Freitag, 22. Juni 2018

Mein Dank an Vonni von der Lyrikecke


       verdammt die neue DSGVO - die richtet doch nur Schaden an - Seiten schließen - Seiten die wichtig sind, denn sie sorgen für unsere Kunst - unsere Kreativität - ein Stück  unserer Kultur.

 heute morgen musste ich schweren Herzens eine Nachricht schreiben auf die Ankündigung:
"die Lyrikecke wird ihre Pforten schließen"
                                                             (Post an Vonni)
 von Angelface » 21 Jun 2018 19:26
Liebe Vonni...
Gänsehaut bekam ich als ich deine Ankündigung las...
ich bin noch total geschockt - das muss sich erst einmal setzen!
Es tut mir unglaublich leid - wenn ich daran denke wie lange ich schon dabei bin - eine unendlich lange Zeit in der ich fast nur Beiträge, Geschichten und Gedichte in der LE durchforstete nach guten Texten, die mich erfreuten und begeisterten, nun kann ich es kaum fassen, dass das ein Ende haben soll.
Irgendwie war und ist die Lyrikecke ein Standpfeiler, eine Brücke zur eigenen lyrischen Entfaltung gewesen - ich weiß nicht wie viele Texte ich schon bei dir einstellte, Kommentare bekam - andre las, Freunde gewann - so wird mir deine wunderschöne Seite die Du mit so viel Engadement geführt und geleitet - aufgebaut und begleitet hast in einer Erinnerung bleiben die nur positiv und gut ist.
Ich verstehe natürlich deine Entscheidung, die Gründe und deinen Entschluss, dennoch ist sie ausgesprochen schmerzhaft für mich - es ist wie ein Lebensabschnitt der zu Ende geht. Ein dickes Tränchen geht mit dir mit und ich wünsche dir - auf deinem persönlichen Lebensweg alles Glück dieser Erde - mein Dank und meine Gedanken werden immer - bei dir und der Lyrikecke bleiben....
herzlichste Grüße Angelface
bewußt leben - hineingucken ins Leben - und das täglich - auch wenn´s mal schwierig ist
by Angelface
Das ist wohl bald vorbei…
Mit großem Bedauern habe ich gestern Abend durch Zufall erfahren, dass auch die Lyrikecke ihre Pforten dicht macht und schließt. Der Grund – die neue DSGVO – ist unter anderem ausschlaggebend dazu, dies bedaure ich sehr.
Vonni hat sich dazu schweren Herzens entschlossen – 18 lange Jahre hat sie diese wunderschöne Seite für die über 3000 AUTOREN zur Verfügung gestellt und geleitet.
Die Seite selbst ist durch Sponsoren und Spenden einiger  Autoren mitfinanziert worden  und damit so lange on  im Netz gewesen, das ist nun (bald ) vorbei. Den endgültigen Schließungsstermin hat Vonni noch nicht bekannt gegeben.
Viele Autoren die ich von dort kenne, schätze und auch bewundere werden in der Versenkung verschwinden.
Das ist mehr als nur bedauerlich.
   Ich selbst bin nun 15 Jahre dabei – seit 2002.
Es sind dabei Texte entstanden – die ich heute auch nicht mehr annähernd wiedererkenne, denn man entwickelt sich ja weiter – wird vielleicht besser – manchmal auch „schlechter“ wenn man sich verzettelt, über Liebe – Triebe – Hoffungslosigkeit –  Herz – Schmerz – Leid – Hilflosigkeit -  Freude  andere Befindlichkeiten wie  Hemmungslosigkeit /oder Rücksichtslosigkeit schreibt und sich im GEDICHT einem anderen LESER  öffnet.
 -  Texte von Angel  - 303 Gedichte - 
              in 15 Jahren.
Es sind Bücher entstanden  - Freundschaften unter den Autoren, gute Bekannte die oft kommentierten was man geschrieben hatte, so entstand ein guter Zusammenhalt. Es gab Schreiberlinge die zu Autoren wurden, Schreiberlinge die es als Hobby betrieben und sich an die Öffentlichkeit wagten – Texte die unvergänglich bleiben. Auch meine Texte, - die ich in den Büchern der wordstarken Frauen in 5 bild - und textstarken Bänden mit veröffentlichte,  sind  in dieser Zeit 2003 – 2005 auf dieser Seite entstanden - worauf ich heute noch stolz bin. Ich verdanke ihr viel und danke ihr sehr.
 Texte wie diese wagte ich laut  - auch dort - zu sagen:


Autoren -  sie sind vielleicht - ein besonderes VOLK!!!

Manche Menschen erscheinen in den Augen anderer
 - absonderlich - vielleicht auch "sonderlich" - und damit besonders - zu sein

meist leben sie still - zurückgezogen -
stellenweise wirken sie auf andere versponnen
versonnen
nachdenklich
auf sich bezogen
ist das ein Wunder?
- Nein -
sie schreiben -

zum schreiben braucht man
keinen Lärm
Stille
Gedanken
Ruhe
starke Nerven
Konzentration
Phantasie
Gefühl
eine gewisses entrückt - sein
sie brauchen Empathie
Disziplin
kein Wunder, wenn sie auf andere "komisch"  und andersartig wirken
Doch sie sind nur
Mit sich
Eins.

 © Angelface


 Sie gab mir den Mut dazu - auch dies zu wagen.
Immer konnte man zu ihr kommen wenn man eine Frage hatte, ja
– ich kann sagen,  sie war uns eine bewährte Stütze und führte uns mit leichter und kompetenter Hand durch die Lyrik.

 Sie gab den Anfängern unter uns – die wir ja alle einmal welche sind -  eine Chance  in der Öffentlichkeit zu schreiben. Unterstützte und beriet  uns - wo es angebracht und nötig war.
Dies soll ein klitzekleiner Dank an sie sein mit der Versicherung, dass wir – die Autoren, sie und ihre bewährte Hilfe beim schreiben -  nie vergessen werden.
 -  Nie - 
       DANKE liebe Vonni..aber mir - tut das richtig weh            .Angelface

Mittwoch, 20. Juni 2018

auf dem Dorf und in der Stadt...Sommerfeeling

    

Der Sommer auf`m Land – ist ein anderer als der in der Stadt – das ist wohl unbestritten.
Beate beschreibt schon vor mir heute diesen schönen Titel - woraus ich schließe,  dass es wunderbar für sie ist dort zu wohnen wo sie ist.:engel:
        Die Berge rundherum – wie bei ihr - hab ich hier nicht – es sind wohl eher in meiner Region  stetige Steigungen und kleine Höhen die für gute Durchlüftung der Lunge sorgen. Über 650 Meter Höhe sind kein Pappenstiel täglich zu bewältigen wenn man von unten aus dem Tal der Städte kommt. Da fängt so mancher an zu keuchen und braucht beim Laufen ein Stöckchen.
Regelmäßig gehen mir die Ohren zu und ich muss schlucken wenn ich um bestimmte Biegungen fahre. Dann aber gehen mir das Herz und die Sinne auf wenn ich meine Wiesen und die alten Obstbäume am Straßenrand entdecke und weiß – gleich bin ich zuhause und kann die Füße hochlegen:
 Der Sommer trägt die Lebensqualität als  tägliche Freude in sich, man muss sie nur entdecken.
Lebensqualität  ist`s  - würde ich dazu sagen - wenn ich am frühen Morgen den Tau auf den Wiesen entdecke, er legt sich auf Zunge und Gaumen - ich schmecke ihn - Wenn ich dann barfuß durch die nassen Wiesen gehe - das Gras unter den nackten Zehen spüre ist das für mich
           
 L e b e n
                  und das sehr bewusst.
sowie viel gute - L e b e n s q u a l i t ä t -  denn wo kann man das heute noch in der Stadt genießen und betrachten?!°
Ebenso würde ich es bezeichnen wenn ich eine Spinne betrachte wenn ich ihr Netz sich um Büsche und Äste weben sehe.
Glitzernder Lebensquell für Bäume, Wiesen und Felder ist der Morgentau der sich um alles Grün legt ehe die Sonne ihn wieder in die dunklen Nächte zurück zwingt.
Ich bin mir sehr bewusst wie ich hier lebe – nämlich paradiesisch schön  - wenn auch etwas abgeschieden - und keiner kann mir etwas anderes erzählen denn keiner empfindet dies so wie ich – denn alles was wir sehen und empfinden ist so unterschiedlich wie sich Sonne und  der Wind, Tag und Nacht, trocken und nass  - und auch Menschen voneinander unterscheiden.
Wenn ich meinem Nachbarn am Morgen erzähle, dass die Wesen um uns herum alle  ein Leben haben, lacht er mich schallend aus. Er ist eben Techniker – ein Theoretiker – und so fragt er mich manchmal ungläubig: warum umarmst du die Bäume und ich sage: guck mal,  - ich tue es – und schau wie sie tragen“! Oft denke ich - wir tragen so einen Reichtum um uns herum und genauso oft -  sehen wir ihn nicht. Laufen wir tatsächlich oft blind herum` - wie mit Scheuklappen auf den Augen?.......das kann doch nicht sein............↠↠

 Mein Sauerkirschbäumchen -  erst im Herbst  gepflanzt  - und in die Erde gesetzt trägt die ersten Früchte und sie färben sich rot obwohl mir jeder erzählt hat,  sie würden erst im nächsten Jahr zum ersten Mal tragen – genauso geht es mir mit den Himbeeren – sie hatte ich – wie jedes Jahr - ratz – fatz  im Herbst abgeschnitten, nun sind sie meterhoch und sie tragen wie die Weltmeister!!!
5 Kinder trägt er...
das ←↕Apfelbäumchen – ein Elstar – hat schon 5 Kinder am Ast die alle schon auf einer Seite rote Bäckchen haben.
Wenn ich morgens ins Häuschen gehe und ihnen Luft zufächle singen die Tomaten und zeigen mir freudig ihre  20 Kinder an einem einzigen Strauch! Wenn dies kein grüner Daumen ist obwohl ich nicht viel mache, dann weiß ich gar nichts mehr – ich hab einfach Glück oder zu viel Liebe für sie.
Glücksklee - Gänseblümchen  -  Rosenblatt
viele Kräuter - alles ist essbar
das sind so viel dass ich Soße davon machen kann
wenn sie auf einmal reif werden

ob Maggikraut - Salat oder Erdbeeren
Kräuter oder Obst - oft
haben wir zu viel davon um alles
selbst zu essen...



Hier wächst alles von ganz alleine – obwohl wir ein ausgesprochenes Reizklima haben.Morgens sehr frisch . nachmittags heiß. es wechselt ständig, dazu weht ein frischer Wind.
Nur nicht an seinem Baum wachsen die Pflaumen – das ist komisch und ein ungewohnter Anblick für mich - denn über 2 Meter hoch ist er zwar prachtvoll gewachsen und hat eine schöne Form, aber er weigert sich Früchte zu tragen. Nicht eine einzige Blüte zeigt er. Kleine Dolden sind zu sehen...
Ich umarme ihn und sag ihm: ab heute mach ich das -  dann kommst du ….“. Komm Hummelchen komm, flüstere ich der kleinen Hummel zu -  die die wehenden  Äste umfliegt, hilf mir die kleinen Zweige die nach Frucht aussehen könnten -  zu bestäuben“!

       Ich bin davon überzeugt – spricht und umarmt man die Pflanzen - wie sich selbst und mags wie sie wachsen, dann freuen sie sich und wedeln dir beglückt zu wie jedes Lebewesen das ein eigenes und gutes Leben hat.
    Wir alle brauchen  wir Zuneigung – Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und ein klein wenig Liebe – dann wachsen wir über uns hinaus wie jede Pflanze die aus guter Erde wächst.
Lebensqualität ist das was wir uns selbst  schenken wenn wir es leben wie es Leben jeder Art verdient.
 der nächste Morgen... es ist gerade erst 6in der Früh - ich bin schon im Garten - doch was ist los - der Kater flieht auf*s Bett?

 Ach ja, heute so – morgen anders - was das Reizklima angeht,  ist es bei uns wahrscheinlich genauso wie irgendwo anders, vielleicht ein wenig intensiver zu erleben – so ähnlich, wie an der See im Norden.
Eben lag man noch in der Sonne und ließ sie sich auf den blanken Bauch scheinen – dann schlägt das Wetter urplötzlich um und Sturm zieht auf. Das Thermometer neigt sich bedenklich nah  Richtung unter 20° - eben schaute man noch selig in die Sonne, das scheint vorbei, meine Blicke schweifen zum Himmel – auch er zieht sich zu – die Gräser flüstern sich zu…S t u r m……packt …Euch…ein…..
                        Bis eben waren noch 80 Stundenkilometer gemeldet –  man merkt es – schon fliegt alles herum - es soll aber noch doller kommen. Der erste Regen fällt sacht – das heißt -  ich packe auch ein – die Liegestühle und Sonnenschirme kommen ins Gartenhaus und werden verstaut. Alles wird dicht gemacht ,  das Buch wieder ins Regal, die Strickjacke kommt über die Schultern, die  Wollstrümpfe kommen an die Füße denn schnell wird es empfindlich kalt.
Es hat also wenig Sinn hier Winter – Übergangskleidung und Sommerplünnen zu trennen.

So schön es bis gestern war, der Sommer ist für ein paar Stunden vorbei.
 

Und auch dies kann es bedeuten wenn Gäste so schöne Bilder mit ihrer Camera am Ende eines Tages  malen...
wie dieses  - das ich ganz wunderbar empfinde...
                                                   danke liebe Karina...fürs schicken :-)  © Angelface