Sonntag, 5. April 2015

magst du mich? ...fragte sie leise...

wenn jemand das fragen muss, wurde es ihm nie richtig vermittelt; 
... da hat mir jemand ein gutes Thema an die Hand und in die Finger gegeben. Auch ich habe schon oft darüber nachgedacht. Es betrifft Sympathien und Antipathien.

Sag mal, magst du mich auch? Oder würdest du mich auch mögen, wenn ich nicht die oder der wäre..?
So wurde mir vor einigen Tagen  - tatsächlich selbst die Frage gestellt.
Wer – oder warum, tut hier nichts zur Sache, doch ich habe mir lange  Gedanken darüber gemacht, um sie auch ehrlich beantworten zu können. So etwas beantwortet man nicht oberflächlich und vorschnell. Vielleicht  stellt man  aber auch ganz überlegt diese Frage wenn man vom Selbstzweifel gebeutelt wird.
Keinem kann man in den Kopf schauen. So ist sowohl die Frage als auch die Antwort schwierig.
Schön wäre es manchmal, wenn man dem antwortenden wie ein Wurm ins Gehirn kriechen könnte um nachzuschauen,  ob da wirklich eine ehrliche Antwort darauf herauskommt. So bleibt man im Zweifel.
… mag man einen Menschen oder  mag man  ihn nicht.  Was ist eigentlich „mögen“  im Unterschied zu „lieben“?.
Eine ehrliche Antwort  auf diese Frage wäre schon schön um sich in seinem eigenen Verhalten darauf einrichten zu können.
Man mag vieles an einem Menschen, doch beileibe nicht alles in seinem Verhalten oder das,  was er oder sie dir zeigt. Der Mensch an sich, hat viele Facetten, manche lebt er aus, andere verbirgt er, mehr oder weniger erfolgreich, vieles lässt sich an Taten, Verhalten oder Nichtverhalten  erkennen.
Man liebt etwas an einem Menschen, ohne genau zu wissen, - warum.
Vielleicht ist es ja die Art, wie er sich dir nähert, ob er rücksichtsvoll zu dir ist.
Wie er dich anschaut, dir das Gefühl der Sicherheit, Gelassenheit  und Geborgenheit gibt.
Ob er dich respektiert und dir auf Augenhöhe begegnet,
....sicher nicht, wenn er unterwürfig ist, sich dir in allem anpasst oder dir gar nach dem Munde redet.
Man mag unter Umständen die Art wie er dir zuhört, mit dir gemeinsam um die Ecke denkt, ob du Spaß mit ihm hast, du dich mit ihm unterhalten kannst.
Man mag, wenn gemeinsame Interessen bestehen, es gibt vieles was verbindet, anderes was dich trennt. Zwei Individuen tun sich zusammen und daraus ergibt sich, wenn man Glück hat, etwas - oder ein Ganzes. Man teilt miteinander, sich, Freud und  Leid – schafft  Verbundenheit und Vertrautheit.
       Vertrauen ist wichtig und Ehrlichkeit. Sich auf einen anderen in schwierigen Lebensfragen  verlassen zu können,  ist m.E. ein wichtiges Gefüge im Zusammenleben. Das aneinander glauben. Nicht aneinander zweifeln.
Egal ob nun Ehemann, Freund/Freundin oder Geliebter, Lebensgefährte auf Zeit oder dein ganzes Leben lang.
Man glaubt, man sucht sich den Menschen aus, mit dem man sich umgibt und mit dem man lebt.
Viele finden sich durch Zufall, oder durch Suchen, manchmal tut man es nicht,
dem Zufall oder gar Schicksal – wenn es denn eines gibt – glauben,
dann wenn es schief geht, man sich irrt.
Das Leben verändert sich  - oder die Zustände verändern sich, deine Gefühle verändern sich, du wirst enttäuscht – er oder sie werden es ebenfalls  - und schwupp, schon bist du  wieder getrennt.
        Ich denke, nur Menschen die sich wirklich ehrlich auch als Mensch mögen, bleiben zusammen, auf ewig, lange Zeit oder auf eine lange Weile.
        So halten manche Freundschaften – wie Ehen - auch auf die Entfernung  manchmal  - oft, wünschenswert lange Zeiten zusammen.
         Mögen ist – auch die Macken, Ecken und Kanten eines Menschen mögen (wollen), dazu bereit sein das Anders Sein  zu akzeptieren, das Fremde im Anderen sehen und sein zu lassen ihn/sie  - wie er es auch ist. Das schließt allerdings nicht ein, sich alles gefallen zu lassen, wenn Grenzen im Verhalten überschritten werden, muss und sollte man Einhalt gebieten, wenn man sie erkennt.
Man mag, denke ich, andere Menschen wenn man sich selbst mag, auch gut leiden kann ohne sich zu -  unter oder überschätzen, -
doch man mag auch einiges nicht an sich und versucht dennoch damit auszukommen.
Doch mit allem was der andere anbietet,( kann man)  muss man aber nicht auskommen, es belastet einfach zu sehr und färbt  unter besonderen Umständen das Leben zu " grau..

Nicht jeden kann man mögen, dazu sind wir alle viel zu unterschiedlich. Und doch ähneln wir uns in unserem Verhalten. Respekt sollte  - im Umgang miteinander - die Grundlage sein.
Auch ich habe diese Frage  - dieses: "magst du mich" - schon einem Menschen gestellt wenn ich mir unsicher war, es nicht fühlen konnte. Nicht oft, gebe ich zu, denn damals war es mir wahrscheinlich nicht so wichtig, wichtig wäre aber vielleicht seine/ihre Antwort gewesen.
Als ich diese Frage zuletzt stellte und die leise Antwort darauf bekam, kam sie zögernd, nicht gerne hatte ich den Eindruck, als gehörte es sich nicht, hinter die Kulissen zu schauen.
Mir schien, als fehlte das Vertrauen in mich darüber zu sprechen, das war wohl  nicht da, oder kein echtes Gefühl, aber vielleicht irre ich mich ja auch und vielleicht tat es ja auch nur einfach weh.

© Angelface
dieses Mal ein Post über
das sich mögen", wobei oftmals keiner weiß was das wirklich bedeutet, den Unterschied sucht zwischen mögen und lieben
https://wokinisblog.blogspot.de/2015/04/magst-du-mich.html

Kommentare:

  1. Liebe Angel, eigentlich hast Du die Frage ja selber beantwortet und deine Einstellung dazu kundgetan. Ich könnte sicher ausführlicher dazu schreiben, aber als Kommentar dann doch nicht. Ich mag dich, ist nicht ,ich liebe dich, in dem Sinne, von Liebenden.
    Es gibt viele Menschen die sich mögen , nicht lieben und zusammenleben können.
    Wie viele Menschen mag ich und denen sag ich es auch.Die ich nicht mag, mit denen habe ich mehr oder weniger auch nichts zu tun und will es auch nicht.
    Doch gibt es Situationen, wo man sich mit Menschen arrangieren muss, obwohl man sie nicht mag, kommt ja oft genug im Berufsleben vor.
    Ansonsten sollte man ehrlich sein und den Gefühlszustand klar ausdrücken, da wo es für einen wichtig erscheint.
    Ich könnte ja weiter philosophieren, aber das führt dann doch hier zu weit.
    Du hast deine Erlebnisse auch von früher reflektiert. Wenn das Vertrauen fehlt bleibt immer die Frage bekommt man eine ehrliche Antwort. Entweder man mag sich, es stimmt die Chemie oder man hält Abstand, alles andere ergibt sich ja daraus und nimmt seinen Lauf. Alles braucht ja viel Zeit zum Wachsen, was beständig sein soll.
    Dir einen schönen Ostertag, mein Männe kocht und ich habe Zeit mal eben zu schauen und zu lesen
    Grüssle, Klärchen

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  2. Mein Kommentar - leider ist er futsch! Ich versuche es noch einmal:
    'Magst du mich?' - Wann stelle ich diese Frage? Dann, wenn ich mir nicht sicher bin, wenn ich unsicher bin, ob es so ist. Wenn ich diese Frage stelle, dann wünsche ich mir, dass mein Gegenüber sie mit einem 'Ja' beantwortet. Aber eigentlich merkt man doch, wenn man gemocht wird! Ich gebe zu, ich tue mich etwas schwer mit dieser Frage!
    Frohe Ostertage für dich! Martina

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  3. Liebe Angel,
    du hast dir viele Gedanken "über das Mögen" gemacht. Ich kann dir jedenfalls ungeniert sagen, dass ich das, was ich hier in der Bloggerwelt so von dir kennengelernt habe, mag - zum Beispiel weil du mir ehrlich und unverfälscht erscheinst und zugleich freundlich und alles andere als oberflächlich. Aber ich weiß auch aus Erfahrung, dass diese Frage ein etwas seltsames Gefühl auslösen kann. Nicht nur, weil man sich bei manchen Menschen vielleicht nicht sooo sicher ist oder weil man Angst hat, jemanden mit einer ausweichenden oder negativen Antwort zu verletzen, sondern manchmal auch, weil diese Frage die Gegenfrage aufwirft, ob die betreffende Person etwas noch nicht mitgekriegt hat, dass man sie mag ... und da läuft ja dann irgend etwass schief, entweder beim Absender oder beim potentiellen Empfänger dieser Gefühle...
    Ganz herzliche Ostergrüße und
    alles Liebe, Traude

    (⁀‵⁀,) ✿
    .`⋎´✿✿¸.•°
    ✿¸.

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  4. mir scheint, seitdem mir diese existenzielle Frage gestellt wurde ein Thema zu sein, über die man sich ganz allgemein nicht so große Fragen stellt, es nicht infrage stellt weil man sich sicher ist - als Person und Mensch gemocht zu werden, nicht zweifelt.
    Finde es als Frage nach Sympathien und Antipathien einzuordnen schon leichter zu beantworten, dieses"mag" ist eben kein fester Begriff den man anfassen kann.
    Es gibt eben Zeiten, Denkanstösse, Auslöser und Fragen . die neue Fragen aufwerfen, man entdeckt ungewohnte Antworten, legt sie in die Runde derer, die sich auch damit beschäftigen näher darüber nachzudenken was es überhaupt im Einzelnen bedeutet.Dieses "mag".
    So wird ein Kreis von interessierten Gesprächspartnern geschaffen auf einem vielleicht ungewohntem Terrain.
    schönes Ostereiersuchen auch noch am Ostermontag wer am Sonntag keine finden konnte....darin steckt bestimmt eine große Portion Leichtigkeit.
    herzlichst Angel und liebe Grüße an alle....ich geh jetzt wieder Krimi sehen...noch ist die Nacht ja jung...:))

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  5. Es mutet merkwürdig an, wenn jemand die Frage stellt, ob man ihn mag.
    So etwas spürt man doch ... dachte ich beim Lesen. Wenn man jemanden nicht mag, hat man eigentlich wenig oder gar keinen Kontakt zur Person.
    Solch eine Frage hat sicher etwas mit der Unsicherheit der Person zu tun, sie scheint mir ohne viel Selbstvertrauen in sich selbst.
    Auch ich wünsche dir noch einen schönen Ostermontag und hoffe, der Krimi war nach deinem Geschmack. Bis denne ... die Nacht ist ja nun um....
    sissi

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  6. Ich komm halt erst jetzt dazu, aber ich will meinen Senf auch noch dazugeben, denn die Frage hat mich beschäftigt.
    Die Frage nach mögen oder nicht mögen stell ich eigentlich nie an mein Gegenüber. Es ist vielmehr eine Frage, die ich in Bezug auf einen anderen Menschen eher mir selbst im Stillen stelle - "mag ich sie/ihn?" Und die Frage hat zunächst erst einmal einen grob selektierenden Charakter. Will ich mich mit diesem Menschen weiter beschäftigen oder haben wir einfach zu wenig Gemeinsamkeiten, zu wenig Berührungspunkte, zu wenig Themen, zu unterschiedliche Sichtweisen. Die entsprechende Antwort - also mögen/nicht mögen - offenbart sich dem Anderen ja dann in meinem weiteren Verhalten, Zuwendung oder Abwendung, Interesse oder Desinteresse. In dem Stadium "mögen" spreche ich ungern über mögen, es könnte voreilig zu falschen Schlüssen führen ...
    Aber eine interessante Frage bleibt es ...
    Liebe Grüße
    Antje

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  7. ja die Frage sollte man und tut es wohl auch - tatsächlich selbst stellen um es zu überprüfen wenn man wackelt und sich unsicher ist, ob Anripathie oder Sympathie besteht, das gibt es ja. Manchmal mag man sich ja auch, aber - mags nicht, und/oder versteht das handeln des anderen nicht, dann sollte man vielleicht mal "drüber reden"....sich die Frage im Laufe des Lebens mal öfters zu stellen, schadet sicher nicht...

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -