Sonnengoldgesträhnt auf dem Kopf blicke ich in die Abendsonne, die einem nix mehr tut außer ein Wohlbehagen auszulösen. Vor den Eisheiligen die am 11. Mai beginnen hat uns die Sonne heute einen wunderschönen Sonntag geschenkt. Trotz der Tabletten die ich intus habe verlegte ich heute meinen Krankentag in den Garten, denn ich dachte: wenn ich schon nix im Garten machen kann weil es noch nach den Schmerzattacken im Knie zu anstrengend für mich ist, lege ich mich lieber, bewaffnet mit Sonnenbrille, Buch und Tee in den Liegestuhl um zu relaxen.
Ein wenig dösen im Halbschatten, immer wieder unterbrochen durch meine Neugierde wie es im Buch weiter geht, dann ein wenig träumen, in den Himmel schauen, Wolken begucken.
Mich freuen am jungen Birkenbaum, mitten im Garten der hochgewachsen jung und stark so wunderschöne zarte Blätter trägt und von Zeit zu Zeit dem alten Apfelbaum zuzwinkert auf dem die Vögel herumtanzen um an den Dolden der weiß rosa Blüten zu naschen.
Ein Anblick der mein Herz einfach nur
erfreut nach den langen winterlichen Zeiten.
Überhaupt singt und blüht es jetzt
überall um sich zu behaupten und stolz auf sich zu sein.
Ja die Natur ist, als würde sie mich anlachen und mir sagen , dass sie es durch den Winter geschafft hat, um neu bunt zu erstrahlen. Das spürt, sieht und riecht man jetzt nur allzu deutlich. Da und dort kommt neues aus der Erde gekrochen, vorwiegend blüht der Löwenzahn. Das Gewächshaus wartet innen auf die Bepflanzung, doch das kann noch warten, die Nächte sind mir noch zu kühl.
Man fühlt sich frei hier draußen im
Grün, eine schöne Ablenkung zu den langen Tagen in der Bude.
Eine riesige Hummel, hübsch gelb-schwarz gestreift hat sich - als
ich mir neu etwas zu trinken holte, am Fensterglas innen verirrt und
brummte erbost vor sich hin weil sie so nicht mehr den Ausgang fand.
Ich rette sie indem ich ihr ein Glas überstülpte und dann ins Freie
entließ...
dummes Ding, warum kommt sie auch herein.
Meiner Nachbarin hatte ich eine kurze Nachricht auf das Smartphone mit der Frage geschickt, ob sie vielleicht noch ein g' scheites Schmerzmittel für mein Knie in ihrer Apotheke übrig hat, falls meine Tabletten zu Ende gehen sollten. Die brachte sie mir, nun bin ich eingedeckt übers Wochenende.
Während ich liege, mich nicht bewege, kann ich mir einbilden das Knie kommt gleich wieder in Ordnung, weiß aber, das bleibt ein Wunsch der an diesem wunderschönen friedlichen Tag nur in meinen Gedanken auftauchte.
Aber vergessen und lieber genießen kann man unliebsames für eine Weile im Freien wenn Ruhe und Wärme im Schein der Sonne überwiegt.
Nach all den Anstrengungen, nur ein Sonntag in den letzten Tagen
des April, während Celinchen als
mittlerweile passionierte geübte Krankenschwester neben mir sitzt und mich ständig aufmerksam mustert. Sie macht ihren Job ausgesprochen gut, schließlich bin ich eine vernünftige friedvolle Patientin, die nur das macht was ihr gut tut...darauf passt sie auf.
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@ angelface


