Dienstag, 13. Dezember 2016

meine Weihnachtsgeschichte


Rund um den Weihnachtsbaum entstehen ja viele hübsche Geschichten.🌲 ˚ ♥♥ •* ˚    🌲

   🍁 ˚ ♥♥ •* ˚ 🍁-      Jedes Jahr ist`s dasselbe, ich überlege mir Wochen und Tage vorher – lohnt es sich überhaupt für einen Single oder   alleinlebenden – Einzelbewohner einer weihnachtlichen Hütte sich einen ganzen Christbaum anzuschaffen, nicht  nur einen Tannenstrauß in einer großen Vase, nicht nur bekränzte Lichter am Fenster, nein, so einen richtig schönen Baum wie früher wie man es als Kind kannte. -
Viele würden es nicht, und sagen eventuell: “ viel zu viel Aufwand und viel zu viel zu tun“, aber für mich gehört der Weihnachtsbaum zum Fest genauso selbstverständlich dazu wie der Braten in der Röhre und die selbstgebackenen Plätzchen auf dem bunten Teller mit dem ich mir und den anderen eine Freude bereiten  kann..
˚ ♥♥ •* ˚ Meine heutige Weihnachtsbaumgeschichte unterscheidet sich insofern etwas von den Geschichten früherer Jahre weil sie ein wenig tragisch-komisch daherkommt und man unter Umständen darüber etwas schmunzeln kann.
🍁 ˚ ♥♥ •* ˚ 🍁Der Weihnachtsmarkt bei uns im Städtle gestaltete sich - was die Buden, den herrlich geschmückten  Christbaum, die Schafe die sich um ihn im Stroh scharten  - ähnlich wie letztes Jahr. Nur dass dies Mal - statt der Schafe - kleine, wunderbar gewachsene  ungeschminkte Tannenbäumchen aus dem Wald rund um den Christbaum und die Buden verstreut in  dicken Eisenständern standen. „Au ja“, dachte ich mir, die kann man sicher nach dem Abräumen des Weihnachtsmarktes einen Tag später auch kaufen.
Ein befreundetes Nachbarsehepaar  aus dem Ferienpark  in dem  wir wohnen und mit denen ich darüber sprach, hatte sich ihren kleinen Christbaum aus  der 15 km entfernten Stadt mitgenommen. Ich schaute ihn mir an, fand ihn süß und schnuckelig, der Preis stimmte auch und so beschloss ich ebenfalls dahin zu fahren.
Da mein Auto jedoch einen viel zu kleinen Kofferraum hat um einen ganzen Baum  und Äste  darin zu beherbergen fuhr ich nach telefonischer Absprache mit einem  anderen bekannten Nachbar dorthin, nicht ohne ihn darauf aufmerksam zu machen, ich würde mir bei der Gelegenheit auch den Einkauf für das  Fest mitnehmen. Das Einkaufsunternehmen  könnte also  unter Umständen  etwas länger dauern.
˚ ♥♥ •* ˚  „ Überhaupt kein Problem“, meinte dieser, er müsse eh noch in den Baumarkt schräg gegenüber,  zudem noch zum Einkaufszentrum und außerdem nebenan noch in einen der anderen Märkte. Er würde dann warten bis ich fertig sei. Ich versprach ihm dafür ihm beim Einkauf für seine Freundin behilflich zu sein, und ihm beim aussuchen helfen könnte.
                 Ehe wir in seinem Wagen  unser Städtchen verließen schaute ich auf das Schildchen ✰˚* ˚ ★ ˚ ♥♥ ✰ •* ˚ Christbäume zu verkaufen“ das am Wegesrand  des Gemeindeparkplatzes  stand und huschte  schnell wie der Wind  ins Rathaus hinein in der Annahme die wüssten wo der Christbaumverkäufer vom Weihnachtsmarkt sei.
Die hatten erst mal keine Ahnung. Sie recherchierten, befragten sich untereinander und riefen dann beim Bestattungsunternehmer  der Stadt an, der gleichwohl auch Jäger, Heger und Förster bei uns sei.
Es stimmte, er war derjenige der dafür verantwortlich war, die Bäume  nach dem Weihnachtsmarkt an den Mann oder die Frau zu bringen, er aber läge aber leider zur Zeit mit einer dicken Darm und schicken Magengrippe im Bett und könne weder laufen noch fahren um sie zu verkaufen -  sagte seine Frau, die auch keine Ahnung hatte was die Bäume kosten würden. Sie würde ihn aber fragen und dann die Dame vom Amt zurückrufen.✰˚* ˚ ★ ˚ ♥♥ ✰ •* ˚
 Nee...neee, so viel Zeit hatte ich als Mitfahrerin natürlich nicht auf den Anruf  zu warten. Ich wollte keinesfalls den Nachbarn, der wahrscheinlich schon längst  unruhig mit seinen Fingern auf das Steuerrad trommelte nicht unnötig lange auf meine  Gesellschaft verzichten lassen, rannte ihm entgegen und stieg ein. Ehe wir wegrollten rief und klopfte es  plötzlich hektisch am Fenster und die  nette Dame vom Amt  schrie: „ Huhu...a✰˚* ˚ ★ ˚ ♥♥ ✰ •* ˚ ALLE  kosten einen Preis, Sie können  sich – egal welchen für 15.-€  einen davon aussuchen“.
˚ ♥♥ •* ˚  „W o u w“…sagte ich, so edle  und so große wunderschöne Bäume und so ein kleiner Preis? Da nehm ich doch sofort einen. Ich ging mit ihr mit, bezahlte meinen Obolus und versprach den Baum im Laufe des Mittags abzuholen.
Wir fuhren einkaufen. Die Stadt war weihnachtlich geschmückt und die Läden proppenvoll von eiligen Weihnachtseinkäufern. Wir parkten direkt auf dem Gelände wo ich einkaufen wollte, den Baumarkt in Sichtweite im Blick, ebenso den Markt in unmittelbarer Nähe und trennten uns mit der Absicht uns mit den Einkäufen dort wiedereinzufinden. Er da, ich dort nach entsprechender Zeit.
˚ ♥♥ •* ˚ Nach etwa einer Viertelstunde trat ich nur mit Strickjacke angetan – denn im Auto war es ja durch die Sitzheizung warm gewesen -  aus dem Markt heraus, schaute, guckte…
das Auto war weg. Vom Nachbarn weit und breit nichts zu sehen.
Entsetzt glotzte ich wooo war er“!!!!!???!!!   War er etwa zum  „um- parken“ weil der Parkplatz so gut besetzt war,  rundum gefahren, oder war er umgefallen, ohnmächtig geworden, vom Krankenwagen abgeholt oder was war sonst passiert?
Ich trottete den Parkplatz nach allen Seiten ab, fand ihn aber nicht, auch die Autonummer seines Wagens hatte ich vor Schreck völlig vergessen.
Ich wartete, w a r t e t e, w a r t e t e, zitterte ein wenig in meiner Grobstrickjacke vor mich hin und verfluchte mich selbst, dass ich mein Handy nicht dabei hatte. In meinem Hirn die Gewissheit, der hat seines auch nicht  mit dabei, ich seine Nummer nicht in meinem Gedächtnis und überhaupt schien mir die Situation ziemlich ausweglos. Ein Linienomnibus  fuhr vorbei ohne dass ich einstieg, das Bargeld hätte ich nicht gehabt um die Rückfahrt zu bezahlen, denn in den Märkten bezahlt man ja eh nur mit Karte, und ich hatte schon fast alles ausgegeben was ich an Barem dabei hatte.
Ein Auto mit VB Nummer nach dem anderen fuhr an mir vorbei, parkte, er war nicht mit dabei.
Eine ältere Dame  neben mir war eben dabei ihren Einkauf ins Auto zu verfrachten und zu verstauen, - mir hingegen war mittlerweile sämtliche Weihnachtsvorfreude gründlich vergangen und ich schob nur noch einen dicken Hals.
„Dieser Idiot“, schimpfte ich leise vor mich hin“ was fährt der denn weg, wenn wir etwas ganz anderes verabredet hatten!“
Was soll ich denn nun  machen?
 Den vollgefüllten Einkaufskorb stehen lassen um auf den Parkplätzen der anderen Läden nachzuschauen kam gar nicht in Frage. Mitschleppen ging ebenfalls  nicht, dazu war er zu schwer. Meinen Einkauf hätte der eine oder andere sicher mit all den Süßigkeiten, dem Naschwerk und den netten kleinen Geschenken sicher gut brauchen können. Mal ganz davon abgesehen dass das Fleisch im Korb  längst in die Kühltruhe müsste.
Ich tappte auf die Dame zu und fragte sie ob sie zufälligerweise in meine Richtung fuhr und sie verneinte bedauernd, sonst hätte sie mich  gerne mitgenommen. Als ich ihr kurz erzählte was mir widerfahren war und warum ich  unpassenderweise  in nur dünnem Strickjäckchen auf dem Parkplatz herumstand, war sie ziemlich entsetzt und wir gingen  gedanklich alle Möglichkeiten durch was ihm passiert sein könnte, bis sie schließlich meinte; vielleicht wollte er sich ja nur lösen oder wäre spazieren gegangen weil es bei mir länger gedauert  hat oder er ist weggefahren und hat Sie vergessen?
Das konnte ich mir nicht vorstellen „ l ö s e n „? fragte ich etwas schockiert,“ er ist doch kein Hund“!
Noch eine  weitere  2. Viertelstunde verging.
˚ ♥♥ •* ˚ Mittlerweile guckten mich die Leute auf dem Parkplatz schon komisch an, ich denke, sie wunderten sich sehr über so eine alte Schreckschraube, hielten mich vielleicht für „ von irgendwo ausgerissen, eine Alzheimer Patientin  oder  aus dem Gefängnis ausgebrochen, vom Mann verlassen“ oder Ähnliches mehr.
Sie fuhr weg und ließ mich mit all ihren guten Wünschen für mich - alleine. Ich fror weiter vor mich hin, meine Zähne klapperten im Takt mit mir mit.
Die Strickjacke war eindeutig zu dünn zum stundenlangen Herumstehen!
                          E  n d  l  i c h – von mir gefühlte100 Stunden später  kam er um die Ecke und parkte mit unschuldigem Gesicht vor mir.
„Wartest du schon lange?“ war seine erste Frage. Ich konnte nur entsetzt gucken. Was war das denn für eine Frage, er sah doch wie ich fror.
Ich war nun zumindest im Auto samt meinem Einkauf gut verstaut und wir fuhren nach Hause, wo er mich absetzte, mir den Einkauf noch hereinbrachte und mir den Vorschlag machte, gleich nach dem Leeren des Autos schnell noch den Weihnachtsbaum  vom Gemeindeparkplatz  abzuholen.
Eine Säge zum Stumpf und  um die Spitze zu verkürzen nahmen wir mit. Im Schweiße seines Angesichts durfte er dann handwerklich ein wenig schuften, bis der Baum in meinem Ständer war, denn der Stiel war feucht, das Holz fast nass und nun steht er  - ˚ ♥♥ •* ˚ mein Christbaum - ˚ ♥♥ •* ˚ in leuchtend – grüner  Pracht noch ungeschminkt  auf der Terrasse und wartet auf mich zum schmücken.
Das Schönste war aber noch: Als ich zuhause in die Wohnung kam, blinkte der AB still vor sich hin. Die Nachbarn mit dem hübschen Bäumchen von der Supermarktkette waren daran und baten mich schnellstmöglich sie zurückzurufen, denn sie wären noch eine Viertelstunde da, da stünde noch ein Bäumchen das für mich sicher in Frage käme, wenn ich`s wollte, dann sollte ich mich melden.
˚ ♥♥ •* ˚ Ich musste laut lachen und dachte an all die schönen Geschichten die die Jahre vorher entstanden waren wie ich auf wundersame und ungewöhnliche Weise zu meinem Christbäumchen kam. Jede Geschichte war eine andere, aber keine war so skurril wie diese.
Ich kann nur hoffen nicht mit einer dicken Erkältung zum Fest darunter zu sitzen um stattdessen mit  heißem Tee und einer Wärmflasche um den Hals im Bettchen zu liegen.
✰˚* ˚ ★ ˚ ♥♥ ✰ •* ˚ Okay, wenn wirklich – nehm ich halt den Teddy mit. Hauptsache ich hab einen Weihnachtsbaum und auf der abgesägten Spitze da sitzt dann ein Engelchen - der Teufel in Nikolausgestalt oder ich selber daran.
                                                                      eine Geschichte zum schmunzeln... ˚ ♥♥ •* ˚                                  ˚ ♥♥ •* ˚  @ Angelface ˚ ♥♥ •* ˚
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eine ganz andere Geschichte die eher ein Artikel ist, aber besonders gut in diese Zeit passt - ist diese von der Repage die ich kürzlich geschrieben hatte.
Darin enthalten, ein Hinweis auf eine Dokumentation in ARTE am 13. dezember 2016
Wer es möchte,
http://www.repage.de/member/angelface/menschenundkatzen.html
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Kommentare:

  1. Ach ja, da kann ich mir so richtig vorstellen. Er kommt wieder als sei nichts geschehen...lach.Hat er wohl gedacht, Frauen brauchen lange zum einkaufen? Immerhin hat er Dir noch das Bäumchen abgeholt und es wird Weihnachten um so schöner leuchten.
    Weihnachten ums Bäumchen bringt doch die schönsten Geschichten hervor. Ich habe noch keinen Baum und hoffe es geht alles gut und ich finde auch einen.
    Liebe Grüße und ich schmunzele noch immer, typisch Angel,
    Klärchen

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  2. Liebe Angel, ich habe zwar nicht gelacht, aber dafür ordentlich gefroren beim Lesen! Mitgefroren! Und da heißt es immer, Frauen brauchen so lange zum Einkaufen! Aber - hat der Mensch dich vielleicht doch vergessen und ist dann, zu Hause angekommen, warm bei einem Tee sitzend, sich irgendwann doch erinnernd, schnell erneut losgefahren, um dich dann so ganz harmlos tuend abzuholen?!
    LG von Ute

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    1. liebe Ute
      freue mich dass du meine kleine "Weihnachtsgeschichte rund um`s Bäumchen mitgelesen hast, hoffe sie hat dich nicht nur zum frieren veranlasst sondern auch ein klein wenig erheitert.
      Ich habs verschmerzt, lag allerdings dann danach 2 Tage im Bett mit ner dicken Erkältung.
      Nö, er war zum Baumarkt gefahren - direkt gegenüber in Sichtweite und hatte schlicht und einfach vergessen, dass es "anders verabredet" war, nahms auch nicht besonders tragisch mich so ungewiss zurückzulassen."Logisch denken" und Schlussfolgerungen daraus ziehen ist eben nicht für jeden geeignet...:))zwinker...ich hoffe, die Geschichte hat dir dennoch gefallen..
      liebe vorweihnachtliche Grüße Angel..(.wieder gesundet.)

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  3. Ach je, da hätte ich mich schon ein bisschen beschwert, wenn er einfach so daher kommt und lapidar meint: "Wartest du schon lange?". Wahrscheinlich hat er über all den herrlichen Dingen im Baumarkt, die jedes Männerherz erfreuen, einfach die Zeit vergessen und wie man Männer ja kennt, war seine Frage gleich eine Entschuldigung :-))) . Männer!!!
    Ich hoffe, doch sehr, dass du keine Erkältung bekommst und wunderschöne Weihnachten feiern kannst mit einem tollen und geschichtsträchtigen Weihnachtsbaum ;-) .
    LG
    Astrid

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  4. Huhu, wünsch dir frohe Weihnachten und erholsame Feiertage! Ganz allein ist man nie solange man Freunde hat ;) 🎄

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -