Donnerstag, 12. April 2018

Filme im Ersten



 – manchmal sind sie richtig gut.
Wenn ich mal wieder nicht richtig schlafen kann, mach ich mir Radio, eine CD oder knipse mir meine Gedanken neu an.
Der Film den ich heute Abend im Ersten gesehen habe, beschäftigt mich noch lange.( sehr lange!)
„ Macht Euch keine Sorgen“ hieß er und war hervorragend gespielt.
Jörg Schüttauf spiegelte den Familienvater wieder  dessen kleine Welt in sich zusammenbricht und seine Frau Simone, - dargestellt von  Ulrike C. Tscharre  - spielt überzeugend die feinnervige Mutter, die nach Erklärungen sucht.
Beide versuchen Verständnis für die zwei erwachsenen Söhne zu haben und stellen ziemlich fassungslos fest, wie wenig sie sie in ihrer Entwicklung kennen. Der Eine ruhig und  in sich gekehrt, bekehrt von den Drogen, ist sehr still und erscheint nun brav und angepasst, der andere rebellisch,  versucht sich gegen den Vater zu behaupten.
Wie schnell eine Welt in sich zusammenfällt und zerrüttet wird wenn ein Jugendlicher zum Entsetzen aller zum  IS überläuft,  wird deutlich wenn man aufmerksam die Atmosphäre des Filmes in sich einsaugt.
Ab der Mitte des Filmes hatte ich ernsthaft Bauchschmerzen, weil mein eigenes Misstrauen erwachte. Es ist ein  überzeugend von den Protagonisten gespielter Film den ich gerade in der heutigen Zeit in der das Thema so präsent wie nie ist,  - nur weiter empfehlen kann
Ein unbequemes Drama über Familie und Vertrauen zueinander. Das Ende des Filmes bleibt erfreulich offen, so, dass sich die Zuschauer selbst ihre Phantasien weiterspinnen können.

         „ Man guckt nie in die Köpfe anderer hinein, vieles bleibt im Verborgenen – ↧
         
     ist die Aussage des Filmes und wenn ich in so manche Gesichter die ich zu kennen glaube  - hineinsehe, sehe, wie sie lächelnd Dinge sagen die sie nicht meinen,
dann weiß ich um die Weisheit und Wahrhaftigkeit dieses Spruchs. – Filme im Ersten –
 manchmal sollte man sie nicht versäumen.


                das Video  aus der mediathek      ist nicht mehr verfügbar nach all der zeit die mittlerweile nach diesem beitrag vergangen ist, aber - man kann ja nach der " kleinen Inhaltsangabe" auch mal die eigene Phantasie fliegen lassen und sich einiges darunter vorstellen. Liebe Grüße...           

wer mich in google sucht - findet mich hier unter dem google - Link.:
                                                                                
© Angelface

Kommentare:

  1. jörg schüttauf mag ich - aber ich guck keine "problem-filme" - die realität ist so schlimm und ich nehm sie so sehr wahr mit meiner sensibilität und seherischen begabung..... irgendwann muss dann mal schluss sein. und diese grenze ziehe ich bei filmen und büchern.
    ich steh nicht auf schlechtgemachten schnulz - niveau muss sein - aber ich muss auch mal "feierabend" machen :-)
    xxxxx

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  2. Oh, danke für den Tipp, ich schau, ob der Film in der Mediathek noch zu finden ist.
    Danke für deinen lieben Besuch und eine wundervolle Frühlingszeit
    Elisabeth

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  3. Liebe Angel, ich habe den Film auch gesehen, fand die Rolle des Bruders sehr gut herausgearbeitet, der die Problematik innerhalb der Familie ansatzweise erkennen lässt. Ein Thema, das in seiner Komplexität in dem Film sicher zu kurz kommt, aber durchaus zum Nachdenken anregt. Liebe Grüße von Ulla

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  4. Liebe Angel ,damit du weißt ich war hier. Habe den Film auch gesehen, aber möchte ihn nicht kommentieren. Er schien an einem nahen Ereignis angelehnt und entspringt der Wirklichkeit. Er zeigt aber auch wie Probleme durch unterschiedliche Erziehung entstehen können. Einige Stellen im Film, ließen Fragen offen.
    Liebe Grüße in deinen Sonntag, Klärchen

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    1. liebes Klärchen - sog. "Problemfilme werden von vielen nicht allzugere geguckt und schon gar nicht "kommentiert, eigentlich schade und sicher wichtiger als Nagellack und eingekaufte Klamotten (wobei ich gegenm letztere nix hab):-)
      ich vermute und denke Elternteile, auch alleinerziehende versuchen sicher ihre Liebe, Zuwendung und ihr Interesse gleichmässig auf alle Kinder zu verteilen und keine Unterschiede zu machen, o es ihnen spürbar gelingt oder die Kids dies so empfinden steht natürlich auf einem anderen Blatt. Fair wäre das Gegenteil davon nicht den Kindern und Heranwachsenden gegenüber.
      Der Film - das fand ich auch - ließ viele Fragen offen aber das genau war ja das Thema...
      schön, dass du hier warst und es mitgelesen hast.
      (Ich war der vielen oberflächlichen Themen müde) und hab eines ausgewählt das zum denken anregt.
      liebe Grüße angel

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, -im übrigen gelten die bei google üblichen Datenschutzvorschriften die seit Mai 2018 aktuell sind..bei den Kommentaren.
lieben Gruß an Euch alle - Angelface -