Donnerstag, 2. April 2026

unverhofft kommt oft...*

 

Das Gästezimmer im Ferienhaus erzählt ganz andere Geschichten.

  • Körperliches Bewusstsein – im Sommer.

  • Untendrunter muss es doch genauso schön wie das Darüber sein um sich wohl zu fühlen.

Betritt man es, ist es wie in einer anderen Welt.

Da schlummern in durchsichtigen kleinen Kartons - Viskose, Seide, alte Baumwollspitze an Hemdchen und Höschen , durchsichtiges Feines, seidenweich sanft in zartem Weiß, lila, rosa ,Brombeerfarben vor sich hin.

„ Wann hab ich es zum letzten Mal getragen“, denke ich mir und lächle...

Celinchen leistet mir Gesellschaft als ich es aus dem Karton befreie.

Sommerliches, kurzes als Top und Hemdchen das man nur unter Röcken und Kleidern trägt.

Spitzenbodies in weicher Baumwolle weiß, blau und sportlichen Braun

Passt davon überhaupt nur noch eines ?

Stück für Stück lege ich es auf dem Gästebett aus, hänge es auf Bügel um es mir neu zu betrachten, probiere es an und verwerfe es in Gedanken: passt längst nicht mehr, muss weg – wohin?


Warum denke ich gerade jetzt daran.

Wo doch alles jetzt vorbei ist? War dies alles nur ein böser Traum?

                                                        G e d a n k e n s p l i t t e r 

Unverhofft kommt oft und ist man darauf vorbereitet ? - nein -

Unten im Wohnzimmer bammelt jetzt dagegen zum Trocknen über Oskar sportliches, bequemes als brave Winterunterwäsche frisch gewaschen in langweiligem weiß, braun und schwarz vor sich hin.

Ich hatte es wieder ausgepackt als ich aus dem Krankenhaus kam um es gleich zu clienen.

- Den braven Schlafanzug - den ich an hatte; - zumindest hatte er Rosaröschen am Bein und Kragen, 2 Höschen, 1 Top, eine Jogginghose mit Oberteil, Waschzeugs im selbst*genähten Beutel von Astrid, ein Handtuch und Zahnputzzeug, das Handy und meine Handtasche hatte ich schnell und völlig desorientiert nachts um Drei in einen Korb geschmissen während die Rettungssanitäter auf mich warteten.

- Was war passiert? -

Vorangegangen war ein anstrengender langer Tag mit der Nachbarin die ich zum Einkauf abgeholt hatte. Um 11°° morgens fuhren wir weg um erst wieder abends um 18°° zuhause zu sein. Dort packte ich den 3- wöchentlichen Einkauf aus und legte mich ziemlich erschöpft schon gegen 22°°ins Bett. Kaffeetrinken in einer duftenden Brotbackstube, der ungeplante Treff mit einer alten Bekannten, ein langer Schwatz, der Besuch im Secondhandladen und der anschließende Einkauf im Discounter für die nächsten 2 Wochen für zwei unterschiedliche Haushalte, das Auspacken und Trennen der Einkäufe hatten uns beide doch ziemlich geschafft.

  • Morgens um Drei erwachte ich aus tiefstem Schlaf durch eine plötzliche Schmerzattacke im oberen Bereich des linken Oberschenkels die mich laut aufstöhnen ließ. Ein Krampf nein, so fühlte sich das nicht an. Eher war es ein wellenartiger spitzer heißer, wie abschnürender tiefer Messerstich der wie eine Wehe kam - 6-7 Sekunden blieb und dann wieder abklang. Das passierte innerhalb weniger Minuten gleich 3 mal nacheinander. Auf einer Schmerzskala von 1 – 10 war es mindestens eine 9 die ich später den Sanitätern beschrieb. Mir blieb die Luft weg, ich konnte kaum mehr durchatmen. Was war das, ich konnte es nicht einordnen, war völlig durcheinander.

  • Ich hätte mich selbst ohrfeigen können, dass das Handy nicht mit mir im Schlafzimmer war und auch das Festnetztelefon nicht erreichbar bei mir lag sondern auf der Treppe im Gang zum aufladen an der Strippe hing.

  • Mühsam langsam schleppte ich mich auf den Gang, das linke Bein war ganz schwach, zitterte und war schlecht belastbar. Ich bekam Angst und leichte Panik, hatte mittlerweile einen völlig trockenen Mund, die Zunge klebte mir am Gaumen, die Stimme war wie weg, wählte die Nummer des nächsten Nachbarn von dem ich wusste, dass er wahrscheinlich zuhause war und rief um Hilfe.

  • Der kam auch gleich im Schlafanzug rüber, schnappte sich den Zweitschlüssel fürs Haus und rief die Rettung als er mich sah.

  • Binnen weniger als 10 Minuten kamen die Sanitäter, legten mir sofort ein EKG, untersuchten mich, fanden den Zustand doch irgendwie bedenklich und ab ging es ins Krankenhaus. Dort in der menschenleeren Notaufnahme war ein sehr netter junger Arzt, der nach der Anamnese die gleiche Prozedur mit mir veranstaltete und mich sofort ins Röntgen brachte. Die junge Rö- Assistentin schüttelte nur den Kopf und brummelte „was haben sie denn, was nur ein Krampf mitten in der Nacht “und röntgte die Hüfte und Lendenwirbel in 2 Ebenen.




  • gespenstig leer...


    um diese nachtschlafende Zeit natürlich noch
     -  menschenleer - 

    schöne alte Bilder an den Wänden mit dem Hinweis seit
                                     wann diese Klinik schon bestand...

    Mit  genügend Schmerzmitteln und dem Arztbericht versehen, der Arzt tippte auf die Wirbelsäule ermahnte mich in Zukunft mit dem Blick auf mein Geburtsdatum - gut auf mich aufzupassen und als er hörte, ich hab ja einen Termin im Wirbelsäulenzentrum zur Abklärung der Enge im 5. Halswirbelkörper und dort eine Zyste die noch nicht abgeklärt war, durfte ich wieder nach Hause. Eine halbe Stunde später kam der Nachbar und fuhr mit mir nach Hause.

  • So sollte sich eine Nacht natürlich nicht gestalten.

  • g e d a n k e n s p l i t t e r  

  •  so schnell kann es gehen ...eines weiß ich jetzt. Ich brauche neue Schlafanzüge, hübsche mit Blümchen, farbig bunt oder in Streifen!!! -  oder an Nachhemden eine kleine Baumwollspitze...




  • In Zukunft wird ein Notfallköfferchen gepackt, das Telefon näher am Bett bereit stehen und der Gedanke alt-oder krank werden ist nichts für Feiglinge – im Gedächtnis wenn man ernsthafte Vorerkrankungen hat. Mir hat es einen ziemlichen Schrecken eingejagt und ich überlege wie ich noch besser vorsorgen kann.

@ angelface








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Vielen Dank für Euer bisheriges, sehr reges Lesen bei mir, für eure Besuche und das Interesse an meinen Beiträgen.
Lieben Gruß, bleibt gesund und Adieu, > bis zum nächsten lesen.. @ Angelface