Montag, 29. Juni 2015

ohne Strom nix los...

solch Wochenenden muss ich nicht öfter haben, sie sind nervig, ruheraubend, lästig. Das Wetter ist gut, die Laune ebenfalls aber der PC ist kaputt".
"kaputt!"? sage ich, wiesoooooooooooo,
nichts geht mehr,
kein E-mail programm, keine einzige Seite zum öffnen, der Blog ist verrutscht, meine Bearbeitungseite weg, keiner kann mir sagen wie ich da jemals wieder reinkomme.
Wer braucht das?
FRUST - ein Hacker, ein Virus, ein Geist? Wenn, dann einer der mir nicht wohlgesonnen ist.
Von überall her kommt: was is*n los bei dir, warum meldest du dich nicht, ich schiebe eine Flunsch und weine....da kam mir der Gedanke: wie abhängig wir doch vom Strom und der damit verbundenen Technik sind, in Africa haben sie stellenweise gar keinen, müssen sich mit Petroleum oder Kerzen begnügen und  stelle mir weiter vor, der Strom ist  völlig weg und nichts geht mehr was strombetrieben ist und merke, sooo schlimm ist das mit dem PC nun auch nicht wieder. Kein Kühlschrank bei 30° Temperaturen, kein  heisses Wasser zum spülen, Kaffee kochen und duschen ist viel viel wichtiger, selbst der Fernseher ist nicht wichtig, die überlebenswichtigen Alltagsprobleme tauchen erst auf und werden zu einem Bewußtsein, wenn man sie nicht mehr hat.
Ich bastele ein neues Eingangsbild auf ein Blatt Papier mit Stift für den Blog und merke, kreativ sein kann man auch ohne Strom und Gas.
Aber einstellen werde ich ein anderes denn der PC ist wieder okay.
nicht mehr das neueste aber immer noch diesselbe
Vorlage kater Merlin
Können wir uns überhaupt noch daran erinnern WIE es - irgendwann ganz ohne PC, Handy und Smartphone war?......
Oft frage ich mich, was haben wir eigentlich den lieben langen Tag gemacht als es beides noch nicht gab?....

Angelface....

Sonntag, 21. Juni 2015

im unruhigen Ruhezustand

unvermittelt entdeckt
du hast dich getäuscht mein Kind
in den Zweigen rütteln nur deine Gedanken
und  manchmal säuselt  dazu friedlich der leise
Abendwind

 Farbschnipsel
zum Grün
auch in der Ruhe lässt sich viel entdecken...
Hobby und Freizeit
 friedlich miteinander vereint
Platz gibts für alle und jeden
der sich hierher verirrt
 ... Bildmalereien by Angel
Lausche dem Grashalm wie er wächst,
er erzählt dir von seinen unterirdischen Bewohnern,
sagt dir, woraus die Erde besteht......

folge dem Stein auf der Straße, er erzählt dir, wo er herkommt.....
lausche den Blättern am Baum
 jedes das er verliert, erzählt dir von Hagel und Sturm,
vom tosenden Gewitter und einer gelebten Zeit......
folge in Gedanken dem Lauf eines Flusses,
er murmelt dir zu, wohin er fließt.
Tuschzeichnung
leben - malen - schreiben - lesen
sich dabei selbst entdecken
die Ruhe und das Grün geniessen
das Leben geniesserisch  zulassen


Ins Leben setzen
Die Stille genießen
Sich Faulenzertum gönnen
Und dennoch rege sein
So sagt man über den Vorruhestand
Das im Alter seine Bestimmung fand.
Den Wolken nachschauen
Die Blümchen gießen
Zusehen wie  dir Wort für Wort  aus dem Munde sprießen
Dem Plätschern des Baches  lauschen
Den lieben Tag lang nichts anderes
als man selbst sein.

 Oft werden wir gefragt, was macht ihr eigentlich hier - so weit ab von der Zivilisation und meinen dies auch so -  und wir sagen darauf: LEBEN....eben anders:
Das LEBEN besteht aus Geschichtenerzählern:
 ... es war einmal ein reiner Ferienpark für Wochenendurlauber. Gewandelt hat es sich in ein Wohngebiet das sich immer mehr zu einer Oase der Ruhe und des angenehmen miteinander wohnens weiter entwickelt.
Ehemals  waren alle gleich - heute sind sie - sehr individuell und nicht angepasst wie die Menschen darin. Häuser bunt im Rund, alle haben sie ein eigenes sehr individuelles Gesicht; dazwischen kleine Straßen und viel Grün.  Parkanlagen, Vögel zwitschern, Bäume raunen leise und manchmal  auch unheimlich  im Wind, es lässt sich gut leben hier.
Für fremde  Besucher die ab und zu durch den Park schlendern  mag es langweilig, unaufgeregt und bescheiden ruhig wirken, doch der erste Eindruck täuscht, hier pulsiert das Leben wenn man genau hinschaut.
       In unserer" kleinen Künstlerkolonie"  haben Dichter, Denker, Bildhauer und Gartengestalter, künstlerische Hand und Streetworker Einzug gehalten und leben einen sehr individuellen Alltag voller Überraschungen.
Alter und Einsamkeit gibt es nicht, dafür Gemeinsamkeiten und viel ähnliche Interessen. Doch nicht darauf warten, man muss selbst etwas dafür tun.
Wie das unter anderem auch geht, steht hier:
 http://wokinisblog.blogspot.de/2014/06/bunt-ist-das-leben.html
Der Kopf und die Emotionen bekommen den Platz der ihnen zusteht. Wer basteln und kreieren will , etwas Neues erschaffen, kommt hier sicherlich in seiner Entwicklung nicht zu kurz.Vor allem kommt keiner auf die Idee den anderen in seiner Kreativität einzuschränken und zu beschneiden, wir wachsen wie die Bäume bis weit in den Himmel hinein und wenn es auch nur mit dem Geiste ist.
Individualität wird groß geschrieben, Rückzugsgedanken werden wortlos akzeptiert. Die Stadt ist nicht mehr wichtig und nicht mehr ausschließlich Mittelpunkt des Lebens. Hetze und Hektik haben wir hinter uns gelassen,  Langeweile kennen wir nicht und so lässt es sich mitten im Grün unter blühenden Bäumen im Rascheln des Windes abwechslungsreich leben.
Die Städter suchen  hier mittlerweile verstärkt die Ruhe und Abgeschiedenheit, das Grün und die Individualität sich täglich  von sich selbst überrascht kreativ zu entdecken und neu zu entfalten.
Eigentlich sind die Tage sind viel zu kurz um alles zu erleben ....
und sicher ist, am Abend wünscht uns das Reh, der Fuchs, der Hase und  manchmal auch der Waschbär rund um das Biotop eine geruhsame Nacht.
.    Nachdem Klärchen schon so nett war einen Link auf unser wunderschönes Feriengebiet zu setzen, füge ich noch einen zusätzlichen der Umgebung Ulrichsteins bei:
http://www.vogelsberg-touristik.de/Ulrichstein.1246.0.html
hier wohne, lebe und arbeite - sprich - BIN ich.
Ulrichstein im Vogelsberg....im Juni 2015
das Leben auf dem Lande hat eben was ganz besonderes mit mir im Sinn..
ausruhen und entspannen, nach anstrengendem Berufsleben -  ja das ist wichtig:
https://wokinisblog.blogspot.de/2016/09/das-leben-auf-dem-lande.html

Freitag, 19. Juni 2015

Mein Lesetipp für heute

Cover von: Gefährlich nah http://www.kriminetz.de/krimis/gefaehrlich-nah
von Louise Millar. 
Bisher kannte ich diese Autorin noch nicht.
Als ich gestern abend das Buch anfing, erwartete ich nach der Inhaltsangabe nicht allzuviel außer dass es eben ein Spannungsroman einer mir bislang nicht bekannten Autorin ist. Aber nun, nach  3 stündigem Lesen zieht mich die Thematik des Buches immer mehr in seinen Bann.
Es ist psychologisch gut aufgebaut und da  krankhafte Ängste = Paranoia an sich oft in unserem Leben eine  unklare Bedeutung haben, es auch noch nicht abzusehen ist wie sich die Handlung weiterentwickelt, bleibe ich mit  Spannung dran. Ihr 2. Roman " allein die Angst" verrät mir, dass die Autorin dem Thema treu bleibt und werde mir das ganz sicher ebenfalls - wenn sie es denn haben -  aus der Bücherei holen.
Link zum 2. Buch/ eine Rezension:
http://www.krimi-couch.de/krimis/louise-millar-allein-die-angst.html Cover von: Allein die Angst
Vielleicht sollte ich mir öfters wenn ich einen Thriller aus Zeitmangel  wähle, ungeplant aus den Buchreihen schnell  einen herausgreifen,  ohne lange vorher akribisch die Inhaltsangaben durchzuforschen, ich scheine zumindest mit dem obigen Buch einen guten Griff getan zu haben.
Der Regentag ist gerettet, ich lese gebannt und  merke, ich vergesse zu kochen.
                   Eineinhalb Tage habe ich für die 430 Seiten im Buch gebraucht, und obwohl die Spannung bis zum Schluß nicht nachließ,  möchte ich doch einen kleinen Kritikpunkt anführen.  Etwas ist unglaubwürdig und irritiert, ich kann mir in der Realität kaum vorstellen, dass eine 35 jährige mit solch ausgeprägten Ängsten, so unglaublich naiv sein sollte, einem völlig Fremden  in ihrer geschilderten Situation so bedingungslos zu folgen und zu vertrauen wie die Kate im Buch es tut. Das grenzt schon  fast an Sience Fictione und verwundert sehr, aber dafür ist es eben nur ein gut geschriebenes Buch und keine Realität.
Empfehlenswert als Spannungsroman mit viel psychologischem Hintergrund. Der Schluß hält was der Anfang verspricht.
Und nun kommt eine 2 - tägige Lesepause damit sich meine Augen und mein malträtiertes Gehirn wieder erholen und ich sagen kann: "auf ein Neues"!,.Vielleicht sogar das 2. von ihr.
Angelface

Mittwoch, 17. Juni 2015

von damals und heute


nochmal ich zum aktuellen Thema..

am Blogschreiben finde ich so schön, dass man völlig unkompliziert - ohne großes "hochladen" und Zwischenserverarbeiten ganz schnell etwas ändern, ergänzen, kopieren und wieder einfügen kann, es geht 1 - 2 - 3 fix im Sauseschritt -  im Gegensatz zu den Arbeiten die man früher stundenlang mit der Homepage hatte. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich im Moment und schon länger lieber direkt in den PC auf der aktuellen Blogseite schreibe.  Es macht richtig Spass einfach loszudonnern.

in Anlehnung an Tagebücher/Notizen ins Unreine geschrieben
Bild -  Angelface -

heut habe ich viel ( zurück) -  geblättert, viel gesehen, vor allem mich
wie ich früher war
ganz früher
viel früher
vergangen - ja  - vergessen - nein -  vorbei - bestimmt -
ein Papierkorb voller Vergangenheit
 Gedanken - Gedichte - Texte - Verse -

Ohne geht es nicht
Schattenboxen...und deren Ängste

Teilst du mit einem Menschen
ein Geheimnis, ....

dann schmiedet es Euch
aneinander -

 vielleicht sogar ein Leben lang.
Es macht dich aber auch
abhängig - ein Leben lang

dich und ihn bedeckt ein dunkler Vorhang
den niemand Anderer sehen kann
nicht so silber wie deine Haare
doch genauso dicht.
Du und er

werdet aber auch
nie mehr ........ voreinander
- sicher sein
 

später, viel später

Angeface.. im September 20006/ 07/08

...
Ach du...hast du schon wieder was vergessen?.
ist doch nicht schlimm, wir geh'n jetzt essen...
........

fast nicht mehr wahr
Angelface 2007

Gedanken - Planung

Was du gleich kannst
  jetzt besorgen
verschiebe nicht auf später
Und schon gleich nicht
Auf den nächsten Morgen

Einmal vergessen, nicht mehr daran gedacht
Schon ist es weg nie mehr gemacht

Erinnerung kann nützlich sein
Man schreibt es auf
in Zettel fein

schon früher hat man oft gedacht
werd ich jetzt alt
wenn das Gedächtnis nichts mehr macht?

Man tröstet sich, hat viel zu tun
Die Nerven müssen auch mal ruh'n

Wir sind gefangen in den Zwängen
Mach dies - mach das
Und möglichst gleich
Vergiß es nicht, es macht dich reich

Du bleibst sehr rege
Bewegst dich schnell
Gedanken sind oft nicht nur hell
Du tust und trägst
recht viel zu bei
Gedächtnislücken einerlei



Phantasien leben....
ist  schwierig, oft auch schön....

Es ist rund
mein Leben
prall gefüllt - oft aufregend

und manchmal nicht einfach
nicht ohne Schnörkel
  unglaubliche Wendungen
in denen ich mich unversehens bewege

oft kühle Lüfte nicht erwartet
in denen ich schwebe.
Emotionen
die mein handeln prägen
warum ich schreibe
werd ich gefragt
ich weiß es nicht
ich schreibe einfach
weil ich es muss
Es ist wie eine Sucht

sie hält mich brennend im Leben fest

© Angelface
Meine alten Gedichte
aus der angelface at - HP
Ich hab sie sämtlich gelöscht
aus meinem Leben
wie diese...
Pech
mein schatz
Ich wurde weder
als Lückenbüßer
noch als Einfaltspinsel geboren
auch schnarche ich nicht
des Nachts wie du

... Worte voller Zorn
Voller Enttäuschung
Voller Wut waren sie damals
Als es zu Ende ging
Diese Liebe die ich mir wünschte
Die ich mal sah
Und dann wieder nicht
Als ich mich täuschte
Und es nicht wahrhaben wollte
Dass du nicht ehrlich sein konntest
Nicht offen zu mir
Nicht offen zu ihr
Das übliche Spiel
Das jeder spielt
Der nie mit dem
zufrieden ist
Was er hatte
und für lange Zeit
verloren glaubte
ich finde es ganz schön - nochmal in alten Geschichten und Gedichten zu lesen, auch - wenn sie "Jahre her und "alt" sind. Es ist Zufall, dass es keine humorigen, lebenslustigen, oder sprühenden positiven Textzeilen sind und mit meinem augenblicklichen Gemütszustand haben sie nicht das mindeste zu tun..lacht:))

dies sind einige Gedanken aus der  alten ©  www.Angelface.at - abkopiert und eingesetzt. Heute sind es andere, die ich schreibe und ich bin froh darüber, dass es vorbei ist was mich  zeitweilig ausbremste, unglücklich und unfroh machte 
 - heute -  gibt es andere Spiele, andere Ziele, ist eine andere Zeit
eine Zeit die längst besser als die Frühere ist.

Samstag, 13. Juni 2015

Tagebücher schreibt irgendwann einmal jeder.


selbst Oma und Opas taten dies schon. Meine Großeltern mütterlicherseits kommen aus dem Lehrberuf, da ist es fast selbstverständlich das man Wichtiges niederschreibt, so existieren heute noch teilweise Tagebücher von ihnen.
Ich selbst habe von ihnen nur noch ein winziges Bild von beiden, allerdings mit einer hellen Locke meiner Großmutter darin. Gerade habe ich das  Bild mit Rahmen für meine Mutter repariert, sicher ist es über 100 Jahre alt. Wüßten sie, dass ich beides  als ihre einzige Enkelin bis heute aufbewahre, würden sie sich sicher freuen.

 Für mich ist es ein Zeitdokument und sind  deshalb nicht nur private Notizen. Vielleicht dachten sie damals schon an ihre Enkel und schrieben aus diesem Grund eine Inschrift darauf? wer weiß.
     So können Tagebücher
  aussehen wie eine Kladde, eine erste Niederschrift ins Unreine, manchmal auch wie ein Schulheft, wie ein simples Notizbuch oder wie seit Längerem bei mir wie ein überdimensionaler Wochenkalender den ich am  Anfang des Jahres angelegt hatte, am Ende wieder ablege und aufbewahre.
Es steht alles Wichtige darin: Termine, ganz besondere Begebenheiten, zukünftige Pläne, Einkäufe, Geburtstage und auch Todestage, private Notizen, kleine Geschichten, ein Gedicht ab und zu und dann - auch der eine oder andere Gedanke. Ich nenne ihn mittlerweile meinen Tagebuchkalender und fahre gut damit weil ich kaum etwas vergesse, ich brauche ja nur nachzuschauen und weiß alles wieder als wärs gestern erst geschehen..
Freue mich, dass nun KLärchen zu diesem Thema auch etwas schreibt und bin gespannt wie sie es tut und was sie dazu meint.

.... seit Jahren schreibe ich diese Wochen und Monatskalender schon und keiner außer mir schaut hinein. Ich schrieb sie ganz gerne. Und dann überlege ich was ich - wann - und zu welchem Anlass ich sie geschrieben habe und erkenne manches wieder, anderes erscheint mir unglaublich zu sein, erkenne  manch Texte nicht wieder weil sie Jahre her sind. Wundere mich welch Gedanken mich bewegt und beschäftigt haben. Es sind gelebte Jahresabschnitte. Vergessen - vergangen - vorbei und doch gewesen..
Manchmal - nach Jahren - holen wir sie vielleicht wieder heraus und lesen sie, erfährt erstaunliches was wir längst vergessen haben.
Vielleicht lesen wir sie aber auch niemals wieder und die Enkel finden sie, wundern sich, wer wir waren, was wir alles erlebt haben.
Biographien in Tagebuchform erzählen nur Lebenssituationen die uns streiften.
Gelebt haben wir alle viel in den Jahren, die wir bewusst erlebten.
Dinge die passiert sind in unserem Leben.
Belastende, freudige, erwartungsvolle, unglückselige Situationen und damit Stationen die hinter uns liegen, die Vergangenheit sind. Im Fall meiner Großeltern sind es Kriege. Würde ich das nicht lesen können, wüßte ich nie was sie erlebt haben, es würde ein Stück Familiengeschichte fehlen.
Darf man darüber sprechen
Sollte man auf Ewigkeit darüber schweigen
Sollte man sie vergessen
So tun, als wären sie niemals geschehen?
Ich glaube nicht. Denn wir sind – durch die Vergangenheit, durch das bisher erlebte –derjenige der wir sind.
Der Mensch als Individuum oft  stark, oft schwach, auch beständig, bestimmt, zuverlässig, doch auch ebenso oft  unsicher im Werden;  wankelmütig und unsicher
oder aber  bestimmt und sicher indem er macht was er glaubt dass das was er tut, richtig für ihn ist.
Ich glaube an den Zufall der Zufälle, dass alles so kommt wie es eben kommt, vielleicht sogar Schicksale sind. Wir sind gepolt, anerzogen, in eine bestimmte Richtung gelenkt und erst wenn wir alt genug sind um selbst zu entscheiden was richtig und gut für uns ist, lässt uns  das  ein freier Mensch mit eigenen Entscheidungen werden. Egal ob das nun die Falschen oder Richtigen sind.

Ob wir nun einen Weg wählen den wir gehen möchten, eine Religion leben, einen Partner oder nicht wählen, ein Kind oder mehrere haben oder uns nicht für sie entscheiden, welchen  Beruf wir ergreifen oder ob wir in ein anderes Land auswandern, es bleibt uns überlassen wenn, wann – und weil  wir reif dafür sind.
Vieles geschieht weil wir unreif sind, noch unausgegoren,  auf dem Weg in eine bestimmte Richtung von der wir nicht wissen wohin sie uns führt, sind.
  So gehen wir manchmal  Risiken ein, verirren uns oder haben das Glück sofort auf der richtigen Seite der Brücke zu sein  die uns  auch im Leben in die richtige Richtung führt.
Ich glaube nicht ans vergessen von Vergangenem, dass das besser für uns  wäre sondern an  die Bearbeitung von unliebsamen Themen indem man sie wieder in s Gedächtnis ruft und sie ( gedanklich ) korrigiert anstatt  sie stundenlang wiederzukäuen was verhindern würde dass man sie abschließen kann.
Der Mensch ist ein Tier wenn es um die Instinkte des Überlebens geht, unsere Selbstheilungskräfte sich einmischen in das was wir planen. Wir regenerieren indem wir ausschlafen, wir erholen uns indem wir pausieren in dem was wir tun, wir sind vernünftig indem wir manchmal  unvernünftig für andere erscheinen es aber offensichtlich für andere  nicht sind.
Lassen wir uns nicht miteinander streiten, uns bekriegen und lange darüber diskutieren.
Wir sind – jeder einzelne von uns – denkende, planende, verantwortungsvolle Menschen, alle verschieden und sind was wir sind.

© Angelface

Mittwoch, 10. Juni 2015

nicht vergessen



Heut  schau ich dir lang hinterher.
Trage deinen alten blauen Bademantel, den du so mochtest,
verschlissen und alt ist er.
Deine Uhr an meinem Handgelenk
Groß, schwarz und schwer
Tage, da schau ich dir hinterher
Und denke...
Wie schön wärs doch
Konntest du da sein, wo ich bin
sehen, wie die Wiese blüht
Und die Pollen fliegen.
Ich lächle zurück
Wenn ich dein mageres Gesicht
In meinem Herzens Spiegel seh.
Solange ich so an dich denke
Bist du noch da
Auch nach zwei Jahren.
Egal ob du gingst
Bei mir bist du noch hier
Kleiner Bruder und ich
     sehe dich bei meinen Worten
leise und verständnisvoll lächeln
und damit ist der Tag wieder schön  
und mein Herz weniger schwer.

eine dieser Wolken ist für dich...
Angel       
auf einer anderen werde ich sein und dich sehn

in der Mitte werden wir uns treffen
und nach hause gehen

Sonntag, 7. Juni 2015

Lidl lohnt sich, zeigt die Werbung und es stimmt.

ESMARA® Damen Maxikleid 1 S - M - L = Large;  - wo bleibt die Größe _ M -? -  die haben doch die meisten Trägerinnen, hm, = das fehlt, gut, dann eben - L - was solls,Baumwolle geht beim Waschen eh ein wenig ein!:))
Die Zeiten haben sich gewandelt, man kauft auch Klamotten manchmal ganz gut in Lidl ein.  Selbst Helenchen Fischer- das hübsche Mädchen von nebenan, die Stimmgewaltige + Stimmungskanone macht Werbung bei TSCHIBO und deckt sich dort sportlich-schick ein wie ich heute Morgen im Netz sah.
Lidl, auch Aldi -  ist bei uns um die Ecke, ins Städtle würde ich hingegen über 50 km einfach fahren müssen.
Zurück sind es dann über 100 und der Tag wäre futsch. Kein Schwimmbad, kein Garten, nur im Auto vor sich hinschwitzen. Der Kleiderschrank wird geöffnet, die Sommersachen herausgeholt, die Wintersachen werden eingetütet * -  versteckt.
Ich bin der Typ lange Kleider, schon immer  und so lange ich denken kann. Baumwolle -Leinen -KLeider -  ich mag sie in jeder Form, währenddessen so ein dürrer Hungerhaken in knallengen Jeans neben mir herumläuft wo man zu deutlich sieht, da kneifts aber sehr..wie unpraktisch und viel zu heiss.
Jetzt ist Sommerzeit und es kommt wieder die Zeit der Kleider. Lidl hat z. B. hübsche, praktische und leichte Sommerkleider, die nicht teuer sind, sie sind von guter Baumwoll - Qualität und überdies im Sommer tragbar. Man muss nicht zwingend in eine Boutique gehen. Man kann sie natürlich auch in Modehäusern erstehen, zahlt aber unter Umständen sehr viel mehr. Ich hab das ganz rechte in bunten Streifen zu mickrigen 10.-€ erstanden und es steht mir gut, ich fühle mich darin im Garten wohl. Denn hier herrscht schon Bullenhitze!
Leichte Schlabberkleidchen wie dieses ist natürlich kein Straßen, sondern nur ein Gartenkleidchen..
Warm, fraulich, schick - elegant oder sportlich, generell finde ich, ein Kleid steht jeder Frau und ich bedaure im Sommer die vielen Frauen, die Kleider (in jeder Form) ablehnen und dafür in engen Hosen schwitzen. Wenn sie manchmal wüßten wie gut ihnen ein weicher schmeichelnder Stoff der die Formen umrundet, steht, würden sie sicher mehr dazu greifen als zu manchmal recht unkleidsamen Hosen..
Doch das ist natürlich reine Ansichtssache!!!! Jeder weiß, WAS einem steht.
JEDER Figur, meine ich -  steht ein Kleid. Schlank oder gerade geschnitten, A-Form, figurumschmeichelnd und Pölsterchen kaschierend kann man sich besser darin verstecken als in jeder Hose, egal wie sie geschnitten ist.
Im Winter mag ich HOSEN auch, sie wärmen, sind praktisch, auch oft schick, je nachdem zu welcher Form man greift, aber im Sommer sind Kleider unschlagbar.
Kurze, wadenlange - ganz lange bis zum Boden, je nach Beinform und Dicke, auch nach Alter, - schmeicheln sie jeder Frau und sind verführerisch weiblich, dazu praktisch und leicht. Kleider, kühl und luftig engen sie einen nicht ein, zwicken und zwacken nirgendwo, betonen die Weiblichkeit, ich kann gar nicht verstehen warum  und aus welchem Grund man sie als Frau nicht tragen will, schließlich sind sie es die uns von den Männern äußerlich unterscheiden.
In Hosen sehen wir alle gleich aus, eher sächlich und uniform, sie betonen kein Geschlecht.
      Wenn es ganz heiss ist ziehe ich kurze Kleider oder kurze Hosen, sog. Hot Pants den Langen vor, abends wird sich dann schick gemacht und übers Kleidchen kommt ein warmer Schal, eine Strickjacke oder ein wärmendes Tuch unter dem man zusätzlich noch die Beine verstecken und wärmen  kann.
Langes Kleid, man kann alles darunter verstecken,
kurzes Kleid, sogenannter Zwiebellook; -
darunter mit einer Leggings getragen, das ist schick und flott und passt jeder Trägerin jeden Alters.
Schick und bequem sieht es allemal aus und ich bin im Kleid mehr als in einer Hose, ganz Frau.
Das Einzige was mich beim Lidlkauf stört, ist die Tatsache, dass jedes einzelne Kleidungsstück in unheimlich viel Plastikmüll eingeschweißt und eingetütet wird, Umweltverschmutzung vom Feinsten!!!!
Könnte man das nicht auch in einer anderen Verpackung anbieten???
Und nun, viel Spass im Kleid wem es steht.! Es geht im Übrigen auch Kleid und Hose - und zwar übereinander, so wie dies..mit und in..TUNIKA-Form/weißes Leinen - schön kühl. Doch so etwas gäbe es natürlich nicht im Lidl zu kaufen, lacht. Es stammt aus einer Boutique und ich hab es mir vor Jahren anlässlich einer Kur zum Trost gekauft.
ich hab es schon über 10 Jhr. und freue
mich es wieder zu tragen.

zeitlos schön


      Angelface....

Donnerstag, 4. Juni 2015

In Würde altern.


Es gibt wenige, die man als Ältere noch auf dem Bildschirm  - als die erkennt die sie einmal waren.
WARUM? - Viele greifen zu den mittlerweile bewährten Mitteln, sind geliftet und gebotoxt bis in die Unkenntlichkeit. Schade, sage ich dazu.
So gibts wenige die in Würde altern können. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regeln.
Kennt einer von Euch noch die östereicherische Burgschauspielerin und Künstlerin ERIKA Pluhar?
http://www.deutschlandfunk.de/erika-pluhar-ein-leben-mit-verlusten.807.de.html?dram:article_id=279075
In Deutschland, denke ich, ist sie nicht allzu bekannt, gehört aber in meinen Augen zu den wenigen Älteren, die es geschafft haben angenehm (in Erinnerung ) zu bleiben.
Eigentlich auf der Bühne zuhause, machte sie sich im Fernsehen eher rar. War weder ein Allerweltsgesicht noch jemand der sich in seinen Rollen aufdrängte.
Als Chansonsängerin, hatte sie eine Stimme die Gänsehaut versprach.
jetzt ist sie 75 und sieht keinen Tag älter als 60 aus.
Sissi war so lieb und hat mir mal ein altes Bild von ihr geschickt, ich versuche es einzufügen, das meinte ich damit, jetzt sind die Haare ab. So, kenne ich sie...
Bild http://www.woman.at/mywoman/dulcinea/

denn, was ich fast bedauere, früher hatte sie lange, nicht gefärbte grauweisse Haare, eine Haarpracht die ihr in Locken über den Rücken fiel, das sah phantastisch aus. Ich sah es im damaligen Gespräch in dem sie mir ausgesprochen gut gefiel. In der jetztigen Dokumentation ( unter dem LINK) hat sie sich dem Trend angepasst einen gefärbten Bob zu tragen, auch  nicht schlecht,angepasst würde ich es nennen,  aber nicht mehr ganz sie.

 Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Pluhar
mehr über sie:  http://www.badische-zeitung.de/theater-2/erika-pluhar-die-hoch-und-tieffliegerin--79894068.html

 http://diepresse.com/home/meingeld/uebergeld/3859298/Erika-Pluhar_Dieses-Geldgetue-halte-ich-von-mir-fern
hier ist sie ganz bei sich und erzählt:
http://derstandard.at/1363705791226/Erika-Pluhar-Dieses-Haus-ist-der-Humus-meines-Lebens

Ihr Leben kann man im Link nachlesen, einfach war es nie.
eine Doku: Erika Pluhar im Gespräch mit Sebastian Bargon
Ich mag Frauen die aus der Rolle fallen, interessant sind. Ein Leben mit Alternativen führen und doch bleiben was und wer sie sind..
  : Der Dokumentarfilm "Erika Pluhar -" Trotzdem. Mein Leben" lief am Dienstag, 4. März 2014, um 22.45 Uhr in der ARD.
http://www.focus.de/regional/freiburg/theater-erika-pluhar-steht-letztmals-vor-der-fernsehkamera_id_3556883.html

Die Doku der ARD ist nicht der einzige Pluhar-Film, der aktuell ins Fernsehen kommen soll. Für den Streifen «Laguna» hat die Österreicherin nach eigenen Angaben das Drehbuch geschrieben, die Regie sowie die Rolle einer Großmutter übernommen. Sie spiele erstmals an der Seite ihres Enkels Ignaz Pluhar. Gedreht wurde demnach vor einem Jahr. «Meine Abschlussarbeit», sagte Pluhar. Der Film soll ihr zufolge Ende März auf 3sat ausgestrahlt werden. (dpa)

Erika Pluhar ist auch mit 75 "die öffentliche Frau" | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/kultur/erika-pluhar-ist-auch-mit-75-die-oeffentliche-frau-id9047901.html#plx1065834957

und zuletzt die AUTORIN : http://www.lovelybooks.de/autor/Erika-Pluhar/Sp%C3%A4tes-Tagebuch-233330566-w/



mehr Geschichten und Gedanken auf meiner HP:
http://www.angelface.repage.de/ 

Mittwoch, 3. Juni 2015

Juni ists und damit auch Sommer?

Badebiotop
1200 qm Wasserfläche zum schwimmen, das reicht.

Das Ulrichsteiner Naturbadebiotop

http://www.ulrichstein.de/tourismus/freizeiteinrichtungen/badebiotop.html
(diese beiden Bilder wurden vom offiziellen LINK übernommen)
- Stadt Ulrichstein -Badebiotop
Diese kleinen Alltagsgeschichten versüßen das Leben, es passiert etwas, egal was. Es wird Sommer und damit gibt es viel zu tun.
Ich kann mir das Wegfahren sparen, hab den Urlaub direkt vor der Tür.
Das Schwimmbiotop am Rande des höchst  gelegenen Ortes in Hessen  macht ab 7. Juni auf, bleibt bis voraussichtlich  Ende August offen und die Gäste und Besucher dürfen erwartet werden.
Wie wird es in diesem Jahr werden? Badesaison.
Heiß, oder wetterwendig kühl, durchwachsen oder angenehm warm? 
       Das Wetter – heute sind knapp  an die 25° und darüber gemeldet  – verspricht schon morgens um 6°° sonnig zu werden, es weht ein leichter warmer Wind – noch lässt er die Türen knarren, aber  - Oh Wunder – man fragt sich bei den bisher herrschenden Temperaturen wie warm das Wasser in wenigen Tagen sein wird.
Schon im letzten Jahr hatte ich mich gewundert, wie schnell das ging. In wenigen Stunden stieg die Wassertemperatur von 16° auf die 20° Grenze. Wir haben Reizklima hier wie oft sonst nur  an der See und das Bad wird vom Flüsschen das hier entspringt, gespeist..
 Mai – Juni – Juli  - Wetter: Morgens kühl, mittags warm, nachmittags heiß und die Nächte, na die sind  unterschiedlich durchwachsen. Die Fenster gilt es abzusichern, die Waschbären sind das ganze Jahr über unterwegs und sehr rege was die Mülltonnen angeht. Auf Katze und Hund gilt es aufzupassen.
Der Park an sich liegt meist ruhig und still.
Kaum schien einige Stunden  im letzten Jahr um diese Zeit die Sonne, füllte sich das kleine Bad mit lachenden Kindern und zögernden Erwachsenen, die die Füße in das kühle Nass steckten. Kindern macht das ja nichts aus, Bewegung, springen und hüpfen im Wasser macht warm und schon freuen sie sich wenn die kleinen Eidechsen und Molche flink durchs Wasser schnellen.
Huch, gab es da großes  Geschrei als sie entdeckt wurden.
Die Liegewiese ist frisch gemäht, das Büdchen ist auf und die Bratwürste schnell auf dem Grill. Das heißt  Sommer,  viel Ruhe und Erholung, aber auch Freude und  Spaß.
Ein Buch vor der Nase, den Blick ab und zu in den Himmel und sollte es zu heiß werden, kühlt man sich in einer Schwimmrunde ab.
Das kleine Bad – eher ein großer runder Schwimmteich, der in der Mitte doch immerhin 15 Meter tief  und damit recht kühl ist, liegt verwunschen und ruhig inmitten des Ferienparks in dem ich seit über 2 Jahren nun zu Hause bin und ich genieße  jeden Haus vom Balkon aus  den Anblick der leuchtend – roten  Abendsonne im Wasser.
Ich bin mächtig gespannt wie es der Kater in diesem Jahr halten will. Zu sehr hat er sich mittlerweile daran gewöhnt mich bis zum Wohnwagenparkplatz zu begleiten.
der Platz, ruhig und still gelegen..
Bilder by Angelface.

Badansicht vom Wohnwagenplatz aus...
Ich hoffe doch sehr, er dehnt seine Begleitung nicht bis zum Schwimmbad aus. Ich sag ihm zwar immer, er wäre kein Hund, sondern eine Katze, aber so richtig scheint er meinen Worten keinen Glauben zu schenken. Er besteht auf der Begleitung, wahrscheinlich meint er in seinem Spatzenhirn er müsse mich beschützen, wer weiß?
Da sitzt er dann geduldig  - entweder mitten auf dem Platz oder am Grasland  und wartet bis ich die Gäste eingewiesen und informiert habe was es so alles an Sehenswürdigkeiten bei uns gibt.
Unsere Gäste kommen ja von überall her, egal ob auf der Fahrt nach Hause, oder auf der Fahrt nach irgendwohin. Hier wird Halt gemacht und sich ausgeruht von langer Fahrt.
Egal ob von GB, der Schweiz, Holland, Belgien oder aus Deutschland, es gibt kaum Unterschiede im Verhalten zwischen den Urlaubern, alle sind nett und alle freuen sich so einen schönen Platz zum relexen gefunden zu haben..
Hunde sind oft dabei worüber mein Kater recht erfreut ist, das ist nämlich wie fernsehen für ihn.
Da wird dann  hier erst einmal gefahrradelt und gewandert, sich die alte Burg, das Museum angesehen und die Gegend erkundet denn wir sind ja Urlaubsgebiet. Jeder, der ab Mai hier eintrudelte, fragte schon nach, ab  wann das Bad aufmacht. Es scheint doch nicht nur auf mich eine magische Anziehungskraft auszuüben.
Wasser – still und ruhig
Wasser- lebendig und kühl
Wasser – erfrischend, klar und sauber, belebend
Sich im Wasser  bewegen und relaxen ist einfach schön.
Freuen wir uns auf den Sommer und hoffen, er hält was er bisher  vage verspricht.
Heißer Sommer, kühler Sommer, warmer Sommer, verregneter Sommer, keine Ahnung wie der Sommer tatsächlich werden wird, lassen wir uns einfach überraschen!

© Angelface

Montag, 1. Juni 2015

helle und dunkle Tage



Es ist doch immer wieder erstaunlich was sich so – von ganz von selbst ergibt.
Normalerweise gehöre ich auch nicht unbedingt zu denen, die ständig in der Vergangenheit herum bohren, sich damit beschäftigen zurückzudenken, oder zu schauen was gestern war, denn das Heute ist wichtiger, realer und verbraucht auch schon ganz schön viel Zeit.
Aber, wie es eben ist, manchmal ergibt sich ein Gedanke – ganz von selbst – an jemanden oder etwas und Plubs, schon bist du nicht mehr im Heute, sondern erinnerst dich.
Eigentlich wollte ich nur aus meinem Nachtkastl eine ganz bestimmte Birne herausholen, das Lämpchen  im Bad, das von Muttern stammt, fasst nämlich nicht jede Birne und ich hatte mir vorsorglich bei der Übernahme der Lampe Ersatzbirnen besorgt und – um sie  wiederzufinden, gleich ins Nachtkastl gelegt.
      Morgens um 5°°,...  4 Schubladen, alle hölzern und tief, darin verborgen ein Sammelsurium das ich – irgendwann, mit einem bestimmten Grund oder nach einem Gedanken – hineingelegt hatte.
Vergessen hatte ich  völlig – was darin war.
In einem Umschlag alte Bilder….KARTEN mit Grüßen, liebe Gesichter und noch liebevollere Worte, eine Stunde verbrachte ich damit vor Rührung darüber zu weinen. Nässe tropft auf meine Seiten -
Mein spinnerter Kater weint unten an der Treppe auch, entweder er langweilt sich oder ihm fehlt etwas - Aufmerksamkeit?
Ein ganz dicker Hefter mit Texten, mein Gott, wie lang war das her – das habe ich aufgehoben? WARUM frage ich mich…das Nachdenken darüber und warum  - verbraucht auch Zeit. Da fiel mir ein, es waren Texte aus der alten Angelface at, die es schon sooo lange nicht mehr gibt. Ich hänge daran, klar, schließlich war  es ein langer Lebensabschnitt der mir viel bedeutete. In dem so viel passiert ist. Kein Wunder, dass ich ihn aufgehoben hatte.
Ein gebundener Ordner, BRIEFE von früher – an sie, meine Mama, die ich nie abgeschickt hatte – den Groll darin konnte man bis in mein Kissen spüren.
Ein Glück, dass sie sie nie gelesen hat.
Briefe an den kleinen Bruder – heute ist er seit 2 Jahren tot. Seine habe ich auch alle aufgehoben.
Gut, dass ich sie wieder fand. Wären es Briefe an einen Geliebten, sie könnten nicht liebevoller und zärtlicher sein.
Alte Bilder in einem Plastikumschlag, durchsichtig,  eine fast Schwiegermutter, auch tot schon seit Jahren, ich sehe sie an und weine. Schön war die Zeit und die Gespräche mit ihr. Ich merke, ich vermisse sie.
Verblichene, blasse Bilder von Julchen, meinem geliebten Kätzchen, wie hätte ich sie je wegschmeißen und entsorgen können? Niemals…Paulchen, der schwarzweiße, wie sehr hing ich doch an ihm. Auch ihn finde ich hier wieder.
Klärchen hatte mir vor Jahren ein buntes Büchlein, noch leer, für all meine Passwörter geschenkt, weil ich Dussel sie immer verlegt hatte, auch das fand ich darin,  denke an sie und danke ihr, dass sie damals so an mich dachte. Die Passwörter, ja, sie sind drin.
Ein Portrait  zweier Personen, was tun die da drin, einer ist tot, den gibt es nicht mehr, sollte ich sie endlich einmal entsorgen?
Außer mir, hat ja keiner eine Erinnerung daran.
Dann noch 3 wunderschöne Gedichtbände, mit meinem Lieblingsdichter darin. Die Widmung spricht Bände und für sich.
Ich bring es nicht fertig, irgend etwas davon zu entsorgen, soll es doch liegen bleiben, es schadet weder mir, noch dir, wenn du sie einmal finden solltest. Vertiefe mich in all meine Briefe, in die Gedichte, in die Texte und
weine…..weil es so schön oder schlimm war?
Nicht mehr daran denken.
Guten Morgen – Montag, auch einen Tag wie dich, muss es anscheinend von Zeit zu Zeit geben.
Es regnet, aber der Tag wird hell und ich habe viel zu tun..
© Angelface