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Montag, 20. November 2017

gesund und fit möcht, will und muss man bleiben - bis ins hohe Alter!



Einfach oder beschwerlich – l e b e n - ist Ansichtssache.
  „ Kater nein“, sage ich, als er mir mit pitschnassen Füsschen aufs Kopfkissen springt, er war außen und das mitten in der Nacht. Es ist 3 ° früh und ich werde wach.
             Der Gedanke, dass ich eigentlich noch einmal aufstehen müsste um die blaue PAPIERtonne den Weg hochzuschleppen hat mich wahrscheinlich so unruhig gemacht, dass ich bisher alles andere als gut schlafen konnte.
   Doch sie ist schwer – und eine davon ist schon oben. Die andere hab ich nicht geschafft, denn der Kater und ich haben „RÜCKEN“.
 Er ist im Schneematsch  volle Kanne ausgerutscht und vom glatten (Eis - Dach gefallen, seitlich mit dem Bauch in der Heckenrose gelandet, konnte danach nicht mehr aufstehen sodass ich ihn herausziehen musste. So hab ich jetzt zusätzlich zum Schreck und Arm noch selber Rücken. Und Er humpelt und klagt,  der Schlingel.
               Ehe ich nicht hundertprozentig durch das MRT weiß ob ich seit Wochen schon einen Sehnenabriss an der rechten Schulter habe, möchte ich diese  nicht unnötig belasten und so fährt schon seit Wochen  -ja Monaten  - kann ich fast sagen ( ich bekam keinen Termin zur Untersuchung ) - mein Nachbar von rechts all unsere Mülltonnen nach oben an die Straße.
Es ist mir zwar nicht immer recht ihn so einzuspannen,  doch  der Alltag ist so schon schmerzhaft genug zu ertragen, denn vieles macht sich nicht von alleine im Sitzen und ich behelfe mich “mit links“ tragen und heben schon seit Wochen.
Kann man sagen, dass LEBEN einfach ist? Ich habe das nie, ganz im Gegenteil.
Oft ist es unwillig - statt freiwillig angenommen – auch recht beschwerlich. Leben kann schon sehr unterschiedlich sein, und meist wohnt es direkt um die Ecke. Ich kenne beispielsweise eine Dame hier im Ort, die wohnt schon seit Jahren in einem eigenen Haus ohne Stromzufuhr weil sie es sich nicht leisten kann. Sie ist noch keine 60 und ich frage mich oft: wie werden IHRE nächsten Jahre hier aussehen?
           Mit einem Kommentar in einem meiner letzten Beiträge gab mir Klärchen das Thema Umzug  in die Hand. Sollte ich einmal – irgendwann so etwas wie eine Biographie schreiben, wäre  das Thema bestimmt eines der  Hauptsächlichsten.
Umzüge die sich nicht freiwillig sondern durch veränderte Umstände ergeben sind alles andere als ein Spaß. Neues zu erleben zwar auch gut und schön aber sicherlich ebenso beschwerlich und oft genug  muss man Abstriche machen.
                   Umgezogen bin ich in meinem Leben bestimmt gefühlte Einhundert Male.
 In Wirklichkeit sind es etwa  28 gewesen, wenn ich es gedanklich durchzähle und ganz sicher habe ich noch den einen oder anderen vergessen! Alleine schon als Kind habe ich durch den Beruf des Vaters – er war Berufsoffizier – mindestens 10 Umzüge erfahren.
         Später durch Schulwechsel, Scheidung der Eltern, eigene Heirat – wieder eine Scheidung – eigene Berufsausbildung und Jobs sind die anderen noch hinzugekommen. Da kann man wirklich seufzen, ich denke, gewünscht hab ich mir das nie.
Ein ausgeprägter Wunsch nach Sicherheit und Ordnung  ist bestimmt dadurch entstanden. Weltenbummler und „weitgereist  sein“ entsteht also nicht nur durch Urlaubsreisen die ich bestimmt lieber gemacht hätte.
              Was mir in Erinnerung der vielen Umzüge geblieben ist, ist die Mülltrennung und Müllabfuhr und wenn ich so zurück denke, dann waren diese für eine Einzelperson – zu der ich irgendwann wurde  - irgendwie  immer besonders schwer zu bewerkstelligen.
Die Katzen machen alleine schon durch das Katzenstreu und die vielen Futterdosen -  normal, wenn man mehrere Tiere hat - besonders viel Müll den ich nicht vermeiden kann. Zumindest wüßte ich nicht wie.
 Abonnierte Zeitungen mit den vielen Werbeinhalten habe ich längst abgeschafft weil die, die blauen Tonnen dadurch überquellen  und besonders schwer werden lassen. Die zum WE kommt kostenlos als dickes Paket  kostenlos zum Wochenend und stopfen die Mülltonnen voll in die ich sie ungelesen werfe.
Das Einzige was“ leicht“ ist, ist der Plastikmüll von Joghurtbechern und deren Einwurf in die gelbe Tonne.
Diese ist dafür doppelt so groß und dadurch auch nicht wesentlich leichter sondern zusätzlich noch sperriger wenn man sie aus dem Verschlag ziehen muss.
Rumms macht es  - wenn du sie herausziehst und oft kippt sie auch um.
Das sind schließlich Arbeiten im Alltag die nicht besonders schonend für die Schultergelenke sind.  Es kostet  einfach Kraft. Je älter man wird, desto beschwerlicher wird es und ich wette, das ist sogar ein Grund um erneut  umzuziehen.
Leicht ist aber alles drei/vier nicht -  was die Tonnen angeht
 gelb =  Plastik
graue =  Haushaltstonne
 blaue = Papiertonne -
Biotonne = Essensreste und Gartenabfälle, alles was mit Bio zu bezeichnen ist
haben wir noch eine? Okay - egal - 
-        ProppeVoll bis zum Anschlag - fühlen sie sich jedenfalls tonnenschwer an! Und wenn man sie dann noch – wie jetzt in diesem Wohnort -  zusätzlich eine  schmale Nebenstraße die nur grob geschottert ist  - mühsam den Berg hochziehen muss, ist das alles andere als vergnüglich für einen malträtierten  schmerzenden  Arm.
Bei viel Regengüssen oder Schnee die hoch gefüllte Tonne durch die Pfützen und im Winter übers Glatteis zu ziehen und zu schleppen – das ist   - ich sag es ja - eine ausgesprochene Spaßbremse.
Im Winter sieht es so bei uns aus. da müssen die Tonnen dann hoch.
 Ich bin Rechtshänder und alles auf Links umzustellen fällt mir ausgesprochen schwer.
So hat  der Nachbar  von rechts - dies liebenswürdigerweise wie selbstverständlich zu seinem Ding gemacht. Doch heute, ja heute ist er leider nicht da und deshalb steht nun seine blaue Tonne nur  am Ende des Weges der zwischen den Häusern hindurchführt  an der Seitenstraße und nicht oben an der Sammelstelle wo schon die anderen stehen  und mindestens 100 Meter weiter  auf das Müllauto morgens um 6°° warten. Dazu liegt jetzt schon Schnee und es ist ausgesprochen matschig und damit glatt auf dem  holprigen Sträßchen.
Wir springen gegenseitig  zu  solchen nachbarschaftlichen Hilfen gerne ein.
 Das heisst im Klartext: Wer nicht da ist, weil er nur Wochenendbewohner ist, dem bringt ein anderer der immer da ist – die Tonnen hoch an die Straße. So sorge ich für den Nachbar links von mir und meiner rechts von mir für mich. Wäre das nicht so, müsste eine Einzelperson für 3 Häuser sorgen, das will ja keiner.
Ich kann mich noch gut an die berechtigten Klagen meiner damals über 70 - zigjährigen Mutter erinnern die ähnliche Probleme mit ihren Tonnen hatte.
Diese musste sie bei Wind und Wetter auch  durch den  sehr abschüssigen Hof ziemlich steil an die Straße hochziehen,  und zudem noch die Straße vom Schnee frei kehren. Dabei guckte der Nachbar - der im gleichen Haus wohnte - noch grinsend zu und rührte keinen Finger für sie. Er war um etliches jünger als sie, deshalb fand  ich das immer wenn sie es mir erzählte,  als abartig rücksichtslos, weiß also genau -  was ich an meinen  netten Nachbarn habe und sage, gut wenn man einen hat. Vieles wird doch leichter wenn man sich gegenseitig hilft.
         Warum?
Soweit ab von den  selbstverständlichen "Annehmlichkeiten einer normalen Stadtwohnung " zu leben -  hat Vor - und  ebenso viele Nachteile.
Deshalb muss man und sollte es - mit seinen Wünschen und Bedürfnissen "auf dem Teppich bleiben"!
                     Bei uns gibt es offizielle  Sammelstellen im Park für die Mülltonnen. Doch diese sind beileibe nicht - wie bei anderen oft ganz selbstverständlich dicht am Haus - sondern ganz woanders.
Die Stadt sorgt dafür dass wir  im Park  Außenseiter  sind und " anders"  behandelt  werden als die ortsansässigen Dorfbewohner - und  es auch - trotz mittlerweile  Wohngebiet, bleiben.
           Insofern gibt es keine Hauptstraßen - außer einer, die mittendurch führt -  sondern  nur  kleine einzelne -  und deren sind es viele -  Zufahrtsstraßen zu den Häusern, die mit  Grasnarben  in der Mitte besetzt -  also höckerig sind.
Manche ziehen sich sogar kleine Berge hoch. Schwerer zu gehen, schwerer zu fahren oder zu wenden. Meist landet man dabei in irgendeiner Wiese.
Eine Wendemöglichkeit  für das Müllauto gibt es nicht und so merkt man spätestens wie beschwerlich es ist wenn man die Tonnen schleppt und nicht mehr als knapp an die 62 Kg und noch weniger Eigengewicht mit sich führt, also eher zart und klein - oder " kein kräftiger Riese"  und " eher schwach" auf der Brust ist.
Die Sträßchen sind  bei uns uneben, nicht  alle gepflastert oder geteert und entfernt von den Sammelstellen. Je nachdem wo die einzelnen Häuser stehen.
Angeblich können die riesigen Müllwagen  - die ja tonnenschwere Lasten fahren – nicht die Seitensträßchen befahren  um die Straßen nicht zu beschädigen und so schleppen und schleppen wir im Winter etliche Meter volle schwere Tonnen bei Schnee und Eis den Berg hoch.
Und sei er auch noch so klein, Berg bleibt Berg.
Zweifelsfrei sind die Abfalltonnen leichter wenn sie“ zurück“ dann fast von alleine mit ihren Rädern rollen. Da hüpft man dann wieder fröhlich und spielt Hase oder Kätzchen das oft leicht verrückt ist.
                         Ist`s ein Wunder, wenn mir das im Gedächtnis bleibt?
Was wollte ich damit eigentlich sagen? Ach ja, umziehen ist nicht einfach wie das Leben schon sowieso an sich und dabei stelle ich fest: älter werden ist auch nix für Feiglinge..

……XXX……….                                                                                    © Angelface