Mittwoch, 31. März 2021

Frühlingserwachen, zu schön für Drinnen...

 


Zu schön für Drinnen..
Der Kaffee außen schmeckt so viel besser, denn der Wind spielt mit dem  Milchschaum lustig herum und zaubert Himmelsbilder in die Tasse.
Selbst bei uns hat es jetzt schon 16,7 °, das ist für mich kein Frühling.de sondern sind schon fast sommerliche Temperaturen.

Mir klebt das T – Shirt am Buckel das ich mir gestern aus einem Karton gefischt habe und meine Fingernägel sind erdig-braun, so tief hab ich sie in den Garten gesteckt.

Endlich – wenn auch eigentlich viel zu früh für nächtliche Fröste sehe ich mittlerweile schon gelbe und blaue Blütenköpfchen aus der Erde spitzen, der erste Rasenmäher läuft brummend über fremde Wiesen, - alles sät und ackert um mich herum.

Man hört brummelndes Gelächter, helle Stimmen, da und dort ein Ruf über den Gartenzaun.

Auch ich konnte nicht widerstehen und hab mir Fuchsien im 6er Pack gekauft und heute tief in die Kästchen versenkt. Darüber weht eine bunte Ampel in 3 Farben, die verheißt Hoffnung.

Schließlich möchte man bald blühendes um sich sehen wenn der Osterhase rund um die Felder guckt und sich überlegt wo er als Erstes einkehren soll.
Nächste Woche ist es soweit und während sich die Nachrichten im Radio stauen wo – wann – wie-viel und wer sich impfen lassen möchte und ob es bald Pflicht ist um überhaupt ein Flugzeug  besteigen zu  können, diese Gedanken lassen mich nur  noch die Augenbrauen hochziehen - immer mehr  überlegen sich viele, ob sie sich überhaupt diesem hemmungslosen Durcheinander↓ weiter aussetzen wollen.

Ist überhaupt genug Impfstoff da und sind jetzt die unter 60 jährigen oder doch noch die bald Hundertjährigen dran? Man kann und will es nicht mehr hören was gestern war und morgen geschieht.

Da ist zuhause bleiben und den Garten, das Blühen und die Stille genießen  weitaus gesünder.
Meine bunten Blusen flattern auf der Leine zum auslüften und rufen nach Rock und leichten Schuhen.
Man will raus, nur raus ins Grüne der Umgebung um was anderes als seine eigenen 4 Wände zu sehen.

Egal welch Wetter uns noch erwartet, ob nochmals Frost kommt oder nicht, die Vögel zwitschern und singen, ob Corona fern oder nah an einem - ob es uns beißt, weiter zusammenschweißt  oder nicht, -
der Frühling ist da und lässt sich nicht mehr wegdrücken.

 

ist es nicht entzückend wie sie uns animieren mit-zu - lächeln?


@ Angelface




Samstag, 27. März 2021

April..April

 P u h...


So was nennt man nun wohl einen „ schlechten Scherz“!
Wir haben doch noch 6 Tage Zeit,!!!!!!!!

Sa – So - Mo – Die – Mi- erst am Donnerstag wäre der 1.April.

Damit hatte ich ja gerechnet, dass es dann nochmal schneit,
aber jetzt – könnte Frau Holle eigentlich noch gut ein Päuschen machen!?
Die blöde Kuh, soll sie doch woanders schütteln wo sich jemand darüber freut.

Die Frühlingszwiebeln haben schon die ersten Frühblüher aus dem grauen Boden geschoben.
Kleine Tulpenköpfchen zeigen sich seit einigen sonnigen Tagen, auch wenn der Wind noch ein wenig kalt war und wir haben uns alle gefreut.

Gestern war der Schornsteinfeger da und hat den Ruß aus dem Kamin geschoben, der kommt für
Pellets - Ofenrohre - zu reinigen 2 x im Jahr und wenn es schön außen ist, kann man die Rohre schon im Garten mit einem"  Stab mit Bürste" durchstoßen. Das wird immer eine Riesensauerei, da lohnt sich danach die Wäsche.

fertisch .... er kriegt noch nen Kaffee und geht fröhlich pfeifend von dannen..
jetzt hatte ich die fröhlich flatternde Bettwäsche auf der Leine...
mich faul im Liegestuhl geräkelt...
in den himmelblauen samtigen Himmel geschaut...
ein halbes Buch ausgelesen...
die Zweige der Büsche gründlich beschnitten und gekappt...
die Gartenmöbel ausgeräumt und entstaubt...
...war zum Wochenendeinkauf im Städtchen und hab die Bücher verlängert...

neue Pellets wurden gebracht,..
dazu hab ich dem netten „Helfer“ erst mal ein Mittagessen gemacht,
das haben wir schon am Gartentisch im Schein der Sonne gefuttert und uns
über den Nachtisch - das erste Eis - gefreut.

morgens war noch nix, abends stand`s...

Dann dem Nachbarn zugeschaut wie er sein neues Gartenhaus aufbaute... Ratz Fatz ging das..

...ein paar Stiefmütterchen gepflanzt..
von den Geranien noch die Finger gelassen
alles im Freien..
alles okay...

selbst Mimi ist schon nach außen gewackelt und hat die Sonne begrüßt...
nachdem sie morgens beim Tierarzt war und er ihr „ noch einige Zeit gegeben hatte...“
was auch immer das heißen soll.

und nun das?
Aprilscherz...
Sonne – Hagel – Schneeschauer - mit einem Wort k a l t.

mitten im März, denn es ist noch kein April sondern wohl eher ein Scherz,
oder hat Petrus etwa bei all unseren übermütigen  Aktivitäten gemeint, - es wär noch zu früh?..

da hat der Nachbar aber mächtig Glück bei seinem Gartenhausaufbau gehabt – das steht jetzt sogar schon mit Dach und blinkt freudig in die Ferne....

 Ätsch...  April April...

weiße Flocken taumeln durch den Himmel, lassen sich nieder...
 es grollt und blitzt - Hagelkörner prasseln ans Fenster...
 kein frühlingshaftes Sehnen - es schneit..
und sieht sehr nach noch Winter aus..
obwohl nun über allem die Sonne scheint.

Aber ich wette, morgen ist der Spuk wieder vorbei!

 Dazu kommt ein neues Cover für den April, das nicht so "angestaubt" wie das Letzte ist...

Das war, man merkts Samstag.
 Heut ist der Tag  wie es sich für einen schönen Sonntag gehört -
uns wieder freundlich halbschattig sonnig begegnet und auch nicht mehr richtig kalt..
Ich denke, die nächsten Tage werden uns noch mehr erfreun....

@ Angelface

Freitag, 26. März 2021

der letzte Satz....


 Der erste und letzte Satz endet bei mir fast immer...
nicht mit einem Punkt …
sondern mit dreien, das Ende ist offen...

wie der Gedanke..
der nie zu Ende gedacht wurde...

wie die Augen einer Katze vor dem leeren Napf...

wie der Tag, der noch nicht beendet ist..
wie die Tasse Tee, die noch nicht getrunken...
auf den letzten Schluck wartet...

wie eine Symphonie...
die nie zu Ende geschrieben....

wie der Satz mit einem imaginären Fragezeichen...
ist es das geschriebene oder gesprochene Wort...

das auf Antworten hofft..
die nie kommen...

wie die Nacht, die nie endet..
weil man denkt...

wie die Gedanken, ...
die Wünsche, die hoffen...
sie sind noch offen...

So entstehen Texte, die oft keiner außer mir versteht, dann, wenn sie mich anfallen wie ein wildes Tier - Texte, die mich am Morgen begrüßen wie ein lieb gewordener Freund.Texte, die ich mag und liebe, -  es sind meine Emotionen - die auf dem weißen Blatt meiner Gedanken entstehen ohne dass ich sie plane...


Zitat: Angelface

@ Angelface



Montag, 22. März 2021

Zusehen – abwarten – aushalten...

 

Zusehen – abwarten – aushalten – entscheiden - über unsere Vergänglichkeit -

ist nicht einfach und doch muss man es tun.
Wenn ich meine alte Katze Mimi ansehe, blutet mir manchmal das Herz und schreit auf : tu was, - aber was – und wann?

Zuzusehen wie ein Körper langsam in wenigen Monaten immer weniger wird, praktisch in seine einzelnen Bestandteile zerfällt, ist ein schmerzhafter Prozess, zumal man den Tieren oft nicht richtig ansieht wie sie „ alt werden“ oder beim alt werden zusehen, denn  manchmal flackert ja für Wochen Leben in ihnen neu auf.
Das macht eine Entscheidung für den Tierhalter so schwer.

Alter ist ja keine Krankheit gegen die man was machen kann,
das Alter kann man sich im allgemeinen Gesundheitszustand ansehen, der Beweglichkeit, dem Appetit,  –– den Alltag noch  mitmachen.

Die zarte Kleine  hat erbärmlich abgenommen, wirkt äußerlich so zierlich und zerbrechlich , aber nicht geh-brechlich und so sind  manch „ - Höhenflüge „– wie ich es nenne - noch drin.
Dann flitzt sie raus in den Vorbau und in den Garten und schnuppert Luft.

Noch frißt sie gut und "redet mit mir.".
Ich frage mich oft, wenn ich sie so ansehe, wie sie friedlich auf ihrem Katzenaussichtsplatz am Fenster sitzt und den Vögeln beim fliegen zusieht , dann viel schläft, _ ist es nun ihr Alter mit 17 Katzenjahren oder diese blöde scheinbar nicht heilen- wollende Wunde, die sie so schwächt und ihr Aussehen gründlich verändert, wie eine Blume die langsam verwelkt. Ihr Gesicht ist so zart wie ein gelbes Butterblümchen oder eine filigrane blaue kleine Glockenblume die eben ihren Hals aus der Erde streckt.

 

Beim ganz alten Menschen ist es ja ähnlich – sie zerfallen praktisch in sich hinein, werden gebrechlicher, dünner, schwächer und irgendwann ist dann Schluss. Man weiß und spürt das.

Von meiner Großmutter habe ich schon keine „letzten Bilder“ gemacht als sie langsam vor sich hin - verkümmerte, immer dünner und stiller wurde, weil ich Respekt vor diesem langsamen Sterben hatte, es nicht richtig fand dies im Bild festzuhalten und weil ich sie lieber gesund und autark, stark und mutig, tapfer und tatkräftig in Erinnerung behalten wollte.

Aber ich weiß noch - es tat weh, fast körperlich weh diese Gewissheit, dass sie bald in eine andere Welt gehen würde.Über allem schwebte,  so lange es dauerte - der Gedanke: wann?

Bei meiner Mutter war es ähnlich, die letzten Monate ihres vor sich hin - Sterbens bekam ich nur am Telefon mit, weil Besuche im Heim nicht mehr gestattet wurden.

Doch auch da hatte ich vorher keine aktuellen Bilder mehr von ihr gemacht weil sie sich äußerlich so sehr veränderte, dass es mir fast körperlich weh tat, sie so zu sehen.
Fast ist es mir lieber, dachte ich mir oft, wenn sie abends ganz schnell einschläft und morgens nicht mehr aufwacht und ich Bescheid bekomme, dass sie friedlich eingeschlafen ist.

Letztendlich war es dann auch so. Sie brauchte keine Sterbehilfe und ich habe lange vorher gedanklich Abschied genommen, und weil ich sie nicht sah, war es relativ „leicht“ für mich sie loszulassen.
Aber die Zwischenzeit – war hart.
Menschen kann man beim sterben zuschauen aber als Angehöriger nicht helfen, das kann nur der Arzt, der erleichternde Mittel gibt.
Bei Tieren ist es anders, da kann man entscheiden wann sie gehen.

Doch ein gesundes, nur altes Tier - schläfert dir ein Tierarzt dein geliebtes Wesen das dich sein Leben lang begleitet – nicht ein.
Da sagt er nein, er darf das nicht -  hörte ich von so einigen Tierärzten, die ich im Leben aufgesucht hatte. Sie müssen sehr, sehr unheilbar krank sein.

Einmal war es anders, einmal durfte es sein.
Ich hatte vor Jahren lange mit einer Tierärztin damals über dieses Thema gesprochen, als Tahier mein schwarzer alter Kater mit seinen 21 Jahren so wenig Substanz zurückbehielt , dass man ihm ansehen konnte, er macht es nicht mehr lange. Der gesamte Organismus wurde so schwach, dass er Leben einfach nicht mehr aushielt.

Marburg in den Achtzigern, daran denke ich oft

 

Er war trotz seines enorm hohen Alters gesund, nur alt und zerfiel immer mehr bis nur noch ein zartes Bündel pechschwarzes Fell und riesengroße grüne Augen übrig waren, fraß bis zum Schluss gut und nahm auch noch aus dem Fenster guckend an der Außenwelt teil.


Sie kannte ihn über Jahre und hat ihn behandelt wenn er was hatte. Viel war es nicht, - das wird es gewesen sein.
Sie kam zu mir ins Haus – untersuchte ihn zart und behutsam, wir nahmen lange Abschied voneinander während ich ihn in meinen Armen hielt und dann sagte sie: „ komm, wir helfen ihm gemeinsam hinüber“.

Oh, mir kommen heute noch die Tränen wenn ich daran zurückdenke weil es für mich ein so prägendes Erlebnis war, aber – es war gut und er schlief friedlich in meinen Armen ein.
Ich glaube, ja bin mir sicher, er spürte, dass ich ihn zu seinem Besten - liebevoll fürsorglich gehen lassen wollte und einfach losgelassen habe.
Dieser Tierärztin bin ich heute noch dankbar für ihr Verständnis dass sie für uns beide hatte.

Nun stehe ich bei Mimi fast vor der gleichen Situation.


Sie hat keine Schmerzen, ich bilde mir ein,  ich würde das spüren und wissen.
Aber wenn ich sie streichle und im Arm halte, spüre ich jeden einzelnen Wirbel unter ihrem bunten Fell, das so strohig und trocken ist.
Ihr Gesichtchen ist so zart und durchscheinend geworden, der Körper leicht wie die feine Feder einer Elfe.

Ich halte sie in den Armen und weine.
Sie schmiegt sich vertrauensvoll in meine Hände, das tut so weh und mein Blick geht aus dem Fenster in das Blau des Himmels und ich weiß nicht wann - heute - morgen - übermorgen?
Man wird so hilflos ohnmächtig  mit dieser schweren Entscheidung, fragt sich immer wieder, ist sie wirklich richtig?.( Oder könnte sie doch noch den Frühling erleben?)
Es sagt dir keiner, weil es keiner weiß.

Scheiße, ist das schwer. Da hat mein Kopfkissen kaum Platz für einen anderen Gedanken mehr.

Zusehen – abwarten – aushalten – entscheiden -
Man kann sie füttern - halten - versorgen und lieben

den richtigen Zeitpunkt für den letzten Weg findet man nie.

 und hier ist eine Geschichte über sie....
wo ist Mimi

und

 Mimi ist ein Trottel

 die ich im  August 2016 geschrieben hatte.

@ Angelface - gerne noch einmal zum nachlesen...


dazu ein paar Gedankensplitter von mir, es sind ganz persönliche Empfindungen.

Fortsetzung: G e d a n k e n s p l i t t e r

Der Verstand – die Vernunft und der Bauch
Wissen dass etwas geschieht und empfinden wie es sich anfühlt.
Das sind 2 Dinge...nie eins.

Verstand und Gefühl lassen sich oft nicht miteinander vereinbaren, sie sind so unterschiedlich wie Sonne und Mond, Wasser und Feuer, Erde und Licht.

Wie funktioniert der Mensch? Warum tun Verluste weh und wie lang hält Schmerz an?
Das große Vergessen funktioniert nicht, denn der Schmerz bleibt und ich frage mich wie jeder Mensch; warum bleiben in dir Verluste erhalten?
Weil es gelebte und erlebte sind.

Der Mensch lebt mit dem Schmerz, dem physischen und dem psychischen,
wäre er eine Maschine würde er nur funktionieren und nicht fühlen.

Der Schmerz ist nicht vergänglich, er bleibt dir sein Leben lang erhalten, er taucht immer wieder mit jedem neuen Verlust auf und ist real wie zu dem Zeitpunkt als du ihn zum 1.Mal spürtest.
Er wird vielleicht im Laufe der Jahre etwas „dünner, gesichtsloser und die Erinnerung verblasst, aber ganz wirst du ihn nie los, denn loslassen ist das Schwierigste im Leben.
Das weiß man auch von den Gedanken, sie kommen und gehen, vergehen – und kommen wieder..
Es gibt keinen Schalter zum abstellen!
Nur Verdrängung oder Therapie um besser damit umzugehen.

Wie man mit dem Schmerz umgeht, zeigt dir nur der Verstand und die Vernunft sich mit vergangenem abzufinden.
Der Bauch ist die Empathie, darin sitzen die Bilder deiner Erinnerungen und mit deinem Bauch musst du leben, ohne Bauch bist du kein Mensch sondern nur eine funktionierende programmierte Maschine.

-   ein langes Leben mit Katzen - nicht umsonst schreibe ich Geschichten über sie...
es sind eigene Erfahrungen
Seit 1984

Ratte und Bimbo ….nie vergessen weil nach 2 Jahren verschwunden, die Ungewissheit bleibt.
Unser Verdacht: von Tierfängern für ein Labor eingefangen.
Tahier 21 Jahre - aus Altersschwäche....eingeschläfert
Simba...mit 7 Jahren eingeschläfert/ Krankheit Ohrtumor, der nach innen wuchs.
Mimi die Erste, mit 7 Jahren überfahren auf einer Durchgangsstraße
Julchen mit 3 Jahren an einem Wurststück erstickt, sie starb in meinen Armen und ein Teil von mir starb mit. Die Tierärztin hatte keine Lust sie abends um 10°°als es passierte , zu behandeln.Sie wohnte 1 Straße weiter.(unterlassene Hilfeleistung)
Kasimir aus dem Tierheim - mit 10 Jahren plötzlich verschwunden, er hatte nur einen Lungenflügel
meine Vermutung, von einem Jäger erschossen
Paulchen 3 Jahre alt, wurde von einem Hund geköpft, das schrecklichste was ich in meinem Leben mit ansehen musste.
Kiwie, die Katze meiner Tochter bekam mit ca 7 Jahren einen „Wasserbauch“der ihre Organe zerstörte, auch sie musste schweren Herzens vom TA eingeschläfert werden

geblieben sind mir:

Mimi II kam als ca 4 Wochen altes Baby * 2004 zu mir, nun 17 Jahre alt..........................
Merlin* 2006 - aus einem Wurf mit 10 Wochen geholt, nun 14 Jahre alt........

Paulchen II ca 12 – 15 ? geschätzte Jahre alt, der Gastkater vom Pferdehof..
der sein Heim bei uns gefunden hat.......


Was macht den Mensch aus, der sein Leben mit Tieren teilt.

Er liebt und entscheidet sich dafür. Deshalb halten wir Tiere als Gefährten und Begleiter, weil wir empathische Menschen sind , - die Gesellschaft, Verpflichtung, Verantwortung und Aufgaben brauchen.
Eine Aufgabe heißt Fürsorge, bewahren – versorgen – auch vorsorgen damit es ihnen gut geht,
Freude,  Zusammensein und auch gelebtes Leid mit ihnen teilen, damit wir die Unterschiede des Zusammenlebens deutlich wahrnehmen.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich auch schwierige Themen mit Euch teile;
doch auch das ist das Leben und nicht nur das Gold der satten  Zufriedenheit das um uns glänzt.

@ Angelface

Mittwoch, 17. März 2021

Auch ein Alltag den jeder kennt, oder zumindest der/die - eine oder andere.

  Klar, guck ich meist nur lieber ins Heute und will nicht nach morgen oder übermorgen denken, aber ein wenig will ich schon wissen damit ich nicht überrascht werde..
 schließlich will ich, wie jeder andere - den einzelnen Tag der vor mir liegt, genießen.

 Wer sagt immer zu mir: " denk nicht so viel, denken tut weh"!...
Aber wozu haben wir sonst unser Hirn?!

G e d a n k e n s p l i t t e r

sind eigentlich
nur warme Worte
in einer kühlen Nacht
wohl durchdacht
nie ausgesprochen
aber mich haben sie
wach gemacht
Viele machen sich darüber keine Gedanken oder verschieben sie lieber auf übermorgen oder sie denken sie nur in ganz stillen Stunden vor sich hin und reden schon mal gar nicht drüber was sie wirklich denken. Wegschieben ist besser, morgen ist auch noch ein Tag und Zeit dazu, dann, wenn ich selber dran bin. Sie sind ja auch nicht ganz – so angenehm.

Es sind  nächtliche Gedanken die mich beschäftigen, wenn ich mal nicht so gut aus irgendwelchen Gründen schlafen kann.  So ganz kann ich mein Hirn nicht vor dem Alltäglichen  und der Zukunft in der man älter wird - abschalten.

Diese bewegen sich in mir mit den Fragen und ich kann und will das nicht verhindern denn ich muss mich ja damit irgendwann auseinandersetzen.
Eine Vogel – Strauss – Perspektive gibt es bei mir nicht.
Kenne aber so einige, die nur in den Tag hineinleben und die den Vogel-Strauss – Blick ins Morgen - gut drauf-haben.

Wenn das Wörtchen wenn – nicht wäre, wäre es besser, aber das WENN gibt es doch, denn das kommt jeden Morgen auf uns zu.
Wir leben das Heute, unseren Alltag und die Zukunft gehört nicht nur den Kindern.
Vor allen Dingen wenn man keine vor sich sieht.
Wenn man eine Zukunft hat, gehört sie auch uns, den Älteren.

Das Leben in Saus und Braus ist ab einem gewissen Alter weder gewünscht noch vorhanden.
Die Reisen nach irgendwo – nirgendwo fallen irgendwann weg – man ist mehr zuhause.
Man wird gelassen, ruhiger, wünscht sich weniger und ist mit dem was man hat, zufrieden.
Das ist der Idealfall.

Lebt man in einer Partnerschaft, ist abgesichert, hat eine gute Rente und eine nette Wohnung, gescheite angenehme Nachbarn,  gute Freunde und nicht ständig flimmernde Gedanken was will ich – was tu ich – ist mein Leben richtig so wie es ist – tritt eine gewisse Abgeklärtheit und Dankbarkeit in einem Leben ein.

Lebt man alleinstehend – wird es schon ein wenig schwieriger.
Man soll und muss vorsorgen fürs Alter und Leben.
In vielen Berufen ist es heute nicht mehr möglich finanziell groß vorzusorgen.
Viele Alleinstehende aber auch Partner mit nicht allzu großem Gehalt  leben von der Hand in den Mund -  zahlen vielleicht noch ein Haus ab und knapsen sich durchs Leben. Das Leben hat sich verändert seit man nicht mehr im Arbeitstrott ist.
Bei vielen ist dann das Geld knapp, gerade in Corona Zeiten wo viele Berufssparten aufgeben, die Existenz gefährdet ist,  weil es nicht anders geht, was dann?

Gedankensplitter die sich ergeben...

Wie lange kann ich dann noch Auto fahren wenn ich eines habe
lohnt es sich noch einen neuen gebrauchten Benziner zu kaufen, oder  muss ich auf E-Autos umsteigen weil es keinen anderen mehr gibt, obwohl ich das Einkommen dafür nicht habe?
Was ist mit online -banking wenn ich`s nicht mehr begreife mit dem PC umzugehen, wenn die Augen schwächer werden?
Wann gebe ich den Führerschein ab, was geschieht dann?
Wer kauft für mich ein, bringt mich zum Arzt, versorgt meine Tiere wenn ich allein lebend, oder krank und alt bin?

Bei mir im Park leben so einige ältere - vor sich hin-schlurfende Gestalten bei denen man sich langsam fragt: wie schaffen sie das noch, doch bald ins Altersheim oder zu den Kindern, wenn vorhanden?

90 jährige,  die noch  lustig und behänd auf Bäume klettern oder sie noch im übertragenen Sinn auszureißen versuchen, - gibt es wenige, einige sind schon dankenswerterweise für Kinder und Enkel in früheren Jahren verstorben.

Diejenigen die mit 50 oder 60 -  gingen - und heute friedlich  unter der Erde liegen,  mussten sich ums Morgen keine Gedanken mehr machen, taten es wahrscheinlich auch nicht, andere denken übermässig oft daran  was uns der nächste Morgen bringt.
Die ganz Vorsichtigen, oft auch etwas  überängstlichen Depressiven meinen : was kommt auf mich zu? An Corona erkranken, vielleicht sogar sterben, oder lange Folgeschäden haben -   die Treppe runter fallen, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall kriegen, Lungenembolie, Krebs oder andere chronische Krankheiten, der hat es gehabt, dann krieg ich es auch – irgendwas davon denken sie und bibbern.

So denken nicht wenige die dennoch im Alltag realitätsbezogen sind.
Sie haben vielleicht Angst oder Bedenken was alles auf sie zukommt, wenn die Körperkraft erlahmt oder der Geist versagt und sie nicht mehr da oben  im Hirnkastel ganz beisammen sind..
Nicht alle die älter werden, bleiben auch ganz gesund und munter, das ist nicht  unbedingt der Regelfall  und man sollte nicht selbstverständlich damit rechnen.

Allein, deshalb  ins Altersheim, nein wollen sie natürlich nicht, wer will das schon.
Da riecht es nach Spucke,  abgestandenem Urin und Essen, den Ausdünstungen anderer und man sieht den Sabber am Mund des anderen der mit dir das gleiche Zimmer als Alten -WG teilt.
Natürlich trifft das nur auf die zu, die sich keine teure Seniorenresidenz leisten können.
Das aber können heutzutage wirklich nur noch wenige.

 Das Universum ist zwar für uns alle da, aber passt es auch auf uns alle auf?

noch weitere Gedankensplitter: 💖💖💖

Was ist  denn wenn ich meine Einkäufe nicht mehr tragen kann, die Höhen der Berge nicht mehr besteigen - , wie viel kostet es mich – sie mir  bringen zu lassen.(?) Kann ich`s mir auf Dauer leisten?
Man hat es schon mal ausprobiert als man noch etwas schwächelnder Rekonvaleszent nach einer durchgestandenen OP war, nichts Schweres tragen sollte..
Das "Essen auf Rädern"  hat beim Nachbarn  widerlich fade nach nichts geschmeckt auch wenn man anfangs begeistert war, dass es das überhaupt gab.

Hast du eigene Tiere ist vieles schwerer denn das bedeutet Verantwortung – vorsorgen – da sein für sie. Da macht man sich Gedanken, überlebst du sie - oder sie dich,
wenn letzteres geschieht, was passiert mit ihnen?
Wer bringt sie ins Tierheim, vermittelt sie weiter, werden sie traurig sein dich verloren zu haben oder passen sie sich auch an andere an.?
Hast du Freunde die sie dir abnehmen wenn du nicht mehr richtig für sie sorgen kannst?
Wer soll sie begraben.
Was geschieht eigentlich mit dir?
Hast du Vorsorge getroffen für den Ernstfall?
Ein Testament gemacht,eine vorsorgliche Patientenverfügung verfasst, in diesen Zeiten nicht gerade beispielhaft gut, vielleicht willst du ja doch Corona überleben und zum Leben zurück beatmet werden?

Oder machst du weiterhin die Augen davor zu, dass das Morgen – egal wie es aussieht auch auf dich zukommt und dich unvermutet und im ungünstigsten Augenblick antrifft.

hm...

  somit sind  meine Nacht und Gedankensplitter beendet und damit auch unangenehm schwierige Themen,
gehen wir lieber weiter in den Tag hinein tanzen.
Außerdem muss ich dringend meinen Perso verlängern lassen, sonst bin ich weder registriert noch als Einwohner erfasst und gesucht werd ich auch vergebens. Ich denke, es gibt einen neuen für 10 Jahre..

Dabei kommt mir bei der Rückkehr noch ein Gedanke, denn ich hab meine Fingerabdrücke abgegeben weil das bald Pflicht beim neuen Perso ist.

Aber will ich das mit einer PIN machen um mich  mit dem Perso zu identifizieren?
 Ich hab die Qual der Wahl..
Vielleicht schmeiss ich mein Handy ja in 5 Jahren weg weil ich keinen Bock mehr darauf habe, auch das will bedacht sein, genauso ist mit dem Bücher schreiben - und wie mit dem Auto fahren..

tssss...ein Post nur für die Alten? Oder für jeden für uns der vorausschauend  denkt?

@ Angelface  -  mitnichten - ich geh jetzt wieder dichten...



Freitag, 12. März 2021

mancher Mensch lebt gern alleine..zwischenmenschliches

Warum ist der Mensch so wie er ist?!

Ist er einfach gestrickt oder kompliziert das ist doch die Frage: erträgt man ihn -  und  wie erträgt man  sich?
        Die Geschmäcker der  Gestecker der Menschen sind verschieden - ihr Verhalten auch, du kannst die Menschen nicht ändern, sie sind – wie sie sind -:
Mancher glaubt,  er braucht nur sich selbst, andere können schlecht alleine sein und wählen sich Partner und oder Freunde um miteinander zu leben oder sich etwas zu teilen.
... Das Leben muss man ausprobieren um es kennen zu - lernen, wie es einem gefällt,  so lebt man es.
Das ist eine Entscheidung die sich jedem stellt. Ob diese gut oder schlecht ist, kann jeder nur selbst beurteilen.
Das ist im Grunde wie das Kinder kriegen, manche entscheiden sich dafür, -  andere dagegen und verbringen ihr Leben lieber mit Hunden, Katzen, Pferden oder Fischen im Aquarium, auch das kann sehr befriedigend sein.

Doch "ändern" kann man sich nur selbst -  das merkt man auch irgendwann wenn man aufmerksam zu sich selbst ist.
Bei meiner heutigen Blog-runde habe ich einen Post von Beate entdeckt der mich schwer zum nachdenken brachte.

sie fragt sich ganz allgemein:  " wie gehe ich mit schwierigen Menschen um? _

Mit Reife und Verständnis oder nur mit Unbehagen?
Die Frage stellt sich prompt bei mir:
Was – und wie - denke ich darüber“? - ( liegt es im Charakter oder gar vielleicht  an "der Erziehung" wodurch man schwierig ist? Prägen einen  bisherige Lebenserfahrungen? Oder ist dein Gegenüber vielleicht " depressiv kopfkrank" ?)

Nun,  - wer sich über zwischenmenschliches überhaupt keine Gedanken macht, sich verweigert sich auch mit anderen Menschen auseinanderzusetzen,  wie nennt man diesen Menschen gerne, meist recht vorschnell und wertet ihn damit ab.? Was heißt " schon schwierig"?

ist er/oder sie -  als schwierig empfunden vielleicht  nicht besonders klug und vorausschauend - ein realitätsfremder Eigenbrötler und Einsiedler  der mit sich selbst nicht klar kommt, oder nur  bodenlos oberflächlich – dummschwatzend –  eigensinnig egoistisch – alles andere als feinfühlig – ein lächelnder Schönling ohne eigene Substanz,   arrogant und nur ich - bezogen ? Also  im Grunde ein Egobrocken der nur an sich denkt. (?)
Oder einfach nur „ arm an Gefühlen“, isoliert und abgehoben, fern der Realität.

Kein Herdentier das sich anzupassen und kompromissbereit  ist.
Es gibt wohl sowohl solche als auch solche Naturen. Dem Narr als Mensch ist nichts fremd..

Irgendwann kommt noch der "Altersstarrsinn",  der oft auch schon in den 40zigern beginnt - die eigene Selbstherrlichkeit und eine gewisse Überheblichkeit hinzu. Man ist erwachsen, weiß Bescheid wie Leben geht
andere aburteilen:  - der passt mir nicht -  ist schnell.
Von sich selbst überzeugt, wird der Mensch kaum auf einen anderen zugehen, wenn es nicht seine Natur ist. Der abwartende Mensch  ist eher  skeptisch, vorsichtig – zurückhaltend -  oft auch normal egoistisch - oder wenn er freundlich im  Typ ist -  zuvorkommend,  hilfreich und höflich wenn er gut erzogen ist und um die Regeln des Miteinanders weiß und sie akzeptiert.

Man kann es sich aussuchen wie man ist, den anderen mit innerem Abstand betrachten und sich selbst mit der Frage „ und wie bin ich?“

"Bin ich denn bereit auch die Macken eines anderen zu akzeptieren und zu tolerieren  weil ich weiß, auch ich bin nicht ohne Fehl und Tadel?

Geduld mit einem anderen Menschen zu haben ist manchmal recht schwer wenn es an die eigene Substanz geht. Ich denke, das kennen wir von uns allen.
- Zwischenmenschliches  miteinander zu handhaben ist nicht immer einfach - eher schwierig -

Manche lernen es nie miteinander auszukommen  und ecken immer wieder bei anderen an, wenn eine Situation auftaucht, die er nicht gut händeln kann..

Zudem ist es für jeden schwer, auch vor sich selbst zu-zugeben, dass jeder Mensch Fehler hat, dass niemand und gerade im zwischenmenschlichen Bereich jemand perfekt ist. Das eigene darüber nachdenken kann sogar weh tun.

Der Mensch ist ein  merkwürdiges schlecht einschätzbares Individuum,  eine einzigartige Persönlichkeit, ein  Fühler und Denker, der sich ständig verändert.
Manche handeln nach Bauchgefühl, andere nur nach ihrem Kopf.

Beides streitet sich oft miteinander.
Ist das Starrsinn - Eigensinn - fehlende Selbsterkenntnis?
Oder nur das Verharren in alten bekannten Strukturen, weil das für uns so bequem geworden ist.

Das erfordert Einsicht. Selbstanalyse –  daraus folgernde Erkenntnisse.

  • Reife – und der Wille die " erkannte" Wahrheit die bei jedem anders ausseht,  zu -zulassen.

  • Schwierige Menschen, Charaktere mit denen man nicht klar-kommt, -
    gibt es in jedem Winkel dieser Erde. Man wird sowohl in  der Schweiz, Österreich, in Timbuktu, Honolulu aber auch in Bayern, Hessen, NRW und auch in Schweden und England, in den USA,  Kanada - Australien - ja selbst am Nordpol immer jemanden antreffen der so ganz anders als du ist und nicht zu einem passt, wo es keine erkennbare Schnittstelle gibt...

  • dem Menschen einfach aus dem Weg gehen – ihn meiden,  klar, kann man.
    Das ist das einfachste.
    Weg damit - abservieren und du hast deine Ruh und dein Leben ´für dich.
    leb es einfach so bis zum Ende wenn es für dich okay ist.
    klingt doch irgendwie super...

  • Man kann sich aber auch mit ihm befassen und auseinandersetzen
    um zu sehen WORAN dies liegt.

    „Was heißt schwierig“- kompliziert
    man backt sich den Menschen
    mit dem man zu tun hat
    nicht nach seinen Vorstellungen zurecht
    wie ein Brötchen das gut schmeckt

     welch selbstherrlicher Mensch ist
    der rigoros sagt
    "ich kann mit dir nicht
    weil du nicht so denkst wie ich"
    denn auch das gibt es im gegenseitigen
    Zusammensein
    man kann und soll nicht versuchen
    ihn zu verformen und formen
    so wie man es möchte
    und es passt
    sie sind wie sie sind
    auch wenn es angenhmer und
    bequemer für einen wär

    wie es  gehen könnte ?

    Tjaaa..
    es kommt darauf an
    in welch Verhältnis man zu ihm steht
    ist -  er sie es - nah oder fern
    ists ein Familienmitglied
    die man sich nicht aussuchen kann

    ist er Chef, Kollege  oder Freund,
    nur ein flüchtiger Bekannter
    ein Nachbar mit dem es nicht recht geht -
    oder ein völlig Fremder
    wie wichtig für einen?
    dann sollte man
     zumindest bei denen die man kennt
    Toleranz, Akzeptanz und Verständnis haben
    selbst Gleichmut und Verlässlichkeit zeigen
    es gibt immer Züge im Gegenüber
    die nicht kompatibel mit dir sind
    eine 2. Chance hat der Mensch immer verdient
    ehe man ihn seiner Wege gehen
    und ihn loslässt

  • Ist er kopfkrank und starrsinnig könnte man sich fragen,
    oder ist er nur völlig anders gepolt und schöpft aus dem reichen Erbe das in ihm liegt oder den Erkenntnissen die er im Laufe seines eigenen Lebens angesammelt hat.

    So hat man schon Freunde,  Verwandte und gute alte Bekannte aus dem Leben gehen sehen

  • vielleicht ists ja so...
  • Seine erlebten Erfahrungen leiten ihn mit dir umzugehen, seine Erfahrungen nimmt er als Vorbild und zeigt sie dir, glaubt daran und das wirst du nicht ändern – egal wie du auf ihn reagierst.

  • Ein Gespräch schafft manchmal Klarheit -
    ein aufeinander zugehen – Fragen stellen und offene Antworten geben – ist manchmal sinnvoll wenn man den Kontakt mit dem anderen – egal warum – will.
    Im Grunde ist eine Begegnung zwischen Menschen relativ einfach – man spürt: ich mag dich oder ich mag dich nicht.

  • Danach handelt man.

  • Behandle den Mensch der dir gegenübersteht , so wie du möchtest, dass er auch dich behandelt
    rücksichtsvoll – achtsam – respektvoll – höflich und wenn du es kannst auch freundlich

  • Doch wenn deine eigene Natur eher auf unfreundlich geschaltet ist, auf starrsinnig und rechthaberisch und nicht auf Akzeptanz für die Natur des anderen, dann klappt natürlich nichts von alledem und der Mensch bleibt alleine..
    was manchmal für den Einzelnen nicht das Schlechteste sein mag

  •  echte Freunde- die ein Leben lang bleiben -  gibt es  eher selten
  • Allein - weil das Gegenüber sich als " schwierig" oder kompliziert  anfühlt, aber nicht unbedingt einsam - sich als unverstanden fühlende Eigenbrötler sind es wohl gerne.(?)

  • Aber auch andere die sich einfach nicht fürs Miteinandersein
    geschaffen fühlen, weil sie beides schon ausprobiert haben..
    Lebensformen die sich voneinander unterscheiden -  kann man im Laufe seines Lebens mehrmals ändern.

    Mehr miteinander freundlich sein kann man üben.

Oder liegt `s in den Genen dass es oft nicht miteinander geht?
Man weiß es nicht. Aber eines dürfen und können wir,
uns die Menschen aussuchen mit denen wir uns umgeben.
 man lernt doch jeden Tag neu hinzu  und akzeptiert - wie Leben geht.

@ ANGELFACE   


Hinweise:

noch mehr Geschichten und Gedanken gibt es hier die vielleicht lesenswert sind.
 17.03. 2021 ( im Versgedicht wurde heute ein klein wenig ergänzt und nachkorrigiert...)
und danke für die vielen fleissigen Leser im Hintergrund bei mir zum Thema
hat mich  ziemlich verwundert aber doch sehr gefreut, dass es anscheinend doch ziemlich viele Interessierte an diesem Thema gibt.!

Gestern 1248 Besucher ....Dazu sag ich gerne ein Danke. @ Angelface

Donnerstag, 11. März 2021

Ein Glück, dass es gute Tierärzte gibt.

 Regen – Sturm und ein Tierarztbesuch.

Der angekündigte Sturm fegt wild und stürmisch  ums Haus, Petrus klatscht laut in die Hände und  lässt die Fenster klirren.
, Mimis grüne Augen funkeln mich an, sie kann nicht schlafen und umgekehrt geht es mir auch so.

4° in der Nacht“ Na, die ist jetzt wohl vorbei.-
Immer wieder kranke Katzenkinder erfordern so einiges an gesundem Nervenkostüm.

Erst ist sie mir im Dunklen aufs Kopfkissen geklettert, dann von dort auf den Nachttisch gekrabbelt und hat mir das silberne Schmuckkästchen mit den Ohrringen auf den Boden geschmissen.

( Hoffentlich finde ich die alle wieder wenn es hell ist.)
Wenn man als Katze versucht sich auf den Sockel der Nachttischlampe zu pflanzen um den Kopf unter die Lampe zu halten geht das meist schief, – (wollte sie sich wärmen“?)
Als ich sie etwas unsanft auf`s Bett zurücksetzte um die Lampe zu retten, fauchte sie mich an.

das macht sie sonst nie! - und ist ein deutliches Zeichen dass ihr
ausgesprochen unwohl ist um es mal vorsichtig auszudrücken.
armes Ding, es ist wieder so schlimm..

 
 2 Tage kratzen reichen  - und es sieht wieder so aus wie
am Anfang, ...als hätte man nix gemacht
dabei war die Bahandlung schon durch...
es ist wie verhext dass sie so überempfindlich ist.
Jetzt ist der Tierarzt wieder am Zug,
es geht nicht anders - auch, wenn sie ungern fährt.
.


„ Mädchen – Mädchen – Mädchen, du raubst mir noch den letzten Rest von Verstand“!
Sie kann ja nichts dafür. Ich muss mich einfach in Geduld üben.Und sie immer
wieder  nachbehandeln... 17 Jahre sind für sie kein Pappenstiel



Keine Chance um wieder einzuschlafen – jetzt bin ich endgültig wach - Ich hab mich zwischen biologisch angebautem  Alnatura Glückstee –  süssem Wintertraum –  und …sweet chay...
dann für den Glückstee entschieden, und schaue zurück in den Nachmittag.

Um 15°° gestern Mittag hatte ich die Faxen dicke vom vielen jucken und lecken und kratzen, denn sie fing wieder damit an, obwohl die Wunde eigentlich schon  ziemlich abgeheilt und sogar schon stellenweise gut verschorft war. Ein paar kleine Haare wuchsen auch schon am Hals. Aber - zu früh gefreut...

Ich rief den Tierarzt an und meldete mich wieder  an. Ein Glück hatte er Nachmittagssprechstunde und auch das Auto sprang an. Der morgige Schneeschauer hatte nachgelassen, die Sonne schien.

Es war wohl  ein H u n d e t a g denn die Wagen die vor der Tierarztpraxis standen, hatten alle Hundegebell oder entsprechendes Gejammer an Bord.

Man sagt ja immer, wenn sich Hundebesitzer unterwegs auf einem  Spaziergang treffen, dann ist die Kommunikation schnell untereinander entstanden, gemeinsames Leid oder Freud schweißt schnell Fremde zusammen und macht im günstigsten Fall sogar gute Bekannte, ja vielleicht sogar irgendwann  Freunde aus ihnen.

So ist es aber auch wenn man frierend  Fuß - auf - der - Stelle - trabbelnd auf dem Parkplatz einer Tierarztpraxis steht um zu warten bis man dran-kommt.

Schnell ist ein Gespräch entstanden und binnen weniger Minuten erfährst du wie alt, welche Rasse, und welches Wehwehchen der Proband in sich trägt. Keiner möchte sich ja schweigend eine Stunde oder länger nur über die Maske anstarren.

Seit Corona darf man nicht mehr in den Warteraum der Praxis,  sondern verbringt die Wartezeit außen mit seinem Körbchen mit der Katze, dem Hasen oder Kaninchen im hübsch eingepflasterten Hof.
0der und  behält den Hund entweder im Auto oder macht einen kurzen Spaziergang mit ihm an der Leine rund ums Grundstück.
Heute gab es nur Herrchen mit Hund an der Leine, kaum ein Frauchen, die durften wohl zuhause bleiben oder hatten die Nerven verloren. Bei mehreren Tierarztbesuchen nacheinander ist das ja auch zu verstehen.

Ich fahr ja immer auf die Hunde ab wenn ich ein Tier sehe,  das so leidend aus dem Auto kraucht, sich vielleicht sogar ziehen lässt und mit höchstem Widerwillen den Eingang der Tierarztpraxis beäugt.
Wer als Vierbeiner geht auch schon gerne zum Onkel Doktor der so gerne Spritzen verpasst und dir das Thermometer in den Allerwertesten schiebt.

Das mag weder Katze, Kaninchen noch Hund,  ist aber ebenso wichtig und notwendig wie das leidige abhören.

Insgesamt standen 8 Autos mittlerweile in der Straße vor dem mit Blumenrabatten bekränztem Eingang und warteten. Ein knorriger abgesägter Baum war schon fürs Auge der Wartenden um ihnen die Zeit zu versüssen mit bunten Ostereiern geschmückt die freundlich bunt in der Luft baumelten. Die Hunde an der Leine blickten aufmerksam danach, ob sie was mit dem Begriff „ Ostern“  anfangen können?

Ein Terrier, eine Bulldogge, ein Rehpinscher, ein Labrador und ein netter roter Setter schnappten frische Luft an der Leine während ein Kaninchen und 2 Katzen im Körbchen noch warten mussten.
Ich vermute der Rest war noch in den Autos.
Mimi hab ich gar nicht erst mitgezählt, wusste aber, es würde dauern.

Beim gestrigen Besuch erlebte ich zum ersten Mal, dass die Frau des Tierarztes mit Arzthelferin und Impfpass sowie gezücktem Stethoskop um den Hals auf den Hof kam und dort praktisch behandelte.
Es waren wohl nur Bagatellen und kleinere Wehwehchen der Vierbeiner die freundlich um sie herum schwänzelten, weil sie sie kannten. Da gab es eine Wurmkur, eine Spritze und auch schon mal ein vorab – abhören.
Dann kam ein schwarzer Labrador, ein wunderhübsches Tier aus einem grünen  Autohinterteil  gekrochen und schlich bedrückt an der Leine des Herrchen heran, roch und  erblickte Mimi im Körbchen und begrüßte sie freundlich  matt, was sie mit einem knurrigen Fauchen quittierte.

Es sollte wohl „ hau ab du Blöd-oder Doofmann “ - heißen.

Dem Labrador ging es augenscheinlich nicht gut und während wir uns mit Abstand und Maske nett unterhielten, erfuhr ich, dass der sich wohl wundersamerweise immer sofort erholte wenn er den Tierarzt sah, aber sofort in schwere Ausnahmesituation geriet sobald er wieder zuhause eintraf, dort nichts fressen wollte und schwachatmig wurde, sodass sein Herrchen sofort in Nöten und Besorgnis war. Er war mittlerweile zum dritten Mal da.
                Als ich dann dran war und Mimis Körbchen hineingebracht wurde, erfuhr ich vom netten Tierarzt am geöffneten Fenster, dass das mit dem 8-jährigen Labrador wohl ein etwas schwieriger Fall war, denn der alte Junge hatte wohl erst eine bakterielle Blasenentzündung die sich binnen weniger Tage zu einer Gebärmutterentzündung weiter entwickelt hatte. Der arme Hund, das noch ärmere Herrchen, das fast am ausflippen war, denn er hatte erst letztes Jahr den Bruder des Labradors in wenigen Tagen an der gleichen Krankheit verloren und trauerte noch darüber.

Jetzt soll der Labrador in 2 Tagen operiert werden und ich wünschte ihm alles Glück dieser Welt, dass ihm nicht das gleiche widerfährt.

Mimi kam auf den Tisch im Behandlungszimmer die sofort die Krallen abwehrend spreizte als der Tierarzt sie sorgsam aus dem Körbchen hob, sie fauchte und wollte abhauen doch er verlor nicht die Geduld und redete beruhigend auf sie ein bis sie sich entspannte.
Dann wurde erneut antibiotisch gespritzt, vom netten Tierarzt gestreichelt, erneut abgehört, untersucht und begutachtet was mittlerweile aus der Wunde am Hals geworden war.
Zähne, Bauch, Herz  und Lunge war soweit ersichtlich durchs mittlerweile Schnurren,  okay.

Über 4 Wochen meinte er,  ist schon sehr lange und belastend  bei einem alten Tier, da  dauert das heilen länger weil das Immunsystem meist schwächer ist, aber es würde langsam besser werden.

Sein Wort in Gottes Ohr, ich kann es nur hoffen. man will gar nicht glauben in welch kurzer Zeit sich das wieder neu entwickelt. Kein Wunder dass sie neu juckte und sich kratzte...

antibiotika muss wieder her, da nutzt alles nix...
damit die Entzündung wieder eingedämmt wird.

Selten, dass sich ein Zierarzt soviel Zeit für die Tiere nimmt und sie alle individuell aufmerksam behandelt und so fürsorglich auf sie eingeht, da hab ich schon ganz anderes erlebt.

10 Tage sollte jetzt das Antibiotika „ halten „ und verhindern, dass sie sich wieder juckt, leckt und neu auf-kratzt, aber ich denke, es werden noch einige schwierige Nächte auf uns warten bis das aufgekratzte wieder zugeheilt ist und neue Haare an der Stelle wachsen.

Wenn es dann wieder Frühling wird beginnt die Zeit der Grasmilben und ich hoffe nur, die werden sie nicht erneut erwischen.

Tierarztbesuch Nummero  III. In diesem Jahr. Ein Glück geht es Merlin zur Zeit gut.


Ich muss mal mit ihm  ein ernstes Wörtchen reden, damit wenigstens er schön auf sich aufpasst wenn er in den Nächten außen  herumstreunt, denn nachts sind alle Katzen grau und er weiß ja nie auf welchen Fremden er trifft. Ob auf Freund oder Feind.
Aber er liebt Regen und Sturm, ist neugierig und muss immer wieder neu die Gegend erkunden um Zeitung zu lesen wer alles außer ihm im Garten war.


...ein Glück hab ich rechtzeitig nach 10 Minuten gemerkt,  dass ich den Geldbeutel nach dem bezahlen auf den Nebensitz geworfen hatte und den prompt vergessen, als ich sie im Korb reintrug.

Ein Einbrecher hätte sich freuen können, da waren alle Karten, die Ausweise, Geld  und die Papiere drin gewesen, der hätte sich sicher gefreut, denn das Auto war noch eine ganze Weile offen..

Okay der Perso ist eh abgelaufen, - hab ich verschlampert und nicht gemerkt - der ist als nächstes dran...

nochmal Schwein gehabt.


manchmal hat mans halt nicht leicht als alte Katze, aber
sie hat Glück, -  ich hab sie lieb, halt sie im Arm wenn sie juckt und
verhindere damit
dass sie sich erneut kratzt,  und pass gut auf sie auf...




und bald darf sie hoffentlich  auch wieder raus...



aber auf dem Schoß ist sie mucksmäuschenstill...


@ Angelface







Freitag, 5. März 2021

Von allem zu viel...ist manchmal eine Last.

Man will und soll nicht glauben was alles aufbewahrt werden will.
Die Flohmarktzeiten sind ja leider zumindest für einige Zeit vorbei.

Früher bin ich gerne darüber geschlendert, heute meide ich sie – aus gutem Grund.
Ich fand bisher immer etwas was mir gefiel.
Nicht nur kleidsames wie gut erhaltene  Stoffe und  Kleider, Röcke oder Jacken sondern anderes als das. Was zum basteln zum Beispiel.
Oder auch tolle Gartendeko, die Prioritäten was man mag, verschiebt sich gern, je nachdem wo und wie  man  wohnt.
Ich hab schon Wohnungen gesehen da haben die Besitzer das gesamte Mobiliar ausgetauscht nur weil die Küchenvorhänge farblich nicht zur Einrichtung passten, richtig grazy...
aber auch das gibt es, tauscht man ein Haus gegen ein anderes ein - und bezieht es neu, kommt das schon mal vor. Der Park hier ist das beste Beispiel. Da hab selbst ich schon Baukklötze gestaunt.
Doch nicht jeder hat Ställe, Dachböden oder Keller, Arbeitszimmer oder Gästezimmer, aber jeder hat Dinge die man aufheben will und auch noch braucht. Alleine die vielen Bücher und Alben, die Weihnacht und Dekosachen nehmen Platz weg. Doch wohin damit. ( ? )

Das Gefühl von allem zu viel zu haben, davon haben sicher andere auch schon gehört , selbst diesen Gedanken gehabt und sind deshalb immer wieder neu ans ausmisten gegangen.
 Gut so, das finde ich auch.

Verrostete Gartenutensilien müssen ausgetauscht werden, wo soll die Blumenerde und der Dünger hin? Wo das Öl fürs Auto, die Reifen und der zweite Satz Sitzauflagen , die  Abdeckplanen für den Winter? Wo sollen die Sonnenliegen hin? Bestimmt nicht ins Haus, ich wüsste nicht wohin ohne Gartenhaus das recht widerwillig vom Vermieter erbaut wurde wie ein Puppenhaus so klein.
Das Gartenhaus sollte für den Rasenmäher und die Pellets sein, da muss schließlich für den Winter mindestens alle 3 Monate eine Tonne voll rein und hoch-gestapelt werden. Für Werkzeuge die nicht rosten,  im Winter wird es feucht und die Holztüren verziehen sich weil Holz lebt. Ich bin froh, dass ich es habe auch wenn mir in den ersten Wintern die Mäuse die Weihnachtsdeko weggeknabbert haben und vom Osterzeugs für die Zweige und Sträiucher war auch nicht mehr viel verwendbares da.
Daraus hab ich gelernt wegzuschmeissen was ich nicht mehr brauch..

Jedes Frühjahr taucht dieser Gedanke in vielen  Köpfen auf. - "  Platz schaffen" -
Hat die Sonne daran schuld die durch noch halbblinde Scheiben scheint und das zu viel ans Tageslicht bringt?
Oder vielleicht – wie bei mir – jetzt ein neuer Umzug von guten Freunden nach Hier?

A bsserl was „ geerbt“ hat man ja vielleicht so einiges angeblich Kleines von lieben Freunden, die dich beschenken und was loswerden wollten -
auch von den Eltern, oder Großeltern die dachten,  sie würden dir etwas Gutes tun weil sie dachten: du hättest dies noch nicht.
Und plötzlich sitzt du auf Sachen die du weder brauchst, noch willst und die dich eigentlich nur belasten.
Dann geht es auch bei dir und mir ans ausmisten und du stellst fest: ach du meine Güte, wo kommt das nur alles her.
Aber nichts geschieht ohne Grund.
               Als meine Mutter erst ins Heim kam und dann 4 Jahre später starb – sollte und musste ich „ Teile wie Alben, gerahmte selbst gezeichnete  Bilder ,  Briefe, all ihren Akten und Schreibutensilien , den 14 Tagebüchern, Erinnerungen ihrer Wohnung irgendwo bei mir unterbringen, zumindest so lange wie sie noch im Heim lebte, für den Fall, dass sie merkt ihr fehlt etwas und sie will es wieder.
Das kam in 5 Jahren in denen sie noch lebte  nicht nur einmal vor. Sie suchte ständig  in ihrem Gedächtnis einen Pulli, einen Gürtel, ein Bild und verlangte es wieder. Als einzige Tochter wollte ich sie natürlich nicht enttäuschen, obwohl unser Verhältnis etwas schwierig war..

Brave Tochter – macht natürlich . Buben würden das nicht tun, doch ich glaube,  es ist das Los einiger Töchter  auch dafür da zu sein.
Ich konnte ja nicht alles in die Mülltonne schmeißen, das hätte sie mir empfindlich übel genommen und so brachte ich so einige gefüllte Kisten  mit Druck von ihr bei mir unter.
Keiner fragte mich in den letzten 7 Jahren seit meinem eigenen Umzug ob ich einen Dachboden oder Keller habe wo genügend Platz für Fremdes ist. Beides gibt es nicht  im Ferienhaus bei mir.
Nun schlummert noch einiges das ich nie anschaue aber genau weiß dass es noch da ist – im Arbeitszimmer ganz hinten versteckt unsichtbar für mein Auge in den Kisten an der Wand und Mimi schläft oft auf den Kästen und Kartons. Ablagebrett obendrüber auf dem mein Büro mit meinen diversen Ablagen ruht. - Fertig.
Wenigstens habe ich 3 Kartons mit Schriftstücken, 8 Aktenordnern, Bildern und den tollen Entwürfen ihrer Malkunst von ihr, Erinnerungen an ihr Leben und ihre Eltern vor 2 Jahren mit Hilfe meiner Tochter im Garten verbrannt und nur das für mich Wichtigste meiner Familie als Erinnerung an den Stammbaum aufgehoben.
Der Gedanke, meine Tochter, mein älterer Bruder könnte noch etwas davon haben und danach fragen wollen, war immer in mir.
Bisher habe ich ihr Leben noch nicht völlig bei mir ausgelöscht indem ich alles wegschmiss was von ihr war. Viel ist nicht mehr da, ein bisschen Schmuck die eine oder andere Skulptur aus Holz oder Porzellan, - ein paar alte Bilder von den Großeltern -  es will ja sonst keiner!

Als mein jüngerer Bruder unvermutet starb,  schickte mir seine Vermieterin eine prall gefüllte Kiste von Dingen von ihm, von denen sie wohl dachte, dass ich sie bestimmt als Erinnerung haben wollte.
Sein Koffer vom letzten Besuch stand eh noch bei mir, wo hätte ihn das Beerdigungsinstitut sonst hin bringen sollen, das landet immer beim letzten Angehörigen.
Gut, seinen alten schäbigen Bademantel trage ich zur Erinnerung gerne von ihm, auch seine Uhr hab ich manchmal an, die wollte ich nicht weg tun – aber all seine "Schreibsachen", Tagebücher und amtlichen Benachrichtigungen  für die Beerdigung hatte ich aufgehoben und zu den restlichen Sachen meiner Mutter gepackt.

Jetzt sind Letztere weg! Und nur noch ein kleiner Bestandteil meiner Erinnerungen.

Doch man soll nicht glauben wie viel Platz PAPIERE wegnehmen.
Doch kann man das gesamte Familienleben wegschmeißen? Mir fällt das schwer.
            Wer zu mir kommt und einen Rundgang durch das Haus macht, stellt beim ersten Blick meist etwas lakonisch fest: Hach, ist aber ein bisschen voll bei dir.“§! Bravo – das was man sieht, sind meine eigenen Sachen - das weiß ich auch. Es ist halt alles offen und ohne Türen.
In meiner alten Wohnung wäre das alles kein Problem gewesen, da hatte ich eine Dachgaube mit viel Platz die sich quer durch die gesamte Wohnung am ganzen Haus in der ersten Etage entlang zog.
Dort brachte ich alles unter was ich nicht sehen wollte und nicht brauchte – oder nur einmal im Jahr brauchte, das Zauberwort heißt ( unsichtbare ) Abstellräume.
Ansonsten hatte ich für meine eigenen Sachen geschlossene Schränke die keine Glastüren hatten. Das aber kann ich hier nicht anwenden.
Hier ist alles offen und in Glasvitrinen und so fällt der Blick des Besuchers und auch meiner - auch auf alles. Geschlossene Schränke in denen man was verstecken und aufbewahren könnte, ein benutzbarer Dachboden oder Keller – das alles ist in einem Ferienhaus mit vielen Dachschrägen  in fast jedem Raum und mit wenigen freien Wänden eher ein Fremdwort. Wo Platz frei war, stehen Bücherschränke und die sind voll. Beim Hausarzt habe ich mittlerweile jede Menge Bücher deponiert und abgegeben, weil ich sah, dort werden sie gelesen,  angenommen und sogar teilweise mitgenommen.

 Zumindest habe ich meine eigene kleine Ordnung  und von Zeit zu Zeit greife ich mir ein wenig davon und sortiere, miste aus, tausche, verschenke und schmeiße weg. Fremdes und eigenes und trotzdem ist immer noch von allem genügend da.

 Wenn du eine Kiste mit Büchern auf die Straße stellt musst du wissen ob auch lesewillige Interesserte daran hier wohnen, sonst hat das wenig Sinn.
Doch ich hatte schon von Anfang an den Eindruck hier gibt es keine LESER!

Das Thema Vorratshaltung, kennt das jemand noch (?).
Ich fahre nur 1 x im Monat einkaufen,bevorrate mich selbst für den Winter mit Gemüse, und im Sommer mit Marmelade aus den Gartenfrüchten und so ist der Froster und Küchenschrank immer ausreichend gefüllt. Man könnte mich also alleine deshalb schon einen kleinen Hamster nennen.

Doch das nenne ich eher wirtschaftlich ( vorausschauend ) leben.
Ganz davon abgesehen – ist ein Haus zu bewohnen, etwas völlig anderes als nur in einer Wohnung mit Gott weiß wie vielen Räumen zu sein. Warum das so ist – weiß ich zwar nicht - empfinde aber – es ist so. Der Winter ist mir genau deswegen immer willkommen, denn während ich mich im Frühling – Sommer und Herbst eher nach außen orientiere, bin ich im Winter drin und miste regelmäßig aus und hab trotzdem immer noch für mein Gefühl - zu viel um mich herum.

angenehm wenig Mobiliar im Haus* es ist wunderschön hell
mit den großen Fenstern; Der Keller ist fest betoniert und zieht sich unter dem Haus
hindurch sodass viel Abstell - Platz ist - der Balkon ist neu, es ist fast nichts zu machen.

 Als meine Freunde nun ihr neues Zweitdomizil bezogen das vollständig eingerichtet war weil sie die Einrichtung zum Teil  beim Kauf mit- übernommen hatten, kam natürlich prompt als erstes die Frage: Brauchst du das und stellten mir 2 Klappkästen hin mit all dem was sie doppelt hatten und nicht brauchen konnten.
Das ist total lieb gemeint wenn sie dabei an mich denken, aber wen wundert es da wenn sich meine Augenbrauen erst mal in die Höhe zogen..sie wissen doch, das es voll bei mir ist. Werkzeug für den Garten , ja das kann man immer brauchen wenn man viel selbst erntet, sät und bastelt.

Mein kleines Dilemma ist, dass ich schlecht nein sagen kann, und so tausche ich ab und zu  aus, altes kommt  bei mir weg – und „ neues „ von anderen bleibt bei mir. Damit hab ich jetzt ein gutes Gewissen, weil nichts unnützes bei mir landet..und doch kann  ich  im Grunde  sagen ich hab alles, brauche nichts ist mein Schlagwort und dennoch bekomme ich vieles angeboten.

So gab es in den letzten 7 Jahren nach meinem Einzug ins Haus einen entzückenden Beistelltisch  aus altem schönen Holz von einer Freundin. Dafür wurde der alte  Couchtisch zerhackt und ergab gutes Brennholz für den Nachbarn...

Durch die Dachschrägen im Ferienhaus hab ich wenig freie Wände, aber Bilder und wertvolle Stiche von einem guten Freund, die  tausche ich von Zeit zu Zeit aus indem alte Fotographien  und Bilder der Familie in den Koffer kommen die auf dem 4 Meter hohen Schrank liegen. Schwierig ist es nur da hoch zu kommen, dafür brauche ich Hilfe und eine extrem hohe Leiter.
Vasen und hübsches Nippes von einer früheren Kollegin sind zwar hübsch,  könnten aber weg, denn sie  sind  leider ziemliche Staubfänger.
Doch  wer Schnittblumen liebt,weiß - er  braucht Vasen und nicht nur eine. 
Doch wer braucht schon hübsche Vasen wenn er einen eigenen Garten hat in dem eigenes Schnittgewächs wächst..
Schöne alte Gläser und Glaskaraffen die ich früher geerbt und  gesammelt hatte, stehen in der Vitrine ebenso wie die überteuerte Andenken - Katzensammlung meiner Mutter und die  entzückend zarten Mokka -  und Teetassen meiner Großmutter. Die haben so einiges an Wert, aber die will  auf Nachfrage keiner.
                 Jetzt gibt es nach einigen frühlingshaft warmen Tagen erneut Schnee über Nacht und alles ist weiß überzuckert und wieder kalt. Der Winter ist also noch längst nicht vorbei..was nichts anderes heißt als: Jetzt miste ich aus und das diesmal gründlich.!

Ich hab schließlich 3 Etagen im Haus. Und viele viele Treppen zum hoch und runterlaufen.

Eigentlich braucht man ja eher eine Art Schmutz - und Bastelraum, und nicht nur ein Arbeitszimmer als Büroraum  mit dem Computer, -
das ich auch zum abstellen nutze...

dort stehen auch die meterlangen Bücherschränke  auch für die Akten die es einzusortieren galt.
Ein Schränkchen für die Bett  - und Tischwäsche, die Vorhänge und Schuhe für den Winter. Das Zweittelefon mit dem Anrufbeantworter und von dort gehts auch auf den Balkon aus dem ich jeden Morgen die Vögel  begrüße die ich beim  schreiben entdecke.

Ein Zimmerchen wo man vielleicht Kerzen gießen, Papier selber schöpfen und überhaupt mit Holz basteln kann.
Das fehlt mir noch zu meinem Glück.

Im Gartenhaus sind  jetzt zumindest das Fahrrad vom Nachbarn zurückgegeben, die alten Reifen und Sonnenschirme wurden entsorgt und der alte Kugelgrill kommt zum Sperrmüll.
Da ich gemerkt habe dass Werkzeug durch die Feuchtigkeit im Gartenhaus rostet und die Auflagen der Sonnenliege und Stühle durch die Mäuse angeknabbert werden, muss alles ins Haus, was aufbewahrt werden will.

Sollte einer meiner Leser  Bedarf an alten schönen Sachen die wiederverwertbar sind haben , dann darf er sich gerne bei mir melden.Und ich kann auf meiner Liste was weg muss, so einiges abhaken.

Ein Leben ohne viel Eigentum kann sicher sehr erleichternd sein, doch geschriebenes fällt mir schwer wegzuwerfen...


ich danke euch sehr für die mitfühlenden und überaus netten Kommentare und Vorschläge , das ist lieb gemeint, wurde auch schon letztes Jahr ohne Erfolg  ausprobiert -
Aber würde ich jetzt oder im Sommer eine  Kiste mit " zu verschenken"  auf die Straße stellen, stünde entweder fix   1-2-3 eine zweite daneben oder ein 2. Schild wäre anbei auf dem steht; " schmeiß alles in die Tonne unser Haus ist auch längst voll!

 -  es gibt das Ordnungsamt und den Sperrmüll - "

Hier geht keiner vorbei und schaut denn von den 100 hier stehenden Häusern im Ferienpark, sind  gerade mal die Hälfte bewohnt die ganzjährig hier sind und der Rest hat in der Stadt ein zweites großes Haus mit Garten.

ich denke es ist hier schlecht vergleichbar mit dem Leben in der Stadt.
Dort meine ich,  fahren genügend  Autos vorbei und sacken ein was sie brauchen können.

Wer hier ein Haus in Besitz hat ist meistens nicht bedüftig.
sollte ich dazu nun sagen: " Leider "?

 Angebot und Nachfrage

Letztes Jahr hatte ich eine schöne Idee für den Sommer. Brachte eine große Kiste voller Bücher, Fotobände, unterschiedlichste Romane, Biographien, Garten und Kochbücher , sowie etliche  Sachbücher auf den Wohnmobilstellplatz zum lesen, aussuchen und mitnehmen und stellte sie mit auf den Platz. Baute einen Sonnenschirm darüber und stellte ein Schildchen auf, bitte aussuchen und bei Bedarf mitnehmen...( zum verschenken)

Gelesen und ausgesucht wurde kein einzigstes, also war auch kein Bedarf und so nahm ich sie abends wieder mit ins Haus damit sie über Nacht nicht nass wurden.

 Mal schauen,  sollten wir Corona so weit überstehen,  dass der Platz wieder geöffnet wird, werde ich dies nochmals versuchen anzubieten.

@ angelface