Dienstag, 27. September 2016

das Leben auf dem Lande...hat was!

Gedanken und Geschichten.

.... ländliches Leben oder auf dem Lande leben ist was völlig anderes als mal eben  um die Ecke zum Bäcker laufen
um sich frische Brötchen zu kaufen…
auf dem Lande leben ist eben ein anderes Leben.
Bei uns umme Ecke gibt’s beides noch und mehr, einen Bäcker, den haben wir, auch einen Frisör, einen uralten Fleischer mit vielen zerknitterten Falten im Gesicht,  der seine Wurst so dolle würzt, dass man den Verdacht hegen könnte, er wär in seine Verkäuferin verliebt, er schlachtet noch selber und hat Freude daran, sagt er, ja - und zwei Banken, die haben wir auch. Banken sind wichtig denn Schecks gibt’s längst nicht mehr.
Die Zeit ist hier, irgendwie ein wenig stehen geblieben. Man sieht und hört nächtens dem Bauer zu wenn er mit röhrendem Motor das Heu einbringt, kein Mensch käme hier auf die Idee ihm das zu verbieten weil es Ruhezeiten gibt, Ruhezeiten nach der Uhr, die gibt’s nur in der Stadt, die wenig Bäume am Straßenrand und schon gar kein Heu irgendwo hat. Bäume die stehen irgendwo weit aussen, ab und an trifft man schon noch einen an, das heisst dann Parks in der Stadt.
Doch für andere Sachen  gibt die Stadt  sicher mehr her.
Die hat Kino und Theater, Opernhäuser und vieles mehr was man so braucht zum leben, aber Landleben das kennen die Kinder dort nicht mehr.
Die wissen einfach nicht…wie süß der Landregen schmeckt wenn man unter ihm durchhuscht um dabei  tüchtig nass zu werden. Die dreckigen Schuhe bringt man dann mit rein. Schön, wenn man dann einen hat, der sie einem wieder sauber macht. Das nächste Mal, zieht man gleich Gummistiefel an.
Sie wissen nicht, wie eine Kuh mit dicken dreckigen Eutern aussieht. Kennen nicht den  Maulwurf der mit spitzem Schnäuzchen den Kopf aus dem Boden reckt. Die sehen nicht, wie eine angefressene Maus aussieht die dir die  Katze  vor die Haustüre legt, wenn sie ungnädig ist sie sogar reinbringt und dort frisst, deinen Ärger ignoriert, genau unter deinen Frühstückstisch, die Reste, die darfst du dann gerne  genauso ungnädig entsorgen.
Wer sagt schon einem Kind der Stadt, dass der Fuchs und der Waschbär dicke Pfoten hat?
Dass die Beeren direkt am Strauch wachsen.
Dass die Schafe auf der Weide geschoren werden müssen, wenn man Wolle braucht und dass sie immer, aber auch wirklich immer,  Dreck am Hinterteil kleben haben.
Das Holz aus dem Wald, das muss man selber holen wenn man keine andere Heizmöglichkeit hat.
Wir haben ja schon Luxus pur mit dem Pelletsofen, insofern sind wir geradezu unglaublich modern, auch wenn man wenige Lagermöglichkeiten hat. Man wird erfinderisch, das bringt das Leben auf dem Lande so mit sich. Die lackierten Fingernägel, die Hot pants, die hohen Schuhe, all das legt man gerne ab unter : gewesen. All das vermisst man irgendwann nicht mehr. Doch Jogginghosen, Arbeitskleidung, bequemes das hat viel Wert das braucht man ziemlich viel und , ja die Waschmaschine, die hat viel Sinn. Da steckt genauso viel Leben wie im ländlichen Leben drin.
              Das Landleben, für andere erscheint es süß und saftig mit seinem unermesslich vielen Grün und dem zarten beige wenn die Felder abgeerntet im Abendsonnenschein  in afrikaroten Farben erglühen.
Auf dem Lande leben heißt so vieles, wie die Katze auch mal schon vom Dach holen ohne die Feuerwehr gleich zu bemühen, in der Stadt, käme sie nie auf die Idee dort hinaufzuklettern wo die Dächer wolkenkratzermässig dem Himmel am nächsten sind.
Ländliches Leben heisst auch, hier fängt man den Briefträger der keine Werbung bringt auch schon mal gerne im Garten ab, weil man eh im Frühling, Sommer und Herbst ständig was zum ackern, säen und ernten hat.
Die Städter kommen gerne um hier Urlaub zu machen, aber leben würden sie hier nie, aber ich mag’s,  auch wenn es manchmal nicht ganz einfach ist.

Aber, was ist schon einfach, das Leben war es nie! Das muss man schon selbst erreichen.
https://wokinisblog.blogspot.de/2016/07/das-kleine-gluck-auf-der-welt-zu-sein.html

@ Angelface.

Montag, 26. September 2016

Kreuzfahrten, Landgänge und der Begriff Gigolo



Eine moderne Oma
(Untertitel: eine andere Welt)
    Oh weh, wenn sie wüsste, dass ich sie Oma nenne, würde sie die Wände hochgehen denn sie selbst sieht sich nicht so, obwohl sie die 90 längst erreicht hat. Großmutter wäre auch ein Name für sie, aber ich nenne sie Mutter, denn sie ist meine.
Aufgeschlossen, weltoffen, sehr interessiert und informiert an allem, vor allem was die Weltpolitik angeht, ist sie noch heute. Ich wünschte mir oft, ich würde ihren Wissensstand erreichen und weiß doch, das schaffe ich nie, egal wie alt ich werde, mir fehlt einfach die Zeit, die sie hatte um all das zu erreichen.
Zwar sieht sie kaum mehr, hört auch noch schlecht und dennoch bekommt sie mit ihrem Kopf alles mit. Vielleicht machen das ja die vielen Gespräche mit mir und meiner Tochter die so viel von ihr gelernt hat. Aber warum nenne ich sie modern?
Gestern Abend landete ich – rein durch Zufall ganz spät in einem Programm mit einer Doku über Gigolos, keine Ahnung in welchem  es stattfand, vielleicht  in Arte dem  Kultursender, auf jeden Fall blieb ich interessiert daran  hängen.
Ein Kreuzfahrtschiff, es war die MS-Deutschland schipperte durch die Südsee und es wurde darüber sehr anschaulich berichtet welche Art  Menschen, Gäste, Besucher und  Bedienstete dort für die Dauer des Aufenthalts  lebten und sich je nach Laune amüsierten und unterhielten. Auf dem Landgang, an Bord, am frühen Morgen, dem Mittagstisch und dem Abend mit seinen Programmen.
Alleinreisende Damen und Herren unbestimmten Alters „ vergnügten sich  miteinander“ auf hohem Niveau.
Als ich den Namen Gigolo  hörte,  verzogen sich meine Mundwinkel  erst etwas verächtlich nach unten, das gestehe ich gerne, denn ich verband damit eine etwas anrüchige Spezies von Herren die in den dreißiger Jahren den Damen auf unmissverständliche Weise zur Verfügung standen. Ich denke sie werden zu Unrecht so benannt weil Gigolo als ein Synonym  für "Verführung älterer Damen "steht.
Wie man sich doch durch Vorurteile und  „nichtsoganzgenaubescheidwissen“ irren kann.
Es ist ein durchaus ehrenwerter BERUF als Unterhalter, der selbst im Heute in gewissen Kreisen noch nicht ausgestorben ist, wie man aus der Doku ersehen konnte.
                    Gut erzogene, elegant und stilsicher gekleidete, aus gutem Hause stammende Herren ab Siebzig stellten sich zum Tanz und damit outeten sie sich als „Eintänzer“, die es auch früher schon gab, den Damen zur Unterhaltung und Begleiter zur Verfügung um die Zeit an Bord angenehm  auszufüllen.
Es waren in der Doku alles allein zurückgebliebene gediegene Herren, deren Ehepartner schon verstorben waren und die sich entweder „etwas dazuverdienen, oder die freie Zeit sinnvoll nutzen wollten. Das eigene  „Alleinsein“  durchbrechen, etwas Schönes für sich und andere tun. Das war in erster >Linie ihre Motivation sich dazu zu melden.
Daran ist beileibe nichts anstößiges, Unrühmliches zu finden. Ein“ Job“,  der auf Kreuzschiffen durchaus geschätzt wird. Sowohl von den Damen als auch von den Herren. Sicher eignet sich dafür nicht jeder. Und nicht jeder weiß wie weit er gehen kann./Auch dieses Berufsbild kann natürlich benutzt werden um jemanden abzuschleppen wie es im Heute so salopp benannt wird./ Ausnahmen gibt es immer, doch hier in der Doku nicht.
Elegant, wordgewandt  und stilsicher, gebildet, gewohnt Komplimente auszusprechen führten sie die Damen übers Parkett und unterhielten sie auf angenehmste Weise. Weltpolitik, Reisen, Hobbys und Interessen waren die Themen. Es war so selbstverständlich wie das angenehme Äußere und die lackierten Fingernägel der gepflegten Damen, die nur eine angenehme Begleitung wünschten..
Der Handkuss, die Verbeugung, die Vorstellung, den Stuhl  zu Recht rücken, gehörte ebenso wie selbstverständlich dazu. Mir war das völlig unbekannt, dass es das auch heute noch gibt.
Herren, die den Damen die Tür aufhalten,  Aufmerksamkeit schenken, in den Mantel helfen, wissen auf welcher Seite der Herr „geht“, das gibt es doch heute gar nicht mehr, so, dachte ich. Doch so kann man sich täuschen.
Darüber unterhielt ich mich lange mit meiner Mutter am Telefon und wunderte  mich wie selbstverständlich sie dies sah. Für sie hatte dieser "Berufsbegriff" überhaupt nichts Negatives und schon gar nicht etwas Anstößiges. Für sie war er nicht neu.
Sie kannte dies eben aus ihrer Jugendzeit und ich habe wieder etwas dazu gelernt.  
      Und sind wir mal ehrlich, manchen Herren unserer Zeit würde ich es wirklich  wünschen, dass sie vom höflichen Umgang und  Benehmen der früheren und heutigen "Gigolos" etliches lernen würden.
Zumindest gutes Benehmen.Höflichkeit und Rücksicht.
Man mag mich nun für  „unmodern oder für rückständig“ halten, aber ich schätze solches Benehmen auch und finde die sog. Emanzipation der Frauen hat uns das irgendwie weggenommen...
doch auf einem Kreuzfahrtschiff war ich noch nicht.
Dem Begriff Gigolo, den ich überhaupt nicht mag, stehe ich nun anders gegenüber. Respektvoll.

@ Angelface.


Samstag, 24. September 2016

Bücher - ausgeschriebene Gedanken oder sind`s Geschichten ?


Geschichten und Gedanken, die das Leben (be) schreibt.
Egal wie man sie nennt, manche schlage ich gerne nochmals auf und lache, ich denke dieses ist eines davon.
http://www.bookrix.de/_ebook-angelface-beruf-verfehlt/
so fängt es an:
Beruf verfehlt?
Hätte - würde - wäre - könnte
oh - weh!

"Manchmal verdichtet sich ein Gedanke in meinem Hirn,
würde ich die Schrift und die Abstände zwischen den Zeilen vergrößern, alles
im Blocksatz setzen und noch hie und da ein wenig mehr hinzufügen,
dann wären (d) eine Kommentare fast schon als Buch zu binden".

Das schrieb mir eine Freundin einst auf meine Pinnwand, darüber musste ich lauthals lachen.
Doch sie war nicht die Einzige die sich begeistert dazu äußerte.
Ein anderer in seinem unvergleichlichen Kölsch meinte, sein Leben würde sonniger werden, seit mein engelsgleicher Kommentar unter seinen Büchern stünde und wiederum ein anderer gab ihm recht und bedankte sich freudig.
Ich sah mich schon in Walle - Walle - Engelsgewändern durch die Hallen schweben und nur noch Gutes tun, dabei meinte ich nur aufrichtig und schrieb hin, was ich fühlte, als ich las, was sie schrieben und - wie sie es schrieben.

 und was lerne ich noch nach Jahren daraus?
lerne vernünftig zu schreiben....und bei der Sache zu bleiben....!!!!
@ Angelface
                                ********
**************** 

Mittwoch, 21. September 2016

Hunger

während ich leise lächelnd nachschmecke und danach im Liegestuhl liege
ermattet, - satt - und glücklich
denke ich - mit so wenig kannst du einen Menschen glücklich und zufrieden machen...
                                                                 w o m i t  ?
seht selbst...es dauert keine halbe Stunde, dafür lasse ich das beste Gourmet Rezept stehn!



Kochen aus dem Bauch heraus
Ich koche ja gerne
Auch nicht schlecht sagt man  mir
A b e r....
Heute habe ich mich selbst übertroffen
Nix im Haus
aber HUNGER
Nudeln sind da…obwohl…
...Könnte man ja auch selbst machen….?
ach nein, fertige sind da und auch lecker..
Aber die Soße, welche Soße
Da fiel mir ein: Tomaten hab ich noch jede Menge da, dem  Gewächshaus sei Dank
süss und saftig sind sie mit starkem Eigengeschmack die kriegt man nicht im Supermarkt so
Kräuter gibt der Garten genügend her
Also ran an die Buletten !!!! Ärmel hoch, los gehts...
Aber
Es soll rein veganisch sein, nix texanisch, virginisch, titanisch
das schlägt mir nämlich mein Wordprogramm vor
:))
nix mit Fleisch und so.
ich hacke und schnipsle und mixe und würze
und dann
zergeht dir die Soße  im Mund
als wäre ein Engelschen barfuß durch die Bernnesseln gehüpft und hätte dir
sacht und zärtlich  dabei auf die Zunge gepisst.
Rp. Anbei ...ach ja...die Zwiebelchen hab ich in der Rp.-Angabe vergessen! Die müssen selbstverständlich in gutem Öl , klein geschnippelt erst mal angebraten werden, dann  kommen die Tomaten - die Gewürze und..und..und...dazu

@ Angelface,
nur  für heute die Superköchin überhaupt, meine Gäste wollten gar nicht mehr gehen und wetten, ich bin sicher:
soooo kriege ich das nie mehr hin!




Sonntag, 18. September 2016

sonntag

Kunst und Kultur im Vogelsberg

 18. September

Es hat tüchtig geregnet, die Welt wacht wieder auf..
Der erste Sonnenschein am Morgen wird lächelnd begrüßt
Wie schön, sie scheint heute wieder, es ist warm, es weht ein angenehm leichter Wind, noch spiegeln sich in den zurückgebliebenen Pfützen die Wolken des Himmels, sie ziehen, ziehen weit wohin…
hinaus in die Welt und begucken sich Wald, Wiesen und Flur. Da tänzelt ein kleiner Bär dahin, versteckt sich im dunklen Gebilde das so drohend naht und sich dann wieder verflüchtigt, es scheint schön zu bleiben.
Ich habe Lust in den Garten zu gehen, mir das Wachstum der Pflanzen anzuschauen, ein wenig zu rupfen und zu zupfen im Grün, das mich so entspannt. Dort rupfe ich die Bohnenpflanzen aus der Ernte, der Ertrag ist hereingebracht, sie gibt es heute zu Mittag. Da kümmere ich mich um die letzten Tomaten, einige davon sind noch grün, den Rest pflücke ich ab und da…
sieh mal, noch Erdbeeren, saftig und rot hängen sie am Strauch, das kleine Wunder landet sofort in meinem Magen und Bauch. Herrlich…
sie schmecken so süß und saftig.
Kommt da eine kleine dunkle Wolke angekrochen? Nein…sie verweht wieder…
ich erfreue mich an den frisch gepflanzten Rosen, Kleine  noch  nicht aufgegangene Gesichter blicken mich daraus an. Meine Phantasie schlägt Purzelbäume…
Es ist einfach ein herrlicher Tag und ich mache ein paar Bilder…
Scanne sie ein und bastele Cover daraus. In manchen ist lila die herausragende Farbe...ich nenne sie meine Herbstfarben!!!!
Hier sind sie…

.meine nächsten Eingangscover sehen dann unter Umständen soo aus!
oder so? Man weiss es nicht, es ist sozusagen "Vorrat auf Zeit".
das "mag" ich besonders,,,es spiegelt meine Stimmung wieder!
und nun . siehe unten...gibts wieder neue "ARBEIT" :))
schönen Sonntag…ehe man die Katze wieder vom Dach holt und das sieht dann so aus:


wie man (andere ) neue Cover erstellt? ganz einfach
man nimmt ein wenig Farbe, einen weißen Tisch
und bemalt ihn
davon gibts  " Ausschnitte + B I L D E R
und die sehen so aus!


© Angelface