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Montag, 4. September 2017

wenn einer eine Reise macht, kann man viel erzählen.



Alleine on Tour…Geschichten aus dem Grün.

Wenn einer allein eine Reise macht, kann man immer viel erzählen.  Man sieht um sich herum fremde Städte, schöne Landschaften * hat wunderbare neue Eindrücke.
Was mich angeht, pfeif ich drauf – kann ich heute (wieder) unbeschwerten Herzens sagen, denn* wenn Angel eine Reise macht* endet es fast in einer halben Katastrophe!
     
        Mein neues *altes Autochen* ist von mir * alles andere als *schon gut eingefahren, andere Marke, anderer Typ. Neues unbekanntes erschreckt mich anfangs immer wieder, deshalb gehe ich auch nicht gleich daran sondern zögere lange, - das Endergebnis  kann natürlich dann
*a) an der mangelnden Fahrpraxis liegen* und
*b) dass man nicht in die Betriebsanleitung/oder in das Checkheft schaut um sich
v o r h e r über die Besonderheiten eines neuen Gefährten zu informieren = schlecht.
Bisher regnete es noch nicht – als ich meine kleinen Einkäufe abfuhr..
Bisher fuhr ich noch nie mit LICHT…oder in der Nacht.
Bisher kannte ich vieles an dem Auto noch nicht -
c) war das Wetter so schön, dass ich mit meinem Alabasterkörper lieber zuhause sanft im Liegestuhl schlummerte  und noch lieber im Schwimmbad blieb..
d) hatte ich weder Lust - noch Anlass zu längeren Fahrten…
Jetzt aber stand eine Kaffeefahrt zu einer guten alten Freundin an.
Ganz  s o weit war es nicht, die Umleitung bis zum halben Weg,  kannte ich..der Rest macht das NAVI * dachte ich.
Aber ganz egal wie weit man fährt, wenn man eine Strecke nicht kennt und zudem ungeübt ist, ist jede Fahrt nicht gerade angenehm und in dieser Hinsicht bin ich ein ausgesprochener Schisser wenn ich alleine irgendwohin fahre.
...*Kurz vor Beginn der kleinen Reise in den Nachmittag schaute ich vorsichtshalber zum  Navi hin, das war – natürlich – im Schrank  und lag wohlbehalten in seinem Kästchen, schlummerte ungebraucht  schon Monate vor sich hin.
Ich bat den Nachbar weil ich es eilig hatte, das Navigationsgerät  im Auto zu platzieren, was er auch netterweise machte und vorher bei sich kurz auflud.
Bevor ich losfuhr, machte er mich allerdings vorsichtshalber darauf aufmerksam, dass der Zigarettenanzünder  den Stecker  zum aufladen des Navis  - Mistkacke - nicht annahm sondern dass dieser ständig herausfiel.(Passte irgendwie nicht, keine Ahnung ob es unterschiedliche Ansatzstecker  für den Zigarettenanzünder gibt) - also Pech gehabt!
Als ich einen Tag vorher zum Einkaufen fuhr, regnete es leise  und tröpfchenweise und ich stellte voller Entsetzen fest, dass sich der Scheibenwischer vorne wie ein alter knoderiger Tattergreis verhielt, er bewegte sich quälend langsam und scharrte über die Scheibe mit ärgerlichem Knurren. Im Tempo Langstreckenlauf * lieber gestern als heute* und in Zeitlupe von nur zwei Intervallen.!!!
auch alles anders als beim alten (Autochen dem braven Hugo).
Der Ansatz vom Wischer = das Gelenk war wohl völlig verrostet, kein Wunder, es hatte sich im Sommer und beim Vorbesitzer wahrscheinlich kaum bewegen müssen. Wir versuchten es mit  Rostentferner, Sprühölzugabe *guten Worten, ob er`s wohl nicht gehört hatte?
Der hintere  bewegte sich zwar rhythmisch in normalem Tempo bekam aber keine Wasserzugabe, wahrscheinlich, so vermuteten wir, war der Schlauch auf halbem Wege - * abgegangen. Zum Verkleidung öffnen und nachsehen war keine Zeit, also beschloss ich – in der Hoffnung * es regnet nicht*  ohne zu fahren.
Die nette Dame im Navi verkündete mir mit sanfter Stimme wo ich wie zu fahren hätte um sicher zu meinem Ziel zu gelangen, ich vertraute ihr, meinem Zigarettenanzünder bald aber nicht mehr, denn der Stecker fiel tatsächlich ständig heraus, doch das Navi hielt bis ich in der fremden Stadt angekommen war, dann fiel es aus und wurde still und  dunkel -
*…der Nachmittag – schön und unterhaltsam näherte sich dem Ende, der  Blick zum Himmel verkündete mir, vielleicht Regen auf der Rückfahrt,  doch erst einmal musste ich raus aus der Stadt die für mich so  wenig Gesicht hat.
Selbstverständlich verfuhr ich mich und zwar gründlich, zum Ende – nachdem ich so einige mir völlig fremde und  unbekannte Straßen umrundet, 3 x gewendet und mein Auto  und  mir fremde Orte verflucht habe, mir mit Handyanruf bei der Freundin den richtigen Weg nach außen nochmals erklären ließ und mich dennoch wieder verfuhr, irgendwann schaffte  ich es irgendwie zum Außenstraßenschild  des Städchens Schlitz zu gelangen.
Ich atmete schon auf, den Rest des Weges traute ich mir durchaus zu vor dem großen Regen  der wie Donnergrollen über meinem Haupt hing – zu schaffen.
Gerechnet hatte ich nicht damit in der Abenddämmerung durch Waldstraßen zu fahren – Wald – Wildwechsel – Dämmerungsleuchten?!!! - welch eine Kombi - oh Graus. Ich fuhr langsam im ungefähren 80 Kilometertempo. Kurvig war es eh auf diesen kleinen Straßen.....Ich brummte wie mein Auto vor mich hin. ( Gott - wie anstrengend ) - braucht irgendwie keiner!
Meine Armatur im Wagen blieb dunkel, ich Idiot hatte irgendwie an mir unbekannten Knöpfen herumgefummelt als ich Licht machte und dabei – wie sich später herausstellte – den Schalter für die Innenbeleuchtung des Armaturenfeldes völlig verstellt.
Plötzlich -  zwei schreckblinkende  Augen am Straßenrand und ein kleines Reh fiel mir buchstäblich vor die Räder. Die Straße war an dieser Stelle nass und es war beim Versuch diese zu überqueren ausgerutscht und knallte direkt vor dem Wagen auf die Straße. Mit zitternden  und unsagbar dünnen Beinchen rappelte es sich nach dem einknicken wieder auf und floh zurück in den Wald und ich stand nach der Vollbremsung quer auf der Straße. Batsch - Bumm machte es und ich knallte mit dem Kopf vor und zurück, das tat weh und ich sah sekundenlang Sternchen. Blöderweise stand" ich  auch noch mitten vor einer Kurve, wenn jetzt einer kommt, biste futsch" war mein erster Gedanke, auch du, nicht nur das Reh."
Ein Glück, es kam gerade keiner vorbei der mich rammen konnte.
Den Rest der Fahrt überstand ich ebenso zitternd wie das Reh und war froh ohne Regen und ohne weitere Unannehmlichkeiten die mir begegnen könnten weiterzufahren und schwor mir:
              " °nie wieder ohne funktionierenden Scheibenwischer  und nahm mir vor, dringend mein Checkheft zu lesen um mein Auto das noch keinen Namen hat besser kennenzulernen, bevor ich mich wieder ans Steuer setze!
Ich muss wirklich wieder viel mehr fahren, so wie früher als ich täglich unterwegs war, auch das nahm ich mir vor.
In dieser Nacht hab ich nicht besonders gut geschlafen und denke, daran werd ich mich lange erinnern und vielleicht sogar davon träumen was passiert wäre wenn ich "es getroffen hätte"!
Das "Schleudertrauma" von gestern hat mir mein Physiotherpeut ein Glück schon etwas glatt ziehen können.

                 Gute Fahrt ihr Lieben..auf all Euren Wegen, .so schnell kann es gehen!                                                                                                                 © Angelface

 Info - Nachtrag:  Nun weiß ich nach heute dass das Getriebe des Scheibenwischermotors  ne Macke hat, alter Mann - altes Auto - ich sags ja!:-))...*↡
der hintere Wasserschlauch an - nein - abgerissen/+ zu kurz ist, also beides ausgebaut und ersetzt bzw. repariert werden muss. Gut, wenn man Freunde hat die das feststellen können und gleich mit Grundwissen anpacken.

    Bei R e g e n - bringt keinen Segen sage ich - `* hat der" noch namenlose erst Mal Pause.*
Geschichten über Hugo den alten, gibt es mehrere, beispielsweise diese:
Hugo,der alte