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Donnerstag, 20. November 2014

bloggen - was ist das? Wer weiß es wirklich?

wenn ich mal nicht lese, backe, koche, schreibe, vor mich hingärtnere oder sonst für mich Unterhaltsames tue, blogge ich oder skype. So "sieht man mich dort: Man quatscht und unterhält sich. Doch nicht jeder hat Skype, nicht jeden erreicht man, nicht jeden sieht man, deshalb gibts ja auch die Blogger, die unterhalten sich auf eine andere Art im Internet.

Blogger unter sich. - Sie reden miteinander - stimmt`s?

wie kommt man denn zum "Journalismus im weitesten Sinne"  und zum schreiben.
Im Grunde sind es Gedanken die wir mit anderen austauschen.Wir hinterfragen sie manchmal, lassen sie aber genauso oft stehen wie diese bei uns ankommen.
Wer  fast täglich schreibt,  ist ein Autor, ein Schreiberling, ein Schreibender, oder doch ein Sonderling, ???
Ein Einsamer auf großer Fahrt durch die Reise der Sprache? oder ein vor sich hin  " tastender Wortsucher":
Über diesen Begriff – was nun wer -  letztendlich  ist - können sich andere lange streiten.
Wer schreibt hat Recht, oder wer laut genug brüllt hat  auch Recht?
Man kann es sich aussuchen. Der eine meint so, der andere anders. Die Interpretation bleibt jedem überlassen.
Was tun Blogger überhaupt?
Sie bloggen. Kontrovers, informativ, privat, unterhaltsam –  und manchmal sehr persönlich. Chronologisch  themenbezogen oder auch,  um schlicht und einfach und ohne Schnörkel auf eigene Geschäftsseiten oder Interessen  hinzuweisen.
Jeder versucht zu schreiben wie er es kann. Mancher hat Wortstörungen, andere schreiben flüssig, bleiben konzentriert bei der Sache und dem Thema, – auch da gehen die Meinungen darüber oft auseinander wie man schreiben sollte.Einer schreibt kurz, der andere lang, erzählt seitenlange Geschichten.
... sie schreiben in Tagebuchform und erzählen von sich, ihren Hobbys, AUS IHREM LEBEN; BERICHTEN  in weitester Form über das was sie beschäftigt. Was sie umtreibt. Bloggen ist  nur eines der modernen Medien die sie benutzen.
Es gibt Tausende von Blogs mit unterschiedlichsten Themen, das macht sie interessant.
           Ich sehe, wenn ich meine Zeit im Netz verbringe so einige davon und „lese“ in ihnen, suche das aus was mich persönlich interessiert. Da gibt es haufenweise Seiten die sich nur mit Kochge(r)schichten und Rezepten beschäftigen. Mit Bastelarbeiten, mit Stricken, mit Holzwerken, mit designen und einrichten,  ist nicht ganz meine Sache allzu einseitig zu sein, ich mags gerne bunt, deshalb eile ich weiter.
Halte mich nicht allzu lange darauf auf.
Suche in der Suchmaschine Seiten die mit Reiseportalen in fremde Länder bestückt sind.
Mache mit Musik und Büchern weiter, den Neuesten, die auf dem Markt sind.
Suche mir Seiten, die mit hübschen – unterhaltsamen Geschichten  angefüllt sind. Lese Gedichte, Verse und Texte anderer Autoren. Dafür interessiere ich mich ( wie was geschrieben ist, wie sich jemand anderes ausdrückt, wie -  er -  sie -  es - sich verständlich macht.)
Merke mir Seiten indem ich sie speichere oder auf meine eigene Bloggerseite  als LINK stelle um sie schneller wiederzufinden, um andere – nämlich  meine Leser darauf hinzuweisen, vergrößere damit die  Blogkreise, die über Google zu finden sind. Entdecke viele, auch alte  Bekannte, die ebenfalls bloggen.

Man kann nicht jedem Geschmack der Leser nahe kommen. Und weil das so ist, gibt es so viele Bloggerseiten.
Es gibt so viele Hobbys die andere beschäftigen, so viele Themen, denen andere ebenso gerne folgen. Für die und mich stelle ich ( andere fremde Seiten ) gerne ein. Fremdwerbung nenne ich das und werbe gerne, denn wer schreibt und liest schon gerne allein, man tauscht sich ja auch gerne über ein eben ausgelesenes Buch aus und diskutiert darüber warum es einem gefallen hat.
Von Klärchen  sah ich heute einen Link in dem erklärt wird,  was bloggen ist. Klärchen,  vielleicht nicht für viele  oder alle Fremdleser meiner  Seite ein Begriff, aber man kennt  sie von meiner Seite. Wenn man auf ihre eigene Seite geht die es schon lange gibt kennt man sie natürlich und weiß um ihre Interessen.
Wikipedia  beschreibt was ein Blogger ist.  Aber brauche ich dazu Wikipedia?
Ich überlege, studiere die Seite näher, wer sitzt und schreibt da.
Auch da sitzen Menschen die nur ihre eigene Meinung schreiben,  sich aber ebenso irren können. Nicht alles erscheint ( mir) wissenschaftlich geprüft und als Ratgeber für alle Themen  fundiert geprüft zu sein.
Manches ist nachgeprüft, anderes sieht man, ist doch nur eine eigene Erfahrung, eine Meinung.
Das Netz ist groß und die Gedanken darin  unübersehbar, doch deutlich -  sehr individuell.
Bloggen wir weiter und machen anderen, wie uns selbst damit vielleicht eine Freude mit einem neuen Thema , von dem wir glauben, dass es - unsere LESER  - ebenso wie uns selbst - fesselt und interessiert. Vielleicht beim Vanilletrüffel herstellen oder sonst was Feines tun. :))

Ich jedenfalls hab keine Ahnung wer alles heimlich still und leise bei mir beispielsweise mitliest und lächelt worüber ich schreibe und zwar ohne sich darüber laut zu äußern ...ich "kenn schon zwei"! :)).
oder meldet sich noch wer anders?
© Angelface   
Abendhimmel überm See - dies immer wieder  und einfach  nur schööön...
findet dies
 IHR nicht auch?
 ich mags - das ist schon mal klaro..


@ Angelface
 

Dienstag, 5. August 2014

das Fräulein unbedacht...

Nur eine kleine Geschichte...
Wir schreiben
meist leben wir auch danach
Wie wir denken
Was wir denken
Worüber wir nachdenken
Über das was uns bewegt
Was uns interessiert
Was uns beschneidet
Einengt, stört oder wundert
Wir schreiben über unsere Freude, unsere Schmerzen, unser Leid
Unser leben wollen
Über unsere Gedanken die von gestern und heute
Und zu jeder Zeit
In Dankbarkeit dass wir darüber schreiben können
Nicht stumm sind
Wir schreiben über unsere Lieben
unser Leben

was wir suchen , uns erträumen
Und was wir wollen
Solange wir den Stift halten können
Jetzt, heute und in Ewigkeit
wer Fragen   zu meinen Texten hat, kann mich gerne anschreiben.....!

    Fräulein Unbedacht

 Still sein
nur mal....
über den Gartenzaun schau `n
den Wolken nachträumen...
staunen
still sein
bis die Erde
mit dem Himmel zusammenwächst
es war dein Gedanke
der mich
von Heute
ins Morgen trug .................      @ Gedicht von Angelface

Es gab einmal ein Wörtchen, das hieß unbedacht. Keiner wunderte sich,  dass dies weibliches Geschlechts war.
 Es hatte eine große Familie mit vielen Brüdern und Schwestern die alle in einem Menschenmund wie in einem Haus  zusammen wohnten.
Die Brüder hatten Namen wie: bedacht, vorsichtig, sich absichernd, zuverlässig, gelassen und  verschroben.  Es gab den Bruder, der sich selbst  verrückt nannte, einen -  der den Namen Bruder Leichtfuß hatte, einen der Zusammenhalt hieß, einer nannte sich überlegen, einer, hieß  " Vorsicht ich bin ich, sehr wichtig und komme"  und der andere hieß: gewissenhaft. Es gab auch noch weitere, die  sahen sich als Laut.  Manche Brüder waren selbstsüchtig und egoistisch,  ungehörig, dreckig und schmutzig und hießen auch so. Davon gab es viele.
 Dann gab es noch den Bruder kränkend, den Bruder verletzend, den Bruder, der sich stolz und selbstsicher rechthaberisch nannte und überaus wichtig nahm.
Dieser Bruder, der sich sofort  unwohl fühlte und nicht mehr wichtig wenn er nicht in allem Recht bekam. Er  sah sich  immer im Vordergrund von Geschehnissen. Er fühlte sich per se immer persönlich angegriffen und dann haute er so sogleich mit harten Worten zurück indem er sich wichtig benahm. Er war allerdings ein ziemlich einsames Wesen als Wort, hatte keine Weggefährten oder Freunde und war viel alleine, keiner mochte ihn so recht.
        Die Schwestern hatten hingegen ganz andere Namen. Sie  hießen zärtlich, leise, vorsorglich, fürsorglich, mitleidsvoll, bedächtig, bedacht,  aber auch  unterlegen , unbeherrscht, eines schrie ständig laut. Dieses hatte keinen richtigen eigenen Namen.
 Es gab eines das sich sorgend, behütend, beschützend nannte. Es gab eine Schwester die hieß mild, eine andere die sich mütterlich , eine die sich -  ich bin recht streng -, eine weitere die sich" ich passe auf mich auf"- und eine,  die sich einfach mal so" zickig"  nannte.
Dazwischen lag nun das kleine Wörtchen unbedacht. Dem tat manchmal leid wenn es zu viel plapperte und oft viel ihm unbedacht, nie böse gemeint,  eines der Worte einfach so,  heraus dem Mund.
All diese unzähligen Worte aus der Familie  krabbelten am Morgen aus ihren Betten und machten ihre Arbeit. Sie gingen zu den Türen und Fenstern aus dem Mutterhaus hinaus und unterhielten die Menschen die draußen wohnten. Alle hatten eine Aufgabe,  nur das Wörtchen unbedacht,  das sollte zuhause bleiben, es hatte strengstes Fahr und Laufverbot. Irgendwie passte es nicht in die Familie, keiner akzeptierte es, meist war es nur als seltsames Etwas geduldet, dabei   wollte es  niemandem etwas Böses tun, es  war nur  zu schnell und zu hitzig, es war eben so geboren worden.
 Es war  zu temperamentvoll,  eben unbedacht  wie  schon der Name sagte. Die Mutter meinte, es passte nicht auf den Verkehr auf und so konnte es nicht lernen und  blieb kindisch und unbedacht  sein ganzes Leben lang.
Deshalb passte die Mutter im Muttermund lieber auf das kleine dumme Ding  in ihrem Inneren auf und sperrte es den ganzen Tag ein,  damit ihm  draußen in der kalten Welt nichts zustoßen konnte und damit es nirgendwo einen Schaden anrichtete..
Im Hause durfte es alles tun was es wollte, da konnte es niemanden stören, es wurde aber auch nicht geliebt,  denn auch die Mutter verließ oft schon  am Morgen das Haus und kehrte erst abends wieder.
 Aus Langeweile und Einsamkeit schüttelte  es jeden Morgen die Decken und Bettchen aus, wusch  seine  Fingerchen und Beinchen, denn es war recht klein gewachsen und sorgte dafür, dass alles zuhause in Ordnung war bis seine Brüder und Schwestern  müde von der Arbeit nach Hause kamen. Dann spielten sie wieder miteinander bis sie müde waren und deshalb ins Bett geschickt wurden. Jeden Tag übte es nicht mehr so unbedacht zu sein, doch so recht gelang ihm das nicht, es war ja keiner da, der ihm sagte wann es zu unbedacht war.
Eines schönen Tages entwischte es flink mit einem der Brüder durch die Tür, keiner beachtete es.
      Es wollte sich wie seine Brüder und Schwestern die Welt ansehen. Es wollte spielen und arbeiten, sich den Himmel beschauen, mit dem Verkehr fließen, sich hübsch kleiden, weniger unbedacht sein und damit ein gern gesehener Gast bei all seinen Brüdern und Schwestern sein.
Aber es sah seine Geschwister nicht, all jene Wörter die im Haus als Familie zusammengehörten waren in alle Winde verstreut und verrichteten ihre Arbeit.
Das eine war in einem Bankhaus, das andere bei einer Versicherung, das nächste hatte sich in eine Familie eingenistet und  eines verbog sich gerade ziemlich ungehörig in einem Kloster, das hieß Unehrlichkeit. Wie gerade dass sich dahin verirren konnte war ihm selbst nicht klar, wahrscheinlich hatte es sich verlaufen.
Eines war bei einem Zahnarzt in der Praxis gelandet und sah sich an wie der Meister fremde Zähne aufbohrte. Eines  erlag der Versuchung in einen Atombunker hineinzuschauen und entdeckte die Bundeskanzlerin die gerade dort einen Antrittsbesuch machte. Um sie tummelten sich viele Schwestern und Brüder die sich im Mund der Kanzlerin verkrochen weil es so schön warm darin war.
      Das waren die gewichtigen Brüder Integrität und Zusammenhalt, der Bruder Verlässlichkeit, der Bruder Zuversicht und  der Bruder: tolle Worte ohne Inhalt", hinzu kam der Bruder" ich verspreche".
Sie hatten ein wenig Krach miteinander so wie es unter Brüdern öfters vorkommt, immer verstehen sie sich nicht.
Das kleine Wort unbedacht, dachte sich,  da gehöre ich nicht hin, die akzeptieren  und nehmen mich nicht auf und eilte weiter.
Es suchte ein Zuhause weil es ihm kalt war. Es frierte und war einsam.
Tagelang war es unterwegs und suchte sein Heim, unbedacht wie es war, hatte es den Weg zurück vergessen.
Auf seiner Reise begegnetem ihm viele seiner Brüder und Schwestern aber alle hatten zu tun und schickten es weiter, sie hatten für das kleine Elend das sich verlaufen hatte  keine Zeit.
Es weinte, fühlte sich verlassen und von niemandem akzeptiert, keiner wollte ihm ein Begleiter sein.
Ein Kind, ein Mädchen lief ihm über den Weg, verlassen und traurig  weinte es auch, denn es hatte sich ebenso verlaufen und war weit weg von seinem Zuhause, doch das Mädchen hatte  genauso  wie das Wörtchen unbedacht - den Weg  zurück in den Schoß der Mutter vergessen.
 Ihm schloss es sich an und das Mädchen hatte nichts dagegen. Die beiden verstanden sich gut weil sie sich gegenseitig akzeptierten und  den anderen ließen wie sie waren, eben klein und lernfähig und so gingen sie zusammen ihrer Wege bis das Mädchen erwachsen war und erlebten zusammen  viele Abenteuer.
Die Zeit verging, viele Tage und Nächte, Monate und Jahre  durchwanderten die beiden Kontinente, das Mädchen wurde älter und besonnener, während das Wörtchen unbedacht so blieb wie es war, in seiner Welt gab es kein Erwachsen werden.
Als die Zeit der Trennung kam,  mussten sie sich voneinander ablösen wie die Mutter vom Kind ,  versprachen sich aber, sich nie aus den Augen zu lassen, denn sie hatten auf ihren Reisen viel Schönes erlebt und hatten einen Zusammenhalt gefunden.
Das End von der Geschichte.
Das Wörtchen unbedacht fand den Weg  nicht zurück, es wohnte mal hier mal dort und wurde innerhalb kurzer Zeit immer wieder aus dem Hause in dem es geduldet wohnte geschmissen. Ungeliebt und alt -  nie irgendwo richtig angekommen, verknittert und verkrüppelt beendete es seine  Reise ins Ich  und verstarb. Seinen Brüdern und Schwestern begegnete es nie wieder.
Aber eines wusste es in seinem Inneren, viel Schaden hatte es nicht in der Wunderwelt der Menschen angerichtet, denn dazu war es zu niedlich und fein, voller Fröhlichkeit und guter Laune  voller  Gelassenheit,  denn es hatte gelernt sich auf seiner Reise selbst  als erwachsenes Wort zu akzeptieren, es war  immer guter Hoffnung die auch anderen Menschen gefiel, denn es war winzig klein.

@ Angelface