Sonntag, 22. Juli 2018

gute Nachtgeschichten @ Angel


Gute Nacht und  Morgengeschichten…

Es  knarzt, poltert, raschelt und tapst auf dem Dach..
Wer ist das wohl? – denke ich, schaue und sehe Merlin der sich in meiner Kniekehle in die Decke kuschelt, rufe „ M i m i“ – sie erscheint mit ihrer Tüte auf dem Kopf  ziemlich verschlafen in der Schlafzimmertür - zeigt mir beim gähnen ihre weissen Zähnchen…sie ist da, also könnte es  „Paulchen“ sein, der sich da am geöffneten Dachfenster zu schaffen macht.
Komm doch durch die Katzentür“! – rufe ich und sehe zwei glitzernde runde Augen, einen Schatten, der leise grunzt und schmale Finger die sich neugierig mit scharfen Krallen durch das Gatter meiner Fliegendrahtkonstruktion bohren…
Das Dachfenster im Schlafzimmer ist offen wegen der Wärme der Nacht, aber vorsichtshalber mit einem 2. Inneren Fliegendrahtfenster verriegelt sodass man in die Nacht und in den Himmel sehen kann.
Die gleiche Konstruktion ist im Bad – auch da weht frische Luft hinein, die anderen geöffneten Dachfenster sind ohne Schutz vor Eindringlingen und davon gibt es auf der Rückseite des Hauses noch zwei.
Ach – Gott“! – denke ich, strample die Decke von den Füßen, scheuche den Kater auf der in tiefem Schlaf gelegen hat, zwänge mich mit müden nackten Füßen aus dem Bett und marschiere Richtung Eingangstür.
Es ist nachts einhalbzwei, gut, dass ich noch wach war und gelesen habe.
Mimis Köpfchen torkelt in ihrem Hütchen  hin und her, sie liegt wieder  auf dem Beistelltisch und scheint zu träumen…
Sie ist es nicht, die den Lärm verursacht hat, denke ich noch ehe ich sacht die Eingangstür öffne um mir den langen Besenstil zu greifen, der genau für diese Zwecke parat steht.
Das Paulchen liegt auch nicht in seinem Sessel der unter dem Vordach steht, also muss es ein anderer Eindringling sein.
Ich schleiche mich – mit dem langen Besenstil bewaffnet um die Seite des Hauses, Richtung links herum, denn jedes Haus hat ja vier Seiten. Nichts sehe ich im Schein meiner starken Taschenlampe die ich zum Dach hoch richte. Doch das Rascheln und Tapsen ist noch da.
         Dunkel ist die Nacht und der Mond schickt die Sterne um die Welt zu beleuchten. Ich lausche…tapse auf dünnen Ballerina`s   weiter rund ums Haus. Da sehe ich unweit der Dachrinne wie sich eine dünne lange Gestalt Stück für Stück an den Ziegeln hochzieht. Ich rufe, der Schatten dreht sich herum und leuchtet mich mit runden glitzernden Augen an, ein junger Waschbär, was sollte es auch anderes sein! Bis er oben ist, dauert es ein Weilchen, aber er – scheint im Gegensatz zu mir -  völlig furchtlos zu sein. Am Dachfirst angekommen, dreht er sich gemütlich einmal rund um den eigenen Körper und lässt sich dann nieder. Von oben glüht er mich an, doch er scheint ein friedlicher Geselle zu sein…
Seine Augen sagen  mir: er wollte reinkommen, es sich wie die Katzen in meinem Bett gemütlich machen um von dort auf ein fürstliches Frühstück zu hoffen.
Was wäre, wenn er es geschafft hätte…
Wenn ich kein Katzengitter am Dachfenster gehabt hätte…?
Hätte – hätte Fahrradkette.
Nochmal Glück gehabt, es wäre sicher zu einem Kampf mit Merlin auf meiner Bettdecke gekommen!
Blut wäre geflossen – der Tierarzt hätte sich gefreut wieder eine neue Rechnung zu stellen, vielleicht hätte es Tote und Schwerverletzte wie in meinen Krimis gegeben?
Merlin ist um einiges kleiner, zarter und zwar sicher kampferfahren, aber ich möchte es lieber nicht darauf ankommen lassen, wer gewinnt. Außerdem stellt sich doch die Frage, wie hätte ich ihn wieder raus bugsieren sollen? Das Mädel oder den Bub mit den glühenden runden Augen, anfassen kann man Wildtiere ja nicht, sie könnten gefährlich werden. Hoch auf den Schrank treiben der unmittelbar als Ein - und Ausstiegstiegshilfe direkt unter dem Fenster steht –  und dann ab, quer durchs Fenster, und wer wäre der Erste gewesen der vor Furcht entfleucht? Merlin oder Sie/Er?
Es sind ja noch halbe Babys.
Die Waschbären – in Hessen natürlich längst angekommen, doch bisher waren sie in diesem Sommer zumindest bei mir im Garten und am Haus noch keine Plage.
 Nur ab und zu höre ich, dass Mutter Waschbär sich mit den Kindern im Schlepptau am langen Schwanz sogar am hellichten Tage auf den Straßen und Wiesen herumtreibt, quer durch den Park wandert und sich die Häuser ansieht in die sie einbrechen kann um Schutz zu suchen. Schutz für die Kinder die langsam  erwachsen werden um sich allein in fremden Mülltonnen zu laben.
In Zukunft werde ich die Dachfenster zwar weiterhin offen lassen, doch der Fliegenschutz mit Gitter aus Draht wird uns beschützen dass nichts Ernstes geschieht und Merlin wird – so er“ auf mich hört“ die nächsten Nächte vorsichtshalber auf meiner Bettdecke verbringen.
Sommer – gute Nacht Geschichten….zum vorlesen.
                                                                   © Angelface


Donnerstag, 19. Juli 2018

Bastelstunde..und Denkstunde; was sonst

                      *** kleine  Denkanstöße..? )


    genug der - Banalitäten von - unterhaltsamen Geschichten - der  manchmal unbeabsichtigten Achtlosigkeiten von Neuigkeiten
    - genug der Oberflächlichkeit – der Gedankenlosigkeit - die Welt ist voll davon - lieber das Hirn ab und zu nutzen und es zum denken und mitdenken benutzen!
Manchmal sind `s nur Kleinigkeiten - an anderen Tagen etwas Ernstes warum man sich nicht versteht. Daran kann man arbeiten.
    Denn manch lange Sätze sind keine leeren Worthülsen, die man mit Zuckerwatte füllen kann, sie sind  keine  Wortfindungsstörung,  oft sind sie zur  gegenseitigen Verständigung da – fordern ein miteinander denken – ein sich – auf den anderen einlassen um zu verstehen – denken anders Denkende etwa wirklich anders?
Wenn ich etwas beschreibe – dann denke ich - lieber ein Miteinander und füreinander  da sein -  sich zuhören - als ein gegeneinander ankämpfen weil man sich nicht - nur akustisch nicht  -  versteht. Manche Menschen brauchen einfach ständig die Mauer der Distanz zueinander- um gut und "verständig" miteinander - umzugehen.
Wenn man eine Erzählung -  einen Bericht  - eine Aktion und ein Handeln  eines anderen – unbedingt und  selbstüberzeugt  als  Beschwerde oder Klage ansehen will  - dies auch äußert -  akzeptiere ich dies natürlich, verstehe es  aber  nicht.   Menschen sind  so verschiedenartig  - wie einzigartig, auch ebensooft  Kommunikationsverweigerer – weil anders gepolt – anders erzogen – haben unterschiedliche Wertvorstellungen und Meinungen und sind somit  keine eineiige Zwillinge   die zur selben Zeit müde werden und Hunger haben.
Das ist auch gut so – aber nur, wenn sie sich selbst  als anderes Individuum und den anders denkenden  und anders handelnden akzeptieren – tolerieren und respektieren – ein Zwischending – gibt es nicht. Das ist bei Mensch und Tier gleich. Feindschaft und  Freundschaft sind nun Mal keine liebevollen  Freunde die sich ständig umarmen, - sondern eher abwehrende Feinde die sich bekriegen und versuchen den anderen zu besiegen.
             Man fragt sich – warum und wozu, bringt ständiger Kampf um die Vorherrschaft  des " besser Wissens" denn weiter im Leben?
Sich abwenden – innerlich und äußerlich - statt zuzuwenden und zu  fragen um zu verstehen ist bequem und leicht, akzeptiere ich aber nicht – ich bin für Diskussion – weiteres und anderes - stetiges Wissen - auch von Anderen -  Fragen und Antworten – zu verstehen versuchen -  denn Stillstand und Null Akzeptanz im Gespräch -  ist weder eine Option noch Integration.
© Angelface
                    * Fortsetzung des gestrigen Beitrags der mich beschäftigt hatte: es kann ja nicht immer über Katzen was Neues geben, andere haben   pflegebedürftige Hunde, Eichhörnchen, Vögel wie Uhus, Stare oder Spatzen oder  gar Salamander die sie gesund pflegen wollen...
heute hatte ich mal Lust auf Neues nachdem sich die Aufregung über die " alte Dame" Mimi das Unglücksrabenkind etwas gelegt hat"! Sie haut zwar nach wie vor ab und verschwindet für Stunden in der Wildnis - um mich von dort flehend anzurufen: hol - mich...(weil sie nicht mehr weiß wo sie ist) - aber kratzt sich schon bedeutend weniger...auch wenn das Zusatzfutter nicht "schmeckt"! Tja - das hat man eben davon!↳
wer nicht hören will - muss fühlen - eine uralte Regel, die gilt! Auch für alte Katzendamen.
zur allgemeinen Beruhigung
als Abwechslung
als eigene Unterhaltung
zur Entspannung und Entschleunigung
als - mal keine  Bilder- Geschichte -
kein Bilderrätsel
dies Mal -  keine neuen Dramen
 oder Unglücke
Unpässlichkeiten
nur ein Cover - oder auch zwei - oder 3....das bringt mich wieder auf Trapp.
Euch einen guten Morgen.

Montag, 16. Juli 2018

katzenkinder egal wie alt sie sind...


Dieses Weib bringt mich noch um den letzten Rest vom Verstand…
und dazu hat sie noch diesen eingebauten Alarmknopf im Kopf, kaum "denke" ich nur an den Tierarzt - ist sie weg.

Uff! – so entstehen " Katzengeschichten - " 
wie man an den Bildern sehen kann hat Merlin eine frappierende Ähnlichkeit
mit Julchen die nur 3 Jahre alt wurde, ist aber charaktermässig eine völlig andere
Katze!
      Katzenkinder – egal wie alt – groß, klein, dünn oder dick – man macht sich automatisch Sorgen wenn sie krank sind – ein ernstes Weh - Wehchen bekommen, Fieber haben – eine Entzündung oder was anderes Ernstes droht. Spätestens mit dem Alter kommen die Macken –  und: wie beim Menschen – man muss mit allem rechnen.
 Im Winter liegt sie wie angetackert fast bewegungslos auf dem Katzenkratzbaum am Fenster und pennt,  stundenlang und als wär sie tot; im Sommer hingegen - wenn sie außen ist, ist sie "on Tour" und kommt nur heim wenn sie es will.
Mimi – als echte Rothaarige hat Probleme mit der Haut. Rothaarige haben anscheinend immer Probleme mit der Haut, mal mehr mal weniger,  aber die dreischeckigen Katzenmädchen  sind dafür bekannt dass sie  Unfälle, Unglücksgeschichten, Unpässlichkeiten zumindest stärker anziehen  als eine normale Hauskatze deren Fell sich so einiges mehr leisten kann.
Schon immer und seit ich denken kann. Weiß ich das ja…Sie ist nun 13 - und  hat damit ein stolzes Alter erreicht für eine Dreischeckkatze.(Gold-braun-rotweiß - ist ja was Besonderes - nicht nur im Wesen.)
     Mal ist* s eine Zecke, deren  Biss sich  böse entzündet hat – schon blutet es, also  muss sie zum Tierarzt -
denn alleine kriegt man die Entzündung nicht in den Griff weil sie einfach zu hautempfindlich ist. Sie kratzt sich immer wieder auf, denn es  juckt, sie kratzt wieder und quält sich – das will man als Tierhalter natürlich nicht und als Tierfreund schon gar nicht. Mal hat sie`s hinterm Ohr, dann im Gesicht, dann wieder am Hals. Überall da wo sie gut mit dem Kratzanfall hinkommt. Recht selten ist sie ohne Blessuren dieser Art.
"Mädchen" müssen zusammen halten..sich gegen die Jungs
durchsetzen, also sind wir dicke Kumpels..(Bild 2011)
Dann hat sie einen Schupfen, auch mal Fieber wenn sich ein Infekt festgesetzt hat, nun waren es  (angeblich?) "Grasmilben" worauf sie anspringt wie ein Pferd das in Galopp verfällt.
Galopp – Galopp – Zecken und Grasmilben sitzen überall – klar, wenn man mitten im Wald und Wiesengebiet wohnt. In den Büschen, im Gras, im Wald, in den Gewächsen, den Himbeeren und Brombeersträuchern  rund herum sitzen sie. Husch ab auf die Katze da gibts was zum Futtern - Blut und Haut -! - die schmeckt denen gut.
Mimi immer on Tour!!!! wenn man sie lässt..
Dächer - Bäume- schwindelnde Höhen liebt sie...
merlin hat ja nie was, nur wenn er sich prügelt!
doch nicht nur Mimi auch Merlin kann -
ganz anders:
siehe Hier
https://wokinisblog.blogspot.com/search/label/ein%20Buch
Vor Wochen hatte sie die Entzündung schon mal, die bekam ich mit  Cutamed Topic-Schaum den ich ihr aufsprühte – zusätzlich zum Antibiotika und  der Stärkungsspritze einigermaßen in den Griff. Gegen Zecken und Milben wurde sie geimpft, das war beim Tierarzt unumgänglich - Aber - .
Wenn ich sie gegen Zecken – Milben,  + Flöhe tropfe schwächt die Chemie dieses Teufelszeug ihren Organismus und sie kriegt noch eher wieder Probleme. Das ist das reine Gift was man da aufsprüht und die Wirkung ist eh umstritten. Meist nutzt es nach 3 Anwendungen im Abstand von 4 Wochen nacheinander nicht mehr und man schadet dem Tier nur unnötig und schwächt das Immunsystem noch mehr.
Mimi in Aktion!
  
     Seit Tagen „kratzt" und schabt  sie sich wieder auf bis auf das rohe Fleisch, das geht blitzschnell innerhalb weniger Stunden,  denn unter den Krallen sitzt ja immer Dreck, Staub, Grasreste und sonstnochwas - das ist unvermeidbar ein Entzündungsherd. Dann  jault sie dabei – das heißt es zwickt zwackt und juckt sie.
Wer will schon ein juckendes Fell als Kragen um den Hals tragen – arme Mimi…armes Mädchen, wir Menschen wissen wie quälend das ist. Das macht unruhig, hibbelig, reizbar.
Alle Beruhigungsversuche, alle Leckerlis, alles streicheln und boppeln hilft nur für kurze Zeit, kaum sitzt sie wieder irgendwo allein kommt der Drang sich zu kratzen wieder zutage.
Heute zog ich ihr als Schutz wieder ihr Hütchen an, das hasst sie!!!!!!!!!!!!!!!!! Fügt sich zwar brav und quengelt nur ein wenig dagegen, mag`s aber nicht und weint wenn ich es ihr aufsetze denn damit kommt sie mit der Tüte auf dem Kopf schlechter dran…Hunger tut schließlich auch weh!
                                                                         Mimi, bitte nicht kratzen – Zinksalbe zum austrocknen der Wunde,  Bepanthen zum heilen, Kügelchen zum beruhigen, Tees zum reinigen – all das ist zu wenig Hilfe  - der Tierarzt muss her.
Als hätte sie es gerochen oder geahnt – vielleicht hat auch meineinnere Beunruhigung dazu beigetragen, ich leide schließlich mit; – sie roch den Braten und haute ab! Und zwar so lange bis die Sprechstunde des Tierarztes wieder geschlossen war!
5 Stunden war sie weg – samt Hütchen am Kopp und in sengender Sonne, wo sie die Sonne auch nicht sooo gern mag!
Ich sah sie schon…mit ihrer blutenden Wunde, halb verschorft - wieder aufgekratzt  - den Topp auf dem Kopp... in irgendeinem Zaun hängen ..sich nicht mehr selbst befreien können, so dappich wie sie manches Mal ist. Oft denke ich bei ihr: schlägt die beginnende Demenz schon zu? Denn oft habe ich den Eindruck sie weiß nicht - Wer - wo - und wann sie Katze ist bei all ihren Aktionen die ich von ihr kenne. Sie hat mir in all den Jahren schon so einiges geboten.
Oh Gott – meine Phantasie – ich mag`s gar nicht schildern WAS ich alles sah….
So richtete ich  mich auf einen lange Nacht ohne Schlaf ein – sagte den Tierarzt wieder ab…der war natürlich über alle Maßen begeistert – und trippelte
zum Schwimmbad
durch die Wiesen
kämpfte mich  in Gummistiefeln bei der Hitze durch die Brennesselfelder,
durchforstete den Wald und das Gebiet dahinter, klapperte rufend den gesamten Park ab und machte mich damit lächerlich dass ich meine Katze suche!..../oute mich als Angsthase - dass ihr was geschehen ist..
und als ich nach 2 Std. wieder nach Hause kam, saß sie gemütlich auf einem Stuhl im Halbschatten und pennte.
Mei  nerve…………………
 Fräuleinchen…morgen mach ich meine Drohung wahr.
Und_ es wird gehört als Katzenkind!
damit sie das bald wieder unbeschwert kann
*
 nä Morgen:  jetzt ist`s geschafft
 1 Spritze gegen die Allergie - Entzündung und den Juckreiz hat sie
überstanden und verhielt sich vorbildlich dabei
 Salbe zum heilen
Tropfen zum einnehmen in Futter  für das Immunsystem
und bald ist der Spuk hoffentlich vorbei.
 Danke für die guten Wünsche
an meine Leserinnen.
 Miau....denn:
                                                                              @ Angelface

Samstag, 14. Juli 2018

Sommer – Sonne – Gartenzeit…


                                   
  - Gartenvielfalt - so wunderschön -
"  bin im Garten und  im Moment nicht zu sprechen", -  steht bei mir an der Hintertür, wer mich sprechen - sehen - beglücken möchte, soll rum ums Haus kommen - ich hab nämlich zu tun!! Die Klingel geht.
aber Vorsicht - bitte laut  oder mit Gebrumm und Hände wedeln anmelden, denn wegen leichter Sommerbekleidung habe ich ungern Zaungäste die  zum glotzen kommen! Hier gibts nix besonderes zu sehen!
Was machst du heut?“ werd ich gefragt, ich sag – „Garten“, denn Garten ist nicht „ – nur einmal mähen alle 14 Tage – Garten ist so viel mehr im Herbst - Frühling und Sommer.
Man kann in ihm liegen – faulenzen – lesen und träumen – in den Himmel schauen und meditieren, aber auch arbeiten und dann erarbeites ernten,  das macht mir ausgesprochen Spaß obwohl ich in Grenzen halte was die Arbeit in ihm angeht.
Leider scheint der Nachbar von links nicht allzu viel vom relaxen zu halten, er hat schon wieder alles platt gemäht. Dürre Erde  vermischt mit kargem Grün, mehr ist auf dem gesamten Grundstück nicht zu entdecken, aber er „lebt ja auch nicht hier“. Er besucht den Garten – mäht und verschwindet wieder, wahrscheinlich hat er noch woanders ein großes feines Haus, vielleicht mit Swimmingpool im Garten?
  Ich bin nun alles andere als ein Gartenfreak der stundenlang in ihm rumpusselt, jedem Unkrautzipfel nachspäht- es hektisch und akribisch rausrupft und zupft. Ich bin Autodidakt und lerne noch –" was ist essbar“ - was nicht.
      Mangold war bisher im Garten für mich ein Fremdwort, ich kannte ihn  nur vom Markt. Mein vor 5 Jahren angelegtes Frühbeet ist voll von Erdbeerpflanzen – Kräutern – die ich nicht kenne“, Petersilie, jede Menge Schnittlauch und Gänseblümchen, dazwischen ein großes" Blattgrün", sollte das tatsächlich ein Mangoldbewuchs sein? - Alles wächst fröhlich durcheinander. Abends bekommt das Beet ein Dach über den Kopf, morgens wird’s wieder aufgedeckt, damit die jungen Tomaten darin nicht sauer werden weil sie Regenschauer aufs Dach gekriegt haben.  
             -  Gartenneulinge  lernen jeden Tag neu hinzu. Vor allem - die Augen zu öffnen und die Nase zu benutzen. Das hab ich schon angefangen als ich 2001 in ein Haus auf dem Berg einzog um dort 13 Jahre zu bleiben: Im I. Stock grünte und blühte es in großen Töpfen das ganze Jahr über.
damals war die Sonne auf dem Balkon mein täglicher
Begleiter - beim schlafen - lesen und träumen wenn
ich" frei hatte" (2004)

Heute ist alles anders - heute hab ich Garten und nicht nur Terrasse und Balkon.
Brennnessel hatte ich bisher nur als reines Unkraut angesehen, seitdem ich aber Tee von ihm mache, es  „ bearbeitet“  als Düngerflüssigkeit benütze und  die jungen Triebe als Spinatersatz in die Pfanne werfe und sogar vom Sud damit Stoff gefärbt habe,  bin ich um etliches klüger.
Im Sommer explodieren die Gewächse  und das in wenigen Stunden.  Egal ob es nun der Holunder ist der in fremden Bäumen hochwächst und an den Kameraden der anderen Äste zupft oder ob es um Brombeeren  und Himbeeren geht - die ich vom Strauch rupfe.
Kaum machst du über Nacht die Augen zu, entdeckst du am nächsten Morgen Wunder Dinge als auch wunderliche Dinge die dich erstaunen.
Beim Gemüse hilft nur Fleiß: Da müssen die Tomaten hochgebunden und in Form gebracht werden, denn die Stängel sind filigran zart und leicht wenn es „hohe“ sind. Sie knicken gerne um, Sonne von oben mögen sie ebensowenig wie den Regen, deshalb stehen sie im Häuschen.
Die Bohnen müssen ebenfalls, so man welche hat, von überflüssigem  vertrocknetem Grün ausgedünnt werden, was schon braun ist, muss weg. Der Rest wächst fast bis aufs Dach. Die roten Blüten mittendrin sind eine Pracht.
Die Erdbeerzeit ist rum, aber manche blühen weiter und erfreuen zumindest mit der Blütenpracht. Die Früchte selbst werden braun, genießbar würde ich sie nun nicht mehr nennen, nur die Walderdbeeren die sind noch winzig klein, aber zuckersüß. Jeden Morgen werfe ich mir eine Handvoll davon in den Mund und schiebe noch ein paar junge Sauerkirschen vom Bäumchen nach, so als früh-reifes Frühstück. Ahhh…das mundet. Köstlich. Später noch einen frischen Kräuter - Quark dazu - perfekt.
Die Salate sind reif, Pflücksalate als Bodendecker können längst geerntet werden…
die ersten Coktailtomaten sind eine süße Gaumenfreude.
Die Pfefferminze muss mit ihren Wurzeln gebändigt werden, vieles davon sollte raus,  sonst verschwindet die zarte Rose in ihrem Schatten. Wer das nicht sieht hat nicht viel vom köstlichen Duft.
Sog.  Smoothies habe ich bisher von Kräutern und Obstgewächs noch nicht gemacht sondern diese bisher nur „fertig erstanden, doch das soll sich ändern.
Ich kenne nun weiß Gott nicht alles mit Namen was bei mir im Garten wuchert, einiges halte ich für Unkraut, entpuppt sich aber beim näheren Hinsehen als Kraut das würzig duftet und sicher hervorragend in der Pfanne schmeckt. Experimentierfreudig die ich bin – versuche ich alles  gaumenfreudig zuzubereiten – egal was es ist – Hauptsache es blüht.
Thymian und Estragon-  Zweige schmecken hervorragend zu jungen Kartoffeln in der Pfanne, da braucht’s nicht mal Fleisch hinzu.
Die Blütenköpfe  der Gänseblümchen kommen in den frischen Salat, ebenso der Klee, die Blüten des Schnittlauchs und das Grün der Radieschen und Karotten. Was der Kater im Grün anknabbert ist alles essbar, also benutze ich es auch. Er würde mich informieren durch einen plötzlichen Kotzanfall wenn es nicht so wär.
          Mittlerweile bewundere ich  das wachsende Grün der gesteckten Kartoffeln, es wuchert frisch-fröhlich vor sich hin und ich kann mich bestimmt schon im September auf die erste Kartoffelernte freuen.
Meine Zitronenmelisse schmeckt wunderbar frisch im Salat, man kann sie aber ebenso im frischen Drink, aufgefüllt mit  Sodawasser verwenden, süß mit fruchtigem, herb mit Kräutern.
 Der Rhabarber vom Nachbarn  ist erntereif, davon gibt’s es als Erstes heute einen Kuchen. Ich bin mir sicher – es gäbe noch so einiges was ich nicht kenne und damit auch nicht verwende, sage mir aber: freu dich am wunderlichen Grün, das ist gut für die Augen und die wollen ja auch – mit dir zusammen sich über  den Sommer freuen..
                                                                    © Angelface
P.S. Eine kleine Info Notiz zum Tage..
leider musste ich einige Blogs aus meiner "Leseliste" streichen", da sie mir melden, sie stünden nur noch geladenen Gästen zum Einblick zur Verfügung, - nun denn...damit haben sie Pech und werden von mir nicht mehr "gelesen" also  - wundert Euch nicht - wenn welche fehlen -  hab ich sie entfernt.