaftlich ( vorausschauend ) leben.
Ganz davon abgesehen – ist ein Haus zu bewohnen, etwas völlig anderes als nur in einer Wohnung mit Gott weiß wie vielen Räumen zu sein. Warum das so ist – weiß ich zwar nicht - empfinde aber – es ist so. Der Winter ist mir genau deswegen immer willkommen, denn während ich mich im Frühling – Sommer und Herbst eher nach außen orientiere, bin ich im Winter drin und miste regelmäßig aus und hab trotzdem immer noch für mein Gefühl - zu viel um mich herum.

Als meine Freunde nun ihr neues Zweitdomizil bezogen das vollständig eingerichtet war weil sie es beim Kauf mit übernommen hatten, kam natürlich prompt die Frage: Brauchst du das und stellten mir 2 Klappkästen hin mit all dem was sie doppelt hatten und nicht brauchen konnten, wen wundert es da wenn sich meine Augenbrauen erst mal in die Höhe zogen..sie wissen doch, das es voll bei mir ist.

Mein kleines Dilemma ist, dass ich schlecht nein sagen kann , und so tausche ich aus, altes kommt  bei mir weg – und „ neues „ von anderen bleibt bei mir. Damit hab ich ein gutes Gewissen.

Doch ich frag mich oft, warum wollen mir alle Freunde oder Bekannten was schenken -
ich hab alles, brauche nichts ist mein Schlagwort und dennoch bekomme ich vieles angeboten.

So gab es in den letzten 7 Jahren nach meinem Einzug ins Haus einen entzückenden Beistelltisch  aus altem schönen Holz von einer Freundin. Dafür wurde der alte  Couchtisch zerhackt und gab gutes Brennholz für den Nachbarn...

Bilder von einem guten Freund tausche ich von Zeit zu Zeit aus indem alte in den Koffer kommen und die auf dem Schrank liegen. Schwierig ist es nur da hoch zu kommen, dafür brauche ich Hilfe und eine extrem hohe Leiter.
Vasen und hübsches Nippes von einer früheren Kollegin..sind hübsch aber leider ziemliche Staubfänger. Aber wer Blumen liebt, braucht Vasen und nicht nur eine.
Schöne alte Gläser und Glaskaraffen die ich mal gesammelt hatte, stehen in der Vitrine ebenso wie die überteuerte Katzensammlung meiner Mutter und die  entzückend zarten Mokka -  und Teetassen meiner Großmutter. Die haben einiges an Wert, aber die will keiner.
Jetzt gibt es nach einigen frühlingshaft warmen Tagen erneut Schnee über Nacht und alles ist weiß überzuckert und wieder kalt. Der Winter ist also noch längst nicht vorbei..was nichts anderes heißt als: Jetzt miste ich aus und das diesmal gründlich.!



Ich hab schließlich 3 Etagen im Haus. 

und viele viele Treppen zum hoch und runterlaufen.
Eigentlich braucht man ja eine Art Schmutz - und Bastelraum, und nicht nur ein Arbeitszimmer als Büroraum, -  mit dem Computer, -
das ich auch zum abstellen nutze...

dort stehen auch die Bücherschränke die es einzusortieren galt, ein Schränkchen für die Bett  - und Tischwäsche, die Vorhänge und Schuhe für den Winter. Das Zweittelefon mit dem Anrufbeantworter und von dort gehts auch auf den Balkon aus dem ich jeden Morgen die Vögel  begrüße die ich beim  schreiben entdecke.

ein Zimmerchen wo man vielleicht Kerzen gießen, Papier selber schöpfen und überhaupt mit Holz basteln kann.
Das fehlt mir noch zu meinem Glück.
Im Gartenhaus sind zumindest das Fahrrad vom Nachbarn zurückgegeben, die alten Reifen und Sonnenschirme sind entsorgt und der alte Kugelgrill kommt zum Sperrmüll. Da ich gemerkt habe dass Werkzeug durch die Feuchtigkeit im Gartenhaus rostet und die Auflagen der Sonnenliege und Stühle durch die Mäuse angeknabbert werden, muss alles ins Haus, was aufbewahrt werden will.

Sollte jemand Bedarf an alten schönen Sachen die wiederverwertbar sind haben , dann darf er sich gerne bei mir melden.Und ich kann auf meiner Liste was weg muss, so einiges abhaken.

Ein Leben ohne viel Eigentum kann sicher sehr erleichternd sein, aber will ich das?


@ angelface


Freitag, 26. Februar 2021

Erinnerung an die Farbe Rot.

 

Wenn der Frühling kommt, erwachen die Lebensgeister.. und so manch alte  Träume.

Man merkt`s, ich merke es ganz deutlich.
Heute bin ich bei meinem morgendlichen Rund - um- Besuch auf den Blogs bei einem von Tinas altem Beitrag von 2016 gelandet::

XXXXX es war was mit ROT XXXXXXXXXXXXX...

Leider ließen sich die LINKS Ihrer Mitstreiterinnen zum aktuellen Thema nicht öffnen, keine Ahnung was ich da „ falsch mache“ es hätte mich schon interessiert was die anderen dazu trugen.

Das  damalige und auch heutige Thema war Ball – Abend - Cocktailkleider, Abschlussbälle und was man dazu anzieht.

Gibt es die zu Zeiten von Corona überhaupt noch oder besser gefragt, kommen sie wieder?
Es mag 2016 vor 5 Jahren ja noch Gang und Gäbe gewesen sein wenn man eine Tochter hat die sich im entsprechenden Alter einfindet – als Elternteil auf Bällen mitzutanzen.

Heute – heute träumen wir nur noch davon.
Unsere Töchter sind groß – verheiratet - wahrscheinlich – hoffentlich nicht - selbst - vielleicht je nach Alter gemütliche Matronen...

ein Begriff den ich gar nicht mag, mir auch kaum etwas darunter vorstellen kann.
Es klingt so langweilig und alles andere als charmant. Und schon gar nicht „ jugendlich flott.

Doch zur Bar, zur Hochzeit, zum Ball gehört natürlich ein Abend- oder Cocktailkleid und prompt geht bei mir das Kopfkino an.
Komisch das das nicht einschläft – egal wie alt man ist.

In der Stadt gibt es Gelegenheiten o Maß dazu, in Tanzschulen und Clubs, in den Hotelbars und als die Amerikaner dort noch stationiert waren auch in den entsprechenden Lokalen die ich selbst aus den 70zigern noch kenne.

In Mannheim / Kaiserslautern Rheinland Pfalz gab es damals Dutzende davon die gerne und gut besucht waren. Es traf sich dort Alles. Und jeder mit Jedem..

Lang ist`s her.


 

würde - sollte oder müsste ich mich entscheiden zwischen
Rock - Hose oder Kleid, würde ich mich immer für"  lang -
halblang - wadenlang  - Rock oder Kleid entscheiden.
Hosen sind für mich nur praktisch wenn es kalt ist oder
schnell gehen muss. Hingegen Hosenanzüge liebe ich
bevorzugt 2-Teiler !



 


Heute – denke ich an  München/ Hamburg/ Berlin bei Nacht – keine Frage, Letztere  schläft ja nie außer in Coronazeiten, da ist vieles abrupt abgeschnitten und nicht möglich, soll und darf das nicht mehr sein.

Wie im Moment noch alles,  was auch nur annähernd nach Kultur und Vergnügen aussieht.
Theater – Oper - Kino – alles  ist für uns Kopfkino.
Das ist in allen Großstädten so – egal wie sie heißen und in welchen Bundesländern sie sind.

Das schert aber die Abend und Cocktailkleider nicht die bei vielen von uns  wahrscheinlich noch im Schrank hängen. Gar manche über 50 jährige hat sogar noch ihr Hochzeitskleid irgendwo unter einer Plastik auf einem Bügel hängen und hütet es bis der Stoff zerfällt. All diese Kleider erzählen  eine eigene Geschichte.

„ Um-schneidern“ – zu alltagstauglich – festlich ? - ist eine Alternative wenn man es selbst kann, andernorts machen das Schneiderinnen oder eine gute Freundin wenn sie schneidern kann.
Oh oh, mein Kopfkino...das läuft und läuft vor sich hin..
Ende 60 ziger als ich heiratete war Tanzschule ganz groß im Kurs.
Ich tanzte leidenschaftlich und schwang gern meine langen Beine ausgiebig im Takt und war kaum von der Tanzfläche weg-zu - kriegen..

Ich denke, es werden viele Frauen um die 50 – um die 60 und später gerne von diesen Zeiten zu erzählen haben und sich im Nachhinein darüber amüsieren was man damals auf den Bällen trug und wie man stolz wie Bolle aus der sonstigen Rolle herausgefallen – aussah.


Wichtig waren der Schmuck, der Glanz der Kleider, der außergewöhnliche Schnitt, die Eleganz und die Lebendigkeit, der Spaß am Bewegen der erst beim Tanz zur Musik entsteht.
Das Umfeld, Freunde und Gleichgesinnte waren wichtig, sie teilten sich das gleiche Hobby – ausgehen, - tanzen und feiern bis der Arzt kommt.

Eine Zeit – von der man im Heute genau weiß – dass sie für uns selbst kaum wieder kommt aber hofft, dass sie vielleicht unsere Kinder und Enkelkinder oder deren Freunde erleben.

Irgendwo in einem ganz uralten Album besteht noch das Bild von meinem 1. Cocktailkleid dass mir meine Schwiegermutter auf ihrer uralten Adler Nähmaschine gebastelt hat.
Leider finde ich es nicht mehr, aber das Bild im Kopf ist noch wach!

Daran hat mich Tinas Post von 2016 erinnert und meine alten Träume waren wie aufgewacht.

das erste Ball- Coktailkleid in knielang  war wunderschön, glänzend und weich, unter der Brust mit einer lang aufgehenden Kellerfalte aufspringend in Burgunder-rot im Empirestil knieumspielend  in Satin und Samt gearbeitet und hatte ein rabenschwarzes kurzes Samtoberteil und ich sah darin umwerfend aus.

Ich war 21 – da sieht jeder gut aus:-)) denn aller Augen waren auf die Jugend gerichtet.
Wir waren jung,
heute würden die alten Kleider wahrscheinlich etwas matronenhaft aussehen denn mit der Jugend ist meist auch die „ überschlanke“ Linie weg.

Schön wars aber doch...denn der erste Ball im Leben ist meist der Schönste, den vergisst man wie ich jetzt weiß – nie. Doch wenn ich die /Tanz - Musik von damals heute höre, jucken mir nicht die Knie sondern die Tanzfüße leben und beben.

Das „ älter werden hat schon was für sich, ich finde es toll, dass durch eine Bemerkung , einen Satz
oder eine Geschichte einer Bloggerkollegin unsere alten Erinnerungen auftauchen und unser Gedächtnis beleben.
Ich danke dir Tina..vielleicht finde ich durch Zufall das alte Bild ja noch.
Das würde mich freuen..

Erinnerung an die Farbe ROT. ....und ganz viel Blümchen in Kleidern und Hosen..




@ Angelface




Mensch meine Tanzschuhe, sie stehen heut noch unterm Bett
die waren mal unheimlich teuer, 200.-D-Märker haben sie
damals gekostet -  aber hätte man sie auf der Straße
und nicht auf dem Tanzparkett getragen
wären sie in 14 Tagen kaputt..
*.
*


gestern - heute -  morgen...rot, blau und weiß.
übermorgen wird es ähnlich sein denn manche von den langen Plünnen
hängen noch friedlich im Schrank..
und freuen sich darauf im Sommer wieder getragen zu werden, ich sollte
ihnen nach der langen Zeit wirklich mal eigene Namen
als Dankeschön für gute Qualität geben,,,.




Donnerstag, 25. Februar 2021

Frühlingserwachen im Februar

 langsam - ganz langsam riechts nach Frühling, riecht Ihr das auch?

Man ist `s irgendwie leid, auch wenn vieles in diesem langen Winter wunderschön war, -
wie frostige Spaziergänge – dick eingemummelt in Schnee und Eis
das nach – Hause – kommen in die Gemütlichkeit der warmen Hütte
der heiße Tee oder Grog mit dunklen duftenden Gewürzen
das Kerzenlicht das die staubigen Ecken der Zimmer nicht erhellt sondern nur die Seiten deines spannenden Buches hervorhebt.
Das warme Bad vor dem Zubettgehen das im Sommer so gar nicht schmeckt und im Winter doch so gut tut.
Lange Abende vor dem Kamin oder Ofen, den Blick ins lodernd - flackernde Feuer gerichtet,
die guten Gedanken, die sich nach Innen richten.
Man kochte lecker und viel – auch anders, bewusster, putzte, las und veränderte sich mit den neuen Begebenheiten, passte sich an oder wurde traurig, manche waren auch einsam und allein.
Jeder für sich und jeder anders.
So manch Partnerschaften wurde viel abverlangt durch das lange aufeinanderhocken; - wer allein war, machte alles mit sich aus.


Fehlende Kommunikation tat oft weh wenn die Kontaktsperre  zu lange andauerte und man nicht wusste, wann ändert es sich?
Corona belastet uns alle,  auch weiterhin und auf unabsehbare Zeit, - und  so erschwert es so manch trübes Leben.
Ob Homeshopping am PC, – Homeschooling am Schreibtisch oder Quarantäne, man muss es aussitzen, nicht jeder hatte  und hat weiterhin die nötige Geduld dazu.
Ein Jahr ist lang – wenn keine Aussicht auf baldige Veränderung besteht.

Nur 5 – 6 Monate  an Zeit dauert der Winter und doch erscheint er uns manchmal so lang wie ein ganzes Jahr.
Macht das das viele Grau und Weiß in uns aus und der Welt da außen vor Fenster und Türen die so lange im Winter verschlossen waren. (?)
Wird das Leben in Isolation  kleiner -  dünner und weitet sich nur wieder in den helleren Sonnentagen?
Nicht jeder Ungeübte verträgt die Selbstanalyse  und das allein sein gleich gut.
Selbst sonst sehr sonnige Gemüter verharrten zeitweise in dunkleren Gedanken und ja, vielleicht sogar mit den inneren Geistern der Hoffnungslosigkeit.

Ich mag den scharf abgegrenzten Winter wenn er mir nicht zu viel  auf einmal abverlangt.
Dann freue ich mich auf langes Lesen, auf neue Bücher, auf Schränke aufräumen und Geschichten lesen,  die gemütlichen Schmuse-stunden mit den Katzen und ihre spielerischen Neckereien mit denen sie mich oft zum Lachen bringen. Hauptsache wir sind gesund.

Ich schreibe  viel, überdenke noch mehr -  koche ausgesprochen gerne und zu basteln findet sich immer etwas. Viele meiner Träume sind auch im Winter bunt.
Doch den Sommer mag ich noch lieber, viel lieber, denn ich mag es lieber hell als dunkel, lieber sonnig als trüb, lieber trocken als nass obwohl auch ein nasser warmer Sommerregen mir ausgesprochenes Vergnügen bereitet.
Frühlingserwachen  jetzt schon im Februar - und sei es noch so zögerlich, ich schnuppere wie ein Hund in die Luft, es duftet langsam anders, es wird heller, die Tage länger...
auch das Gras erwacht und die ersten Knospen wagen sich hervor..

doch der Garten sieht für mich aus wie ein alter dürrer Mann der mir mit zahnlosem Grinsen seine letzten verfaulten Stummel zeigt.
Junge, an dir muss ich noch viel ändern, denke ich.
                     Das erste Mal den Liegestuhl aus seinem Winterschlaf holen
mit Decken und Fellen auspolstern, Kissen bereitlegen, Tabletts bestücken mit Buch, der Tasse Kaffee , dem Saft in der Karaffe – da singt das Herz Juche und dann etwas erleichtert in den noch kargen Garten sehen. An der Leine flattern schon die ersten Wolldecken und die Vorhänge flüstern sich zu, dunkel kommt in die Kammer, die Hellen dürfen raus, so schließt sich harmonisch  der Kreis zwischen Winter und Sommer.
Ich schließe meine  Augen, entspanne...
spüre die ersten Sonnenstrahlen auf dem Gesicht, noch tun sie nicht weh, man kann sich ja schützen.
- die Haut dem lauen Wind entgegenstrecken, den Wolken nachsinnen - dem Vogelgezwitscher lauschen -
und sich leise zuflüstern...

„ Gott, ich danke dir, ich bin gesund und die Welt ist so schön.“

@ Angelface

Sonntag, 21. Februar 2021

sonntag und ein Malheur

"  Bastelstunden....*"


der Schnee ist weg – die Sonne scheint und ein warmer Wind weht; richtig schön ist es außen.
..werden wir gleich wieder ein wenig jammern weil es noch so matschig nass vom vielen Abtauen im Garten ist, man noch nichts „machen kann“?

Kann man doch...How deep is your love...möcht man singen, es kommt schon leise  aus dem Radio zu mir hochgeklungen und ich singe mit...ein neues Frühlingscover muss her! Unbedingt -
der Garten sieht zwar grässlich durch die Balkontür verschlissen aus wie ein alter Mann der nicht mehr in die Gänge kommen will. Er humpelt und knarzt. Irgendwie bemitleidenswert und erbärmlich. Aber man kann sicher bald Zucht,  Ordnung und wieder Schönheit hineinbringen.
        Noch ist die die Farbe im Garten  graubraundunkel  dominant. Keine Spur von bunt außer den Stühlen die wieder  stehen, blass die etwas verblichenen Farben darauf , -  aber Plastik bleibt ganz und hat den langen Winter überstanden.
Die kahlen Äste der Bäume ragen hoch in den Himmel, da und dort  sehe ich schon ein zögernd entstehendes Nestchen? -...die ersten Jogger vorbei ziehen...aja es juckt schon!
Höre ich etwa schon das Prusten der Pferde und das Muhen der Kühe auf den kargen Wiesen um mich herum?
Ich hab auf jeden Fall – schon mal etliche Büsche und Äste gekappt – geschnitten und gekürzt
und dabei die erste warme Sonne genossen.Begleitet vom Gesang der begeisterten Vogelfreunde die sich um mich versammelten um zu gucken: " Was macht die denn da"?!°
Herrlich war`s schon außen. Frühlingshaft....man kann schon zusehen wie es spriest,....Jubelnder Beifall von allen...die sich aussen bewegen...

der Liegestuhl kommt raus, ich pflanze mich schon mal hinein um zu sehen wie es sich nach der langen Winterszeit anfühlt...gebongt, nehm ich.

Dann bin ich zum endlich wieder aufgetauten Auto und wollte es  saugen und cleanen,
Handstaubsauger her  weil ich nicht an dieVerlängerunsstrippe komme und ran an die Bouletten!
Jede Menge durch die Feuchtigkeit  aufgequollene Pellets liegen auf und unter dem Rücksitz, die müssen weg! Und wenn ich sie mit den Fingernägeln wegkratze.!
 Ich seh es durch die Fenster, auch die  sind ziemlich scheckig was man jetzt durch die Sonne sieht, der Dreck wartet auf mich.
Ein Sack war kaputt und hat Federn gelassen..
Es wird höchste Zeit, dass ich mich darum kümmere, die Zeit muss ich nutzen!

 Aber H u c h - oh Schreck -
Was ist  denn mit der Fahrertür. los..(!?!)
warum geht die blöde Tür  nur „per Hand“ auf und öffnet sich nicht automatisch mit dem Schlüssel der Zentralverriegelung, die gleichzeitig alle Türen, Kofferraum und Tankdeckel versorgt?
Kofferraum ist zu, Tankdeckel ebenfalls – ich frage ja nicht lange - wer zum letzten Mal im Auto den Schlüssel bewegt hat, es nutzen ja andere auch.( wenn ich nicht will oder kann) 👀

Der Nachbar fährt mich wenn es eisig glatt ist, gerne zum einkaufen – und zum Arzt/Tierarzt....
der zweite Nachbar der für mich die vielen Pellets auslädt  die Nachbar I für mich besorgt hat und ins Gartenhaus und in den Vorbau bringt - bewegt er den Schlüssel, ist das Schloss eingefroren gewesen und hat damit die automatische Verriegelung Schaden genommen? Hat es überhaupt jemand angerührt oder ists von alleine gekommen? - Fragen - einfach mal fragen. Mich und andere.

Keine Ahnung – ich guck ein wenig doof...und denk mir
oder sind es doch nur Verschleißerscheinungen, ist Wasser durch die Schloßöffnung  ins Kofferraumschloss gekommen und hat die automatische Luftdruckpumpe ( ? ) - beschädigt, oder ist dort eventuell ein Seil gerissen?

Fragen über Fragen die ich nicht beantworten kann...
ich kenne mich nicht genügend damit aus..bin weder Elektriker noch Autoversteher.
ich recherchiere im Internet...nichts, was mir wirklich weiterhelfen kann...
der Tankdeckel ist zu  - automatisch verschlossen von innen, das ist meine größte Sorge, denn ist der Tank leer – kann ich nicht zur Werkstatt fahren um nachschauen zu lassen.

so ein Mist...
# ich sollte  morgen früh zum Arzt die Fäden aus der Wunde ziehen lassen..
der Nachbar links-rechts muss her, haben sie Zeit für mich? -  die kennen sich sicher damit aus.
zumindest besser als ich.

Viel Geld wollte ich in die Schrottkarre eigentlich nicht mehr stecken, wer weiß, ob ich das Glück habe im September nochmal wieder über den TÜV zu kommen, das Auto ist mittlerweile 24 Jahre alt.

Das lohnt sich definitiv nicht! Macken hat es viele...bin ja froh, dass meine Margarete noch fährt um mich sicher von A nach B zu bringen und im Sommer, da fahr ich ausgesprochen gern.
Okay – es wird von anderer Seite recherchiert und geguckt WAS es noch sein könnte.. wenn kein Wasser im "" ° Kästchen"° der Pumpe ist.

Also lass ich Auto Auto sein und geh spazieren.. hole ab zum Laufen...
ich nutze die Gunst der sonnigen Stunde..
oder an den PC - um zu schreiben.
oder Kaffeetrinken zur Nachbarin...
oder zu den Pferden und schmuse bei denen eine Runde..mal schauen wo ich zuerst lande....

Frühling ist da...
...Sonntag isses auch..
und die Sonne scheint.....
einer der netten  Nachbarn will  nächsten Dienstag gucken, wenn er Zeit hat nach der Pumpe  die vielleicht der Verursacher des Malheurs ist - zu schauen, dann sehe ich weiter...
noch ist der Tank halbvoll. Hauptsache ist ja dass " Margarete" fährt.
 

ein kleines Rätsel was das Bild da unten als Letztes soll?

 schon wirft die Sonne lange Schatten
   - wir lachen darüber aber nach wie vor
gilt und wichtig ist
↩↪⇅
 


 -







was wirft da erste  lange  Schatten?
Bäume - Beine oder Stangen?
ein " sonniger Scherz zur allgemeinen Aufheiterung natürlich"!°
 

 

 und...!↘⇊


 sieht doch schon prima aus...!



Postende...@ Angelface.

manchmal denke ich zurück an den Artikel den ich im August 2018 schrieb und lächle über ihn
Leben ist kostenlos - vergessen wir das nie.
aber auch daran↓ denn der ist ebenso wichtig...

 Tschernobyl und der Gedanke an Datenmüll

( ein Beitrag  aus September 2015 )

Freitag, 19. Februar 2021

Gesucht hab ich eine alte Geschichte, gefunden ein altes Gedicht...

 wir haben viel freie Zeit um auf Spuren - suche zu gehen...


Vergessene Gedichte....

still liege ich  neben Dir,
Dein Duft sagt mir, das ich Dich liebe.
Du schläfst und hörst nicht was ich leise denke.
Erschöpft fällst Du in den Traum und kannst nicht antworten.
Mein Herz kreist um meine Gedanken
sie suchen nach Befriedung und dem Tatsächlichen.
„Ich liebe Dich“, sagt mein Herz zu Deinem.
Dein Herz kann keine Worte finden,
so schickt es los den Arm,

der mich festhält und mich spüren lässt,
„Ich liebe Dich auch“,
doch ich kann es nicht hören.


Auf Blüten des Lebens nimmt mich der Traum an die Hand
und sagt zu mir:
„Halt meine Hand und lass sie nicht los,
ich bringe Dich zur Sonnenblume!“
„Dort wirst Du die drei Worte finden.“
Bunte Blüten und Sternenlicht schenken mir Zuversicht,
sie sind weich und zart zugleich.
Sanft bringen sie mich durch die Nacht Deines Herzens,
Schritt für Schritt.
All die wunderschönen Bilder unserer Liebe finde ich dort,
sie begleiten mich durch die Nacht auf der Suche
nach der Sonnenblume in Richtung Morgensonne.
Ich weiß, ich werde sie finden,
denn meine Sehnsucht hört nicht auf zu suchen.
Meine Tränen der Sehnsucht nähren sie Tag für Tag,
bis sie blüht und Wärme spendet.
Ihre Wärme bricht das Eis und lässt es schmelzen,

dann höre ich die Worte,

Ich liebe Dich und weiß doch
es ist nur ein Traum

@ Angelface

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Gedanken und Gedichte; Artikel und Reportagen/Anekdoten & Geschichten; Essays
*

doch kein Erkennen - kein Erinnern - aber auch  kein Bedauern
über verlorene Zeit

bestimmt ist `s einfach viel zu lange her...
um sich an so altes Erlebtes  zu erinnern

ich erkenne es nicht mehr
es ist mir,  als hätte es eine Fremde geschrieben.....

... - gelesen - gelächelt  und
wieder ab in die Schublade...

da darf es bleiben
wo sollte es sonst hin
der Empfänger ist längst verstorben...
*

und längst ist mein Haar langsam grau geworden
mein Lächeln verblasst
ich sehe den Dingen zu
ohne  - tägliche Hast

 @ Angelface