Donnerstag, 31. Dezember 2015

31. Dezember- noch schreiben wir das Jahr 2015,



doch nicht mehr lange. Mittlerweile klatscht der Regen ans Fenster.
Schöne Musik läuft leise im Hintergrund im Radio, darin viel Information. Die Kerzen brennen und der Ofen springt mit leisem Klicken an, Musik am frühen Morgen - eigentlich eher selten bei mir weil ich zu meinem“ üblichen Schreiben eher Ruhe und Stille" brauche, aber erst mal möchte ich die Nachrichten hören und so wünsche ich allen die sich auf den Jahreswechsel einstellen einen guten Morgen.- Sylvester - Morgen -  Spätestens morgen beginnt ein neuer Abschnitt, ein neues Jahr.
Gleich wird es warm und gemütlich werden. Das neue Jahr kommt mit großen Schritten, es steht schon ganz nah und kratzt an der Tür. 
Wie wird es werden für uns alle, wird es freundlich zu uns werden oder sein?  Der frühe Tag um mich herum  ist ruhig und still. Dunkel und kalt. Gefrierende Nässe ist angesagt, auch Schnee soll es geben. Er liegt schon wie ein Windhauch in der Luft. Doch noch fegt nur Sturm und Regen um das Haus. Die Nacht liegt noch weit vor dem Tag, wir haben zunehmenden Mond und sein Gesicht leuchtet zu mir rund und voll durch das Fenster.
Einige Silvesterfeiern sind wegen der aktuellen Terrorgefahr in vielen Städten - vor allem in Brüssel, abgesagt worden. Die Polizei wird an vielen Stellen hohe Präsenz zeigen und dort, wo große Veranstaltungen stattfinden, aufmerksam sein. So wird es da, wo man sonst gebannt und gespannt in den Himmel blickte um dem Feuerwerk zuzusehen, still und nachdenklich sein - mit der inneren Frage – wie wird das neue Jahr werden ?  Dinner for one. Every Year.

Wird es ein Gutes werden?
Ein ganzes Jahr liegt nun hinter uns - 2015 - , in ihm ist viel geschehen, viele die wir liebten und mochten haben uns verlassen. Viele Menschen sind zu uns gekommen, wie wird es ihnen im neuen Land des Lächelns gehen? Ich denke mir, gerade zum Jahreswechsel wird in vielen die bange Frage wachsen: werden wir Arbeit bekommen, aufgenommen werden, wird es  auch für uns ein Heim eine Wohnung, Integration,  neue Freunde geben? „Wir schaffen es“ die Worte der Kanzlerin, werden sie für uns alle wahr? Viele Gedanken wandern durch meinen Kopf, machen sich breit, füllen ihn aus. Wird es ein gutes Jahr für uns alle geben?  Die Fragen bleiben offen und wir wünschen uns ein Hoffen auf ein gemeinsames Miteinander.

© Angelface und auch im neuen Jahr begrüßen wir uns hoffentlich wieder mit vielen Geschichten aus dem Alltagsleben, mit Anekdoten und Gedichten, Bildern und Erzählungen.Und dazu vielen Gedanken die wir gemeinsam miteinander austauschen!!!

Dienstag, 29. Dezember 2015

noch 2 Tage sinds im alten Jahr



Wenn mit dem goldenen Morgenrot
ganz früh während andere noch schlafen
Der 1. Tag des neuen Jahres erwacht
Sagen die Sterne dir leise gute Nacht
Wir gehen schlafen
schenken dir Freude in deinen Tag
Ohne Böllerschüsse im lauten Geschrei
Weihnachten ist doch  längst vorbei
Das neue Jahr beginnt
Ohne Hetze und Eile
Mit Weile
Zu wachsen und zu gedeihen
um uns jeden Tag zu begrüßen und
immer wieder
neu zu erfreuen

© Angelface

Sonntag, 27. Dezember 2015

in den letzten Stunden des Jahres

weniger ist manchmal mehr und ganz viel.
In der Hoffnung liegt unsere Zukunft.


Ausklang
Der Raum ist still, die Lichter brennen, ich habe sie heute schon ganz früh angemacht, versonnen in sie geschaut und meine Gedanken fließen lassen. Weihnachten ist vorbei, damit auch die Feiertage und ein normaler Sonntag sieht uns wach.

Das Fest ist dieses Jahr ein Besonderes, für viele gewesen. Ein anderes als früher, sowohl in der Kinder- als auch in der eigenen Erwachsenenzeit. Es ist wie es ist – Erich Fried -.
Die Liebe zueinander ist vielen abhanden gekommen. Andere haben sie neu entdeckt und waren verwundert, dass sie ihnen noch einmal in vielfältigster Form begegnet ist. Einige von uns haben Weihnachten sicher einsam verbracht, andere unter Freunden, auch ich hatte  die Freude nicht allein zu sein. Sah die Tränen der Rührung über ein paar liebevolle Worte. Es waren nur Worte doch sie kamen von Herzen.
Es ist unendlich berührend andere zu erreichen.
Die Welt hinter dem geschmückten Fenster steht still.
Komme was da will und wir werden uns in ihr einrichten.

@ Angelface
zwischen dem 1. Advent und dem letzten Sonntag im Monat
ehe das Jahr verrinnt
ist nicht viel Zeit
und dennoch genug
um dem was uns begegnete
leise nachzuhorchen

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zum Ende des Tages sehe ich mir als G`schmanckerl einen sehenswerten  Film an, Robert Redfort + Morgan Freeman - für mich fast ein Garant für einen guten Film
http://www.kino.de/film/ein-ungezaehmtes-leben-2005/


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http://wokinisblog.blogspot.de/2015/11/zum-1-advent.html
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da wir voraussichtlich erst im Jänner/Februar den ersten Schnee kriegen, sehe ich mir noch
spät das Video von früher an - wie schön, wie anders als heut und so viel Schnee
http://wokinisblog.blogspot.de/2014/01/mein-erstes-selbst-erstelltes-video.html

Donnerstag, 24. Dezember 2015

der Weihnachtstag



ein besonderer Tag
es ist neblig und trüb
die Gedanken wandern
unwillkürlich
nicht geplant
still
die Glocken läuten den Weihnachtstag ein
Welt schenke uns Frieden
lasst uns die Hände einander reichen
gut zum Nächsten sein
an andere denken
auch im Miteinander sein

An diesen  Tagen
denke ich an alle  -  die nicht bei uns sind
An die, die wir verloren haben
Die einen anderen Weg als wir
gegangen sind.
Wir treffen uns wieder
versprochen
in einem anderen Leben
in einem anderen Raum
der vielleicht noch viel schöner ist.
Vielleicht waren es die Eltern
Die Geschwister
vielleicht waren es Freunde
sie grüßen uns von dort
sind um uns
weil unsere Gedanken an sie -  in uns sind
und es bleiben.
Möge uns die Welt Frieden schenken
uns in Freude lenken
bis wir wieder im Mit- beieinander sind
ein Gedanke und Gruß an Sybill zum Fest
ein Gedanke an Stephan
ich danke dir
dass du mir die Woche  schenktest
ehe du gingst
ich denke so oft an Dich
ein Gedanke und mehr an meine Mutter
und ihr Leben mit und ohne mich
meine Liebe gilt ihr
unverbrüchlich
dem fernen Bruder
der oft so unversönlich
in ihm dennoch so viel  Liebe ist.
an ihn denke ich täglich
denn er ist noch hier.
Ein Gedanke an all jene
für die Weihnachten ein ganz normaler Tag
ohne jede Bedeutung ist.
Ein Gedanke an die Fremden
die uns nahe sind
vielleicht  in ferner Zeit
sogar zu Freunden werden.
Ein Gedanke an Freunde
an die, die mit mir sind
in meinem Leben
für dass ich IHM danke
obwohl ich nicht im üblichen Sinne
gläubig bin
 doch der mich leben lässt
in meinem Sinn, das macht Sinn.
Ist`s Schicksal oder Bestimmung
nur Zufall gewollt oder Plan
wir werden es leben

frohe Weihnacht
und friedvolle Tage


Die Gedanken im Buch
Die Vorweihnachtszeit



Gedankensplitter zum bevorstehenden Fest...
das viele angeblich nicht mögen weil es zu nostalgisch ist, aber sich alle ersehnen, weil es eine Zeit bedeutet, in der man unschuldig Kind war, noch genießen und sich freuen konnte, so, wie es heute oft, leider nicht mehr geschieht....

Weihnachtliche Gedanken…


Das Leben besteht aus immer wiederkehrenden Wiederholungen.
Selbstverständlich, wir essen täglich, legen uns meist zur gleichen Zeit ins Bett, waschen uns täglich, putzen die Zähne, kochen, putzen und kaufen fast täglich ein, keiner meckert darüber, aber Weihnachten schon.
Is schon wieder Weihnachten sagen wir..
Na klar, warum auch nicht?
Jedes Jahr ist es doch dasselbe.
Der gleiche Frühling, derselbe Sommer wie letztes Jahr, der bekannte Herbst und letztendlich der kühle Winter, der manche nervt. Zu nass, zu kalt, zu wenig Schnee, zuviel Schnee, keine Farben, alles vor den Fenstern trist und trüb. Kein Laub fällt mehr von den Bäumen.



Nur in der Weihnachtszeit, da leuchten die Lichter auf. Fenster und Straßen sind festlich geschmückt, Weihnachtsbasare und Märkte sind nicht nur für den Umsatz da, nein, auch zum Darüber schlendern und sich am Kerzenduft freuen.
Dort sehe ich meist nur in freudige fröhliche Gesichter, wenn sie ihren Weihnachtspunsch schlürfen.
Und ich finde immer was Hübsches auf dem Weihnachtsmarkt, hier einen Schal, dort ein Schmuckstück, etwas gedrechseltes aus Holz und der Duft, dieser Duft ist einfach unvergleichlich, nach Zimt und Nüssen, Mandeln und gebratenen Äpfeln.
Komme ich dann nach Hause erwarten mich glänzende Lichter an meinem Fenster, warmes gedämpftes Licht - und eine warme Bude mit erwartungsvollen Katzenaugen“ hast du uns auch etwas mitgebracht“?
Ich freue mich jedes Jahr auf die Vorweihnachtszeit, die Zeit der fröhlichen Vorbereitungen, dem Gebastelten für Familie und Freunde. Dem Schmücken der Zimmer, denn ist einmal das Fest da, ist`s auch schnell wieder vorbei.
All die Vorbereitungen sagt man sich, wozu der ganze Aufwand? Der grüne Weihnachtsbaum, die Nadeln, all das was man aus Dachboden und Keller holt. Okay, okay, sind kleine Kinder da, egal ob die eigenen, die Nachbarskinder, die Enkel, da meint und sagt man schon“ es lohnt sich“, denn nichts ist schöner als in gespannte erwartungsvolle Kinderaugen unterm leuchtenden Weihnachtsbaum zu blicken, obwohl – auch das hat sich ja geändert, meist wissen sie schon was sie kriegen, damit ist die Freude etwas gedämpft, sowohl die der Schenkenden als auch die der Beschenkten.


Aber warum freuen wir uns selbst eigentlich nicht auf das Fest?
Das Fest der Liebe, der Freude, des Gebens, der besinnlichen Gedanken… Hat es für manche Menschen seine Bedeutung verloren oder messen wir selbst dem keine Bedeutung mehr bei?
Sind wir des Feierns müde oder nur der Arbeit, die es mit sich bringt?
Wie oft höre ich aus fremder Munde“ warum machst du denn den ganzen Aufwand, du bist doch allein!“
„Nun, lohnt es sich nicht auch etwas für sich selbst zu machen?“ Ist meine Antwort darauf.
Für mich schon, was die anderen denken und für sich machen, kann ich nicht beurteilen.

Vielleicht mögen sie sich nicht genug um sich selbst eine Freude zu machen oder schätzen diese geringer ein. Oder haben sie einfach verlernt, wie es ist, sich zu freuen,
wissen gar nicht mehr wie sich das anfühlt?
Ich denke, man freut sich über jede Freude, egal woher sie kommt.
Außerdem bin ich ja gar nicht allein.
ich bin, mit mir, schon zu zwein. Und meist, doch nicht allein.
Allein, was heißt das schon? Doch nur, dass nicht gerade eben jemand neben dir sitzt.
Muss man tatsächlich jemanden haben, der neben einem sitzt um dem seine Freude mitzuteilen?
Sicher ist`s vielleicht schöner, wenn sich einer mitfreut, aber tut er das wirklich oder bildest du dir das nur ein? Wenn ich weine, bin ich allein, wenn ich fühle, bin ich allein, warum sollte ich mich nicht alleine freuen?
Ich verstehe das nicht, dass andere das nicht verstehen.
Wahrscheinlich kommt es daher, weil so viele Menschen mit dem alleine sein so viele Probleme haben.
Ich freue mich und singe, wenn ich den Weihnachtsbaum schmücke,
die lebendig duftenden Kerzen strahlen und leise Musik aus dem Radio klingt.
Mir schmecken meine selbstgebackenen Kekse, der Sauerbraten der süß im Ofen duftet und ich packe gerne meine Päckchen unter dem Baum aus, selbst die, die ich selbst darunter gelegt habe.
Denn ich habe längst vergessen was ich im Sommer schon für mich hineingepackt habe, um mir eine Freude und Überraschung zum heiligen Fest zu bereiten.


Halleluja - und Frohe Weihnacht euch allen…






Weihnachtliche Gedanken…

Wie wir uns doch oft selbst – Schönes versagen…
Ich hab keine Lust, mir ist noch nicht danach, Ach - ... was soll das Ganze, höre ich oft, wenn ich auf Weihnachten zu sprechen komme. Draußen schneit es nicht, es regnet und ist kühl.
Herbstwetter, kein Winter, da kommt natürlich wenig Weihnachtsstimmung auf.
Schöner wäre es, wenn es heftig schneegrieselte oder aber schon dicker Winter wär…
Ist es aber nicht und so müssen wir selber schauen, wie wir am besten in diese vorweihnachtliche Stimmung kommen. Wozu? Fragen Sie? Nun, warum nicht, schließlich ist bald Weihnachten und wenn wir zurückdenken, dann haben wir es doch immer gerne gefeiert. Mit allem Tamtam und was dazugehört.
Kerzen, Lichter, ein duftender Weihnachtsbaum, Gebäck , Braten und Kuchen - mit Geschenken und Gedanken die darunter liegen. Es geht nicht um die Geschenke, wir sind ja keine kleinen Kinder mehr, die sich unschuldig freuen können, aber es geht um den weihnachtlichen Gedanken, die Stimmung und die Bilder, die in unserem Inneren auftauchen. Es war doch schön, wenn Muttern kochte, der Bratenduft rund durch das ganze Zimmer duftete, die gedämpften Lichter und die etwas feierliche Stimmung überall.
Erwartung lag in der Luft mit seinem unverwechselbaren spannenden Duft.
Das Christkind kommt mit Weihnachtsgeklingel, oder der Weihnachtsmann mit rotem Rock und weißem Bart.Daran glaubten wir lange, so lange, bis die Kindheit beendet war. Daran denken wir zurück wenn wir älter und unsere Desillusion größer und stärker wird, sodass wir an gar nichts mehr glauben. Ja, die gute alte Zeit, in der wir noch glaubten. An irgend etwas – egal an was, sie ist leider vorbei. Heute sehen wir nur Konsum und Effekthascherei.
wir glauben an den Götzen Geld und Macht, an Luxus und an größere Ziele, wobei wir oftmals NICHT MAL WISSEN; WELCHE ES SIND; DIE WIR so tagtäglich ANSTREBEN:
Doch im Inneren bleiben wir und sind wir Kind, die gerne noch an etwas glauben möchten…
Wer Weihnachten hermetisch verneint, sich abschottet an ein Gefühl der Mitmenschlichkeit, den Gedanken an Dankbarkeit, hat den Glauben und die Hoffnung, die Romantik und den Gedanken an sich selbst verloren…
Ich freue mich auf Weihnachten jedes Jahr…
und zünde jedes Jahr neu die Kerzen an.



Veröffentlichung: 02.12.2009
© Angelface
mit den besten Wünschen und Grüßen auch aus Canada
http://biggeekdad.com/2014/12/wish-merry-christmas/

© Angelface

Mittwoch, 23. Dezember 2015

so kann`s kommen wenn man zuviel denkt, in ein Hirn passt nur bedingt was rein:))


Wie ich sehe wird fleißig bei mir gelesen, also kommt die nächste Geschichte, denn das Leben schreibt sie uns ins Gesicht und wir schreiben erlebtesgehörteserfundenes und ausgedachtes nur auf und geben es weiter, das ist Lesekultur.
zur Weihnachtszeit gibts
W e i h n a c h t s g e s c h i c h t e n

sowas kann doch nur vor den Feiertagen passieren, da ist man eh wahrscheinlich etwas hektisch, hat wenig Zeit und verzettelt sich leicht.
Jetzt steckt der  Kuchen  im Ofen, die Brötchen sind vorgebacken, ich hab also wieder ein bisschen Zeit, man soll sich ja an den Feiertagen keinen Stress machen. Stress schadet, macht dick und hässlich, fördert Falten und trägt viel zu schlaflosen Nächten bei. Warum machen wir uns den dann manchmal, man sagt ja viel ist hausgemachter Stress, man ist selbst schuld, davon handelt diese Geschichte. Stress komm raus – du bist umzingelt!
Es war einmal und trug sich zu…
Vor hatte ich eigentlich für heute, Bücher abgeben, mir neue aussuchen damit genügend Lesestoff über die Feiertage im Hause ist; dann: Kuchen backen, das Gulasch vorbereiten, damit ich am heilig Abend  nicht Stunden in der Küche verbringe, schnell noch die letzte Post wegbringen;  den Nachbarn, die man grüßen will – ihren Postkasten füllen, bunte Teller vor die Tür stellen, - noch ein paar Einkäufe machen,  all solche Kleinigkeiten.
ich eile
Was davon hab ich getan? Okay, der Kuchen brummt schon im Ofen, sonst ist kaum was auf meinem Zettelchen abgehakt.
Warum? Ja warum wohl, weil ich ein Schusselkind bin, kein  Schlüsselkind – wohlgemerkt ein Schusselkind.
Ich wollte einen Bekannten auf dem Handy erreichen, der hat keine normal zu erreichende Festnetznummer, sondern nur ein Handy – wie kann man nur - , suche also an dem gewohnten Platz mein Handy und: Kein Handy da! / dazu muss ich sagen, ich brauch`s nicht viel, also meistens ist es aus, denn ich habe ja eine Festnetznummer und bin darüber erreichbar. (merkt Ihr wo ich hin willJ)
Meine Augen rollten überall hin, wo kann es nur sein?
ich s u c h e also,
Nicht in den Mänteln
Nicht in den Taschen
Nicht in den  offenen Regalen

auch in keinem Schrank, auf keiner Ablage. Mein Gott so groß ist doch die Wohnung gar nicht! Und was hätte ich alles zwischenzeitlich erledigen können!
Zum Schluss meiner Suche überlegte ich mir und meine Stirn legte sich zeitgleich in gefährlich, tiefe Falten - ob ich es vielleicht versehentlich in den Kühlschrank gelegt habe, neulich im Film sah man das ja auch, die älteren Leute sind eben manchmal etwas schusselig und vergessen wo sie was hinlegen :)) warum sollte ich nicht auch dazu gehören?
Tripp, trapp - Treppauf, treppab überall guckte ich hin, selbst zum Auto rannte ich mittlerweile etwas fahrig geworden und schaute ins Handschuhfach hinein. Auch nicht – s!!!
Mein Nervenkostüm begann langsam zu zittern und vor sich hinzuflattern. Ich rief den Nachbarn an, der findet meist was ich verlegt habe, weil er
a) logischer denkt
b) die Ruhe in Person ist und diese auch wundersamerweise für mich - beibehält
c) weil er unaufgeregt ist.
Alles ein Gegensatz zu mir. Ich flattere,werde hektisch, brauche Kaffee, am besten jetzt schon ein Schnäpschen, auf jeden Fall eine Zigarette (obwohl das schädlich ist und ich längst das Rauchen aufgegeben habe) und dringend eine Beruhigungstablette!!!  ( Man nennt das glaube ich – schnell durchgeknallt oder die Schilddrüse spinnt).
Nicht auszudenken ohne Handy! Heutzutage schon mal gar nicht. Und was hängt da mittlerweile für ein Rattenschwanz dran!
Man muss die Karte deaktivieren, die automatische Guthabenaufladung stoppen, oder umgekehrt - sonst ruiniert mich der Dieb ( wenns denn einer war) dann muss  man sich eine neue Nummer besorgen (könnte schließlich geklaut sein), kann danach sämtliche Visitenkarten ändern, alle Bekannten, Freunde und die Familie anrufen, die neue Nummer durchgeben, diese sich vorher natürlich erst mal besorgen…
ach Gott, ach Gott.Was noch? Das artet ja zum Drama aus!

Also erst nochmal suchen, was für ein Aufwand!
Der Nachbar half und impfte mir erst einmal ein Paket Ruhe ein.
Summ summm summm meditiere....schließ die Augen, beruhige dich...
Dann ging er systematisch vor:
Hast du da, und da
Und da
Und dort auch….
Hast du auch überall nachgesehen???
Ich schluchzte ein  weinerliches Ja!!!
Dann schaute ich in meinen Wochentagskalender, da steht schließlich alles drin was wichtig und planbar ist.
Wir suchten in meinem Gedächtnis das wir gemeinsm durchforsteten: wo-ich-wann-hingefahren war, es dabei hatte und abgelegt haben könnte! Landeten im November, da stand es drin und dann fiel mir ein:
Ich hatte es beim Einkauf am 25.11.dabei als wir uns trennten – er war im Baumarkt-ich woanders, da wollte ich ihn anrufen, deshalb war`s dabei. Danach brauchte ich es nicht mehr, anscheinend hatte es bis dahin niemand – auch nicht ich – vermisst.
Ich hüpfte beglückt und um 2 gefühlte Zentner leichter eine Etage hoch – nestelte an der Einkaufsfalttasche herum und zog es triumphierend aus der Seitentasche heraus, da war es, gesund und unversehrt, kühl, hübsch und schwarz lachte es mich an, ich musste mitlachen laut und erleichtert und mich schimpfte ich einen Döskopp und Depp.
Na - jetzt kann Weihnachten kommen! Stress bau wieder ab!
Nachtrag: ich denke, dieser Post eignet sich wunderbar zum Endspurt bei Rostrose: "Rettet die Lachfalte zum Jahresausklang", deshalb habe ich sie damit verlinkt, denn letztendlich hab ich HINTERHER herzlich über meine eigene Schusseligkeit lachen müssen: Euch wünsche ich ebensolche Lacher beim Lesen der Geschichte.
Hier gehts zum LINK:
http://rostrose.blogspot.de/2015/12/rettet-die-lachfalte-12-endspurt.html
© Angelface