Donnerstag, 27. August 2015

Mittendrin - ist auch gut.

Sinnvoll zusammenfügen...

                        
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Patchwork = Altes und Neues zusammenschmeissen, zusammenfügen  und als ein Ganzes und Neues gestalten; Reste aufbrauchen -
Sandwichkinder  gehören auch mit dazu
Sie haben einen  Boden : das erste Kind, einen Deckel  als das letzte Kind, sie sind  in der Mitte liegend quasi sozusagen die Mittelkinder.
Heute gab es auch eine Provokation für den Gaumen,  RESTE – bunt und lecker. Sozusagen ein Patchworkessen.
Es ist ein wunderbares Essen wenn man Gestriges und teilweise  für morgen Geplantes zusammenfügt,  schmackhaft und gut, gesund, bunt und lecker und nicht zu verachten wenn man bedenkt, es wird nichts weggeschmissen,  landet nicht im Abfall ( warum sollte es dies auch) es ist ja noch gut, das von gestern -  - erspart zudem einen neuerlichen Einkauf und sieht oftmals  doch nur wie Shit aus (wie nun mal Zusammengewürfeltes)  aussieht.
Warum schreibe ich dies nun?
Der kleine bunte Wagen, der so gar nicht zu den sonstigen Luxusgefährten :
LINK zu solchen:
http://www.rp-online.de/leben/auto/news/von-huckepack-bis-zum-edlen-luxusgefaehrt-aid-1.1278076
passen wollte die sonst unseren Platz bevölkern, hat mich begeistert. Bunt, weil von der Family selbst gestrichen - wie ich erfuhr -  lebendig  und froh sah er aus, genauso, wie die Meute die aus ihm herauskam. Das und das  Bild hat mich zu diesem Thema animiert weil es so lustig aussah wie diese Familie aus dem Gefährt quoll und ich mir überlegte wie dahinein  2 Erwachsene und 3- 4 Kinder hineinpassen. Sie passten – sowie samt Fahrrädern die auch noch Platz hinten außen hatten. Ganz rational und funktionell waren Zwischendecken  in den V-W-Bus eingezogen. Eine gute Idee.
2 waren Sandwichmittichkinder –  eine Patschworkfamilie?
Alle verstanden sich ausnehmend gut. Nix da  Rentnerparadies und nur alte Leute hier die den Weg in den Vogelsberg finden! Es sind junge Familien, lustige  Unterwegsfahrer die sich den Urlaub gönnen und die Welt ansehen, die Altersklasse die bei uns einfällt ist außerordentlich verschieden. Junge Eltern die durch den Campingurlaub sorgen, dass  die 4-9 Jährigen die Landschaft und Natur erleben und nicht nur vor dem Computer und I-Pot sitzen.
Dann haben wir die sogenannten "MITTLEREN ALters" , die Urlaub von der Alltagsfron im Sinn haben und ihr Wochenende hier  mit Sport und Wandern verbringen, und dann eben auch die Frührentner, die endlich zuhause bleiben konnten und sich freuen wenn sie durch ihre Campingfahrten noch was von der Welt sehen.
Das bringt mich dazu festzustellen, ich bin eindeutig  auch ein Sandwichkind, ein Bruder als Boden unten – der Jüngere, der Ältere als Deckel oben . Irgendwo weit in der Ferne gibt es noch ein Brüderlein, doch leider, leider "kenne ich dies nicht" und weiß nicht ob ich*s je kennenlernen werde.
Ich befinde mich brav in der Mitte und hab laut der Aussage des Artikels siehe oben – eindeutig am wenigsten zu sagen.
Ich bin sozusagen nicht anwesend, nicht wichtig, der Ältere hat immer die Oberhand, der Jüngere meist das letzte Wort.
Ist das nun so, weil ich ein Mädchen bin und Buben eh wichtiger sind?
Noch grüble ich und fühle mich durchaus als vollwertiger Mensch und nicht als nur die Mitte,
 o b w o h l ohne die Mitte gäb`s weder Boden noch Deckel. Auch das gilt es zu bemerken.
Ich denke, da werde ich noch etwas länger darüber nachdenken….
Als irrtümlich angenommen gilt unser Ferienpark ja als Domizil der bevorstehenden Rentner, oder der Rentner überhaupt, was wohl heissen soll, dass die meisten der älteren Bevölkerungsschicht angehören sollen.
Ist es aber nicht, wir sind ein zusammengewürfeltes Volk der Individualisten jeden Alters, auch Rentner klar, aber nicht überwiegend.
Nicht wichtig?
Wohl wichtig, denn: gäbe es die  Rentner nicht, hätten die Jungen wohl kaum Aussicht auf eine eigene Rente,  denn unsere Generation hat die Rente ja erst ermöglicht und erschaffen. Auf weniger Arbeitsplätze die frei würden, keine Omas und Opas die auf ihre Kinder aufpassen und eigene Arbeit ermöglichen. Rentner sind wichtig weil sie zahlungswillig sind, die Wirtschaft ankurbeln, heutige Rentner eventuell sogar Reichtümer angesammelt haben, die wiederum den Jüngeren zugute kommt, weil es um das Erbe geht.
Wir sind eine Patchwork - Generation. Wie eine Decke die aus Hunderttausend Einzelteilchen zusammengefügt und geflickt wurde.
Und ... haben die A***karte gezogen.
Wir sind die, die den Krieg selbst nicht mehr erlebt haben, ihn nur durch die Erzählungen der Eltern kennen, aber die Folgen trugen.
Wir sind die, die ihre Eltern pflegen weil die Eltern die den Krieg überlebt haben, eindeutig älter werden als wir -  und meist kein Erbe angehäuft haben, nicht so eines wie wir, die das tun.
Wir, die wir unseren Kindern ermöglichen Karriere zu machen, ( bessere Ausbildung) selbst Kinder zu kriegen und das ganz nach Wunsch – ab wann – und die ganz sicher ihren Kindern nicht zur Last fallen weil wir früher sterben als die Luxusgeneration die wir in die Welt gesetzt haben.
Sie kennen weder Krieg , haben eindeutig eine weniger sorgenvolle Zeit vor sich,  (außer den selbstgezimmerten natürlich - )sie leben weder Not noch Leid, kennen keinen Hunger ( zumindest nicht in Deutschland – denn wir sind ja ein Sozialstaat und eine Demokratie)) und können meist  durch den ausgeübten Beruf schon für die eigene Rente vorsorgen.
Das Patchworkkind konnte das in der damaligen Zeit vor uns, meist nie – das stand  in der Mitte wie ein Sandwichkind und guckte meist in die Röhre…wirklich…?..
Ist dies nun eine Annahme, ein Versprechen, eine Mutmaßung,  eine erwiesene Tatsache oder verrückt das zu behaupten?
Tatsache ist, dass Patchworkkinder ( sicherlich ) auch glückliche Kinder sind und zusammen ein Ganzes ergeben weil sie den Zusammenhalt vielleicht besser verstehen  und erleben als wenn sie Einzelkinder wären.
Einzelkinder werden eher von unseren Kindern geboren wenn es nicht Spätgebährende sind die Zwillinge und Drillinge kriegen, verrückte Welt, was stimmt noch darin?
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© Angelface




Kommentare:

  1. Da stecken mehr Themen in deinem Post. Über campen kann ich nicht viel sagen, außer das was die Camper mir erzählen.
    Patchworkfamile, ja, wenn man so will komme ich auch daher, als Nachkriegskind hat es sich so ergeben. meine Mutter war Kriegerwitwe mit einer Tochter die meine Halbschwester ist, und die ich über alles liebe. Ansonsten wäre ich sicher ein Sandwichkind, was wohl die meisten "Normalfamilien" sind.
    Aber das Leben spielt ja seine eigene Musik. So einen bunten Campingbus kenne ich noch von der Toscana mit lauter bunten Fähnchen waren wir mal auf einer virtuellen Reise bei BX. Sollte ich doch mal verlinken...lach.
    Grüssle in den Tag, klärchen, danke für deine Gedanken.

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  2. ...siehste - so erfährt man im Handumdrehen etwas über den anderen was man noch nicht wussste, einklitzekleiner Anstupser im Thema und schon kommt man ins plaudern..lacht...
    danke für den Kommentar..Klärchen.

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -