…kleine Anekdoten....
guten Morgen in die Welt da Außen.
Ich
sitze im geschützten Innenraum meines Vorbaues der 2014 mit Hilfe
meines Nachbarn angebaut wurde, weil die Rückseite des Hauses auch
die Wetterseite ist und blicke hinaus ins lebendige Grüne indem
alles wächst was die Natur uns gibt, wenn man sie lässt...
So ein Vorbau am Haus – auch wenn er durch Spalten und Ritzen offen ist, Schiebetüren zum öffnen und schließen hat, ist echt eine coole Sache. Ich bin froh,dass ich ihn habe.
Die Luft fegt leise herein und wäscht mein Gesicht mit Freiheit und Frieden.
Die Vögel kommen munter hereingeflogen, turnen in den Streben und ab und an setzt sich eines vor mich hin auf den Tisch und guckt ob da vielleicht ein paar Kuchenkrümel liegen dass es aufpicken kann, nur mal so.
Mittags kann man seinen Kuchen oder Essensteller mit hinaus nehmen und isst im Freien in frischer Luft. Nachmittags den Kaffee im schattigen Innenraum schlürfen, wenn es im Garten zu heiß wird und sich hoch in die Wolken am Himmel träumen, die vorüber ziehen.
Ich halte nichts davon mich unter
dickem Glas abzuschirmen, oder völlig blickdicht zu sitzen.
Die
Seitenwände sind geschickt halb durchsichtig rundherum angebracht
und fest miteinander durch dicke bunt bemalte Balken verbunden. Man
sitzt im Freien und ist doch gut geschützt mit dem Blick nach Außen in dem die Bäume am Haus in den Himmel wachsen..
Letztes Jahr hatte ich an die oberen festen Balkonbalken a) ein Springseil zum Turnen angebracht und dazu eine b) bewegliche Schaukel die an einem dicken Seil hing, in der ich versuchte zu lesen, jedoch meist nur träumerisch vor mich hinschaukelte und daran Spaß hatte wie sie sich mit mir darin bewegte als wäre ich noch ein Kindergartenkind.
Da gab es noch keine dicken Baumriesen in meinem Garten die das Seil zwischen ihnen gehalten hätte..
heute könnte ich eines daran anbringen.
Im Winter dient der Vorbau unter anderem vorwiegend zum Unterbringen der Pelletssäcke, die ich an einer Seite hochstapeln lasse damit ich nicht jeden Sack aus dem Gartenhaus holen muss.
Im Sommer steht der Fikus Außen unter Dach und Fach und fühlt sich wohl. Was ich nicht im Haus an Frischgemüse , den Wasserkasten und alles was ins Dunkle muss ist ebenfalls untergebracht, wie die Stiefel für den Regen und alles was der Garten zum arbeiten an Geräten braucht..
Ich arbeite, bastle,
lese, und esse außen als wäre es mein 5. Zimmer und verbringe auch
wenn „ Besuch kommt - viel Zeit dort. Abends Außen in der
Dämmerung zu sitzen dem Abendrot zusehen wie es hinter den
Windmühlen am Horizont versinkt ist immer ein Erlebnis wenn der
Himmel glüht. Wenn die Lichter im Garten angehen sieht es romantisch
aus und die Stille der Nacht tritt ein. Dann sehe ich in den
Sternenhimmel und wandere gedanklich mit den Wolken mit.
*
Seit
einiger Zeit kommt nicht nur die Waschbärenmutter im Frühjahr und
Sommer um im Vorbau wenn die Tür offen steht was sie meist tut –
um in den Streben die das Dach halten herumzuturnen wenn sie die Bäume im Wald verlässt
um Essen, Menschen oder Katzen zur Vergesellschaftung zu suchen,
sondern schickt ihre Jungen damit sie das auch lernen. Aus dem Park
sind sie nicht wegzudenken. Auch am Tag sieht man sie oft auch schon im Hellen über die
kleinen Straßen zwischen den Häusern ohne Scheu umherwandern. Das macht der Hase, der Fuchs und der Igel auch.
Seit Tagen kommt ein kleiner schmaler Babywaschbär mit großen neugierigen Augen auch in den Vorbau herein, ist gar nicht scheu sondern frech wie Oskar und macht sich breit. Er ist immer alleine und klettert neuerdings sogar auf der bunten Katzenleiter nach oben auf den Balkon um von dort aus dem Gebüsch der Blätter des Baumes Ausschau zu halten. Sitzt dann auch auf dem Gartenhausdach und futtert wenn er etwas in den Tonnen gefunden hat. Die Katzen stören sich nicht an ihm, ganz im Gegenteil, sie schauen ihm zu wie er herumturnt. Alles ist friedlich. So darf es bleiben.
Als er anfing dies auch zu tun obwohl ich im Vorbau am Tisch saß und las oder aß, sich bei seinem Herum - erkunden nicht stören ließ, sondern deutliche Anzeichen von Neugierde an den Katzen und mir erkennen ließ, hab ich ihn gewähren lassen obwohl er ein Wildtier ist. Erst als er, dann wenn ich innen bei offener Tür in der Dämmerung im Sessel saß um die Nachrichten zu schauen, seinen kleinen Kopf durch die Fliegengazetür streckte, mir die Radlerflasche und die Milchtüte die zum Kühlen auf den Steinfliesen stand mit seinen kleinen Pfoten umkippte, sagte ich ein energisches: „ nein, du wohnst hier nicht, hinaus mit dir“!
Er guckte ganz bedrubscht und zog etwas beleidigt wieder ab, so mit der Miene: „ich tu dir doch nichts, wollte nur mal gucken“!.
Seitdem kann ich ihn wohl nur noch scherzhaft ein neues „halb-wildes Haustier“ nennen und der Nachbar meinte, „ der will mit einziehen und die Nachrichten mit-gucken, stell ihm doch einen eigenen Fernseher hin“.
So kommt die Natur fast bis ins Haus was wohl relativ selten auch im Vogelsberg ist, wenn die übrige Welt draußen bleibt. Holt man die Stadt durch Zäune und Mauern, mit Beton gefliesste Einfahrten und zu betonierte Flächen, statt grüne Gärten ----nebenan gleich Haus für Haus - ohne Blumen, Gras und Büsche oder Bäume – dann passiert dies wahrscheinlich nicht, denn von keinem der nächsten Nachbarn höre ich, dass auch ihn die Waschbären besuchen, freuen sich aber sehr erstaunt, dass sie es so zahlreich und oft bei mir tun. - .
So verändert sich auch die Tierwelt wenn sich die Umgebung nicht der Natur anpasst sondern die Stadt in die Gärten einzieht.
![]() |
| niedlich und frech vor 4 Tagen |
![]() |
| gestern nochmals um 10°° |
Ich liege mit dem Häuschen so abgeschieden mitten im Grün, dass das möglich ist.
Wie lange noch ?Wer hat das noch ...
Herz und Auge immer offen für die Schönheit der Natur...
@ angelface



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hier gelten die bei google üblichen Datenschutzvorschriften die seit Mai 2018 Pflicht sind.
Vielen Dank für Euer bisheriges, sehr reges Lesen bei mir, für eure Besuche und das Interesse an meinen Beiträgen.
Lieben Gruß, bleibt gesund und Adieu, > bis zum nächsten lesen.. @ Angelface