Montag, 22. März 2021

Zusehen – abwarten – aushalten...

 

Zusehen – abwarten – aushalten – entscheiden - über unsere Vergänglichkeit -

ist nicht einfach und doch muss man es tun.
Wenn ich meine alte Katze Mimi ansehe, blutet mir manchmal das Herz und schreit auf : tu was, - aber was – und wann?

Zuzusehen wie ein Körper langsam in wenigen Monaten immer weniger wird, praktisch in seine einzelnen Bestandteile zerfällt, ist ein schmerzhafter Prozess, zumal man den Tieren oft nicht richtig ansieht wie sie „ alt werden“ oder beim alt werden zusehen, denn  manchmal flackert ja für Wochen Leben in ihnen neu auf.
Das macht eine Entscheidung für den Tierhalter so schwer.

Alter ist ja keine Krankheit gegen die man was machen kann,
das Alter kann man sich im allgemeinen Gesundheitszustand ansehen, der Beweglichkeit, dem Appetit,  –– den Alltag noch  mitmachen.

Die zarte Kleine  hat erbärmlich abgenommen, wirkt äußerlich so zierlich und zerbrechlich , aber nicht geh-brechlich und so sind  manch „ - Höhenflüge „– wie ich es nenne - noch drin.
Dann flitzt sie raus in den Vorbau und in den Garten und schnuppert Luft.

Noch frißt sie gut und "redet mit mir.".
Ich frage mich oft, wenn ich sie so ansehe, wie sie friedlich auf ihrem Katzenaussichtsplatz am Fenster sitzt und den Vögeln beim fliegen zusieht , dann viel schläft, _ ist es nun ihr Alter mit 17 Katzenjahren oder diese blöde scheinbar nicht heilen- wollende Wunde, die sie so schwächt und ihr Aussehen gründlich verändert, wie eine Blume die langsam verwelkt. Ihr Gesicht ist so zart wie ein gelbes Butterblümchen oder eine filigrane blaue kleine Glockenblume die eben ihren Hals aus der Erde streckt.

 

Beim ganz alten Menschen ist es ja ähnlich – sie zerfallen praktisch in sich hinein, werden gebrechlicher, dünner, schwächer und irgendwann ist dann Schluss. Man weiß und spürt das.

Von meiner Großmutter habe ich schon keine „letzten Bilder“ gemacht als sie langsam vor sich hin - verkümmerte, immer dünner und stiller wurde, weil ich Respekt vor diesem langsamen Sterben hatte, es nicht richtig fand dies im Bild festzuhalten und weil ich sie lieber gesund und autark, stark und mutig, tapfer und tatkräftig in Erinnerung behalten wollte.

Aber ich weiß noch - es tat weh, fast körperlich weh diese Gewissheit, dass sie bald in eine andere Welt gehen würde.Über allem schwebte,  so lange es dauerte - der Gedanke: wann?

Bei meiner Mutter war es ähnlich, die letzten Monate ihres vor sich hin - Sterbens bekam ich nur am Telefon mit, weil Besuche im Heim nicht mehr gestattet wurden.

Doch auch da hatte ich vorher keine aktuellen Bilder mehr von ihr gemacht weil sie sich äußerlich so sehr veränderte, dass es mir fast körperlich weh tat, sie so zu sehen.
Fast ist es mir lieber, dachte ich mir oft, wenn sie abends ganz schnell einschläft und morgens nicht mehr aufwacht und ich Bescheid bekomme, dass sie friedlich eingeschlafen ist.

Letztendlich war es dann auch so. Sie brauchte keine Sterbehilfe und ich habe lange vorher gedanklich Abschied genommen, und weil ich sie nicht sah, war es relativ „leicht“ für mich sie loszulassen.
Aber die Zwischenzeit – war hart.
Menschen kann man beim sterben zuschauen aber als Angehöriger nicht helfen, das kann nur der Arzt, der erleichternde Mittel gibt.
Bei Tieren ist es anders, da kann man entscheiden wann sie gehen.

Doch ein gesundes, nur altes Tier - schläfert dir ein Tierarzt dein geliebtes Wesen das dich sein Leben lang begleitet – nicht ein.
Da sagt er nein, er darf das nicht -  hörte ich von so einigen Tierärzten, die ich im Leben aufgesucht hatte. Sie müssen sehr, sehr unheilbar krank sein.

Einmal war es anders, einmal durfte es sein.
Ich hatte vor Jahren lange mit einer Tierärztin damals über dieses Thema gesprochen, als Tahier mein schwarzer alter Kater mit seinen 21 Jahren so wenig Substanz zurückbehielt , dass man ihm ansehen konnte, er macht es nicht mehr lange. Der gesamte Organismus wurde so schwach, dass er Leben einfach nicht mehr aushielt.

Marburg in den Achtzigern, daran denke ich oft

 

Er war trotz seines enorm hohen Alters gesund, nur alt und zerfiel immer mehr bis nur noch ein zartes Bündel pechschwarzes Fell und riesengroße grüne Augen übrig waren, fraß bis zum Schluss gut und nahm auch noch aus dem Fenster guckend an der Außenwelt teil.


Sie kannte ihn über Jahre und hat ihn behandelt wenn er was hatte. Viel war es nicht, - das wird es gewesen sein.
Sie kam zu mir ins Haus – untersuchte ihn zart und behutsam, wir nahmen lange Abschied voneinander während ich ihn in meinen Armen hielt und dann sagte sie: „ komm, wir helfen ihm gemeinsam hinüber“.

Oh, mir kommen heute noch die Tränen wenn ich daran zurückdenke weil es für mich ein so prägendes Erlebnis war, aber – es war gut und er schlief friedlich in meinen Armen ein.
Ich glaube, ja bin mir sicher, er spürte, dass ich ihn zu seinem Besten - liebevoll fürsorglich gehen lassen wollte und einfach losgelassen habe.
Dieser Tierärztin bin ich heute noch dankbar für ihr Verständnis dass sie für uns beide hatte.

Nun stehe ich bei Mimi fast vor der gleichen Situation.


Sie hat keine Schmerzen, ich bilde mir ein,  ich würde das spüren und wissen.
Aber wenn ich sie streichle und im Arm halte, spüre ich jeden einzelnen Wirbel unter ihrem bunten Fell, das so strohig und trocken ist.
Ihr Gesichtchen ist so zart und durchscheinend geworden, der Körper leicht wie die feine Feder einer Elfe.

Ich halte sie in den Armen und weine.
Sie schmiegt sich vertrauensvoll in meine Hände, das tut so weh und mein Blick geht aus dem Fenster in das Blau des Himmels und ich weiß nicht wann - heute - morgen - übermorgen?
Man wird so hilflos ohnmächtig  mit dieser schweren Entscheidung, fragt sich immer wieder, ist sie wirklich richtig?.( Oder könnte sie doch noch den Frühling erleben?)
Es sagt dir keiner, weil es keiner weiß.

Scheiße, ist das schwer. Da hat mein Kopfkissen kaum Platz für einen anderen Gedanken mehr.

Zusehen – abwarten – aushalten – entscheiden -
Man kann sie füttern - halten - versorgen und lieben

den richtigen Zeitpunkt für den letzten Weg findet man nie.

 und hier ist eine Geschichte über sie....
wo ist Mimi

und

 Mimi ist ein Trottel

 die ich im  August 2016 geschrieben hatte.

@ Angelface - gerne noch einmal zum nachlesen...


dazu ein paar Gedankensplitter von mir, es sind ganz persönliche Empfindungen.

Fortsetzung: G e d a n k e n s p l i t t e r

Der Verstand – die Vernunft und der Bauch
Wissen dass etwas geschieht und empfinden wie es sich anfühlt.
Das sind 2 Dinge...nie eins.

Verstand und Gefühl lassen sich oft nicht miteinander vereinbaren, sie sind so unterschiedlich wie Sonne und Mond, Wasser und Feuer, Erde und Licht.

Wie funktioniert der Mensch? Warum tun Verluste weh und wie lang hält Schmerz an?
Das große Vergessen funktioniert nicht, denn der Schmerz bleibt und ich frage mich wie jeder Mensch; warum bleiben in dir Verluste erhalten?
Weil es gelebte und erlebte sind.

Der Mensch lebt mit dem Schmerz, dem physischen und dem psychischen,
wäre er eine Maschine würde er nur funktionieren und nicht fühlen.

Der Schmerz ist nicht vergänglich, er bleibt dir sein Leben lang erhalten, er taucht immer wieder mit jedem neuen Verlust auf und ist real wie zu dem Zeitpunkt als du ihn zum 1.Mal spürtest.
Er wird vielleicht im Laufe der Jahre etwas „dünner, gesichtsloser und die Erinnerung verblasst, aber ganz wirst du ihn nie los, denn loslassen ist das Schwierigste im Leben.
Das weiß man auch von den Gedanken, sie kommen und gehen, vergehen – und kommen wieder..
Es gibt keinen Schalter zum abstellen!
Nur Verdrängung oder Therapie um besser damit umzugehen.

Wie man mit dem Schmerz umgeht, zeigt dir nur der Verstand und die Vernunft sich mit vergangenem abzufinden.
Der Bauch ist die Empathie, darin sitzen die Bilder deiner Erinnerungen und mit deinem Bauch musst du leben, ohne Bauch bist du kein Mensch sondern nur eine funktionierende programmierte Maschine.

-   ein langes Leben mit Katzen - nicht umsonst schreibe ich Geschichten über sie...
es sind eigene Erfahrungen
Seit 1984

Ratte und Bimbo ….nie vergessen weil nach 2 Jahren verschwunden, die Ungewissheit bleibt.
Unser Verdacht: von Tierfängern für ein Labor eingefangen.
Tahier 21 Jahre - aus Altersschwäche....eingeschläfert
Simba...mit 7 Jahren eingeschläfert/ Krankheit Ohrtumor, der nach innen wuchs.
Mimi die Erste, mit 7 Jahren überfahren auf einer Durchgangsstraße
Julchen mit 3 Jahren an einem Wurststück erstickt, sie starb in meinen Armen und ein Teil von mir starb mit. Die Tierärztin hatte keine Lust sie abends um 10°°als es passierte , zu behandeln.Sie wohnte 1 Straße weiter.(unterlassene Hilfeleistung)
Kasimir aus dem Tierheim - mit 10 Jahren plötzlich verschwunden, er hatte nur einen Lungenflügel
meine Vermutung, von einem Jäger erschossen
Paulchen 3 Jahre alt, wurde von einem Hund geköpft, das schrecklichste was ich in meinem Leben mit ansehen musste.
Kiwie, die Katze meiner Tochter bekam mit ca 7 Jahren einen „Wasserbauch“der ihre Organe zerstörte, auch sie musste schweren Herzens vom TA eingeschläfert werden

geblieben sind mir:

Mimi II kam als ca 4 Wochen altes Baby * 2004 zu mir, nun 17 Jahre alt..........................
Merlin* 2006 - aus einem Wurf mit 10 Wochen geholt, nun 14 Jahre alt........

Paulchen II ca 12 – 15 ? geschätzte Jahre alt, der Gastkater vom Pferdehof..
der sein Heim bei uns gefunden hat.......


Was macht den Mensch aus, der sein Leben mit Tieren teilt.

Er liebt und entscheidet sich dafür. Deshalb halten wir Tiere als Gefährten und Begleiter, weil wir empathische Menschen sind , - die Gesellschaft, Verpflichtung, Verantwortung und Aufgaben brauchen.
Eine Aufgabe heißt Fürsorge, bewahren – versorgen – auch vorsorgen damit es ihnen gut geht,
Freude,  Zusammensein und auch gelebtes Leid mit ihnen teilen, damit wir die Unterschiede des Zusammenlebens deutlich wahrnehmen.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich auch schwierige Themen mit Euch teile;
doch auch das ist das Leben und nicht nur das Gold der satten  Zufriedenheit das um uns glänzt.

@ Angelface

Kommentare:

  1. das wird nicht leicht. die arme mimi - und die arme angel auch. solange sie noch frisst, würde ich warten. wenn katzen es nichtmehr aushalten, hören sie auf zu fressen und zu trinken - hab ich mal gelesen. sie machen sozusagen selbst schluss. obs stimmt weiss ich aber nicht genau - man kann sie ja nicht fragen - bzw. würde die antwort wohl nicht verstehen......
    streichel sie mal von uns!
    xxxxx

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  2. Angel, es tut mir in der Seele weh, das zu lesen. Lass dich fest umarmen und drücken. Abschied nehmen ist, wie wir wissen, immer ein Prozess, der nie ohne Schmerzen vonstatten geht. Jede Entscheidung die du triffst, wird die richtige sein.
    Alles Liebe und viel Kraft und mögen ein paar glückliche Momente sich auf leisen Sohlen anschleichen, um dich zu überraschen.
    Elisabeth

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  3. Liebe Angel,
    ja, das ist ein schweres Thema.
    Alle Tierfreunde können das verstehen, was man als Besitzer eines geliebten Haustieres da mitmacht.
    Ich habe schon 2 mal einen Hund gehen lassen müssen.
    Und der Schmerz darüber sitzt tief und es dauert, bis man ihn überwinden kann und dann nur noch an die schönen Momente denkt.
    Du wirst wissen, wenn es Zeit ist für die letzte Entscheidung !
    Sei lieb gegrüßt
    Jutta

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  4. Ach Angel- ich kanns beinah nicht lesen! Ganz furchtbar finde ich es immer, um solche Entscheidungen zu ringen- habs ja schon oft genug tun müssen. Ich darf mir gar nicht vorstellen, was mal mit unseren beiden Dämchen hier sein wird. Sie sind ja nun inzwischen auch 12 Jahre alt. Noch geht es ihnen absolut prima, keine Spur von Gebrechlichkeit. Aber irgendwann wirds kommen- und mir graust davor.
    Ich wünsche dir, dass du erkennst, wann es soweit ist- und dass du das irgendwie ertragen kannst. Es ist furchtbar. Aber wir sind es unseren felligen Freunden auch schuldig, sie nicht leiden zu lassen. So unglaublich schwer das auch fällt.....
    Wer weiss. Vielleicht wird dir die Entscheidung auch abgenommen. Tiere können sowas manchmal wirklich steuern....
    Herzlichen Mitgefühlsdrücker und liebe Grüsse, kraul die Fellchen mal von mir!

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  5. Sehr schwer und mir kommen gerade die Tränen. Auch ich musste schon gehen lassen, auch bei zugelaufenen Aussenkatzen, und mit meinem Gismo war es noch viel schwerer. Als Kitten zu mir gekommen hat er mich nach hier begleitet und war stets an meiner Seite, im Haus und das ganz innig. Es ging dann auch sehr schnell (nach 17 Jahren) dass er abbaute und nicht mehr fressen und trinken wollte. Das war dann der Zeitpunkt ihn gehen lassen zu müssen. Er hatte Krebs und auch wenn es noch gute Tage gab, er konnte mir nicht sagen wie er leidet und gerade auch weil die Atmung manchmal schwer gefallen ist wollte ich es nicht dazu kommen lassen dass er erstickt. Auch bei mir im Arm eingeschlafen versuche ich immer an die schönen Zeiten zu denken, und mich dazu entschlossen ihn verbrennen zu lassen steht seine kleine Urne bei mir im Wohnzimmer. Im Herzen ist es eh immer bei mir und irgendwann möchte ich dann mit ihm zusammen im Meer verstreut werden.

    Ich wünsche dir jedenfalls alle Kraft der Welt die richtige Entscheidung zu treffen.

    Liebe Grüsse

    Nova

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  6. Liebe Freunde meiner Gedanken,
    ich habe lange überlegt wie ich darauf antworten soll, denn es ist ein Thema das alle Menschen betrifft die keine Maschinen sondern empathische Wesen sind die ähnliches fühlen und denken, selbst Erfahrungen damit gemacht haben und damit umzugehen versuchen.
    Mein Herz hängt an jedem lebenden Wesen und ich finde es völlig verantwortungslos wie manchmal ja oft mit Tieren so gedankenlos und brutal umgegangen wird.
    Versthe die Poltik nicht, die uns führen und leiten soll und dennoch -trotz Tierschutzgesetz, - "Tierversuche und Massentierhaltung zulässt statt sie zu verbieten und dem Konsument damit ermöglicht, weiterhin seine Gefährten sorglos aufzufressen, weils billig ist und der Wirtschaft dient..
    ich nehme mich da nicht aus der Verantwortung raus, denn auch mir fällt es schwer gänzlich! auf Fleisch zu verzichten.
    Aber ich arbeite daran. Weil ich Bilder im Kopf habe, die schmerzen.
    ich danke Euch sehr für eure Anteilnahme, euer mitlesen und Euer Interesse sich nicht aus schwierigen Themen herauszuhalten.
    Angelface

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  7. Liebe Angel, das ist eine schwere Zeit, wenn man seine geliebten Tierfreunde gehen sieht.
    Wünsche dir und Mimmi viel Kraft.
    Meine mir zugelaufene Katze hat am Ende ihres langen Lebensweges das Essen und Trinken eingestellt.Besuchte nochmal alle ihre Lieblingsplätze....
    Zusehen,- abwarten- und aushalten-,
    ich hab ein Kerzche in meiner Hauskapelle für dich und Mimi angezündet.

    Helga

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    1. ach liebe helga
      Danke, - ein Licht in der Nacht hilft vielleicht in der rechtzeitigen Erkenntnis weiter...
      auch schwere Zeiten übersteht man wenn man ein anderes Wesen wirklich liebt und nicht nur an sich denkt.
      einen lieben Gruß und Dank in deinen Tag...
      herzlichst angel

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  8. Liebe Angel,
    es sind einfach schwere Zeiten, wenn ein geliebtes Wesen langsam Abschied nehmen muss und man eigentlich nichts dagegen machen kann. Vielleicht, sich an die schönen Zeiten erinnern und sie im Gedächtnis behalten.
    Alles Liebe Gerda

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  9. Ein liebgewonnenes Wesen, das man viele Jahre um sich hatte, ihm alle Zuwendungen gab, die es brauchte, so ein Wesen herzugeben, ist nicht leicht und immer mit einem Abschiedsschmerz verbunden. Man meint der Schmerz nimmt einem die Luft zu Atmen und man wird es nicht überwinden können, Aber wenn sich Licht am Tunnel zeigt, dass eine schwere Hürde schon geschafft ist, dann geht es wieder bergauf.
    Ich wünsche dir Kraft und Zuversicht.
    Grüße von Sieghild

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  10. Liebe Gerda, liebe Sieghild, ich danke Euch, sehe gerade dass Ihr auch mit hineingelesen habt für eure Worte zum Post.
    Mir fällt es im Moment etwas schwer mich mit anderen Gedanken und Texten zu beschäfigen, weil Mimi ja noch sehr präsent ist und es mir damit nicht leicht macht. ich hab ja so einige Geschichten über sie geschrieben, die bleiben mir.
    herzlichst Angelface
    Tiere sind eine große Bereicherung im Leben, wenn sie weg sind, ist der Verlust immer schwer.

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  11. Hallo Angel, Du sprichst mir aus der Seele. Wir haben am 27.12.20 unseren Kater Filou gehen lassen müssen. Er ist 20 1/2 Jahre alt geworden und war unser Mitbewohner, unser Tierchen, unser bestes Stück. Der Tierarzt (aus der Familie) ist gekommen, wir haben ihn im Arm gehalten und es war so schnell vorbei wie ein Flügelschlagen eines Schmetterlings. Wir konnten es die ersten Tage nicht fassen. Einfach nicht mehr da. Eine Woche später, am 2. Januar haben wir ihn begraben, an einer alten schönen Mauer, ein Sonnenplätzchen, auf dem großen Grundstück meines Neffen, dem Tierarzt. Das hat uns sehr getröstet.
    Aber darüber weg... sind wir noch lange nicht. Filou war unser Lebenskater, er hat unsere Nerven strapaziert, uns Geduld gelehrt und unser Herz berührt.
    Er hatte einen Schlaganfall und wahrscheinlich auch einen Tumor. Außerdem ist er die letzten Tage noch erblindet. So mager, dass man die Wirbelsäule, die Hüftknochen und alles spüren konnte. Wahrscheinlich haben wir vier Wochen zu lange gezögert. Aber wer will richten über Leben und Tod? Zuletzt sagte der Tierarzt, was soll die Diagnostik, ob er jetzt einen Schlaganfall oder einen Hirntumor hat, wir wollen ihn ja nicht mehr operieren lassen. Es ist Zeit zu gehen.

    Viel Kraft liebe Angel.
    Gruß, Susa

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    1. liebe susa da hast du aber sehr viel Glück dass du einen TA in deiner näheren Familie hast der so verständnisvoll ist und die Dinge die da kommen realistisch sieht. die gleiche Aussage bekam ich auch von meinem, "der Mimi kennt" und nicht nur ans Geld verdienen, sondern auch an die Mitglieder der Familie und das Tier selbst denkt.
      ich danke dir..
      auch Mimi hat noch eine kleine Chance im Frühjahr, das gönne ich ihr, bis sie es selbst beschließt dass sie geht.
      Filou hat jetzt ein gutes Plätzchen am Katzenhimmel und du trägst sie für immer in deinem Herzen.
      eine Kerze brennt bei mir - für sie...
      herzlichst angel

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  12. Liebe Angel,Mimi sieht schon sehr krank und traurig aus. Ich könnte es schwer mit ansehen. Tiere können nicht sagen wie sie leiden, aber sie sagen wann sie gehen möchten. Ich habe mich von vier Hunden verabschieden müssen und weiß wie man sich fühlt. Ich muss loslassen, so haben es die Tiere auch leichter. Sie sind traurig wenn wir traurig sind und es sie spüren lassen. Ein Tanz auf dem Drahtseil, ich wünsche Dir Kraft für die richtige Enscheidung. Kein Tierarzt lässt Tiere leiden!Ich habe schon öfter gehört, das Katzen sich zum Sterben zurückziehen und gehen.
    Liebe Grüsse für Dich, Klärchen

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die den Themen in meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle. Ansonsten gelten die bei google üblichen Datenschutzvorschriften die seit Mai 2018 Pflicht sind, auch bei den Kommentaren.
lieben Gruß an Euch alle - Angelface -