Posts mit dem Label heiße Nächte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label heiße Nächte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. August 2020

heiße Tage - heiße Nächte

Heiße Tage – heiße Nächte

aus der Reihe Katzengeschichten“...

was macht mich noch wacher als wach , nachts um halb Drei?
Ein schneller Cappuccino Typ WIENER Melange oder ein kühler Eiscafé mit viel sahniger Milch frage ich mich,  als ich mich um diese nachtschläfrige Zeit an den PC setzte.
                     Im Grunde ist es ganz egal, denn mit  ruhig vor mich hin - schlafen ist eh nix mehr!
Einerseits liegt Mimi mit einer Zecke an der Halskrause als heiße Backpflaume dicht an meiner Seite und das Bett wird durch sie tüchtig aufgeheizt, - und  andererseits  Zecken haben nun absolut nichts im Bett zu suchen, und Zweitens hat mich der Kater mit seinem Geschrei aus dem ersten Schlaf gepfiffen.
Ich dachte schon, ich träumte es nur, aber nein, er war es tatsächlich mit seinem lauten Gegröhle, der vor meinem Fenster plötzlich so unkontrolliert schrie....“.miauuuuuuuuuuuuu“, erklang es leicht klagend wie es mir schien.
Als gute Katzen-Mutter stehe ich natürlich auf, Zecke entfernen und ins Klo schmeißen und Taschenlampe schnappen, Schühchen an die Füße ziehen und in Nacht-Shorts in die dunkle Nacht rund ums Haus stolpern , mal kurz wenigstens gucken was der Kater hat.
Da liegt er am Tag platt wie ein Schellfisch in irgendeiner dunklen Ecke herum und spielt „ halb-tote Katze  auf der Couch in der Hitze“, und nachts, ja nachts, da treibt er sich  -rum, ist putzmuntzer  und macht Unfug.
Der Sommer bringt es an den Tag, beziehungsweise zeigt es sich in der Nacht die nicht viel weniger abgekühlt ist.
Knapp 35° im Schatten hatten wir heute und fragen uns alle, wie lange soll diese Hitze denn noch dauern?
Sie ist fast nicht mehr in unserer Region zu toppen. Der letzte Regen, den kann man vergessen, der kam nur tröpfchenweise vom Himmel während  wenige Kilometer weiter Starkregen vom Himmel fiel.
Wenn ich die Bäume im Stadtwald sehe, auch meine geliebte Birke im Garten - sie lässt traurig ihre Flossen hängen, könnt ich das kalte Grausen kriegen. Alles geht kaputt und alles giessen nutzt nichts weil das Wasser durchläuft und nicht mehr da ankommt wo es hin soll.
Waldsterben überall. Selbst die Uralten sterben, Kahlschlag überall. Selbst im Biotop ist rund um das große Becken mehr Heu als Gras zu sehen.Es ist wirklich zum heulen.
Wenn es so heiß wie jetzt ist, sehe ich die Katzen alle Drei im Laufe des Tages, so gut wie nicht weil sie verstecken spielen und platt sind - während sie Nachts echt nur Unfug treiben um sich auszutoben.
Aha, da sehe ich ihn, mittlerweile ist er mucksmäuschenstill, schnüffelt im hellen Licht der Straßenlaterne an den Kieselsteinchen des Weges und da, dicht an seiner Seite, steht mit emporgestrecktem Schwänzchen ganz in Rot eine bereitwillige Dame von edler Gestalt.
Wo hat er denn die her?
Eine neue Freundschaft, eine Hinzugezogene die ich noch nicht kenne, doch Halt, - habe ich nicht noch vor zwei Tagen so etwas Rotes bei mir flink um die Ecke flitzen sehen?
Hübsch die Kleine und so zierlich grazil, kein Wunder dass sie ihn begeistert, denn die Damen des Parks sind ja keine Gefahr eines eventuellen Rivalen , den man bekämpfen müsste, sondern eine willkommene Abwechslung in seinem Alltag als Einzelgänger. Da, er küsst und schmust mit ihr, der Schlingel.
So ein Heimlichtuer!!!! Na warte....komm du mir heim.
Ich versuche ihn mit dem Strahl meiner Taschenlampe zu locken, indem ich den Lichtkegel auf dem Weg hin und her schwenke, normalerweise reagiert er darauf und trottet sofort hinter mir her, bereit mein Bett oder die Couch mit mir zu teilen, aber nein – Heute ist das wohl nichts.
Die Nacht ist zu heiß, oder....
er muss IHR noch etwas zeigen.
Jetzt weiß ich was er will.

Die Beute seines letzten Ausfluges – ein kleiner süßer Maulwurf mit gelbem Überbiss und langen Krallen an den 4 Füßchen, die hat er mir mitten ins Zimmer gelegt, ein Geschenk sollte es sein, aber ein Zweites des heutigen Tages über das ich mich schon sehr wunderte, das hat er im "hohen Gras" wie in einen Tunnel abgelegt.
Tatsächlich, er steckt den Kopf weit in die vertrockneten gelben  Gräser , grapscht sich das winzige entzückende Wiesel dem er den Hals durchgebissen hat und legt sie seiner Angebeteten als Gastgeschenk direkt vor die Füße.
Na warte, das werd ich mir merken – du Schlingel! Da willste wohl Punkte machen.


Mittlerweile ist er mit Jahrgang 2006 ja nicht gerade ein Jungspund mehr, das hätte ich ihm gar nicht zugetraut, dass er tatsächlich nochmal auf Brautschau geht.
Das der Junge noch so viel Flausen im Kopf hat. Tss...tss..ts...
Ja – die Katze das unbekannte rätselhafte Wesen, man soll sie nie unterschätzen.

" heute Morgen bin ich durch die Hitze  platt wie ein Fisch -
aber sonst kann ich durchaus noch sprinten und laufen"!!!!!!
Ihr werdet euch alle noch wundern!!!!!


@ Angelface