Angeboren?
Wer als Frau kennt nicht den Begriff „Aufräumaktion“!
Wir Mädels, fast alle sind davon betroffen. Egal wie alt wir
sind, früher oder später verfallen wir in den Wahn, alles muss schön ordentlich
sein“,
Ordnung entsteht erst wenn es sauber ist, und sauber wird’s wenn
man putzt.
Ist uns das angeboren, in die Wiege wie ein eben abgeworfenes Hühnerei als Überraschungspaket
gelegt oder doch nur anerzogen worden? Ich denke, so ganz richtig weiß das keiner!!!
Mädels sind ordentlich oder haben es zu sein und wir
Mädels entsprechen brav diesem Bild.
Männer haben damit überhaupt kein Problem, die kennen dieses FREMD-Wort
erst gar nicht.
Ordnung, Sauberkeit, Übersichtlichkeit ist eher für manche
ein unheimlicher Begriff zum Fürchten, eher schon dann: es steht alles an seinem angestammten Platz
damit ich es ( als Mann ) wiederfinde und alles ist okay..
Für sie muss der Werkzeugschrank alles was man zum arbeiten
braucht, enthalten, sie räumen darin auch auf, denn sonst finden sie es ja nicht wieder,
aber wehe, ein Weib kommt in dessen Nähe, dann ist der Teufel los und sie
verteidigen jedes Schräubchen das an einem ganz bestimmten Plätzchen liegen muss.
Sie arbeiten gerne außen, innen scheint es jedes Mal wenn
sie es betreten eine fremde ihnen unbekannte Welt zu sein, manchmal finden sie nicht mal ein Glas im Schrank,
stehen mit verwundertem Blick davor, wie das wohl dahin kommt, so als hätten
sie es noch nie gesehen obwohl sie schon
Jahre darin wohnen.
Für Frauen hingegen
bricht manchmal ihre kleine Welt in sich zusammen wenn nicht alles
irgendwann und irgendwie aufgeräumt ist.
Da steht der Eierbecher neben dem Frühstücksgeschirr, die
Töpfe und Pfannen fein säuberlich ineinander geschichtet, die Becher und Teller
übersichtlich angeordnet, man braucht nur blind in den Schrank zu langen, es findet sich ebenso blind wieder so, wie
man es irgendwann einmal hineingestellt hat. Im Gästezimmerschrank liegen die
Gästehandtücher da wo sie liegen sollen, daneben die Badehandtücher, die Waschlappen
auf einem Stapel, die Bettwäsche geordnet im Schrank.
Ein Phänomen?, nein, Wirklichkeit. - Bücher gehören in den Bücherschrank
- Kleider in den Kleiderschrank,
die Putzmittel unter die Spüle, das Klopapier ins Bad neben die Toilette. Bei Männern kann es schon mal vorkommen, dass man die Brille im obersten Ablagefach des
Schreibtisches wiederfindet und sie wundern sich, wie die da wohl hingekommen
ist.
Wie können solche Unterschiede sein?
Wie können solche Unterschiede sein?
Ich muss doch mal den
Kater fragen, denn der ist schließlich ein Mann, der kann mir das sicherlich
erklären!
Ich stelle sogar die
Gartenmöbel fein säuberlich abends zusammen, und sortiere mein über tags
geschriebenes in einen Aktenordner hinein. Doch die Kissen kriegen nie einen
Paradeknick wenn ich ins Bett gehe, - Hhmm…HIMMEL, ob ich wohl krank wie alle Frauen bin?
© Angelface