Mittwoch, 23. September 2026

Stricken und Schreiben als ° T h e r a p i e oder als Zeitvertreib...(?)

 

meist unfreiwillig entstandene   *Farbverläufe sind  oft überraschende
Blicke zu Hand - und Fußgelenken
und mag ich sehr - witzig dagegen,  dass beide Exponate  nie ganz gleich werden..
so kann man sie beliebig austauschen und sehen immer wieder anders aus.
Anders oder überraschend sein - mag ich damit auch sehr..

                                 Stricken und Schreiben kann fast schon eine Art der Therapie sein.
                                                     -   mir schenkt es innere Ruhe und Konzentration -

doch ich merke auch,
manchmal vergesse ich sogar die Zeit darüber
plötzlich sind Stunden weg,
 ich hab mich buchstäblich
hinaus aus dem Raum gestrickt...


 - bunt ist Lebendigkeit - wie ein Herbstblatt das zu Boden fällt - 
aber wer ist hier farbenblind?

man fragt sich beim Hobby ja oftmals: - etwas zögerlich  - was ist es für mich????

Ehe man eine freie Couch dazu bekommt vergehen oft Jahre. Wenn man Glück hat sind es Monate bis ein Platz frei wird, wo am anderen Ende ein offenes Ohr sitzt und dir zuhört was du nicht alleine im Laufe deines Lebens *verdauen konntest. Dann ist 's aber auch oft schon zu spät..

Wie verarbeitet man  Geschichten, die im trüben Nebel deiner Erinnerungen auftauchen?

Gerade bei älteren Menschen die plötzlich viel-Zeit-für-sich – haben, verstummt oft die Sprache, man wird still und macht alles mit sich alleine aus was man früher vielleicht auch mal mit einer Freundin besprach, die im Heute längst verstorben ist. Der Balken der Abschiede wird länger und länger auf dem man selbst noch herumturnt und das Leben einen noch so lange dehnt, bis das Strecken, Bücken und Knien beschwerlich wird..so wird mancher  zumindest im Winter zum unfreiwilligen Stubenhocker.

Alexandra - bei mir gegenüber -  an die ich oft denke
strich damals ihre graue unscheinbare Garage mal in grün-gelb
-mal in leuchtend rot, dafür holte sie sich ein Stühlchen aus dem Haus
was viel Schöner  im Gesamtausdruck aussah
 als das langweilige Grau
wir unterhielten uns  dabei ganz oft über
 die Farben im Leben und welche Bedeutung sie für uns haben..
sie machte ihre wunderschönen IKONEN alle selber...
meinte aber auch: .

 - lieber etwas anstreichen als "Sport , der sei ihr zu anstrengend - spazieren- gehen zu beschwerlich - auf 's Bäume klettern hat man sich abgewöhnt - langweilig das Bummeln durch die Stadt - selbst die Gartenpflege geht schwer von der Hand - lesen fällt oft schwer, es fehlt die Konzentration oder das Augenlicht wird schwach - fernsehen erledigt sich oft von selbst",  - was dem Programm zuzuschreiben ist, das Interesse am PC lässt nach.

Mein – in manch Augen vielleicht übertrieben „vieles Stricken“ hat mich vieles gelehrt, auch andere Betrachtungen anzustellen.

Wie meine bunten Stühle, die auch so unvollendet entstanden, ich ihnen aber eine Bedeutung zuordnete und nicht nur die, dass „altes nur zum wegwerfen gut ist“, sondern praktisch und hübsch bunt ist, mehrere im Garten für mich, die Katzen und unvorhergesehene Besucher und nicht nur zur reinen Dekoration stehen zu haben; - ist auch das Stricken weit mehr als nur ein Hobby zum Zeitvertreib für mich.(geworden)

Nach einiger Zeit entdeckte ich, dass ich manche meiner Geschichten gedanklich in die Maschen und Farben hineinfließen und darin tanzen lassen konnte - wie im Erinnern die Projektion eines Bildes entsteht.

Es lenkte mich ab, manchmal mehr als ein Buch, mehr als ein Sonntagsspaziergang im Grünen, ein Film im Fernsehen oder ein Gespräch am Gartenzaun.

Plötzlich *empfand und sah ich beim stricken in der Farbe lila die langsam aber nachdrücklich vom hellen ins Dunkle überging ein ernstes Gesicht an meinem Bett, dass mir mitteilt, wenn ich nicht binnen 14 Tagen am Herzmuskel operiert werde, überlebe ich die nächsten Jahre nicht. Das war die Diagnose HOCM im Oktober 2019 *währenddessen der plötzliche Tod meiner Mutter über den ich nie mit jemandem gesprochen habe, mich lange verwirrte wenn der tägliche Morgen- und Abendgutenachtgruß fehlte. Nachts weckten mich meine Gedanken an sie - aus meinen Träumen auf.
..Dazwischen so etliches an Irrungen und Verwirrungen im Leben, sich manipuliert fühlen, viel erstaunt über das Leben sein, dass sich anders entwickelt wie gewünscht hatte und ein Beruf den ich heiß liebte.

Zum auswandern kam ich nie, obwohl der Wunsch nie weit weg war. Den strickte ich mir an die Füße und lächelte fein dabei wenn ich mir die Auswandergeschichten heutiger junger Menschen  in Hallo Deutschland  oder  Brisant ansehe. Irgendwann traute ich es mir nicht mehr zu, es alleine zu versuchen und Batsch -  war die Zeit dafür vorbei.

Puh, wo kommt das plötzlich her“? 




Schnell strickte ich ein helles türkisgrün hinzu, was ja Hoffnung bedeutet-egal ob hell oder dunkel. Doch davon hatte ich nicht mehr all zu viel in Reserve

Auch das dunkel lila tauchte immer wieder auf, mal heller, feiner in der Strickdichte, mal wieder sehr sehr dunkel,  fast zum rot tendierend, was mir als Farbe mehr als einmal auszugehen drohte.

Helle Farben, changierend ins eigene Bunt übergehend bedeutete fast ein Muster zu werden, was gar nicht beabsichtigt war. Einmal links, mehrmals rechte Maschen beim wechseln genügt völlig um überraschend bunt zu wirken.

Eher wollte ich Streifen, Blockstreifen durch die unterschiedlichen Farben  getrennt - dicke und dünne abwechselnd, das waren die Gesichter der Katzen und ich konnte genau unterscheiden, jetzt ist es Merlin, dann Paulchen, dann Mimi und dann plötzlich kam mit °gelb leuchtend° meine Birke mit ins Maschenspiel und mir die Tränen.
Jede Masche eine Geschichte und dahinter die Gesichter, die dazu gehörten.

Beim zurückdenken - viel Bunt – 13 Jahre – warme Nächte auf dem Balkon und viele Gespräche mit meiner liebsten Freundin , Sommer am See, dann etwas verhangen im Nebel der Erinnerungen – auch mal schwarz, bedeutet Schmerz, - der Verlust der Tochter, - aber auch Enttäuschung und Ärger -  dann kamen wieder ganz viele rosa Farbmaschen, wie der Frühling wenn die Blumen im Garten erblühen und die Hagebutten dick und fett fast dunkelrot wurden. Aber immer wieder ganz viel Grün - was die Bäume im Garten für mich bedeuten. Der Blick vom Balkon und ins Weite bis zu den Segelfliegern am Himmel.

Ich *sah die Farben des Gestrickten  an den Beinen der Kinder in der Ukraine die im Winter oft frieren. Mit der Aufgabe zu wärmen..an Doris Händen wenn sie zum Füttern auf den Hof kommt und die Schafe begrüßt....

an einer alten Frau an einer Ampel wie sie über die Straße läuft und sich freut, sie lächelt vor sich hin. Das war Frankreich in den Siebzigern und der alberne Kauf eines Brautkleides auf einem sonnigen Markt, das ich später in leuchtend rot umfärbte weil die alte Spitze darin so wunderschön war und mich faszinierte.

Geschichten in Episoden die mich das Leben lehrte....die nie ganz aus dem Gedächtnis gehen.

So ist stricken mehr als „etwas  n u r  produzieren für mich /* und oder andere - „.sondern  ab und zu Teilabschnitte vom Leben und wenn ich die Farben am Handgelenk trage, bin ich auch noch - immer wieder ein wenig - das frühere ich.

Deshalb stricke ich so gerne, wahrscheinlich bin ich aber auch nur * farbverliebt weil ich Überraschungen mag - ich weiß ja nie vorher, welche Geschichte darin auftaucht.

 dicke, fette nur Grautöne kommen übrigens  relativ selten darin vor. Auch wenn ich es an mir mag wenn ich es TON in TON  als Rock oder Hose trage , allenfalls ein ganz zartes Silbergrau, was mich an meine Haare erinnert wenn die Sonne darauf scheint oder an die Farben des bunten Herbstes vor meinem Fenster..





@ angelface

Freitag, 18. September 2026

es kostet nichts wenn man denkt.. ist aber effizient

 





Guten Morgen Ihr Lieben, …...............


heute Morgen blieb ich an einem Text hängen, den ich im August 2018 geschrieben hatte.

https://wokinisblog.blogspot.com/2018/08/leben-ist-kostenlos-angelface.html –
ich denke – weil ich bin – kostenlos sind die Gedanken darüber auch..-.

Während ich gedankenvoll  immer wieder neu meine Stricknadeln bewege, weil ich's einfach nicht lassen kann - Farbe für Farbe  in jede Masche hinein-stricke, wandern meine Gedanken in meine Phantasie, denn die Phantasie ist wie die Gedanken auch kostenlos, man muss sie in sich nur aufwecken...dann kommen die Bilder. Vor-sich hin-stricken ist beruhigend ....die Gedanken frei machend...

In jeder Masche steckt ein Gedanke an die , die ich nur in meiner Phantasie sehe“- wenn man das Sehen als sein Empfinden ansieht. So geht es mir auch wenn ich den Gedanken am Himmel in den Wolken nachsehe...

Ich * sehe Texte, die mich bewegt oder beeindruckt haben, in denen ich mich zum Teil wieder erkannte.
Private Gedanken über den Alltag im Leben, wie man ihn empfindet.

Ich vermisse sie – weil; leider oft die Menschen weg sind, die das einmal geschrieben haben

Ob schwer, ob leicht, ob stressig oder gelassen, - wir erleben den Alltag täglich und machen uns wenig Gedanken um oder über ihn. Ein Thema ist er nicht.

Über das was uns wirklich bewegt, schreiben wir nicht.
Ein inhaltsschwerer Satz, weil wenn wir denken - es interessiert nur uns, täuschen wir uns oft.
Uns interessiert im Grunde nicht  an anderen was wir tun - - sondern wie wir sind.

Vielleicht taucht der Gedanke irgendwann per Zufall in einem Gedicht auf – was bewegt diese Schreiber*in in diesem Augenblick – dann schreibt man es einfach mal so vor sich hin.

Meine Gedanken sprudeln mir wild im Kopf herum – weil ich Zeit zum denken habe...

tut das weh? - nein – aber manchmal macht es den Kopf ganz wirr und ich stelle es mit einem Knopf ab und stricke gedankenlos weiter wie ein Automat der dann irgend etwas ausspuckt was man sich wünscht...was wird es wohl sein?

zu kompliziert?


Ich …..hoffe..... nein...
es war nur ein kostenloser Gedankenaustausch ...mit mir.





                                ich denke für den Winter bin ich echt eingedeckt mit dem Strickzeug -

jetzt werden sie wieder verschenkt.....
wie diese und werden auch fleißig getragen befinden sich längst in fremden Schubladen...
was mich sehr freut...und anspornt.




zur Zeit in Arbeit  bei Themen über : biographisches beim aufarbeiten , Gedichte, Geschichten - wer weiß was noch alles aus einem herauskommt wenn man auch beim stricken + über die Welt,  sich und alles andere was so um einen herum fleucht nachdenkt...wird es mir nie langweilig .
der erste Ausdruck  der Rohfassung liegt schon vor mir..( nicht für die Öffentlichkeit gedacht )aber wer weiß wie man es mal braucht - Erinnerungen sind manchmal trügerisch - melancholisch - interessant -  aufarbeitungswütend - schmerzhaft - lustig - geheimnisvoll - freundlich und immer wahrheitsliebend  wenn man mutig ist - 
während die Zeit im Nu während des Schreibens verflogen ist..
(wo sind die vielen Stunden geblieben?

 Titeltext:
 " Nun schließt sich der Kreis dreiundvierzig Jahre und Blicke zurück"


@ angelface


Sonntag, 13. September 2026

- der Fremde in meinem Bett - Filmdreh....

 Filmdreh zu „ der fremde in meinem bett“   



Filmort
vier auf mal drei Meter unter einem schrägen Dachfenster
Achtung Klappe, Film ab...

wird ’s ein Krimi oder eine Persiflage? Eine Comiczeichnung mit Sprechblasen oder eine Komödie
in VI Akten.

Der Fremde in meinem Bett“ 




es gab vor Jahren mal einen solchen Filmtitel im TV, der mich dazu verlockte zum Buch zu greifen, das dem Film voranging, der sich zum Ende hin als ziemlich überraschend blutrünstig darstellte, was wiederum meinen anschließenden Schlaf danach ein wenig störte. Spannend war es dennoch ihn zu sehen.

Akt I:  



Zeit 6°° morgens, ...
 das kleine Fenster ist schon hell, im Bett mit Buch vor der Nase.
Da schleicht sich einer heran, wälzt sich über mich, dreht sich einmal rund um die eigene Achse und lässt sich lautlos an meiner linken Seite nieder, da ich offensichtlich keine Notiz von ihm nehme.
Das Buch ist spannender als der Krimi den ich  abends bis spät in-die Nacht - sah, dann meldete sich mein Bauch der sein Frühstück verlangt, zumindest aber nach einer Tasse Kaffee lechzt und zudem meine volle Blase die anfing zu zwicken, genau im falschen Augenblick..
Doch ich wagte mich nicht zu bewegen, Besuch im Bett, da nimmt man Rücksicht und verhält sich lieber still, wer weiß schon was der will?

Kichernd versuchte ich den Atem anzuhalten während ich meine Beine langsam vorsichtig aus meiner Bettdecke schälte und versuchte sie wie ein Sportler elegant und lautlos über dieses unbekannte Wesen zu werfen ohne die Decke zu berühren. Um Gott's Willen nicht wecken, er könnte mir ja was tun. Diese langen anscheinend unschuldigen – jedoch messerscharfen Krallen sehen zumindest gefährlich aus, auch ohne dass ich Kontakt zu ihnen hatte.

Akt II:     




                                    




ein Rachen der sich weit öffnet und einen rosafarbenen Gaumen zeigt, der im Gegensatz zu diesen Schlitzaugen relativ harmlos erscheint. Kleine spitze weiße Zähne darin, nur die vorderen Hauer könnten bestimmt Knochen brechen um sie anschließend zu verschlingen. Dann schließt sich der Schlund wieder. Lange weiße Schnurrbarthaare erzittern im Takt.

Akt III:   

wahrlich beeindruckend dieser Schlund....


eine dicke graue Pfote die das linke lange Bein zu sich heranzieht um sie sich über Nase und Augen zu ziehen. Dazwischen sehe ich wie sich versuchsweise ein Auge öffnet, den Versuch aber sofort wieder abbricht.

Akt IV:



eine elegante wie zufällig wirkende Joga/Übung folgt indem die sanfte Drehung des gesamten Körpers in Richtung weicher glatter Bauch eine tänzerische Darbietung dem Auge des Zuschauers gefällt. Das andere Bein zuckt in Richtung dichter fetter Schwanz, der gefährlich hin und her rollt und auf die Bettdecke klopft – was sicher heißt: - Achtung- gleich wache ich auf...-



es macht echt spaß ein Drehbuch zu schreiben...

Akt V:   


ich lasse die angehaltene Luft vorsichtig und langsam aus meiner Lunge entweichen, hab' s geschafft mich über ihn aus dem Bett zu wälzen – leider kommen anschließend keine weiteren Übungen mehr die mir zeigen, wie gelenkig dieser Besucher anscheinend nicht die geringste Lust dazu verspürt diese gastliche Stätte je wieder zu verlassen. Sechs Stunden mindestens ist mein Bett besetzt.

Der Protagonist ist müde und verlangt seinen Schlaf

Akt VI:    

noch sind sie eingezogen aber wehe sie öffnen sich...
als spitze Messerklingen...


Zurück bleibt ein aufgeblättertes spannendes Buch, ein Haarreif der verlassen auf dem Kopfkissen liegt und mein lautloses Lachen.   

An mein Buch komme ich natürlich nun nicht mehr heran -  sodass die Filmaufnahmen für heute leider abgebrochen werden müssen.

Sponsoren für den Film gibt es noch nicht, ich denke da werde ich noch einige Einstellungen dafür nachliefern müssen.




Vorläufiges Ende des Filmes....“der Fremde in meinem Bett“

Autor des Drehbuchs : Angel

Schauspieler, Darsteller:  
 der eigentliche Darsteller möchte nicht  namentlich genannt werden,
andere :lange Beine, ein buntes Nachthemd mit Comicfiguren, ein undefinierbares graues Knäuel aus graubraunen Haaren , ein Katzenfell, ein weicher Bauch der sich rhythmisch bewegt, Zähne zum Fürchten, Krallen die sich öffnen und schließen, eine zerknüllte Bettdecke, drei übereinander geworfene Kissen, ein geöffnetes Buch mit 460 Seiten, ein lila Haarreif, und eine brennende Leselampe über den Kopfkissen.

Drehbuch/Regie:  

                                      

Darsteller
Vier Pfoten - ein gefräßiges Maul

 die Zähne möchte man auch im Film
nicht unbedingt im Bett haben...
auch vor diesen würde ich Vorsicht walten lassen
ehe ich ihnen zu nahe komme..



dann doch lieber so einen Fassadenkletterer..
der so gut Joga kann....


@ Angelface








Montag, 7. September 2026

Wildtierrettungsstationen wie viele gibt es ...

 das nenne ich Tierschutz wie er sein sollte -  es aber oft nicht ist und man es selten findet...
sie gibt es bestimmt nicht, -  wie Sand am Meer. Jeder sollte sie auf seinem Smartphone haben um im Notfall gerüstet zu sein.  

wurden sie ausgesetzt oder waren es nur zu viele?????

die Mutter war tagelang nicht zu sehen....



https://wildtierhilfe-schaefer.de sie ist -  keine 15 km weit von mir zu erreichen...
Hotline
Wildtier Hotline: 0178 721510
 hier gibt es Bilder und Tipps zur ersten Hilfe - für Igel 
wann - wo - wie - steht unter dem LINK, der sollte eigentlich in jeder Gemeinde  die dicht an Waldgebieten  liegt  - als Aushang zu finden sein. 
Waldgebiete in dem es viele Wilde Gesellen gibt. (die auch mal verletzt oder krank werden.).
 wie die kleinen Igel de ich gefunden hatte...

bei der Ankunft bei der Wildtierrettung wurden sie erst
 einmal gewogen  - genau untersucht und vermessen - 
( sie zogen dabei nicht mal ihre Köpfchen ein )
dann bekamen sie ihre eigene Box
 -  ein ruhiger großer Raum - davon gab es noch mehr...
                                        






wer verletzt – heimatlos -oder - aus dem Nest gefallen, nahezu am verhungern ist, weil die Nahrungsquellen fehlen, braucht zweifelsohne Hilfe. Gerade die Jungen die verlassen werden, vielleicht verloren gehen oder deren  Mütter vielleicht überfahren wurden, -  sie  bleiben  hilflos zurück. Man sieht ihnen nicht an, wie viel sie wiegen oder ob sie gesund sind.
 Wildtiere aller Art haben es überall nicht leicht um zu überleben. Der Mensch ver/braucht den Platz den sie einst für sich inne hatten.

Mich wundert es überhaupt nicht, dass die kleinen Waschbärkinder bei mir gelandet sind.
das war sicher kein Zufall als sie Anfang August bei mir im Vorbau auftauchten...das gilt ebenso für die Igelkinder...

a) liege ich mit meinem Haus nahe direkt am Stadtwald

b) stehen genug hohe Kletterbäume in meinem Garten- ebenso  erdnah Büsche und Sträucher, 

c) ist der Garten selbst eine kleine Wildnis pur mit hohem Gras und vielen Sträuchern

  1. ) ist es still und ruhig ohne Lärm und lautes Geplapper

    e) man hört nur die Stille rauschen wie einen Bach der zum Meer fließt

    f) es gibt noch viele andere Tiere zur Vergesellschaftung - denn eines hängt mit dem anderen zusammen. Für den einen Beute und Nahrungsquelle, für den anderen Spielkamerad und Freund um nicht alleine durch die Welt zu wandern. Die Tiere lernen manchmal besser als wir Menschen miteinander auszukommen.

g) wie Hummeln, Bienen, Wespen, Spinnen und Insekten, Fliegen und Käfer, Larven und Schmetterlinge, Maulwürfe und Marder

…........h) Katzen und viele Mäuse, ab und zu Ratten, Salamander, Eichhörnchen und Kröten
…........I)kennt mein Grundstück die Mutter noch vom letzten Jahr und weiß, ich tu ihr nix

…........J) schreit keiner hier entsetzt auf und herum nur weil die Mutter zum gucken kommt und letztendlich ihre Kinder mitbringt. Niedlich und hübsch sehen sie wie kleine Clowns aus sind dennoch wilde Tiere die sich an den Menschen gewöhnt haben weil ihnen nichts anderes übrig blieb. Das Nahrungsangebot ist eng.

So freundliche Häuser wie meines findet sie kaum mehr hier im Park, wie auch keine Bäume hinter denen sie sich verstecken kann. Die kleinen engen Straßen zu den Häusern sind fast alle abgeholzt und die Gärten auf schön getrimmt von Zäunen umgeben was sie aber nicht vom Besuch abhalten kann.

doch sie weiß und sieht wo noch Bäume sind die in die Höhe wachsen, dort geht sie als erstes hin wenn sie die fremden Gärten nachts durchstreift und an Türen schnuppert, sich auf Tonnen hockt um sie zu öffnen. Sie ist ein kluges Tier- weiß, hier bekommen die Vögel ihr Futter und Wasser ist immer in den Trögen und Wassereimern an denen sie sich nachts mal bedienen kann auch wenn die Biotonnen verschlossen und zugebunden sind, weil dort außer verdorbenes Essen die toten Mäuse der Katzen mit Maden bedeckt fast wieder herausklettern würden , wenn sie noch lebten – was sie aber nicht tun, denn Beute lebt nicht lang wenn man Katzen hat..

So hat sie bei ihrem letzten Wurf zu viele Jungen bekommen. Sechs zähle ich wenn das Licht im Vorbau länger angeht und sie im Geländer neugierig herum klettern. Die kann sie wahrscheinlich nicht alle genügend säugen. So hat sie  ihre Rabauken die sicher anstrengend für sie sind, zu mir kommen lassen und erlebt die Dürrezeit des Sommers hier, denn vieles an Beeren und Früchten sind unterentwickelt oder verdorrt, weil überall das Wasser fehlte.

Die jungen Waschbärkinder die auch kommen, - ohne etwas zum fressen vorzufinden sind Bestandteil des Parks - damit muss man sich hier abfinden und darf sich nicht wundern weil wir in einem großen Waldgebiet leben und abseits vom Dorf recht einsam hoch liegen .

 Hier sind die Wildtiere Zuhause und wir nur Gast.

es ist schon eine ziemliche Rasselbande
die seit Wochen jeden Abend bei mir auftaucht

Leider hatte ich die Lebendfalle von Pit für das  Einfangen der Mutter meinem Vorbesitzer letztes Jahr schon übergeben, sonst wäre die Mutter der vielen Jungen längst schon kastriert.

Da ich nun aber durch die Rettung der kleinen Igel vom letzten Wochenende weiß, es gibt eine Tierrettungsstation ganz in der Nähe, die Wildtiere aufnehmen, aufpäppeln und dann kastriert wieder in die Freiheit entlassen, ist sie dort schon „angemeldet“ zur Kastration um die Überpopulation der Waschbären etwas einzudämmen. doch sie sind nicht die einzigen die ich als Besucher des abends sehe, - da läuft ein junger Fuchs vorbei und steckt seine neugierige Nase an mein Fenster,  dort steht ein Reh und äugt, dann ein Dachs oder Marder der an der Camera wie eine Katze  vorbei läuft -  und dann wackeln die die kleinen Igel die nun frisch geboren sind - durch das Bild wenn es zum Boden gerichtet ist.. Manchmal ist es wie eine Fernsehschau...und ebenso unterhaltsam.

  als k e l l e r f u n d   im Regen-  eines drin, das andere Außen 

viel zu klein und schwach um zu überleben wenn die Mutter fehlt
                                 

Igel hatte ich schon einige Jahre nicht mehr im Garten. Jetzt tauchte plötzlich ein ganz junges Tier auf und zeigte sich piepsend im Abend vorher im Vorbau, robbte sich bis an meine Schuhe und kletterte darüber, - suchte im Heukastel der eigentlich für Celinchen oder Carlos angedacht war, die Mutter, Wasser oder Nahrung - keine Ahnung-ich fand ihn recht untergewichtig und extrem klein, stellte ihm eine Schale Wasser hin aber die fand er nicht und als dann  endlich der große ersehnte Regen kam – verschwand er wieder durch die Lücken im Vorbau,  sodass ich ihn nicht mehr sah. 

Es goss in Strömen die halbe Nacht hindurch und ein wenig machte ich mir Sorgen um ihn.

Am nächsten Tag hatte ich so ein blödes Gefühl als sollte ich extra noch einmal nachschauen, es ließ mir keine Ruhe. Ich öffnete die Tür des Erdkellers in dem der Strom abzulesen ist, sich  die Wasseruhr befindet und schön dick umkleidet ist; - und fand eine angeknabberte Eingangstür die mit Styropur innen abgedichtet war -  und ein heilloses Durcheinander- die dicke Putzwolle zum abdichten der Leitungen war völlig zerrissen - darin vor.

Darin fiepte es laut -  hoch und schrill. Der kleine Igel kam auf mich zu. Mit Hilfe des Nachbarn schlüpfte ich auf Knien hinein und befreite ihn aus dem Gefängnis der Nacht und steckte ihn ins Heu einer dazu passenden kleinen hohen Kiste die ich mit einem Netz abdeckte , während der Nachbar die Umgebung nach dem Nest absuchte. Sekunden später hatte er das nächste Igelkind entdeckt,  dass sich nicht einrollen konnte weil es wahrscheinlich noch nicht wusste wie das geht. Ich steckte es zu dem ersten und fütterte beide mit Nassfutter der Katzen mit einem Plastiklöffel was sie beide begierig annahmen. Im Bewusstsein  - die bekomme ich alleine nicht durch - ,  rief ich- obwohl Samstagabend den Tierarzt an - und meldete es seinem AB -  um zu erfahren was ich am besten mit ihnen mache.

* wieder aussetzen *- meinte er beim Rückruf , wenn sie satt sind.(die Mutter muss ja irgendwo sein.)

Aussetzen kam für mich überhaupt nicht infrage bei diesem Untergewicht und vor allem weil ich nicht wusste was die Waschbärkinder mit ihnen anstellen würden wenn sie sie fänden.  Ihre weichen Bäuche sind völlig ungeschützt.

Ein Biss vom Waschbärchen beim spielen und schon sind sie ernsthaft verletzt.

Für die großen  Waschbären sind sie sogar  Nahrung und BEUTE!
Als sie satt und beschützt in ihrem Kästchen ruhten um sich unter dem Heu zu vergraben und sich schlafen zu legen, suchte ich abends noch im Internet jemanden als Futter- und Versorgungsstation und fand ziemlich schnell eine Wildtierrettungsstation in meiner Nähe und rief sofort am nächsten Morgen dort an.

 "* sofort vorbei kommen und mitbringen hieß es nach meinem Bericht wie ich sie gefunden hatte. Zwischen 8 und 10 füttern und säubern wir die Käfige und versorgen die Tiere, danach haben wir Zeit für sie"*
"*

                                        


Was ich dort vorfand hat mich sehr begeistert. Kompetente gut ausgebildete Tierpfleger die sich mit allen Arten von Wildtieren auskennen, sie aufnehmen und aufpäppeln bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden können.

Meine beiden jungen Igelkinder waren ein Junge von 175 gr und
 ein Mädchen mit 178gr...als ich sie abgab zum  ersten wiegen                                               

Weder entlassungsfähig sind sie mit Katzenaufzugsmilch gefüttert erst dann, wenn sie ca 600 gr aufweisen. Dann erst  dürfen sie wieder in die Freiheit und damit zurück in die Gärten die dafür geeignet sind. Ohne entsprechendes Futter, Untersuchung auf Krankheiten, Entlausung und sorgfältiger 24 Stundenpflege  - hätten sie bei diesem Gewicht keine zwei Nächte bei mir überlebt.                               


in weißer Vorrausicht hatte ich schon mal gefütterte Täschchen zum schlafen gestrickt, vielleicht nehmen sie die ja an, drinnen ist es schön kuschelig -warm für die ersten Tage, - war meine erste Idee..
 

ansonsten muss noch mal ein Brutkasten her...
 
Wärme ist wichtig und völlige Ruhe

Was ich dort gesehen und erlebt habe ist nicht ohne Spuren und Eindrücke bei mir zurückgeblieben.
Die Station nimmt nach entsprechender Voranmeldung und Kapazität alles auf was wild - verletzt oder zu klein ist, um in der Wildnis allein zu überleben. Im Jahr sind das weit über 1000 Tiere egal ob Waschbär, Eichhörnchen die aus dem Nest gefallen sind, oder verletzte Vögel, Enten die in Brutkästen wieder gesund gepäppelt werden sowie Tag und Nacht zu versorgen ist eine unglaubliche Leistung die dort erbracht wird. Beim füttern eines Winzlings von Eichhörnchen - kaum so groß wie eine Handinnenfläche - das ein Schädel-Hirntrauma und ein verletztes Auge nach dem Sturz aus dem Nest auswies, - aber durstig und geschickt aus der Flasche trank bis sein Bäuchlein sanft massiert wurde damit es abkoten konnte, war ich mit dabei und konnte mich kaum trennen. Die Käfige selbst sind alle individuell mit Schlafhängematten , Bäumen zum klettern und Häuschen ausgestattet und offensichtlich fühlen sich die Tiere darin wohl.

Man sieht deutlich hier wird alles für die Tiere getan was nur irgend möglich ist und auf meine Frage: „ wie viel davon bekommen Sie durch“? - erfuhr ich, fast alle - auch anscheinend hoffnungslose Fälle. Liebe Sorge , viel Wärme und Zuwendung, Fürsorge mit viel Professionalität ist deutlich spür - und sichtbar. Hier wird sich Zeit genommen um die Tiere zu versorgen. Hunde die sichtlich nicht mehr vermittelbar sind konnte ich dort gemütlich im Schatten liegen sehen, die mich alle freundlich begrüßten.

Die Station besteht dort jetzt mitten auf dem Land seit 3 Jahren, gewirkt wird aber schon seit über 20 Jahren unter gleicher Leitung,  doch ohne viele zusätzliche ehrenamtliche freiwillige Helfer ist das nicht möglich.💓💓💓💚💚💚💞

 zum ersten Mal wünsche ich mir von ganzem Herzen dass dieser Post zumindest in Hessen und im Vogelsberggebiet viele Leser erreicht - denn er ist eine wichtige Information für die Menschen die hier leben und nicht wissen wo sie mit verletzten Tieren hingehen sollen.

 * Die Waschbärchen dort, die schätzungsweise ungefähr so alt wie meine jungen Hüpfer sind,  haben einen großen Zwinger im Außenbereich , witzigerweise und ein untrügliches Zeichen,  dass da Menschen zu Gange sind die wissen was eine bestimmte Rasse braucht um sich wohlzufühlen - mit einem kleinen * Waschtrogswimmingpool *  ausgestattet -  in dem sie planschen können und sich die Pfötchen waschen*  -  haben zusätzlich mitten im Zwinger dort einen hohen Baum zum klettern und ein Häuschen zum schlafen und werden dann wenn alles mit ihnen wieder stimmt, * kastriert* und gesund erwachsen genug -  wieder ausgesetzt und nicht abgeschossen wie es mittlerweile leider üblich ist wenn die Jäger auf die Pirsch gehen um die weitere Population der Waschbären im Vogelsberg einzudämmen. Leider haben diese hübschen Tiere einen ausgesprochen schlechten Ruf weil sie Allesfresser sind, keine natürlichen Feinde *haben und mittlerweile hier in Hessen verstärkt auftreten. ( Woran wir selbst  einen großen Anteil haben)!! Damit breche ich für sie ganz bewusst eine Lanze...


Ich bin froh, nun eine entsprechende Adresse zu haben -und sollte ich wieder ein wildes zu junges oder verletztes Tier wie Fuchs, Igel, Hase oder Reh auf den Feldern finden- weiß ich nun wo ich mich als Erstes hinwende. Auch die jungen Waschbären gehören dazu.


 

es ist ein richtiges Tierkrankenhaus mit Brutkästen und einem kleinen individuellen Zuhause bis das Tier wieder ganz gesund ist. Dann kann es entweder wieder in die Freiheit entlassen - und wenn dies nicht geht, gut vermittelt werden.





 @ angelface

Vertreibung aus dem Paradies

härter als Stahl
kälter als die Antarktis
falscher als ein Reptil
arroganter als der Hochadel
gierig nach allem - was er nicht hat
berechnend wie eine programmierte Maschine
grausam wie ein wildes Tier.
Aber auch ebenso…..
warm wie ein flackerndes Feuer
süß wie wilder Honig
weich wie ein Federkissen
freundlich wie Mutter Theresia
genügsam wie ein dankbares Kind
geduldig wie die Kreatur
dankbar wie ein streunender Hund
demütig wie ein gläubiger Engel
was hat Gott da erschaffen ?
die Menschen dieser Erde
die uneigennützig anderen helfen...