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Montag, 24. Februar 2014

der Wagner Clan - Filmkritik -

Oh,... ich mag Familiengeschichten, aber genügt schon ein Staraufgebot?
Der ZDF-Film "Der Wagner-Clan" wartet mit einem großen Star-Aufgebot auf  - ( Zitat:  t-online)
 (v. li. n. re.): Werner Haindl als Komponist Karl Klindworth, Heino Ferch als Schriftsteller Houston Chamberlain, Eva Löbau als Wagner-Tochter Eva, Iris Berben als zweite Wagner-Gattin Cosima, Lars Eidinger als homosexueller Wagner-Sohn Siegfried, Petra Schmidt-Schaller als erste gemeinsame Tochter Isolde von Wagner und Cosima Cosima und Richard Wagner sowie Felix Klare als Dirigent und Schwiegersohn Wagners, Franz Beidler.


Der Wagner Clan….groß angekündigt, ( in meinen Augen jedoch:) etwas schwach.
Biografien sollten Bücher bleiben damit die Phantasie angeheizt wird, hier hatte die Phantasie wenig Spielraum.Üppig bebildert war es genug. Hätte man es besser machen können? Fraglich -

In langen Wälzern mit 500 Seiten kommen Familiengeschichten und Chroniken in Büchern gut zur Geltung, man kann sie richtig ausbauen, im Film kann man sie ... naja, wie sagt man, eher in der Länge abspulen und in monumentalen Bildern unter entsprechender Filmmusik nur streifen. 2 Std. sind vielleicht doch nicht genug.
Ich überlege nicht  lange was ich vom Film halten soll.
Wohl eher ein Walkürenritt. ♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥**♥♫♫♥
Eine  Paraderolle für Iris Berben, auf sie zugeschnitten und produziert vom Sohn, wie in fast allen Filmen von ihm in denen sie mitspielt, was sonst,...
die Schmidt-Schaller hat mich wenig überrascht, ich fand sie sehr gut.
Auch Sohnemann Lars Eidinger als homosexueller verweichlichter Schwuler Wagner Sohn Siegfried und Heino Ferch sag ich nur, naja Letzterer unter seinem schlecht sitzenden Toupe - nicht herausragend gut. Ich schätze ihn sehr als guten Schauspieler, das bitte ich nicht mißzuverstehen. Man kann nur das zeigen was einem in einem Portrait  das man darzustellen hat - vorgegeben wird.
Es war wohl eher eine "Seifenoper" unter monumentaler Wagner - Musik.
Gute Maskenbildner sorgten für die entsprechenden Zutaten in den Zeitmasken um glaubwürdig darzustellen wie der Alterungsprozess an der Grande Dame des Hauses  vonstatten geht, ansonsten fand ich sie persönlich etwas "bemüht und blass“.
Es ist wohl etwas schwierig eine so vielschichtige Persönlichkeit wie Cosima Wagner in ihren Facetten als Mutter und Clanchefin, Festspielführerin und harte Intrigantin auch als Schauspielerin in einer Person zu vereinen.
2 Std. wohlproportionierte Zeitgeschichte, wohl eher nein  - eine Familiengeschichte zeitdokumentarisch aufbereitet sollte es anzusehen sein.-.