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Dienstag, 9. Juni 2020

der Garten im Juni ist schön...

wir kennen uns jetzt seit über 6 Jahren....
das Mietverhältnis von  Wiese und Haus läuft nach 10 Jahren ab
 aber da stand auch noch nix drauf!!!!!
Kein Baum, kein Strauch und  schon  gar kein Gebüsch
das hab ich mir alles im Rucksackl mitgebracht

 die Bohnengewächse, der Fliederbusch vom Balkon meiner Mama
der Rest ist von meinem alten Balkon, und wuchs toll an.
alles andere ergab sich später von allein
denn Samen fliegen weit und versamen sich an...

 -  S☼mmergeschichten -
mein Arbeitsplatz ist luftdurchtränkt und liegt
über 650 Meter hoch - aber Achtung der Maulwurf ist mindestens so
fleissig wie ich, er liebt hohe Hügel
hier sitzt die Amsel mit der Meise einträchtig im Baum
hui fliegt sie von Baum zu Ast

und beschließt mich um 5°° zu wecken...
1 x Klick und man sieht dahinter
doch manches darin ist Wildnis pur
in der morgens die Amseln und Lerchen singen
auch die Meise tiriliert ein Wort von Ast zu Ast

in einem fort und grüßt mich jeden Morgen
hier mäht keiner
nicht mal die Stadt, - aber  hübsch die Füße hoch um in
bunten Gummistiefeln
  durch die Brennesseln um übers Unkraut zu steigen
 und vorne sieht es so aus!!!
ich hüpf mal in den Stadtpark um zu naschen, war schon mal hier -
aber ich zeig mich gerne nochmals im Gras
denn das ist so frisch.
.und die Pusteblumen kitzeln meinen Rachen.
 ein Garten hat so wunderschöne Momente
er schenkt uns Frieden - Ruhe,  Ausgeglichenheit, jeden Tag sein Lächeln und sein Grün.
Ihm zuzuhören ist etwas Wunderbares, man spürt die Stille des Augenblickes, riecht seine Düfte und lauscht dem Vogelgezwitscher in dem Bewusstsein - wo man so zärtlich singt da lass dich ruhig nieder...
                    Der Juni schenkt Kraft
wie es scheint sind die Stürme vorbei
der Dauerregen hat sich schlafen gelegt
 Wiesen und wilde Gräser blühn...
es gibt Walderdbeeren, Rhabarber
auch schon frische Äpfel am Stamm
Sauerampfer, Gänseblumen, wilde Margariten
Vergißmeinicht und Pflücksalat
frische Kräuter zum naschen und kauen
Petersilie erfrischt mit seiner leisen Schärfe deine Zunge
um die Schatten aus deinem Kopf zu vertreiben
der Kaffee schmeckt im Freien so köstlich aromatisch
 ich lege die Füße so oft hoch
wie ich es kann
um den Garten richtig zu genießen..
ich liebe ihn und sein Grün, die Freiheit die er mir schenkt
pfeif drauf-  wenn ich von anderen Gartenbesitzern höre 
 “ jetzt  mäh doch endlich mal.“...
 doch bin ich keine Kuh, auch kein Pferd oder ein Hase
dass ich mich nur vom Grashalm und Stroh ernähr
mag schon mal ein >Möhrchen und ein Salatpflänzchen dazu
wer -  jetzt  nicht genießt
versagt sich selbst alles
was den Sommer so schön frei und wild macht
wo man doch eh 
   das eingeschränkt sein -  so nicht mag
ich leg die Knochen lang
die Füße Hoch
sende den Blick in den Himmel
tagsüber in die Wolken
und nachts spiele ich Sternenkind...

sonst nix, ....
was war das mal für eine kärgliche trübe Wiese als ich hier
einzog und nun steckt so viel Reichtum darin.
Meine Dankbarkeit kann man nicht messen
denn mein Herz ist übervoll...



meiner Birke geht es richtig gut, sie kam als Baby zu mir
ich hatte sie an einem Waldrand ausgegraben - ich sag morgens zu ihr danke
und sie schickt mich in der Nacht ins Bett
↧

kein Wunder dass ich den Juni so mag..
so kann es bleiben......* das wäre doch  geradezu eine Sünde

eine Beleidigung für die Natur die sich so bemüht
den -  ungenutzt weg-zu-schmeisen....

kommt man wegen Mundraub ins Gefängnis?
mag die Welt  auch um uns herum immer mehr kaputt gehen, kleiner werden, für uns irgendwann keinen Platz mehr haben, der Garten wächst unbeirrbar weiter und zeigt uns,  Schönheit kann nicht vergehen, sie ist wandelbar - ja -wie wir auch und sie kommt immer wieder.
Freuen wir uns darum,  dass wir diese schöne Natur  um uns haben...
                           @ Angelface