Missstände
„Oder zum Umzug alles Gute“.
aber sind gewisse "Vorstellungen" , die wir im Kopfe herumtragen, nicht einfach nur grauselig?
Eine meiner Nachbarinnen ist schon weit über Siebzig, klar
im Kopf, aber etwas zart und labil, nicht mehr allzu kräftig - hat sie Angst ins Altersheim zu
gehen und ihre Selbstständigkeit aufzugeben. Sie ist sich aber durchaus im Klaren, wenn dann auch noch klar
im Kopf, wird es irgendwann dazu kommen. Ich kann es ihr nicht verdenken, denn
man weiß nie, was auf einen zukommt.
Nach außen hin sehen alle Heime meist picobello aus. Außen begrünt, farbenfroh und hell belichtet. Freundlich in einer freundlichen Umgebung gut umsorgt in Würde und Respekt alt zu werden ist wohl jedermanns Wunsch. Doch wird der wirklich erfüllt?
Die Stift und Seniorenheime, oft angefüllt mit Demenzkranken haben einfach zu wenig Personal und das was da ist gibt sich unheimlich Mühe. So weiß ich - auch aus eigener Erfahrung, dass ihnen in der guten Versorgung natürliche Grenzen gesetzt sind. Die Fluktuation beim Personal ist groß. Viele die es möchten, können die Arbeit nicht bis zum Schluß bis über Sechzig leisten. Dennoch bleibt, viele Helfer und Angestellte sind hoffnungslos überfordert und dann kommt es wie von selbst zu Missständen. Keine Zeit, Hetze und viel zu viel bürokratische Arbeit sorgen dafür. Da müssen Pläne geschrieben, Anordnungen des Arztes ausgeführt, Medikamente verteilt, Nachtwachen, Essen und Wäsche organisiert werden, Patienten gefüttert und gewaschen, - der Diensttag ist lang und anstrengend. Personalwechsel inbegriffen. Helfer die einspringen, Angelernte die nicht Bescheid wissen oder gedankenlos- oder gar zu jung sind. Ausländerinnen die die Sprache nicht sprechen, vieles ist dort vertreten. Man greift zurück auf Hilfskräfte, weil es zu wenig ausgebildetes Personal gibt, die Heime haben Geldsorgen genügend Personal einzustellen, doch ist das wirklich so, ists nicht nur Politik?
Nach außen hin sehen alle Heime meist picobello aus. Außen begrünt, farbenfroh und hell belichtet. Freundlich in einer freundlichen Umgebung gut umsorgt in Würde und Respekt alt zu werden ist wohl jedermanns Wunsch. Doch wird der wirklich erfüllt?
Die Stift und Seniorenheime, oft angefüllt mit Demenzkranken haben einfach zu wenig Personal und das was da ist gibt sich unheimlich Mühe. So weiß ich - auch aus eigener Erfahrung, dass ihnen in der guten Versorgung natürliche Grenzen gesetzt sind. Die Fluktuation beim Personal ist groß. Viele die es möchten, können die Arbeit nicht bis zum Schluß bis über Sechzig leisten. Dennoch bleibt, viele Helfer und Angestellte sind hoffnungslos überfordert und dann kommt es wie von selbst zu Missständen. Keine Zeit, Hetze und viel zu viel bürokratische Arbeit sorgen dafür. Da müssen Pläne geschrieben, Anordnungen des Arztes ausgeführt, Medikamente verteilt, Nachtwachen, Essen und Wäsche organisiert werden, Patienten gefüttert und gewaschen, - der Diensttag ist lang und anstrengend. Personalwechsel inbegriffen. Helfer die einspringen, Angelernte die nicht Bescheid wissen oder gedankenlos- oder gar zu jung sind. Ausländerinnen die die Sprache nicht sprechen, vieles ist dort vertreten. Man greift zurück auf Hilfskräfte, weil es zu wenig ausgebildetes Personal gibt, die Heime haben Geldsorgen genügend Personal einzustellen, doch ist das wirklich so, ists nicht nur Politik?
Im Heim und ganz klar im Kopf zu sein, ist sicher kein
Zuckerschlecken, wer noch klar im Kopf ist und sich selbst nicht aufgibt muss sich wehren, sein Recht auf eine gewisse
Eigenständigkeit und Respekt verlangen..
Gegen Missstände, eine gewisse Art der Vernachlässigung,
gegen ein Nichtbeachten, für die Würde des Menschen als der angesehen zu
werden, der man ( noch) ist. Nämlich noch halbwegs gesund, zumindest im Kopf.
Wir werden alle älter und alle landen wir früher oder später in so einem Heim. Heime
sind da, das Personal dafür nicht.
Es gibt zudem Menschen dazwischen, die aufgrund ihrer
körperlichen Behinderung, die es ihnen nicht mehr erlaubt alleine im eigenen
Zuhause zu leben, die schon in relativ jungen Jahren in einem – Pflege –
Seniorenheim oder Stift untergebracht werden. Für die ist es sicher am
schlimmsten zusammen mit Demenzkranken und ganz alten Menschen in gewisser Art zusammenzuziehen und
entsprechend gleich behandelt zu werden. Im Allgemeinen weiß man: Egal wie das
Heim von außen aussieht, innen weht ein ganz anderer Wind.
Die Stationsleitung ist überfordert, die Altenpfleger und Helfer sind überfordert,
der ständige und seit Jahren herrschende
Personalmangel ist überall spür und greifbar. Doch das ist noch lange
kein Grund, nicht rücksichtsvoll auf die Bewohner zuzugehen. Da sollte die
Politik ran und handeln und nicht nur miteinander über das Thema plauschen.
Mittlerweile ist durch die globalisierte Welt und die Ausländerzuzüge nicht unbedingt mehr
ein Mangel an gut ausgebildeten
Arbeitskräften was die Alten – und Gesundheitspflege angeht, zu verzeichnen. Mit entsprechenden
Sprachkursen gefördert, wären sie eine Wonne für so manches Altenheim.
Denn die (überflüssigen)
Alten und Kranken sind da und leben noch, mal mehr, mal weniger schlecht als recht.
Man muss nicht über ihren Kopf hinweg handeln und sie damit als nicht zurechnungsfähig oder nicht aufnahmefähig genug ansehen dies nicht zu begreifen, nur
weil sie alt, aber noch lange nicht dement sind. Doch das ist oft bequem, alle
über einen Kamm scheren und keine Unterschiede machen, wegsehen wo hinsehen
erforderlich wäre, ist einfach..
So haben die Bewohner ein Anrecht darauf, wenn Medikamente abgesetzt werden, zu wissen, warum und wie lange und aus welchem Grund dies geschieht, oder dass etwas in der Medikamentenvergabe verändert wird. Genauso, wie sie ein Recht
auf Mitsprache haben was mit ihnen geschieht.
Der behandelnde Arzt hat es ihnen zu sagen, er hat die Pflicht sie zu unterrichten. Er hat es, tut es oft nicht oft aus Zeitmangel oder Desinteresse, das ist gelinde gesagt, eine Sauerei und alles andere als in Ordnung..
Der behandelnde Arzt hat es ihnen zu sagen, er hat die Pflicht sie zu unterrichten. Er hat es, tut es oft nicht oft aus Zeitmangel oder Desinteresse, das ist gelinde gesagt, eine Sauerei und alles andere als in Ordnung..
Wenn zudem ausführende Organe eigenmächtig nach Gutdünken handeln - denn die Verordnung unterschreibt der Arzt und die Helferin führt
nur aus- ohne die Benachrichtigung an die jeweiligen Patienten dass etwas geschieht was sie wissen müssten
und möchten, kann man nur sagen, da findet
etwas statt was nicht menschenwürdig ist, man übergeht die Person und
hält sie für…na was? Ich weiß es nicht.
Es täte gut, in Würde alt und nicht übergangen zu werden.
Nur eines von vielen Beispielen.
So könnte man, wenn man
für das Wohlergehen der Insassen gerne richtig
sorgen möchte, zum Beispiel bei einer über Neunzigjährigen, die zwar halb blind
und zudem fast taub, aber noch richtig klar im Kopf – und noch durchaus
imstande ist, selbst auf eigenen, wenn auch wackeligen Beinen zu stehen - weswegen sie keine höhere Pflegestufe erhält,
durchaus dieser ein Hinweisschild außen an der Tür anbringen, für all jene, die unvermutet dem täglichen Schichtwechsel
anheim fallen, darauf steht; Bewohner
halb blind und zudem fast taub, sodass JEDER der hereinkommt und dort etwas
tut, informiert ist wie mit dem Bewohner
des Zimmers zu verfahren ist, erleichtert
sich damit selbst als Erst - Helfer seine Arbeit und vermeidet dass unnötige Beschwerden und Aufregungen beim Bewohner entstehen, denn der könnte ja auch genausogut herzkrank sein und sich bei unvermutetem ernsthaft erschrecken und dann hat man den Salat und kann den Sanitäter rufen.
Das könnte die Heimleitung oder eine der Stationsschwestern tun.
Das könnte die Heimleitung oder eine der Stationsschwestern tun.
Man könnte als alter Mensch
natürlich auch wieder umziehen, ein anderes Heim
auswählen, aber was erwartet dort, den alten Menschen dann?
Und wann ergeht es uns - eventuell - ebenso?....Man kann nämlich niemanden in den Kopf hineingucken wie der im Alter sein wird, dement oder klar - leben müssen wir mit beidem. Mit Missständen aber nicht.
© Angelface
auch ein Artikel zum Gesundheitssystem der am 12. 12. 2014 in der Zeitung geschrieben wurde, von wem? Von mir natürlich..
http://www.giessener-zeitung.de/muecke/beitrag/99191/krankt-das-gesundheitssystem/
denn das Thema ist es wert, dass man dranbleibt, es geht uns nämlich alle an auch einigermaßen menschenwürdig zum Sterben zu kommen.
eine Autorin die ich besonders in Bx hervorheben möchte ist diese
http://www.bookrix.de/-ceciliatroncho/
all ihre Bücher sind empfehlenswert und wer sie liest wird staunen welche Wandlungsfähigkeit ihre Texte enthalten.
auch ein Artikel zum Gesundheitssystem der am 12. 12. 2014 in der Zeitung geschrieben wurde, von wem? Von mir natürlich..
http://www.giessener-zeitung.de/muecke/beitrag/99191/krankt-das-gesundheitssystem/
denn das Thema ist es wert, dass man dranbleibt, es geht uns nämlich alle an auch einigermaßen menschenwürdig zum Sterben zu kommen.
eine Autorin die ich besonders in Bx hervorheben möchte ist diese
http://www.bookrix.de/-ceciliatroncho/
all ihre Bücher sind empfehlenswert und wer sie liest wird staunen welche Wandlungsfähigkeit ihre Texte enthalten.