Freitag, 31. Juli 2015

Gedanken /Juli 2015 die Gedanken bestehen aus Worten aus denen die Gedanken kommen




Schaut der Vollmond  sanft auf die Welt
erregend erschaudernd verpflichtend
wie er Mensch und Tier zusammen hält
Vergisst man gern wie kalt sie am Tag
Die Menschen durch Wirklichkeiten  trennen.
Romantik pur nicht nur ein Licht in der Nacht
Hat sie mich heute zu früh wach gemacht
Mit  Gedanken die davon flüchten und  rennen
  manchmal wünschte ich mir
die Welt stünde auch einmal still.
verschenkt und getragen


Freundschaft manchmal kann sie
 zart und filigran
leicht zerbrechlich
wie ein billiger Kinderschmuck aus Plastik sein.
Erst euphorisch und instinktiv geschlossen
dann abgenutzt und vergessen.
Es passt nicht mehr, ist kaputt
schnell vergänglich
zurück bleiben ein paar billge Perlen

manchmal kann  - nicht immer muss - 
sie auch sehr schön
auch lange sein
sie festigt sich
hält ein Leben lang
doch meist sind`s nur verwunschene Träume 
einst schrieb ich

all die Hetze habe ich hinter mir gelassen
mein endloses geliebtes Grün ziehe ich Beton und Kalkfarben vor
denn ich mag nicht das Grau und die Leere
in den Gesichtern der Menschen
die so geschäftig hin und her eilen
hungrig nach Macht
Geld und Beschäftigung die nichts bringt außer  Banknoten
die weder grün noch schön, auch nicht die Seele wärmen
allenfalls eine Reise dahin anbietet
wo man sich das Grün kaufen muss
um auch innerlich erwärmt zu sein.
So sind und bleiben wir sehr verschieden in unseren Träumen, Hoffnungen und Wünschen...


Das Leben ist manchmal so skurril, komisch, launisch, entsetzlich,aufregend und spannend , aber erlebnisreich- sehr sehr nah  und   und… und..ganz sicher nicht langweilig.
Wenn nicht ich davon erzähle um andere zu unterhalten
mit ernstem sowie  heiteren Hintergrund, mit unterhaltsamen Episoden und Geschichten, realitätsnah und ebensooft  fern, oftmals phantastisch verdichtet...
Keine Geschichte verzichtet auf  geschickte, kluge Worte, auf Gedanken, aus erlebtem oder erfundenem, sie wollen unterhalten.
Dann tun das die anderen Blogger auf meiner Seitenlinkleiste die man täglich neu anklicken kann.
Kommt ruhig mal hin denn ich teile gerne mit anderen.
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© Angelface

Mittwoch, 29. Juli 2015

Hörprobe

Auch auf die Gefahr hin, dass ich zu hören bekomme,
"bei uns ist das anders -ich kenne das anders -" es gibt auch jene - gute - solche, meines Erachtens sollte man Mißstände jeder Art kund tun und über sie berichten.
Es mögen die sie nicht lesen, die sie angehen und etwas dagegen unternehmen könnten, Einfluß haben, eine Lobby, die sich dafür stark macht a b e r - vielleicht ist doch der eine oder andere dabei der ähnliches erlebt, ähnliches berichten und letztendlich weitergeben kann.
Denn darüber schweigen, diese Themen totschweigen halte ich für nicht richtig, bringt nichts, Aufklärung tut immer Not, sonst ändert sich nichts.
Patienten in sog. Altenheimen, Seniorenheimen, Altenstiften, sozialen Einrichtungen kurz benannt-  sind arm daran wenn sie niemanden haben, der aufpasst, acht gibt und sich ggf. einmischt wenn etwas nicht stimmt.
Das kann eine Pflegekraft, ein Familienmitglied, auch eine amtlich bestellte Betreuerin sein.
Sie sollte Stellen kennen an denen man sich beschweren kann, eine übergeordnete Stelle, die Einfluß nimmt und etwas unternimmt um Mißstände wieder auszumerzen, auszugleichen und /oder zu beheben.
der Fall
eine Patientin  - 96 Jahre, geistig klar- Herzpatientin - noch gut zu Fuß, aber untergewichtig und zart, wer, tut hier nichts zur Sache!
Linkes Ohr völlig taub, hilflos durch eine stark ausgeprägte Sehschwäche die verhindert, dass sie das Pflegezimmer alleine ohne Hilfe verlassen kann, benötigt für die satte Pflegeunterkunft von 12 qm - Inneneinrichtung wie üblich und normal wie in allen Pflegeheimen: 1 Zimmer mit Bett, 2 Stühlen, einem Schrank einem Tisch und ein Regal , dazu das Bad : Kostenpunkt 2.300.-€ monatlich// nur die Hilfe einer Pflegerin am Wochenanfang beim Duschen und Haare waschen samt ankleiden. Frühstück, Mittagessen und Abendbrot wird auf*s Zimmer gebracht und das benutzte Geschirr meist über Stunden stehen gelassen.
Die Nachtschwester verabreicht ab 20°° die Medikamente und verabschiedet die Patientin vom Tag.
Von den übrigen Schwestern und Altenpflegegehilfinnen sieht und hört sie nur etwas wenn:
Die Wäsche  und der Speiseplan gebracht wird. Morgens zum waschen. Abends den Schlafanzug reichen.
Nun ist die Patientin schon seit 3 Wochen auch auf dem anderen Ohr taub, hört überhaupt nichts mehr, auch nicht das Klingeln des Telefons, das Klopfen an der Tür, den Text der ihr entweder  geschrieen oder ins Ohr geflüstert wird. Sie versteht sozusagen Bahnhof, und leidet sehr darunter.
Auf ihre wiederholte Bitte, dass doch der 14 tägig erscheinende Hausarzt mal nach ihrem Ohr sehen möge, passierte nichts.
Kein Hausarzt der kam, keiner der nachfragte ob sich etwas geändert oder gebessert hat. 14 Tage - Stille im Ohr, kein Telefon möglich, kein Fernsehen, keine Unterhaltung.
Mein erster Verdacht - als ich davon hörte war, dass sich Ohrenschmalz in den Gehörgängen festgesetzt hat und als Pfropf den Gehörgang verschließt. Keine große Sache, die jeder der an warmes Wasser und eine Spritze herankommt erledigen könnte.
Angeblich wird in den Altenheimen ja nur - bis auf die wenigen Hilfskräfte zum kochen, spülen, putzen, Gänge erledigen -  ausgebildetes Fachpersonal eingestellt und damit immer geprahlt.
Pflegenotstand  - immer ist einer zuwenig da, immer einer krank - klar bei der permanenten Überlastung; -  aber warum nimmt man dann noch mehr alte zu Pflegende auf?
Die Kosten explodieren, für Bürokratismus, jede Menge Personal ist da, wie:  Hausmeisterservice zum Glühbirnen auswechseln, den Aufzug beaufsichtigen, die Wäsche versorgen und die Alten füttern die sich nicht selbst versorgen können. Die Sommer und Herbstfeste und bunten Nachmittage für die Alten organisieren, es gibt Sozialarbeiter, Ehrenamtliche die  aushelfen - nur sieht man sie nicht, angeblich wären sie immer da.
Nachdem die Stationsleitung mehrere Male darauf aufmerksam gemacht und darum gebeten wurde der alten Dame doch bitte einen Termin beim Ohrenarzt zu machen, nachdem der Hausarzt es nicht für nötig hielt mal nachzusehen, wurde versichert: " am 6.08.gäbe es in der nächsten Stadt einen Arzttermin für sie zu dem sie dann ein Sozialarbeiter kutschieren würde".
Der wäre mittlerweile auf Nachfrage ausgemacht worden, die Patientin selbst, noch völlig klar im Kopf und geistig mehr als nur interessiert und rege, erfuhr davon nichts. Sie musste also davon ausgehen, es kümmert sich keiner darum.
Nun kam aus heiterem Himmel  und nach  gut 14 Tagen der Hausarzt gnädigerweise im Zimmer der alten Dame vorbei und wollte nun doch mal nach dem Ohr sehen - wahrscheinlich hatte ihm ein Vöglein gezwitschert, dass mittlerweise eine saftige Beschwerde von Seiten der Familie  lief, sah hinein ins taube Ohr und stellte genau den  zuvor geäußerten Verdacht sicher, nämlich, dass das kranke Ohr durch einen Ohrschmalzpfropf verstopft war, mehr nicht.
Auf die Frage der Patientin, ob er den wohl jetzt "lösen" würde, nachdem dies feststünde, kam die Antwort: "Ach, sie haben ja in 14Tagen beim Ohrenarzt einen Termin, der kann dann "reinigen/den Störenfried entfernen und anschließend den Hörtest gleich mitmachen".
Armes Deutschland -  deine Pfleger/deine Ärzte - keiner in der Lage ein Ohr zu reinigen - das ist mehr als schlimm, wahrscheinlich gibts zu wenig Geld dafür oder ist eine dreckige Arbeit.
Das hat nichts mehr mit Pflegenotstand zu tun, das ist schlicht und einfach Vernachlässigung der Alten!
statt ein wenig zu zeigen.
Angelface....

Zeitzeugen

FDA Lyrik. Conrad Cortin und Katja Kortin lesen Lyrik von Conrad Cortin. 3. Zärtlichkeitt. Helix     Gänsehaut überfällt mich wenn ich hineinhöre..doch es ist ein Genuß zuzuhören.
Wunderschön....und etwas ganz besonderes für Leser, die gerne lyrisches hören, Lyrik der besonderen Art.
und doch nicht mehr möglich denn Katja gibt es leider nicht mehr, ihre schöne tiefe Stimme zu hören, ich denke zurück - gerne -
höre ich da unendliche Traurigkeit aus meinen Worten und Gedanken? - ja -
 Conrad Cortin und Katja Kortin sprechen lyrische Gedichte...

ich hoffe, von meinen Lesern haben einige die Zeit um mal reinzuhören ansonsten gönne ich mir das Vergnügen diese Texte und die Stimmen zu hören...

https://radio.blm.de/radiobeitrag/fda-lyrik-conrad-cortin-und-katja-kortin-lesen-lyrik-von-conrad-cortin-3-zaertlichkeitt-helix.html
Die Welt in all ihren Erscheinungen wird von Conrad Cortins tiefgründiger und skurriler Lyrik ins Wort genommen. Die Schippe darf man sich dazu denken, so dass das homerische Gelächter nie ganz fern ist. Abwechslungsreich gestalten die beiden Stimmen des Autors und seiner Frau diesen Wahnwitz an Weltverarbeitung. Doch hören Sie selbst! Letzter Teil
reinhören ist ein Genuß, auch wenn man sie nicht kennt
https://radio.blm.de/radiobeitrag/fda-lyrik-conrad-cortin-und-katja-kortin-lesen-lyrik-von-conrad-cortin2-daemon-helix.html
Literaturradio Bayern
https://radio.blm.de/radiobeitrag/fda-lyrik-conrad-cortin-und-katja-kortin-lesen-lyrik-von-conrad-cortin1boeses-hundegesicht-heli.html
Angelface

Dienstag, 28. Juli 2015

freie Ohren sind nicht nur Gehör - kein Verständnis -

sagt man, bitte sehr.

Gesetzt den Fall, man hat kein Ohr? Wo findet man den Trost den jeder braucht.

Ein Ohr, nur ein Ohr, nur zum hinhören. Man kann es nicht kaufen.
Manchmal, in gewissen Situationen braucht man ein Ohr nur zum hinhören, man will keinen Kommentar, kein Beileid, kein Mitleid, aber auch nicht ein schnelles: „ Du, ich mach das in meinem Fall so oder so, oder ich geh dahin und mache dies oder das“, das kann man zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht hören, sorry -  man will ja nicht wissen was der andere damit macht wenn er/oder sie sich  in ähnlicher Situation befindet.
Warum auch - er ist doch nicht du!
Man möchte nur ein aufmerksames oder mitfühlend Ohr oder vielleicht einen Arm, in den man sich verkriechen kann – wie zu den Zeiten als Mutter noch da war und einen kommentarlos tröstend in den Arm oder auf den Schoß nahm.
 ( das kann sein wenn man einen Menschen an dem man hing, verloren hat, ein Tier krank wird, ein Mensch - dir gut bekannt - chronisch krank, nichts mehr von dir wissen will, er sich zurückzieht und du bleibst zurück - ratlos und still. Unfähig zu handeln.)
Man will weder einen Ratschlag, noch eine Belehrung, noch ein Beispiel wie es andere machen. 
 schnelle Komentare - du kennst sie doch alle, hast sie hundert Mal gehört, gibt es unendlich viele, wir alle wissen wie schnell sie damit an der Hand sind.
Anfangen kann man damit nicht wirklich viel. Denn jeder ist und handelt und spricht, empfindet und macht etwas anders.
Viele haben weder Mutter, noch zuhörende Freundin, keinen Freund, Partner oder Nachbarn der Verständnis hat und einfach nur einmal zuhört.
Vielleicht verständnisvoll nickt und einfach nur da ist für einen.
Was macht man denn, wenn man niemanden hat?
Viele Menschen gibt es die haben einfach – so traurig wie es ist, niemanden der einem zuhört – es nicht sofort einordnet und nicht  - so liebevoll es auch gemeint sein mag - kommentiert. Kein Wunder wenn sie in lebenswichtigen Situationen – schweigen.
Es gibt viele die sagen nun; ach wie einsam muss dieser Mensch sein,  ich behaupte,  er ist nicht einsam, er hat nur niemanden gefunden der  kommentarlos zuhören kann weil der erst mal sich selbst und dann – vielleicht – wenn er Glück hat, auch den anderen sieht.
Kommentarlos - manches stehen und sein lassen,was einem nicht gefällt -  das wäre schön
das ging mir heut durch den Sinn.

© Angelface

Montag, 27. Juli 2015

auf Knopfdruck



Auf Knopfdruck


Ohne diesen Fingerdruck würde ihr Leben nicht funktionieren.
Gedankenverloren hängt ihr Blick an dem luftigen Trägersommerkleid, das am Haken an der Tür hängt. Sommer, denkt sie, sollte es sein, aber 14° innen und 12° außen ist wohl alles andere als Sommer. Der Wind peitscht den Regen an die Fensterscheiben, es ist nebelig,  düster und kalt. Das Computerprogramm springt an und das leise Surren des Ofens, der ohne Strom  und Programm nicht funktionieren würde, dringt an ihr Ohr. Schön, denkt sie, gleich wird es warm.
40% des Lebens hängt an Computerprogrammen. Knopf an, Knopf aus,  wir haben es für unsere Kinder erfunden um deren  und unser Leben zu erleichtern, um uns das Denken zu ersparen.
Die nächste Generation kann ohne Knopfdruck einen Großteil ihres Alltagslebens überhaupt nicht leben. Smartphone und Programme steuern ihr Leben. Die Datenflut, die täglich neue Systeme ausspuckt, neue Herausforderungen bringt, hat abgelöst was Handwerker ihr Leben lang mit der Kraft ihrer Hände und dem Geist ihres Hirnes  erschufen. Im Heute  muss man nicht mehr denken, heute benötigt man nur noch den kleinen Zeigefinger  und das System zeigt dir wie du dein Leben lebst.
Willkommen im 21. Jahrhundert
Leseempfehlung:  Angelface
Marc Elsberg: ZERO
„Sie wissen, wer wir sind – wo wir sind – und wissen was wir als Nächstes tun werden“.