Sonntag, 29. März 2026

Mutproben

 


Sommerzeit - Winterzeit – Zeit- Umstellung  – Mutproben gehören mit ins erwachsen werden.


Der Mut der Verzweiflung bringt manches Mal ungeahntes in einem hervor – man traut sich, was scheinbar früher unmöglich war – und: es gelingt.

Doch ich will nicht in Rätseln sprechen, es fiel mir nur gerade ein als ich versuchte an der Digitaluhr die Zeit einzuprogrammieren/umzustellen – damit die Sommerzeit sichtbar wird. Alle Uhren – auch die digitalen an Herd und Oskar habe ich geschafft, nur eine weigert sich beharrlich mein dazu *tipseln im Einstellungsmodus * anzunehmen, es ist wie verhext, für den Moment gebe ich auf.

Es ist morgens und die Nacht vorbei.

Eine Nacht die , ohne sich dazu anzukündigen, ziemlich aufregend für mich und die Katzen war.

Nero verlässt eben mein Haus, in dem er die ganze Nacht war und ich lache , wenn ich an gestern Abend denke als ich stocksteif , wie zur Salzsäule erstarrt bewegungslos auf meiner Couch saß, wie gebannt in die geöffnete Eingangstür starrte und hoffte, dass nicht jeden Augenblick auch noch ein Waschbär hereinspaziert kommt, weil er die offene Tür als Einladung ansieht.

    1. am gestrigen Abend.

    2. Ich guckte „Krimi wie oft am Wochenende als der Bewegungsmelder anging und das Licht auf den immer noch fallenden Schnee fiel.Eine Sekunde später stolzierte Nero mit erhobenem Haupt durch die Katzenklappe und ich dachte: ach ja – hat er etwa Jacko seinen Freund mit im Schlepptau, öffnete für ihn die Eingangstür und knipste per Hand das Licht zusätzlich im Vorraum zur Wohnzimmertür an, damit auch er den Eingang findet.

    3. ( Am Abend vorher war Jacko nämlich auch schon sehr mutig ein paar Katzentapsschritte durch den Vorhang linsend erst stehen geblieben, - doch als ich mich im Sessel bewegte - schnell wie der Wind wieder davon gestürmt.) Aha , dachte ich, der Bub hat noch Angst, will sich aber ausprobieren und Neues wagen.



    4. Nero saß schon vor Oskar und blinzelte den Ofen an, als wolle er ihm guten Abend sagen, setzte sich dann gemütlich auf den Korbstuhl und kuschelte sich ein.

    5. Da, ein kleines schmales weißes Gesicht drängte sich durch den Spalt des Vorhangs und linste fragend „ ist da jemand – darf ich – soll ich kann ich“?

    6. Dann wagte er sich....ooohh...wie mutig, Zentimeter für Zentimeter – bis zur Treppe, zögerte, guckte sich um – entdeckte Nero im Stuhl und fasste sich ein Herz- „ was der kann, kann ich auch „

    7. und tapste beherzt Stufe für Stufe bis zur Küchenzeile empor, dann verlor ich ihn für Minuten aus den Augen denn ich saß wie gebannt mit meinem Strickzeug auf der Couch -mit dem Vorsatz: „ nur nicht rühren, lass ihn - erschrecke ihn nicht...“!

    8. Nero in seinem Stuhl erstarrte  mit mir quasi auch, sprang auf, lief geschwind hinterher und war damit ebenfalls aus meinem Blickfeld.

    9. Dann hörte ich ein leises gurren“, ein piepsen“ die zwei unterhielten sich und ich vermute Nero bot ihm an: „ komm mit, ich zeig's dir du Angsthase“.....

    10. vor mich hin*schmunzelnd - (vom Film selbst hab ich vor Anspannung überhaupt nix mehr mitgekriegt <) sah ich dann nur noch ein schwarzes, dahinter ein weißes zögerndes Hinterteil sich die Treppe zum 1.Stock hinaufziehen. Minuten dauerte es, -  dann kam Jacko wieder herunter, linste immer wieder durch die Treppe, verharrte, blickte auf den Bildschirm -  " aha da läuft ein Film-das kenne ich von zuhause" - , und erkundete die Wohnung weiter. Erst zum Fressplatz –  "-  ohhha..fein, da steht was zum schnackeln, ich nehm' mal einen Bissen“, - dann tapste er mutig ins Schlafzimmer um die Ecke -(„ oh ein Bett – fein da geh ich mal riechen und schnuppern wer da drin liegt „)  -  ging weitere vorsichtige  langsame zeitverzögernde Schritte bis in den Wohnraum / in dem ich, - als ginge mich das alles überhaupt nichts an saß - -ich bin durchsichtig-gar-nicht-da „ -  tapste weiter bis in die Frühstücksecke um sie zu beschnuppern und zu erkunden – kam zu Oskar zurück, blickte in die Flammen, - „oh das ist fein warm, warum flackert das so hoch“?, drehte sich um und kletterte - diesmal allein - mutig die Treppe wieder hoch.

    11. Als er beim dritten Mal – hoch und runter – sah,“ draußen geht erneut das Licht an und aus „- kam er erhobenen Hauptes wieder bis zur Eingangstür, wusch sich dabei das Schnäuzchen“ .guckte mich mit großen Augen an, nahm mich also deutlich wahr und verließ stolz und gemessenen Schrittes - den Kopf hoch erhoben - das Haus.

    12. Mutprobe beendet“ schrieb ich nach der aufregenden Stunde den Besitzern denen ich zwischenzeitlich die Bilder als Beweis auf das Handy geschickt hatte.

    13. ich bin total  baff- was der sich plötzlich traut “ schrieb mir der stolze Besitzers eines Angsthasen der sich bisher nichts traute, aber bewies- ich kann das auch was der Nero macht // andere in ihrer Wohnung besuchen“!

Der Film war zu Ende, mittlerweile hatte ich kalte Füße,  konnte die Tür wieder schließen, mich wieder bewegen und dachte mir – er ist wie ein Mensch dem keiner was zutraut-solange - bis er sich auch nichts mehr traut“!


da isser, der kleine Angstschisser...

So einen großen Unterschied gibt es zwischen Mensch und Tier also doch nicht, wenn ich so an meine eigenen früheren Unzulänglichkeiten denke etwas zu programmieren.

Wer sich was traut – bekommt neuen Mut, traut sich selbst etwas mehr zu und bekommt das unangenehme Gefühl der - Abhängigkeiten von anderen - vielleicht einen Tick mehr - und 

besser in den Griff. Ich hoffe er vergisst seine erste Mutprobe beim erwachsen werden nicht.

 ist das nicht eine schöne Katzen - Geschichte ?!!!!!



@ angelface








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Vielen Dank für Euer bisheriges, sehr reges Lesen bei mir, für eure Besuche und das Interesse an meinen Beiträgen.
Lieben Gruß, bleibt gesund und Adieu, > bis zum nächsten lesen.. @ Angelface