Posts mit dem Label Gedanken zum und nach dem Fest werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedanken zum und nach dem Fest werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Ausklang




Dieses ein klein wenig wieder Kind sein, ist ja doch etwas Besonderes, gerade zur Weihnachtszeit.
Selbst der, der sagt, wir schenken uns nichts verneint damit die Gelegenheit einem anderen eine Freude zu machen die damit wiederum zu uns zurückkommt.  Auch der  freut sich, wenn er eine winzig kleine Überraschung vorfindet, denn es ist ein besonderer Tag. Ein Tag an dem Ruhe einkehrt, in der die Traditionen die wir als Kind kannten, schätzten und liebten uns sagt,  es ist doch nicht ein Tag den der Alltag auffrisst, es ist einer ,an dem wir uns zurücklehnen und  in unsere eigene Kindheit zurückblicken.
Malen und zeichnen, basteln und sich freuen für andere eine Überraschung zu gestalten, auch wenn wir oftmals gar nicht mehr wissen worüber wir uns freuen. So sehe ich einen Hagestolz, an dem die Emotionen anscheinend wie klares Wasser abgleiten, auch er freut sich wenn man an ihn denkt.
Dann wieder Eine, die meint, sie braucht das nicht, all das Feiern und schmücken und hängt dann doch einen bunten Kranz an die Tür und die rote Kerze erblüht mit ihrem Licht auf dem Flur. Und in der Ecke steht eine kleine eingepackte  Kleinigkeitsgabe für den Fall dass doch einer vorbei kommt, damit sie was zum Beschenken hat. Und viel zu schnell ist dann alles wieder vorbei.
Ausklang nennt man das ja immer, wenn  etwas vorbei und gewesen ist.
Hat man auch alle bedacht die einem wichtig sind?
In der Tat, nun denn: Das Fest ist vorbei, all die Hektik hat sich gelegt und wir wissen, es dauert nicht allzulang und der Alltag begleitet uns erneut mit großen Schritten..
Manche haben sich bis zur Erschöpfung und bis zum letzten Augenblick vor dem Fest krumm gelegt, dass auch ja alles klappte. Baum – Braten – Zimmerschmuck und Gabentisch, all das ist natürlich Arbeit und einer muss sie machen. Meist ist*s die Dame des Hauses, die dann erschöpft darnieder sinkt.

Andere entziehen sich dem Stress der  Feiertage, laden sich einfach woanders ein, haben eine schöne Fahrt vor sich, und die dann ganz ohne Stress. Lassen andere machen und schauen zu wie die Hausfrau dort, brät, backt -  schmückt und tut und setzen sich untern geschmückten Tannenbaum,sowie  an den festlich gedeckten Tisch. Lassen feiern.
Ausklingen lassen ist: : es singt und swingt wie ein Glöckchen  nach.
Feiern können nicht alle und kann nicht jeder. Oft schon hab ich gesehen, dass,  wenn ein Fest vorbei ist, schnell wieder die alte Ordnung hergestellt wird.  Fix das Geschirr gespült und weggeräumt, die Geschenke   nach  Zweckmäßigkeit und Zugehörigkeit verteilt, der Platz an dem sie lagen oder standen ist im Nu wieder leer, die Kerzen am Baum sind heruntergebrannt. Schade, man erfreut sich weniger daran wenn man es nicht mehr sieht und nachempfindet was sich der Schenkende dabei gedacht hat.
Ich trage mein Armband zum neuen Pullover, die Visitenkarten die mir eine Freundin schenkte liegen noch auf dem Tisch und freuen mich sehr, denn ich weiß wie viel Arbeit es macht sie in einem Programm einzubinden. Die CD ist zum 10ten Mal abgespielt und wunderschön. Eine Überraschung naht, auf dem Stick ist was drauf, ich staune, es sind Erinnerungen der letzten 13 Jahre....Bilder, die sich in meinem Kopf abspielen wie ein Film, eine Collage, ein Video, unvergessen...sie weiß einfach woran ich hänge.


 Ach, das Fest, wie schnell ist es doch vorbei,  es macht mich friedfertig und still. Ich lese meine Post und freue mich über all die Weihnachtsgrüße und Gaben von Freunden und Bekannten. Dann sitze ich sinnend  am Fenster und schaue hinaus in das beginnende Schneetreiben….lasse nachklingen was mich bewegte als ich wie früher als Kind  in die glänzenden Lichter des Weihnachtsbaumes sah. Vielleicht denkt man einen Moment an die Zeit zurück an dem man gemeinsam rund um den Baum saß, viele davon, sind nicht mehr - oder sind in alle Winde der Welt verstreut, da fließt dann ein Tränchen mehr.
Und jetzt erst gibt’s das Brot und den Braten.

© Angelface