...ein Ausflug voller Überraschungen.
hat das was mich 2019 erwartete nicht gereicht?
https://wokinisblog.blogspot.com/2019/10/wunscht-mir-einfach-ein-wenig-gluck.html
ich hab' s überstanden doch schön war es nicht.
Ich hatte in dieser Nacht zuvor ganz gut
geschlafen, der Wecker war schon gestellt. Die Befunde bereit
gelegt. Die Tasche gepackt. Dann kam die erste Überraschung des
Tages.
Tote Hose in der Batterie. Bei der
letzten Fahrt war der Kofferraumhebel wohl nicht sofort
zurückgeschoben worden, der Deckel des Kofferraumes dadurch nicht ganz zu, das hat
genügt um die Batterie über Nacht zu entladen. Das wusste der
Fahrer nicht als er das letzte Mal einparkte. Es jetzt festzustellen
war natürlich richtig Mist.
- 👀 Steht dieser besondere Arztbesuch jetzt unter
einem schlechten Stern?
* Ein Glück hatten wir ein
wenig Zusatzzeit mit eingeplant. So konnte meine Freundin nach ihrem
Frühdienst noch zu mir hochkommen und mit mir eine halbe Stunde
darauf warten, bis der Wagen wieder ansprang den der Nachbar mir mit
seinem Gerät zum Aufladen angeschlossen hatte. Zumindest hofften wir das.
Leider klappte das nicht, wie gewünscht sodass wir es – ich
lenkte den Wagen und die beiden schoben das Auto vom Parkplatz hoch ins Sträßchen
in die richtige Position damit er mit seinem Auto meines Kurzstarten
konnte. Anstrengend genug durch die abschüssige Schräge am Parkplatz , waren wir zum ersten Mal schon geschwitzt
- leicht angespannt und hatten ordentlich vor*geplante Zeit verloren.
Der Rest der Fahrt war aber soweit in
Ordnung, das Auto lud sich ja durch die Fahrt auf und ich rief von
unterwegs die Praxis an um dort unsere Verspätung mitzuteilen, war aber
natürlich entsprechend hibbelig und immer noch angespannt.
Erst mal Stadt und dann tolle Stadt im
Sonnenschein. Wir parkten gegenüber der Praxis im Parkhaus und ich war froh, dass sie die Stadt wie ihre Westentasche kannte. Viel los auf den Straßen, ich erkannte einiges später
in der Fußgängerzone wieder von früher und freute mich schon auf
den Stadtspaziergang – mal wieder etwas anderes nach dem Arztbesuch
zu sehen, als unsere grüne Wildnis im Park..
Eine riesige schicke große Praxis. Ruhig und angenehm, keine Hektik, keine spürbare Eile. Viel Personal, lange Gänge von denen die einzelnen Sprechzimmer abgingen. Die
10 dort behandelnden Ärzte operieren in 3 unterschiedlichen
Stadtkrankenhäusern anderer Städte wechselseitig, denn es ist ein
bekanntes Wirbelsäulenzentrum im Main-Kinzig - Kreís das von dort
aus das gesamte Spektrum der Wirbelsäulen Chirurgie organisiert,
behandelt und jeweils operiert.
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gut vorbereitet hatte ich die bisherigen Befunde und die CD-Bilder dabei...
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Freundliche Anmeldung, ansprechende
ruhige Atmosphäre , aufmerksames Sprechstundenpersonal , gutes
Zeitmanagement, ich musste nicht lange warten bis ich ins
Sprechzimmer eingeladen wurde und den Arzt dort schon in meinen
Befunden lesend vorfand. Er nahm sich Zeit und schaute sich die Bilder im CT genau an.
Die zweite Überraschung bahnte sich an.
Also für die lange Zeit die mich
meine Wirbel schon tragen, hab ich eine wunderschöne Wirbelsäule mit wenigen Abnutzungen wird mir erzählt. Das kriege ich jetzt auch ebenso wie der Hausarzt schriftlich digital
zugeschickt, der sich die CD vom Hals - CT nicht mal anschauen
wollte.
Das kennt er auch schon länger von den
Hausärzten die die Bilder eh nicht lesen können, meint mein
Wirbelsäulenspezialist und lächelt mich freundlich dabei an,
während er die mitgebrachten Befunde durchblättert. Sie sind ja Gut vorbereitet, meinte er lächelnd. "Da haben sie ja
schon eine Menge vorzuweisen, das ist nicht von schlechten Eltern“
und meint dann weiter „ stehen Sie bitte auf und gehen ein paar
Schritte damit ich ihr Gangbild beurteilen kann“. Den Gefallen tu
ich ihm gerne, denn ich hab ja schon eine Stunde im Auto gesessen das
mir am frühen Morgen schon die erste Überraschung beschert hatte,
indem es nicht ansprang. Als ich es ihm erzählte, musste er über
die kleine Anekdote – Auto schieben ehe es fährt *;- etwas
grinsen.
Bei den paar normalen Schritte die ich bis
zum Fenster mehrere Male nacheinander und zurück machen sollte, war nichts ungewöhnliches groß für ihn
festzustellen. Doch als er mich bat, mir eine gerade Linie
vorzustellen auf der ich direkt Schritt vor Schritt setzen sollte, auch ohne die Augen zu schließen fiel ich nach 3 Schritten sofort um. Ein gerades Gehen und dabei stehen bleiben war nicht
möglich.
Er nahm eine silberne große Stimmgabel zur Hand, setzte sie mir auf
dem linken Handrücken auf, es vibrierte in meiner Hand wie das
Handy das man zum aufladen in die Steckdose steckt – und machte
diesen Test auch am rechten Fußrücken – sah mich an, schüttelte den Kopf und sagte;
Tja meine Liebe, da haben wir das Problem schon - und die Diagnose
auch. Es ist eindeutig ohne Zweifel eine Polyneuropathie, die haben Sie nicht erst seit gestern.."
" Da Sie
selbst Arzthelferin waren, wie ich aus Ihren Papieren entnehme,
können Sie dem Krankheitsverlauf praktisch zuschauen wie es sich weiter entwickelt, obwohl sie jetzt noch keine fühlbar ständige und chronische Beschwerden/oder Schmerzen im Bein
haben. - Da tut sich nichts mehr, das Bein nimmt nichts mehr wahr.
Die Nervenenden im unteren Beinbereich sind auf Dauer geschädigt
und wer weiß schon wie lang. Man kann jetzt natürlich noch die Diagnose durch weitere Ursachenforschung noch erhärten indem eine Brustwirbeldurchleuchtung unterm Schirm stattfindet und bestätigt, denn ein MRT geht ja bei Ihnen durch den Schrittmacher nicht. Aber
mir reicht das schon was ich jetzt sehe. Sie müssen nochmal zum
Neurologen damit er bei Ihnen sämtliche Nervenstränge durchmisst. Dann kann behandelt werden und wir müssen weiter sehen wie es sich entwickelt. Diese Diagnose kommt leider nun zu den Ihren hinzu und schreibe es in den Bericht.."!
Die Ursache wodurch ich das habe könnte alles mögliche
sein informierte er mich. Ob durch mehrere Medikamentennebenwirkungen seit der Herz OP in 2019 Sie nehmen
ja lt .Plan einiges ein, - ob Diabetes Typ II , falsche oder unzureichende Ernährung, mangelnde Bewegung und vieles mehr zusätzlich eine Rolle dabei spielen, ist fast schon
zweitrangig. Erst muss nun bald durch den Neurologen festgestellt werden was
noch alles geschädigt ist. Die „ beschriebene Zyste im CT,
- übrigens sind es zwei, die an dem 5.Halswirbel – eine links
eine rechts hängen. Sehen Sie hier selbst auf den Bildern zeigte er
mit dem Stab und fuhr damit die einzelnen Wirbel entlang - sind nicht dafür
verantwortlich und so klein, auch nicht störend und haben damit nichts zu
tun, die können Sie vernachlässigen, da kann ich Sie beruhigen.
Doch zusätzlich sollten Sie erneut
zum Gefäßchirurgen, und die Enge besprechen da es sich ja jetzt nur um die Zyste orientiert wurde. Da müssen Sie nochmals ran, denn die Enge in
der Halsvene ist damit nicht
erklärt, da muss sich noch einmal jemand kümmern“.
Damit hatte ich seine Diagnose erst mal
in der Tasche und war irgendwie damit auch erleichtert. Der Gedanke ihn zu fragen, wie lange kann ich noch auf beiden Beinen stehen, kam mir nicht. Den schiebe ich mal schnell beiseite, er kommt früh genug. Wichtig für mich war:
Endlich haben die unerfreulichen irritierenden störenden Gangstörungen und das Schwindelgefühl sodass ich mich ständig irgendwo stoße - einen Namen. Doch ich denke natürlich an meine vielen Treppen nach oben und sage mir: na dann...
Damit verabschiedete er mich
freundlich sichtlich besorgt und wollte sich mit meinen Nephrologen in Verbindung setzen, damit dieser mich an einen guten Neurologen weiter zur Mitbehandlung überweist...
… Puh, das ist natürlich heftig,
zwar hätte ich selbst von tiefer Beinvenenthrombose nach der letzten
Schmerzattacke Nachts im Oberschenkel der mich so verwirrte bis hin zu
Krämpfen denken lassen ; oder eher auf Durchblutungsstörungen getippt, doch das, was jetzt feststand hatte ich nicht erwartet oder daran im entferntesten gedacht, denn es fehlte das
Taubheitsgefühl im Bein, auch das Kribbeln und Ameisengefühl
völlig, sonst wäre ich selbst darauf gekommen. Gut, es war auch
schon mal , wenn ich lange am PC saß „eingeschlafen „/ wie die Arme auch wenn ich sie lange hob, - war aber
sonst nur oft heiß am Tag/wenn
ich darauf achtete und immer in der Nacht seit im Februar
2012 im Laufe des Jahres nach einem Sturz von der Wendeltreppe das
Sprunggelenk zwei mal operiert mit dessen Spätfolgen ich im
April 2013 noch hinkend in den Vogelsberg umgezogen war.
Was ich jetzt mit diesem Bewusstsein mache, gilt es nun
neu zu überlegen, wenn ich die ÜW zum Neurologen und dort einen
Termin zum Durchmessen bekomme.
Wissen beruhigt immer, alles was man
weiß kann auch - irgendwie - angegangen werden.
Anschließend gönnten die Freundin
und ich, uns einen langen Spaziergangsbummel quer durch die Stadt - die
Fußgängerzone entlang mit all den bunten Boutiquen und Geschäften.
Kehrten zum Essen ein, setzten uns zum Kaffee trinken in die Sonne
und ruinierten uns durch das Gehen über das Kopfsteinpflaster gerne
die Füße, wobei sie mir etliche hübsche Anekdoten erzählte die
sie in dieser Altstadt alle schon vor Jahren erlebt hatte. Es war
kurzweilig und interessant ihr zuzuhören. Doch mehrere Male fragte
sie mich : geht ’s noch, kannst du noch? Während wir weiterliefen
und ich sagte ein Indianer kennt keine Pause und keinen Schmerz, er
läuft und läuft und irgendwann fällt er mal um, dann hat er Pause
und ruht sich aus „!..
* Lange hielten wir uns als letzte
Station die sie mir unbedingt zeigen wollte in einem schönen großen
Sozialkaufhaus auf, indem es alles gab was das Herz begehrt. Ich
staunte darüber, was es dort alles gab. Sie machen seit Jahren regelmäßig Haushaltsauflösungen wo nichts weggeschmissen wird sondern alles
angeboten wird was man sich vorstellen kann. Nur gute Qualitätsware
wurde angenommen und angeboten, der Rest verschenkt oder entsorgt. Ob nun Möbel aller Art, ganze
Kinderabteilungen gut bestückt sind , fast ungetragene Fehlkäufe
wie ehemals teure Leder - Markenschuhe erhältlich sind. Von Deko, zu
wunderschönem sehr altem Geschirr, Antiquarisches an Figuren,
Damen und Herren - Kleidung aller Art, Bildern, wo Schmuck und
Nippes in hervorragendem Zustand zu kleinen Preisen angeboten werden
und lernten dabei entzückend nette, ältere zuvorkommende Menschen
kennen, denen man anmerkt , wie gerne sie es ehrenamtlich anbieten
und damit ein gutes Werk tun, getragenes, genutztes - gut erhaltenes - Gebrauchtes weiter zu
geben.
* Ich ließ mir sofort die Adresse
geben. Das ist eine gute Quelle und ich bin beruhigt dass es so etwas überhaupt in dieser Form gibt. Da wäre eines schönen Tages auch mein Haushalt gut
aufgehoben* und nichts käme davon in die Tonne.
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in der Sonne unter blühenden Bäumen sitzen ist herrlich auch wenn einen ein anderer knipst... |
Als sich meine Begleiterin zu fast
neuen ausgefallenen guten Markenlederschuhen sowie einem weichen
wunderschönen hellen Ledersitzpuff entschloss, nicht nein zu sagen,
der aber zu groß war um ihn quer durch die Stadt zurück bis zum
Auto zu tragen und ich sagte“ Du, ich geh keinen Schritt mehr“,
packten wir unseren Einkauf von jeweils 15, 50 -€ und bei ihr
21,.00 € außer dem extra zu bezahlendem Lederpuff ein und ich
setzte mich mit dem Puff vor die Tür was die Verkäuferinnen lachend
gut hießen und mir eine Tasse Kaffee und eine Flasche Wasser dazu
stellten während *sie sich hoch zum Auto im Parkhaus vor der
Arztpraxis schleppte und mit diesem nach einer halben Stunde wieder
zurück kam um mich samt Einkauf einzuladen..


Ich hatte eine Menge Spaß in der
halben Stunde vor-dem -Laden warten, mit der Bemerkung auf den
Lippen, ich kann mir ja dazu ein Schild auf die Brust malen – hier
sitzt ein Schrittmacher der keine eigenen Beine hat weil er eingebaut
ist - was eine Lachsalve bei den älteren Damen auslöste.
Die Fahrt zurück in der Sonne ging
nur bis zum Städteende. Dort gab es den teuren bekannten Bäcker
eines bekannten Namens der Brot, Brötchen, Kuchen, und Stückchen –
die alles vom Vortag zum halben Preis und weniger verkaufen. Dort
machten wir Rast und gönnten uns noch zum Käffchen draußen an
einem Tisch in der Sonne hervorragende Mohnkuchenstückchen die
wunderbar wie frisch gebacken schmeckten und ließen uns duftendes
Rosinenbrot und Bauernbrote mit Kümmel für zwei zum geringeren
Preis einpacken, bis wir weiter nach Hause fuhren.
So frisch und lecker kennen wir das
beide nicht von unserem Bäcker, der das dreifache dafür verlangt
was schon mittags nicht mehr frisch schmeckt - stellten wir beide
fest. Nach dem zwischenzeitlichem Tanken, dem Auspacken bei ihr vorm
Haus und anschließend bei mir mit der Schubkarre unsere Beute ins
Haus zu mir - um es zu verstauen, empfanden wir dann als das kleinste
Übel des Tages , zeigte uns aber auch, wie erschöpft wir
gleichzeitig vom Tag waren obwohl wir altersmäßig 25 Jahre
auseinander sind..
Heute wird sich erholt, nur die
Waschmaschine darf arbeiten...
und ich freue mich über wunderschöne
neue Strickjacken in besonderen Farben und Formen, denn davon kann
man nie genug haben...
Weitere sehr willkommene Beute bei mir sind eine hübsche Spieluhr, mit Tiermotiven im Gehäuse eine lustige Wanduhr die ich gegen eine
langweilige austausche, eine weiße überlange Leinenbluse mit
Baumwollspitze in den Ballonärmeln mit großen Taschen, so schön
als wär' s ein Kleid, ein schwarz-rotes Blumenröckchen zu einem
weichen beigen Langarmpulli, drei wunderschöne superweiche
hellgraue Strickjacken in tollem Strickmuster die ausgesprochen teuer
aussehen, ein paar Frühlingssportschuhe, drei Langarm T-Shirts in
toller Qualität und eine alte romantische Teekanne im verspielten
Röschenmuster eines bekannten Herstellers in der ich mir sofort
grünen Tee zum Abendessen aufgebrüht habe. Celinchen hat natürlich
bei unserer Heimkehr alles ganz genau inspiziert und für „ genehmigt“
befunden.
Schließlich muss man sich nach so einem anstrengenden
Arzt - Ausflug auch ordentlich belohnen. Auch meine fahrende
Begleiterin ist über ihre unerwarteten Einkäufe sehr glücklich und
schmiss sofort ihre Waschmaschine an.

als nächstes hoffe ich sehr; kann ich wieder
ü b e r
 |
s c h r e i b e n denn das macht mir weitaus mehr und größeres Vergnügen... |
ich
saß heute Morgen lange
dachte sinnierte spintisierte
so
vor
mich hin…in
die Wolken hinein
und
wieder hinaus
sie
erzählten mir Märchen
aus ihrem Leben
wie
sie ziehen und wandern
von
einem Ort zum anderen
ungetrübt
ungestört
träumend
schaute ich
Vor
mich hin…
und dachte
wie
wird ’s morgen sein
anders als heute....
@ Angelface