Das Gästezimmer im Ferienhaus erzählt ganz andere Geschichten.
Körperliches Bewusstsein – im Sommer.
"Untendrunter möchten wir es doch genauso * schön wie das Darüber* tragen, allerdings auch bequem genug um sich wohl zu fühlen.
Betritt man es, ist es wie in einer anderen Welt.
Da schlummern in durchsichtigen kleinen Kartons - Viskose, Seide, alte Baumwollspitze an Hemdchen und Höschen , durchsichtiges Feines, seidenweich sanft in zartem Weiß, lila, rosa ,Brombeerfarben vor sich hin. Leichte Sommerfarben, zartes für den Urlaub nichts knitteriges, leicht zu verpacken hat es wenig Gewicht und braucht kaum Platz.
„ Wann hab ich es zum letzten Mal getragen“, denke ich mir und lächle. Irgendwann vielleicht vor 10 Jahren oder noch früher im Sommer an der See. Manches bekam ich von der Schwägerin wie den zarten Body zum rotschwarzen Seidenmorgenmantel, beides was jetzt die Nachbarin liebt und gerne anzieht. Ich selbst trug ihn nie, er stand mir einfach nicht, generell mag ich auch lieber sportliche Sachen..
Celinchen leistet mir Gesellschaft als ich es aus dem Karton befreie.
Sommerliches, kurzes als Top und Hemdchen das man nur unter Röcken und Sommerkleidern trägt.
Spitzenbodies in weicher Baumwolle weiß, blau und sportlichen Braun
Passt davon überhaupt nur noch eines ?
Stück für Stück lege ich es auf dem
Gästebett aus, hänge es auf Bügel um es mir neu zu betrachten,
probiere es an und verwerfe es in Gedanken: passt schon längst nicht mehr,
muss weg – wohin?
Warum denke ich gerade jetzt daran. Vielleicht weil es schön ist an was " Schönes zu denken?
Wo doch alles jetzt vorbei ist? War dies alles nur ein böser Traum?
G e d a n k e n s p l i t t e r
Unverhofft kommt oft und ist man darauf vorbereitet ? - nein -
Unten im Wohnzimmer bammelt jetzt dagegen zum Trocknen über Oskar sportliches, bequemes als brave Winterunterwäsche frisch gewaschen in langweiligem weiß, braun und schwarz vor sich hin.
Ich hatte es wieder ausgepackt als ich aus dem Krankenhaus kam um es gleich zu clienen.
- Den braven Schlafanzug - den ich an hatte; - zumindest hatte er Rosaröschen am Bein und Kragen, 2 Höschen, 1 Top, eine Jogginghose mit Oberteil, Waschzeugs im selbst*genähten Beutel von Astrid, ein Handtuch und Zahnputzzeug, das Handy und meine Handtasche hatte ich schnell und völlig desorientiert nachts um Drei in einen Korb geschmissen während die Rettungssanitäter auf mich warteten.
- Was war passiert? -
Vorangegangen war ein anstrengender langer Tag mit der Nachbarin die ich zum Einkauf abgeholt hatte. Um 11°° morgens fuhren wir weg um erst wieder abends um 18°° zuhause zu sein. Dort packte ich den 3- wöchentlichen Einkauf aus und legte mich ziemlich erschöpft schon gegen 22°°ins Bett. Kaffeetrinken in einer duftenden Brotbackstube, der ungeplante Treff mit einer alten Bekannten, ein langer Schwatz, der Besuch im Secondhandladen und der anschließende Einkauf im Discounter für die nächsten 2 Wochen für zwei unterschiedliche Haushalte, das Auspacken und Trennen der Einkäufe hatten uns beide doch ziemlich geschafft.
Morgens um Drei erwachte ich aus tiefstem Schlaf durch eine plötzliche Schmerzattacke im oberen Bereich des linken Oberschenkels die mich laut aufstöhnen ließ. Ein Krampf nein, so fühlte sich das nicht an. Eher war es ein wellenartiger spitzer heißer, wie abschnürender tiefer Messerstich der wie eine Wehe kam - 6-7 Sekunden blieb und dann wieder abklang. Das passierte innerhalb weniger Minuten gleich 3 mal nacheinander. Auf einer Schmerzskala von 1 – 10 war es mindestens eine 9 die ich später den Sanitätern beschrieb. Mir blieb die Luft weg, ich konnte kaum mehr durchatmen. Was war das, ich konnte es nicht einordnen, war völlig durcheinander.
Ich hätte mich selbst ohrfeigen können, dass das Handy nicht mit mir im Schlafzimmer war und auch das Festnetztelefon nicht erreichbar bei mir lag sondern auf der Treppe im Gang zum aufladen an der Strippe hing.
Mühsam langsam schleppte ich mich auf den Gang, das linke Bein war ganz schwach, zitterte und war schlecht belastbar. Ich bekam Angst und leichte Panik, hatte mittlerweile einen völlig trockenen Mund, die Zunge klebte mir am Gaumen, die Stimme war wie weg, wählte die Nummer des nächsten Nachbarn von dem ich wusste, dass er wahrscheinlich zuhause war und rief um Hilfe.
Der kam auch gleich im Schlafanzug rüber, schnappte sich den Zweitschlüssel fürs Haus und rief die Rettung als er mich sah.
Binnen weniger als 10 Minuten kamen die zwei Sanitäter schwer bepackt mit ihren Koffern, legten mir sofort ein EKG, untersuchten mich, fanden den Zustand doch irgendwie bedenklich und ab ging es ins Krankenhaus. Mir ging es so mies, dass es mir nicht mal peinlich war keine Unterhose an-zu haben. Doch das Bein war weder blau noch geschwollen - nur heiß und schwach. Dort in der menschenleeren Notaufnahme war ein sehr netter junger Arzt, der nach der Anamnese die gleiche Prozedur mit mir veranstaltete und mich sofort ins Röntgen brachte. Die junge Rö- Assistentin schüttelte nur den Kopf und brummelte „was haben sie denn, - was nur ein Krampf mitten in der Nacht ? “und röntgte die Hüfte und die Lendenwirbel in 2 Ebenen.
dann erklärte mir der Arzt die Bilder was er darauf sah und schrieb den Bericht für den Wirbelsäulenspezialisten.

kein Laut war zu hören in dieser menschenleeren Stille
vereinzelt weit weg, kleine Schritte
etwas beängstigend in der Nacht.
Ist hier überhaupt
e i n e r wach?
nächtliche Stille.... 
doch die Anmeldung ist die ganze Nacht besetzt...
ab wann kommt hier das Personal?
eine Putzfrau klappert mit ihrem Eimer in der Ferne
nach wie vor bin ich hier
mutterseelenallein....
um diese nachtschlafende Zeit natürlich noch
die große Halle - menschenleer -
nur die großen Hinweisschilder an den Wänden starren mich an
schöne alte Bilder an den Wänden mit dem Hinweis seit
wann diese Klinik schon bestand..
- ich warte müde und erschöpft aber irgendwie erleichtert
auf den Nachbarn der mich abholen will.Mit genügend Schmerzmitteln und dem Arztbericht versehen,- der Arzt tippte auf die Wirbelsäule - ermahnte mich in Zukunft - mit dem Blick auf mein Geburtsdatum - gut auf mich aufzupassen und als er hörte, ich hab ja einen Termin im Wirbelsäulenzentrum zur Abklärung der Enge im 5. Halswirbelkörper und dort eine Zyste die noch nicht abgeklärt war, durfte ich wieder nach Hause. Eine halbe Stunde später kam der Nachbar und fuhr mit mir nach Hause.
jetzt lache ich darüber wie die Katze die sich freut, dass ich wieder zuhause bin...

wo warst du????? g e d a n k e n s p l i t t e r
so schnell kann es gehen ...eines weiß ich jetzt. Ich brauche neue Schlafanzüge, hübsche mit Blümchen, farbig bunt oder in Streifen!!! - oder an Nachhemden eine kleine Baumwollspitze...
In Zukunft wird ein Notfallköfferchen gepackt sein, - das Telefon näher am Bett bereit stehen und der Gedanke alt-oder krank werden ist nichts für Feiglinge – im Gedächtnis wenn man ernsthafte Vorerkrankungen hat. Mir hat es einen ziemlichen Schrecken eingejagt und ich überlege wie ich noch besser vorsorgen kann.
Kam mir ein zündender Gedanke ins Hirn, ich dachte an den alten Herrn der ja zur Kurzzeitpflege nach seinem akuten Schwächeanfall erst in zwei Kliniken und dann in einem Seniorenheim war und bestimmt nicht in ein Altenheim will, so gut kenne ich ihn ja.
Ich rief ihn an und sprach länger mit ihm.
Den Gedanken den ich – für ihn hatte und den ich als Idealfall sehe, - gab ich zum überlegen an ihn weiter.
Er hat in seinem Haus ganz andere Voraussetzungen als die in einem kleinen - ein-Mann – Haus möglich sind.
Was hältst du davon, fragte ich ihn, wenn du dir bei deiner doch sehr guten Rente für in dein großes schönes „ Gästezimmer „ eine private Pflegerin zur Rundumpflege anstellst, die z.B. für dich einkauft, kocht, deine Wäsche wäscht, das Geschirr spült und putzt, und dir beim anziehen hilft. Sie hätte doch dort ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette, einen eigenen Eingang, ihrem Fernseher mit Tisch und bequemen Sessel und könnte doch dort wohnen statt Miete zu zahlen bekommt sie ein Gehalt das nicht mehr als ein Bett im Altenheim kostet. Du hättest Gesellschaft zur Hilfe, doch immer nur dann wenn du es möchtest und ansonsten hättest du deine Ruhe, deine bequeme bekannte Umgebung und behältst dein eigenes Heim das nicht verkauft werden müsste...
Er fand das eine super Idee .
Ich bin gespannt ob er den Gedanken zulässt, umsetzbar wäre er auf jeden Fall.*Überlegt habe ich mir das natürlich auch gründlich, denn...⚾⸻ was ist tatsächlich , - wenn NICHTS mehr geht?!...
.Solange man jetzt noch fit und gesund ist, alles alleine wuppt, der Kopf mitdenkt und planen kann denkt man nicht daran. Erst wenn die ersten Einschränkungen kommen - es mehr werden - es ernste Probleme gibt, denen man vielleicht nicht mehr ausweichen kann, kommt der Gedanke daran nah und näher. Der Gedanke ist da - was nun?
So etwas ähnliches kommt unter Umständen ja auch auf uns, mich und andere in ähnlichem Alter und Gesundheitszustand/Allgemeinzustand zu. Man hofft aber natürlich, es dauert noch lange und man bleibt im Kopf lange genug klar um selbst für sich als * Alleinstehende ohne Anhang * eine adäquate Lösung parat zu haben.in meiner winzigen - offenen - Ein-Frau - Haus - Bude* ginge das natürlich nicht! Zusammenziehen mit jemandem anderen würde ich auch ablehnen - ich denke; - da gäbe es noch einiges zu überlegen - was n o c h anderes dafür - in Frage käme.
Andererseits denke ich da eher an meine Mutter die es seit sie 50 war, schwer💕am Herzen hatte - und ebenso an die Großmutter väterlicherseits, beide sind steinalt z.B. 98 geworden.
Man steckt halt nicht drin wenn - und wann - er uns da oben ein Plätzchen einrichtet..
@ angelface













































