das nenne ich Tierschutz wie er sein sollte - es aber oft nicht ist und man es selten findet...
sie gibt es bestimmt nicht wie Sand am Meer.
wer verletzt – heimatlos -oder - aus dem Nest gefallen, nahezu am verhungern ist, weil die Nahrungsquellen fehlen, braucht zweifelsohne Hilfe. Gerade die Jungen die verlassen werden, vielleicht verloren gehen oder die Mütter überfahren werden - bleiben sie hilflos zurück. Man sieht es ihnen nicht an. Wildtiere aller Art haben es überall nicht leicht um zu überleben. Der Mensch braucht den Platz den sie einst inne hatten.
Mich wundert es überhaupt nicht, dass die kleinen Waschbärkinder bei mir gelandet sind..
das war sicher kein Zufall als sie Anfang August bei mir im Vorbau auftauchten...
a) liege ich mit meinem Haus nahe direkt am Stadtwald
b) stehen genug hohe Kletterbäume in meinem Garten
c) ist der Garten selbst eine kleine Wildnis pur mit hohem Gras und vielen Sträuchern
) ist es still und ruhig ohne Lärm und lautes Geplapper
e) man hört nur die Stille rauschen wie einen Bach der zum Meer fließt
f) es gibt noch andere Tiere
g) wie Hummeln, Bienen, Wespen, Spinnen und Insekten, Fliegen und Käfer, Larven und Schmetterlinge, Maulwürfe und Marder
…........h) Katzen und viele Mäuse,
ab und zu Ratten, Salamander, Eichhörnchen und
Kröten
…........I)kennt mein Grundstück die Mutter noch vom
letzten Jahr und weiß, ich tu ihr nix
…........J) schreit keiner hier entsetzt auf und herum nur weil die Mutter zum gucken kommt und letztendlich ihre Kinder mitbringt. Niedlich und hübsch sehen sie wie kleine Clowns aus sind dennoch wilde Tiere die sich an den Menschen gewöhnt haben weil ihnen nichts anderes übrig blieb. Das Nahrungsangebot ist eng.
So freundliche Häuser wie meines findet sie kaum mehr hier im Park, wie auch keine Bäume hinter denen sie sich verstecken kann. Die kleinen engen Straßen zu den Häusern sind fast alle abgeholzt und die Gärten auf schön getrimmt von Zäunen umgeben was sie aber nicht vom Besuch abhalten kann.
doch sie weiß und sieht wo noch Bäume sind die in die Höhe wachsen, dort geht sie als erstes hin wenn sie die fremden Gärten nachts durchstreift und an Türen schnuppert, sich auf Tonnen hockt um sie zu öffnen. Sie ist ein kluges Tier- weiß, hier bekommen die Vögel ihr Futter und Wasser ist immer in den Trögen und Wassereimern an denen sie sich nachts mal bedienen kann auch wenn die Biotonnen verschlossen und zugebunden sind, weil dort außer verdorbenes Essen die toten Mäuse der Katzen mit Maden bedeckt fast wieder herausklettern würden , wenn sie noch lebten – was sie aber nicht tun, denn Beute lebt nicht lang wenn man Katzen hat..
So hat sie bei ihrem letzten Wurf zu viele Jungen bekommen. Sechs zähle ich wenn das Licht im Vorbau länger angeht und sie im Geländer neugierig herum klettern. Die kann sie wahrscheinlich nicht alle genügend säugen. So hat sie ihre Rabauken die sicher anstrengend für sie sind, zu mir kommen lassen und erlebt die Dürrezeit des Sommers hier, denn vieles an Beeren und Früchten sind unterentwickelt oder verdorrt, weil überall das Wasser fehlte.
Die jungen Waschbärkinder die auch kommen, - ohne etwas zum fressen vorzufinden sind Bestandteil des Parks damit muss man sich abfinden.
Leider hatte ich die Lebendfalle von Pit für das Einfangen der Mutter meinem Vorbesitzer letztes Jahr schon übergeben, sonst wäre die Mutter der vielen Jungen längst schon kastriert.
Da ich nun aber durch die Rettung der kleinen Igel vom letzten Wochenende weiß, es gibt eine Tierrettungsstation ganz in der Nähe, die Wildtiere aufnehmen, aufpäppeln und dann kastriert wieder in die Freiheit entlassen, ist sie dort schon „angemeldet“ zur Kastration um die Überpopulation der Waschbären etwas einzudämmen. doch sie sind nicht die einzigen die ich als Besucher des abends sehe, - da läuft ein junger Fuchs vorbei und steckt seine neugierige Nase an mein Fenster, dort steht ein Reh und äugt, dann ein Dachs oder Marder der an der Camera wie eine Katze vorbei läuft - und dann wackeln die die kleinen Igel die nun frisch geboren sind - durch das Bild wenn es zum Boden gerichtet ist.. Manchmal ist es wie eine Fernsehschau...und ebenso unterhaltsam.
als k e ll e r f u n d im Regen- eines drin, das andere Außen
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| viel zu klein und schwach um zu überleben wenn die Mutter fehlt |
Igel hatte ich schon einige Jahre
nicht mehr im Garten. Jetzt tauchte plötzlich ein ganz junges Tier
auf und zeigte sich piepsend im Abend vorher im Vorbau, robbte sich bis an meine
Schuhe und kletterte darüber, - suchte im Heukastel der eigentlich
für Celinchen oder Carlos angedacht war, die Mutter, Wasser oder
Nahrung - keine Ahnung-ich fand ihn recht untergewichtig und extrem
klein, stellte ihm eine Schale Wasser hin aber die fand er nicht und
als dann endlich der große ersehnte Regen kam – verschwand er wieder durch die Lücken
im Vorbau, sodass ich ihn nicht mehr sah. 
Es goss in Strömen die halbe Nacht hindurch und ein wenig machte ich mir Sorgen um ihn.
Am nächsten Tag hatte ich so ein blödes Gefühl als sollte ich extra noch einmal nachschauen, es ließ mir keine Ruhe. Ich öffnete die Tür des Erdkellers in dem der Strom abzulesen ist, sich die Wasseruhr befindet und schön dick umkleidet ist; - und fand eine angeknabberte Eingangstür die mit Styropur innen abgedichtet war - und ein heilloses Durcheinander- die dicke Putzwolle zum abdichten der Leitungen war völlig zerrissen - darin vor.
Darin fiepte es hoch und schrill, der kleine Igel kam auf mich zu. Mit Hilfe des Nachbarn schlüpfte ich auf Knien hinein und befreite ihn aus dem Gefängnis der Nacht und steckte ihn ins Heu einer dazu passenden kleinen hohen Kiste die ich mit einem Netz abdeckte , während der Nachbar die Umgebung nach dem Nest absuchte. Sekunden später hatte er das nächste Igelkind entdeckt, dass sich nicht einrollen konnte weil es wahrscheinlich noch nicht wusste wie das geht. Ich steckte es zu dem ersten und fütterte beide mit Nassfutter der Katzen mit einem Plastiklöffel was sie beide begierig annahmen. Im Bewusstsein die bekomme ich alleine nicht durch, rief ich obwohl Samstagabend den Tierarzt an um zu erfahren was ich am besten mit ihnen mache.
Aussetzen - meinte er , wenn sie satt sind.(die Mutter muss ja irgendwo sein.)
Aussetzen kam für mich nicht infrage
bei diesem Untergewicht und vor allem weil ich nicht wusste was die
Waschbärkinder mit ihnen anstellen würden wenn sie sie fänden. Als
sie satt und beschützt in ihrem Kästchen ruhten um sich unter dem
Heu schlafen zu legen, suchte ich abends noch im Internet jemanden
als Futter- und Versorgungsstation und fand sofort eine
Wildtierrettungsstation in meiner Nähe und rief sofort am nächsten
Morgen dort an.
sofort vorbei kommen und mitbringen hieß es nach meinem Bericht wie ich sie gefunden hatte..

Was ich dort vorfand hat mich sehr begeistert, kompetente gut ausgebildete Tierpfleger die sich mit allen Arten von Wildtieren auskennen, sie aufnehmen und aufpäppeln bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden können.
Meine beiden jungen Igelkinder waren ein Junge von 175 gr und ein Mädchen mit 178gr...als ich sie abgab zum ersten wiegen

Entlassungsfähig sind sie mit Katzenaufzugsmilch gefüttert erst dann, wenn sie ca 600 gr aufweisen. Dann erst dürfen sie wieder in die Freiheit und damit zurück in die Gärten die dafür geeignet sind. Ohne entsprechendes Futter, Entlausung und sorgfältiger 24 Stundenpflege hätten sie bei diesem Gewicht keine zwei Nächte bei mir überlebt.
in weißer Vorrausicht hatte ich schon mal gefütterte Täschchen zum schlafen gestrickt, vielleicht nehmen sie die ja an, drinnen ist es schön kuschelig -warm für die ersten Tage, - war meine erste Idee..
ansonsten muss noch mal ein Brutkasten her...
Was ich dort gesehen und erlebt habe
ist nicht ohne Spuren und Eindrücke bei mir zurückgeblieben.
Die Station nimmt
nach entsprechender Voranmeldung und Kapazität alles auf was wild - verletzt oder zu klein ist, um in der Wildnis allein zu überleben.
Im Jahr sind das weit über 1000 Tiere egal ob Waschbär,
Eichhörnchen die aus dem Nest gefallen sind, oder verletzte Vögel,
Enten die in Brutkästen wieder gesund gepäppelt werden sowie Tag
und Nacht zu versorgen ist eine unglaubliche Leistung die dort
erbracht wird. Beim füttern eines Winzlings von Eichhörnchen - kaum
so groß wie eine Handinnenfläche - das ein Schädel-Hirntrauma und
ein verletztes Auge nach dem Sturz aus dem Nest auswies, - aber
durstig und geschickt aus der Flasche trank bis sein Bäuchlein sanft
massiert wurde damit es abkoten konnte, war ich mit dabei und konnte
mich kaum trennen. Die Käfige selbst sind alle individuell mit
Schlafhängematten , Bäumen zum klettern und Häuschen ausgestattet
und offensichtlich fühlen sich die Tiere darin wohl.
Man sieht
deutlich hier wird alles für die Tiere getan was nur irgend möglich
ist und auf meine Frage: „ wie viel davon bekommen Sie durch“? -
erfuhr ich, fast alle - auch anscheinend hoffnungslose Fälle.
Liebe Sorge , viel Wärme und Zuwendung, Fürsorge mit viel
Professionalität ist deutlich spür - und sichtbar. Hier wird sich
Zeit genommen um die Tiere zu versorgen. Hunde die sichtlich nicht
mehr vermittelbar sind konnte ich dort gemütlich im Schatten liegen
sehen, die mich alle freundlich begrüßten.
Die Station besteht dort jetzt mitten auf dem Land seit 3 Jahren, gewirkt wird aber schon seit über 20 Jahren unter gleicher Leitung, doch ohne viele zusätzliche ehrenamtliche freiwillige Helfer ist das nicht möglich.
Die Waschbärchen dort, die ungefähr so alt wie meine jungen Hüpfer sind haben einen großen Zwinger im Außenbereich , dort einen hohen Baum zum klettern und ein Häuschen zum schlafen und werden dann wenn alles mit ihnen wieder stimmt kastriert wieder ausgesetzt und nicht abgeschossen wie es mittlerweile leider üblich ist wenn die Jäger auf die Pirsch gehen um die weitere Population der Waschbären im Vogelsberg einzudämmen.
Ich bin froh, nun eine entsprechende Adresse zu haben sollte ich wieder ein wildes zu junges oder verletztes Tier wie Fuchs, Igel, Hase oder Reh auf den Feldern finden...und auch die jungen Waschbären gehören dazu.
@ angelface


es ist ein richtiges Tierkrankenhaus mit Brutkästen und einem kleinen individuellen Zuhause bis das Tier wieder ganz gesund ist.Dann kann es entweder wieder in die Freiheit und wenn dies nicht geht, gut vermittelt werden.













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Vielen Dank für Euer bisheriges, sehr reges Lesen bei mir, für eure Besuche und das Interesse an meinen Beiträgen.
Lieben Gruß, bleibt gesund und Adieu, > bis zum nächsten lesen.. @ Angelface