Das Vogelbergsgebiet ist dafür bekannt
dass es - jedes Jahr neu im Wintermärchen versinkt.
Doch das Ausmaß kann sich niemand
vorstellen, der nicht ständig hier wohnt oder aus der Stadt –
nichtsahnend, weil vorher nicht informiert - hierher zieht. Vor allen Dingen wie schnell es geht - über Nacht eingeschneit ist nicht nur ein Sprichwort sondern Tatsache...gestern noch nur Eis - und Kälte - eine Nacht später Wintermärchenwald.
![]() |
| heut Nacht hat ' s nochmal ne Schippe draufgelegt !!! so viel und so hoch dass alle staunen... |
![]() |
| eines der Phänomene hier : die Hauptstraße ist geräumt und fast schneefrei während der Park tief im Schnee versinkt. |
![]() |
| aber ich schenke euch gerne noch ein paar aktuelle Tagsüber-Bilder denn gestern hat es den ganzen Tag ohne Unterlass geschneit!!! *schön - hoch - dicht - fluffig weiß * & entsprechend glatt |
Selbst B e r i c h t e darüber, dass es vor Jahren noch viel schlimmer und stärker mit dem winterlichen Schneebefall war konnten dies neu Hinzugekommene kaum glauben, lachten darüber und sagten :
“ komm du spinnst“! Nee, wir spinnen absolut nicht - denn jeder hier findet es außergewöhnlich auch diejenigen die schon 25 Jahre und mehr hier sind!!!
Nun denn – in der Tat sind Bilder, auf denen die Schneemassen quer durch die Gärten meterhoch bis an die Haustüren nichts ungewöhnliches sondern - über Wochen hinweg – zum Alltag wurden, sind zwar vorbei. Auch, dass Bäume wie Streichhölzer abknickten wenn sie die Schneelast nicht mehr trugen klang eher wie ein Wintermärchen dass man anderen vorlas als man es für die Wirklichkeit halten würde. Doch jedes Jahr sind wir mindestens von Januar bis weit in den März eingeschneit und können uns über eine geschlossene Schneedecke freuen. Über die Spuren von Reh, Hase, Waschbären und Fuchs im Schnee. Der Hoherodskopf ist nicht weit, denn 278 Meter höher ist es Skigebiet. Etwas abseits am Rande des Ortes durchzieht die Loipe die Gegend.
Erst wenn man von der Stadt aufs Land zieht wo es weite Flächen gibt über die der Wind braust dass sich sogar die Kühe und Rinder die dort weiden kräftig schütteln, - jedoch abgehärtet sind, glaubt man es wenn man an ihnen vorbei fährt. Auch sie stecken zentimeterhoch lange im Schnee wenn sie überhaupt nicht in die Ställe kommen. Erst wenn die Zitzen der Mutterkühe gefrieren, sodass die Kälber nicht mehr daran trinken können, wird auch von Seiten der Bauern ein Einsehen gehabt und sie dürfen bis zum Frühjahr in den Stall. Die Bauern haben meist ein schlichtes Gemüt - für sie sind die Tiere Nutztiere und kein Ponyhof zum streicheln und meinen wenn du sie fragst:“ ach, die Viecher halten schon einiges aus“! Ob noch Grasreste unter – dem Schnee für hungrige Mäuler stecken ist ihnen meist ziemlich egal. Auch für ein erfrorenes Tier gibt es noch gutes Geld, so ist die Mentalität hier.
Menschen die schon lange hier wohnen und arbeiten selten in die Stadt kommen, ein hartes und entbehrungsreiches Leben führen wo man abends früh zu Bett und morgens mit dem Hahnenschrei wieder in den Stall geht sind nichts anderes gewohnt. Eigentlich könnte man sie auch in die arktische Tundra umsiedeln, sie würden wahrscheinlich auch dort zurecht kommen und sich in den Jurten wohlfühlen, in dem die gesamte Familie in einem Raum wohnt, arbeitet, kocht, isst und unter dicken Fellen schläft..
Wenn - nun die Stadt sich auf das Land
orientiert weil die Mieten und Häuser dort billiger sind, es noch
freie ungenutzte Häuser gibt weil die Jungen sich ab in die Stadt
machen, weil es dort Arbeit gibt, sind 's die Alten zufrieden . Sie
kennen ja nichts anderes und werden dort alt ohne je die Welt gesehen
zu haben.
Städter hingegen bringen all ihre gewohnten Ansprüche
mit und modeln die Häuser je nach Geldbeutel um. Da redet man dann wie selbstverständlich von Gastanks im Garten, von Zentralheizung und Fußbodenheizung statt Nachtspeicheröfen und noch viel mehr, obwohl die kleinen Häuser niemals vorher dazu angedacht waren, weil es Abschreibungsobjekte waren, die es heute nicht mehr sind..
Wer vermietet betrachtet und benutzt es als Quelle der Geldeinnahme und verdient gut damit.
Ursprünglich war das ja auch so von den Architekten gedacht bis es zum Wohngebiet erklärt wurde, weil die Feriengäste ausblieben.
Das sieht man mittlerweile auch sehr
am Park mit seinen Ferienhäusern und Gärten die Stück für Stück
umgebaut, modernisiert, angebaut und mit luxuriösen Zäunen umgeben
sind. Da wohnen dann Fremde mit und ohne Kindern und Hunden, für 14 Tage oder 3 Wochen.
Der Schnee überrascht viele ; - wenn
er kommt bleibt er durch die Lage der Höhe über Wochen hinweg
liegen, wird zu Eis, von da zum Eis & Schneeregen, wieder zu Eis oder
füllt die Gärten und Straßen mit meterhohem Schnee auf, die kaum
ein einzelner Schneeschieber schafft. Hier bekommt das Bauamt Tag und Nacht genug zu tun um die einzelnen Dorfgemeinden zu versorgen. Dann meinen wir alle, die sich hier
angesiedelt haben - wir wären entweder in der Schweiz, in
Österreich oder mitten im tiefsten Bayern.
Es freut sich der Mensch über Schnee den woanders in der Stadt kaum einer mehr kannte..
in diesem Jahr scheint es anders zu
sein.
nun hat sich der Schnee auch bis in die Städte verlagert, - so, - wie Flüsse über die Ufer treten, Hurrikans
nicht mehr selten in der Welt sind leugnet nach wie vor ein
blonder alter wirrer Dummkopf nicht ganz so weit weg von uns, mit
hochrotem Kopf voller Machtgedanken, dass er als der Größte alles bestimmen und keiner ihm etwas anhaben kann, - dass es den Klimawandel gibt. Aber ich denke ähnliche Größenwahnsinnige gibt es überall auf der Welt...
den Rest erzählen die
Bilder...mitten in Schnee und Eis...und die märchenhaften Schneebäume wachsen nach wie vor bis fast zum Himmel... willkommen Herr Winter -

![]() |
| auf einen Schlag wieder im Weiß gelandet kein Wunder wenn es die ganze N a c h t über schneit.. |
![]() |
| es schneit Frau Holle schüttelt wieder kräftig vom Himmel |
![]() |
| auch am 27.01. um 9°° hat es kaum aufgehört... |














Guten Morgen, liebe Angel! Vorhin, als ich meinen Tee in der Küche kochte, dachte ich auch, wann hat es eigentlich angefangen, dass man Schnee nicht nur als reine Freude sieht.
AntwortenLöschenJa, es ist schon merkwürdig. Während anderswo Gletscher schmelzen und ganze Skigebiete "trocken" bleiben, bekommen wir hier immer kältere und schneereichere Winter. Natürlich musste ich mir auch die Frage stellen, ob es etwas mit dem älter werden zu tun hat. Es betrifft mich ja.
Als junger Mensch hat mich das Schnee-Wetter nicht wirklich berührt. Es war halt Winter ... Und so dachte ich weiter, vielleicht hat es auch damit zu tun, dass man als jüngerer Mensch (oder als Kind) eingebunden in die Familie ist, die Wärme im Geborgenheit im Inneren geschenkt hat.
Oder haben wir tatsächlich verlernt, uns auf äußere Umstände, wie das Wetter einzulassen, weil wir andauernd von Größenwahn und Machbarkeitsgedanken umgeben sind, die trotz aller Vorsicht unser Denken unterlaufen haben?
Hmm, nachdenkliche Grüße zu dir und viel Sonnenschein! 🌻
Deine Erika
in der Tat liebe Erika * wir bekommen hier immer kältere und schneereichere Winter fast jedes Jahr, ich wüsste es auch nicht mehr wenn ich nicht in meinem eigenen Blog in die Jahre zurückblicke..selbst Jahr um Jahr älter was wie der Winter nicht aufzuhalten ist. Auch der schneereichere Winter gehört in die 4 Jahreszeiten. Für die Älteren beschwerlicher wenn sie so *abgeschieden wohnen* wie ich und andere *Gäste die den Planeten bevölkern - muss man halt durch* wie man so schön sagt.
AntwortenLöschenFrühling,Sommer und Herbst folgt ihm in jedem Fall & lässt den Winter wieder vergessen:-))
Bist du da wo du bst auch so dicht eingeschneit? dann wünsche ich dir viele neue Titel und Bücher die du uns und mir vorstellen kannst...
herzliche schneereiche Grüße...angel
Also, das ist schon s p e z i a l in deiner Region, liebe a n g e l ! Normalerweise nehme ich ja an, dass der Schnee eher in den Alpen oder in den östlichen Mittelgebirgen heimisch ist, Schwarzwald auch, aber ich lerne durch die Begegnung mit dir, dass es so nicht ist. In den genannten Gebieten hat sich der Schnee als eher immer seltener werdender Gast entwickelt - es schneit und taut und schneit und taut und die Räumarbeit hört nicht auf. Oder ein ganzer Winter bleibt grün, maximal grün-weiß. Doch bei dir ist es offensichtlich so, dass die Farbe Weiß sich hier gut einnistet - und das Winter für Winter.
AntwortenLöschenGespannt hab ich deine Beschreibung gelesen und auch die Bilder betrachtet. Harre aus, du Naturheldin in deiner Klause! Schnee ist für uns Ältere ein größeres Hindernis - alle meine gleichaltrigen Mitmenschen sind da meiner Meinung. Ich fürchte vor allen Dingen eine schneebedeckte Bundesstraße auf dem Wg zu den Schafen, die mich bei solchem Wetter umso mehr brauchen. Den Jungen kann's nicht genug Schnee sein. Mal sehen, was der Winter heuer noch mit uns so macht.
Meine Wolfgangsfreundin Hildegard wohnt auf der Wolfgangshöhe oben im Wald in einer Art Einsiedelei. Trotz Hüft-OP lässt sie oft ihr Auto unten um Dorf stehen und läuft nach Hause, weil plötzlich viel Schnee gekommen ist, mit Stöcken und Spikes ausgerüstet. Der Hang ist steil und schmal, und wenn gerade ein Schneeräumfahrzeug entgegen kommt, muss sie rückwärts fahren - - -
Ich grüße dich herzlich!
sehr spezial - speziell liebe Dori du sagst es!!! Selbst Celinchen das Schneekätzchen schüttelt sich allein schon bei dem Gedanken denn das Dach ist zu glatt, die Leitern unterm Schnee verborgen und die Mama machts nicht weg, denn die ist ja nicht blöd. Keiner Hat Lust sich hier die Haxen zu brechen"! Vor lauter hochklettern auf mich hab ich schon Löcher im Oberschenkel...der ihr gerade am nächsten ist.:-) sie langweilt sich Innen ! xxx:-)
AntwortenLöschenda bewundere ich deine Wolfgangsfreundin ist sie zufällig lebensmüde....(lacht...
puh
mittlerweile haben wir hier alle festgestellt der Schnee hier - wird mehr statt weniger, fester, höher, dichter und es nimmt kein Ende damit. Ich bin gespannt was mein Auto sagt wenn ich es aus seinem Gefängnis - i r g e n d w a n n befreie!... Grüß dich herzlich in deine Schneewildnis wo es nicht viel anders aussieht wie hier...xxx Angel
Ohje,ja da ist schon eine Menge ru tergekommen.Ein aussergewöhnlicher Winter,auch bei uns.Der Klimawandel macht nicht halt.Habe auch ni ht gedacht das ich noch mal Schnee schieben muss. Auf einem Berg ist ja alles anders und für die Skigebiete normal. Der Harz ist ja auch in der Nähe und die Touristen. freuen sich. Du wirst Dich wohl nicht über den Schnee so freuen wie ich,hier ist es nicht so beschwerlich aber auch vereist und glatt.Ich habe Spikes für die Strasse,die Hunde sind da.Ich freue mich trotzdem über den Schnee nach Jahren.Weisse Grüsse,Klärchen
AntwortenLöschenliebes Klärchen was ist schon noch *normal heutzutage? ein richtiges *Skigebiet ist der Vogelsberg der ja kein Berg als solches ist- nicht. Nur die Höhe an sich machts, - dass *die Hügel z.B der *Hoherodskopf und bei uns die Loipe befahrbar sind. Sei froh dass bei dir mit Spikes das Eis der Straßen fassen, hier würde sich keiner damit auf die Straße wagen, sie greifen eher im glatten Schnee . Die Hunde freuen sich bei dir bestimmt sehr dort herumtollen zu können Geniesse das schöne Weiss wenns dich freut, so viel hattest du ja schon lange nicht mehr...lieben Gruß Angel
Löschen"Schlimmer geht immer" ist eine Devise. Schauen wir in die USA ist das hier noch harmlos. Und auch weit entfernt von der Schneekatastrophe hierzulande im Winter 1978/1979. Es ist nur so, dass man nicht mehr unbedarft losstapft mit dem Schlitten im Schlepptau und sich an den Möglichkeiten erfreut. Statt dessen sorgt man sich um das Räumen und die Glätte, malt sich aus, was alles bei einem Sturz passieren könnte. (ich bin heute mutig eine halbe Stunde gelaufen, ging ganz gut, Schnee war angetaut, nur der Ostwind hätte nicht sein brauchen)
AntwortenLöschenDeine Beschreibung wie bei euch mit dem Vieh umgegangen wird sind etwas befremdlich. Hier stehen die Robust-Rassen auch draußen, Kälber säugen die um diese Jahreszeit in der Regel nicht mehr und in den Stall kommen die nie! Aber sie werden mit Wasser und Beifutter versorgt. Wer zahlt wohl für ein totes Tier? Niemand.
Wenn bei euch Skigebiet ist, freuen sich sicher die Touristen über die lange Skisaison. Des einen Leid ist des anderen Freud ... Schnee ist ganz nett aber für meinen Geschmack reicht es schon. Ich denke grade an den Winter 2010/2011 das hat es im März noch geschneit. Osterhasen im Schnee... ne, brauche ich auch nicht.
LG Christiane
das stimmt liebe Christiane - ich sehe ja die Bilder auch bei dir - eher wäre ja mein Spruch in diesem Winter:"°°° schlimmer geht nimmer":-) doch mit den USA oder Canada natürlich nicht vergleichbar, ich erinnere mich als mein Bruder von dort in den langen Wintern in seinem langen Fellmantel hier antanzte haben ihn alle merkwürdig angeschaut, weil er aussah wie ein Bär mit 2 Füßen, doch dort konnte man sich zeitweilig nur im Untergrund bewegen wenn man in den Schneesturm raus wollte.
AntwortenLöschenin manche Ställe und die kennt jeder der sich dafür interessiert- hier seit Jahren sollte man besser nicht hineinsehen, in so manchem Dorf das ich kenne ist schon mal hungrig eine Kuh verdurstet und im Stall erfroren, von den Kälbchen ist gar nicht zu reden, es sind z.T. von früher her noch weitaus schlimmere Zustände bekannt und keiner wagt etwas zu sagen, deren Einfluß ist groß, die Bauern nicht gerade arm.so wie 2010/u.2011 aber auch 2013 als ich im April hier ankam lag auch noch mächtig Schnee und Eis über das die Sonne schien und den Anblick sehr verschönte...
ich vermute mal bei Euch ist es weniger hügelig wie hier sondern eher ebene Fläche,da läuft es sich sicher angenehmer - ich mit meinem Wackelgang probiere das eher nicht ehe ich nicht beim Arzt war und diesen unangenehmen Zustand abklären kann. doch erst muss ich irgendwie hin und weiß heute noch nicht wie°..._)
liebe Morgengrüße angel
So herrlich alles aussieht, was damit dann aber auf Menschen zukommt, das sieht man nicht. Aber Winter ist noch immer von kurzer Dauer, hoffen wir doch schon au den Frühling.
AntwortenLöschenUnd ja, auch hier modernisieren Städter alte Häuser, machen sie zu Wochenendobjekten. So viel Scharm geht dadurch verloren. Da wird nicht mehr gefragt, ob dadurch die Historie zerstört wird, nur Geld ist wichtig.
Ob sich dies alles einmal rächt auf die eine oder andere Weise?
Dir eine gute Zeit
mit lieben Grüßen
Edith
klar rächt ich das irgendwann und irgendwie, spätestens wenn es den Konsum, den Reichtum des unbefangenes selbstverständlichen Alltagslebens nicht mehr gibt, so wie jetzt wird es nicht bleiben denn wir haben dazu beigetragen auf die eine oder andere Art und Weise , als wir weniger darüber nachdachten sondern nur noch mehr *davon wollten. ja das sieht man hier an den Häusern deutlich welch Charme sie hatten und nun zum Großteil verloren, aber dies auch nicht vermissen weil sie es eh nicht kannten.
AntwortenLöschenich denke der Winter bleibt hier gerne noch ein Weilchen auch das muss man wissen...
herzen Dank für dein mitlesen und schaun...angel