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Mittwoch, 17. Juli 2019

Politik, immer ein heißes Thema, …@ Angelface


Der Mensch und die Politik  ist immer ein heißes Thema, …oh oh, dazu hör ich schon die Stimmen im Hintergrund wispern und  rauschen, "Politik - kein Thema für den Blog". Warum eigentlich?
vielleicht, weil man sich schnell  den Mund verbrennen kann?
Recht schnell wird man argwöhnisch beäugt wenn man „brandheiße „ oder  kontroverse  Themen   anschneidet und diskutiert.
Normalerweise hat die Politik in den Blogs die ich mir ansehe das Nachsehen,  kaum oder wenig  Platz. Das Thema findet weder  großes Interesse /wie mir scheint, noch wird es aufgegriffen, dabei  ist es rund um die Uhr doch so präsent wie nie in unserem Alltagsleben von dem wir in den Blogs so gerne berichten und erzählen. So schnell wie sich die Welt, die Gesetze, die Vorschriften wie wir zu leben haben, und die Menschen darin ändern.
Es ist natürlich jedermanns eigene Sache, womit er sich beschäftigt und seinen Blog bestückt,  dennoch finde ich, von allgemeinem  weltweitem Interesse.
Vielleicht fürchtet man sich Stellung zu beziehen irgendwo  anzuecken – wozu diese Vorsicht? Warum traut sich keiner, haben wir etwa gerade in der Politik keine Meinung obwohl wir alle Wähler sind? Das würde mich doch sehr wundern. Ist Partei ergreifen unmodern geworden? Reift in uns allen die Vorsicht - oder interessiert es uns wirklich nicht? Fast könnte man es annehmen. Doch eine Meinung bildet sich schnell.
Wenn ich mich so umgucke im Privatleben, in der Arbeitsstelle, -  oft schnell – vorschnell,  zu schnell bildet sie sich - wird laut  und meint,  die  eigene wäre  nun die allein gegenwärtige richtige.
Sind wir doch ehrlich, wissen wir  - " Besserwisser und Obendrüberguckerschnellaburteiler " das wirklich oder nehmen wir dies nur an weil wir vom eigenen Wissen ja sooo überzeugt sind!
     Als ich mir gestern Abend die Dokumentation über  den "Mensch  Angela Merkel"  ansah, dachte ich mir am Ende des Berichtes,  wie ungerecht sind wir eigentlich fast alle - die ihre Politik verfolgen.
Sowohl ihre Anhänger und Befürworter ihrer Politik, als auch ihre Feinde und  Nichtfreunde  die triumphieren wenn sie die Macht abgibt. Doch dahinter bleibt der Mensch zurück.
       Viele  sehen anscheinend  in ihr  nur die Politikerin, weder den Menschen, noch die Frau dahinter, obwohl sie  erwiesenermaßen  beides ist. Und dazu die Politikerin, die einen guten Job macht. Macht sie ihn wirklich gut?
        Das mag  sehr unterschiedliche  Ansichtssache sein, aber wissen wir es  (wirklich) besser? Vorgänger gab es doch genug und die Flüchtlingspolitik besteht auch nicht erst seit gestern. Vergessen wir nicht, auch wir sind und waren es immer:  im Ausland Fremde. Wie viele  Deutsche sind denn von uns ausgewandert um in einem anderen Land Karriere zu machen, um Geld zu verdienen,  um uns hochzuarbeiten – Fuß zu fassen war Lebensinhalt.  
 
Damals und heute, diese Tatsache wird es auch immer geben. Die Welt ist global, und teilt alles,  wir wollen es doch nicht anders.
Doch sind wir  nur allzu bereit schnell zu urteilen, zu beurteilen, zu verurteilen.
Damit ist sie da, -  die Meinung die sonst – zu allem  schweigt was schwierig ist.
Wir sehen in ihr  - der Kanzlerin Merkel  -  einen Menschen der  in seiner Persönlichkeit  von Anfang an  gradlinig seinen Weg geht, fast gänzlich auf ein Privatleben verzichtet, alles was sie ausmacht hinter der Politik und ihren Aufgaben zurückstellt und unbeirrbar darin  bleibt. Das allein ist  schon bewundernswert. Dazu gehört Kraft, Durchsetzung und Durchhaltevermögen, vielleicht auch ein wenig Starrsinn. Nun gut, ...
 Die Gesundheit, die Ehe, selbst kinderlos bleiben -  alles blieb für die Politik  für sie auf der Strecke. Es war eine freiwillige Entscheidung, eine dafür, dem Volk zu dienen so gut sie es kann.
    Wird  nun in dem Zeugnis das wir ihr eines Tages in der Geschichtsführung  Deutschlands schreiben, stehen: " sie hat sich bemüht?" Das will niemand in seinem Zeugnis stehen haben. Denn jeder versucht in seinem Job das Beste zu geben.
    Ihr Leben, ihre Entscheidung  nötigt manchen  Menschen  eine gewisse Hochachtung ab, dennoch bleibt sie,  in den  Augen der meisten  männlichen Politiker leicht zähneknirschend   immer  diejenige, die sich erfolgreich  all ihre Amtsjahre  hindurch  gegen die Reihen der Männer durchgesetzt hat und das macht sie in deren Augen (anscheinend ) unheimlich, ruft zum Kampf gegen sie auf. Ohne beurteilen zu können ob ein "männlicher Kanzler" in diesen Jahren  die Flüchtlingspolitik  besser gelöst  haben  würde.
Die Kanzler - (Kandidaten)  die vorher abgelöst wurden,  ihr Amt abgaben und sich nun im Wirtschaftsbereich eine goldene Nase verdienen, haben  meist ihr  gestecktes  Ziel nie erreicht und es munter an ihre  Nachfolger weiter gegeben. Keiner fand dies ungewöhnlich, der alte war schnell vergessen. Nur einige wenige, die  Herausragendes geleistet hatten,  blieben in unserem Gedächtnis länger haften.
Die  Flüchtlingskrise und die Klimapolitik,  ihr Thema seit langem.
  Eine endgültige Lösung dieser Themen   ist nicht erreichbar wenn nicht alle Länder dieser Erde an einem Strang ziehen, das wird ein Kanzler – egal ob männlich oder weiblich -  nie lösen, nie  wirklich  ändern können. Egal wie klug, besonnen und erfahren er ist wenn sich die globale Welt weiterhin durch Kriege hetzt und  miteinander uneinig bleibt und ist.
Fast 16 Jahre, wenn sie ihre Amtszeit bis zum Ende durchhält,  hat sie das Land geführt.
Vom bescheidenen Mädchen ohne viel eigene Ausstrahlung, hat sie sich gemausert wie ein Schwan der in seinen Anfangsjahren unauffällig wuchs bis er seine wahre Stärke erreicht hat  und dann, wenn  seine Lebenszeit oder auch Schaffenszeit  sich seinem Ende nähert wird er von einem jüngeren und stärkeren abgelöst und keiner denkt mehr an ihn und an das, was er in seinem Leben alles gemeistert  und geleistet hat.
Ein wenig kommt sie mir wie dieser Schwan vor.
Alles gegeben und am Ende nichts zurückbekommen. Wo bleiben der Respekt und die Achtung dem Menschen gegenüber der sich so wie sie für die Politik eingesetzt hat. Sie bekommt Prügel von allen Seiten und letztendlich heißt es nur Kritik.
Nur warum,  wählten wir sie dann mit unseren Stimmen? Nicht sie  sitzt an dieser Stelle weil sie sich „hochgeschlafen oder hochmanipuliert“ hat. Wir Wähler haben sie  zu der Kanzlerin erwählt, weil der Glaube eben Berge versetzen kann, oder hatten wir etwa nur keine andere Wahl weil kein "BESSERER" zur Hand - und in Sicht war?
Ist dies dann fair und gerecht? Sind wir ihr gegenüber gerecht und  fair oder haben wir nur einfach den Menschen und die Frau,  die wie wir  alle  - Fehler  - macht, über der Politikerin vergessen?

 Vielleicht sind wir ja mit unserem Wunschziel nach einem Robot-Perfekt man, der alles weiß und alles kann, sich niemals irrt und auch noch die Zukunft meistern kann, ein klein wenig übers Ziel hinausgeschossen, denn er wird auch von Menschenhand und Menschenverstand, dirigiert, komponiert und programmiert…
        wir kritisieren und meckern schnell über andere, aber keiner von uns möchte diesen Job wirklich haben. Ein Urteil können wir uns kaum erlauben, eine Meinung schon. 
Vielleicht gibt dieser Artikel in der Welt ein klein wenig Aufschluß wer Angela Merkel ist.
Vielleicht der Versuch einer Erklärung einer widersprüchlichen Frau die in erster Linie Mensch bleibt, dann Politikerin und Wissenschaftlerin ist.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article196919421/Angela-Merkel-wird-65-Als-sie-der-Stimmung-fuer-Fluechtlinge-nachgab-ZDF-Doku.html 
                                                                 

         © Angelface