Mittwoch, 8. Oktober 2014

im Netz findet man jeden, auch wenn man ihn nur von Hinten sieht.

     sind wir durchsichtig im Netz wie aus Glas?
es ist anscheinend unvermeidbar wenn man  (öffentlich )schreibt, dass man erkannt wird..
Die Google  - Suchmaschine ist  überall und damit wir auch.
Viele Schreiber stellen ja nur Texte ein, andere nur Fotos, wieder andere Reiseberichte, Mode oder sehenswerte Landschaften, Städte oder Geschichten mit Bildern darüber, andere Tatsachenberichte,  sich selber beschreibt man  in Biografien, man verfasst Geschichtchen,äußert Gedanken, seine Meinung und Ansichten, schreibt Anekdoten, Glossen und oder Essays. Ich fing mit Gedichten an und zwar mit diesen: 
Gedichte, lyrische Gedankensplitter, Erinnerungen
als ich mit dem Schreiben zu dem wurde was ich heute bin
im Heute sein und dennoch gerne ins zurück von Gestern blicken 

Dies ist ein Lyrikband mit 30 Seiten. 
L e s e p r o b e:
Gedichte - Erinnerungen - Gedankensplitter


Sprache denken

oft denk ich
ich hätt nicht viel zu sagen mehr
doch dann
hüpft ein Buchstabe an mir vorbei
flutscht durch die Tür
und trifft mich wie ein Hammerschlag
es gesellt sich Wort zum Wort
und schon
bilden sie
mit einem Satz einen
bunten Reigen auf stillem Papier

dem Augenblick Dauer verleihen
auch in
Nebeltagen
milchig und grau ist der Tag
kein Blatt fällt mehr
kein Vogel singt
selbst der Wind schläft
Schleier verdecken die Sonne, die uns wärmt
die Farbe in unser Leben bringt

Nebeltage
sie sind schön wenn man drinnen ist
am Feuer, zu zweit

Nebeltage
stimmen mich nachdenklich - melancholisch
bald sind sie vorüber
der Kreislauf der Natur beginnt erneut


hallo du

zwei Tage schon ohne dich
ohne deine Nähe
deine Wärme
dein Lachen
deinen Geruch

wieviel Tage in meinem Leben
wird es noch ohne dich geben

wieviel Nächte ohne mein Gefühl
dich an meiner Seite zu wissen
ohne meine Beine
die nichts finden
was sie umschlingen könnten
die Seite an meiner Linken
ist leer
... kühl
wartet darauf
dass du kommst
und bleibst



... irgendwann....gedacht....
Würde ich noch ein Tagebuch schreiben, so würde es überlaufen ,
so viel erlebt...
so viel gefühlt..
so viel empfunden....
in meinem Bücherschrank stehen zwei Bände mit je schätzungsweise 800 Seiten..

... wo schreibt man all das hin was man fühlt..?
zerreißt man es wieder, dann schwelt es im Hinterkopf und zermürbt deine Gedanken..
lässt man es in der Schublade, dann guckt es dich von Zeit zu Zeit großäugig aus der Ecke an, linst durch den Schlitz und kitzelt dich an der Wange..
versuchst du es zu vergessen, träumst du davon, weil es nicht verarbeitet sondern nur zugedeckt ist..
es ist fatal...
es ist gemein...
es ist grausam...
und trägt nichts zu einem gesunden Seelenheil bei...
meist ist es schmerzumwogen...
sehnsuchtsverhangen...
tränendurchtränkt...

Weg damit! Ist leicht gesagt..
Als würde man das Denken verbieten...
Das Fühlen abschneiden...
Das Empfinden meistern können...

So viel erlebt...
So viel empfunden...
So viel erkannt....
Doch es soll keiner wissen....
Gott segne mich mit einem gesunden Schlaf...
nicht traumdurchbrochen...


Der Anfang einer kleinen Rache

Schon ehe wir uns trennten
wusste ich ...
kaum bin ich weg
belauerst du mich
schaust nach, recherchierst

jedoch; nur ich
kann wissen
ob das
was ich schreibe
wahr ist
erfunden
oder Fiktion
du sitzt
am anderen Ende
des Tages mit flackernden Augen
grübelst
und versuchst
zu analysieren
zu ergründen
und einzuordnen
was ich alles ( be) schreibe
damit du meinst
wieder alles
über mich zu wissen
viel Spaß wünsch ich dir
damit bist du
wenigstens
beschäftigt
und ich
lach mir ins Fäustchen
und hab
meine Ruh


Ruf nach dir
Träume lassen dich leben und hoffen
- doch wenn sie verfliegen
bleibt nichts als Leere und Traurigkeit zurück -
............................
Zitat von Sissi die es als Erste las:






sissi136 vor ca. 3 Jahren

an Nachtgewänder in zartem Rosa, an lachende Kinder, die in Pfützen spielen, an Schmetterlinge im Bauch und einem bunten Reigen Buchstaben auf stillem Papier...
garniert mit wunderbaren Fotos wird dieses Büchlein ein Spaziergang durch die Gedankenwelt der Angel, so wie ich sie kenne...
ein schönes Buch, dass ich hier gefunden habe voll tiefgründiger Gedanken...
Prädikat lyrisch wertvoll
http://www.bookrix.de/_ebook-angel-face-nie-mehr-warten/

Dieses Buch ist Teil der Reihe "Sommersonnengedichte"
und war dann mal schauen. Es gibt schon Sachen da muss man etwas länger drüber nachdenken.
Zeitungsartikel, Bücher, Homepages, Blogs -  überall wo wir den Worten mit Texten Leben einhauchen sind wir zu finden.
Heute Morgen bewegen mich viele Gedanken, auch Gefühle der Verwunderung und ich denke, oftmals ist man viel zu naiv, und unbedarft, denkt nicht groß darüber nach  wenn man anfängt zu schreiben, um  wirklich zu überblicken wie durchsichtig man sich macht, wenn man Texte,  gar Bilder von sich  veröffentlicht. Heute Morgen  fand ich mich in google wieder, mit Bild, ein Glück ist es eines zu dem ich stehen kann.
Ansonsten gibt’s etliche Buchtitel  im Netz unter denen ( auch ) mein Autorenname steht.
Ich finde es legitim, auch irgendwie  schön. Es bestärkt die Eitelkeit  stolz darauf zu sein, was man irgendwann alles verfasst hat, so als Schreiber. Weniger schön finde ich die Durchsichtigkeit im Netz, denn man merkt – egal wann und zu welcher Gelegenheit, auf welcher der vielen  Seiten/auch Fremdgästebüchern   man erscheint, einmal der Name im Netz, dann findet man dich immer und auf ewig;  und damit auch, wo du wohnst, deine Lebensbiographie, deine Interessen und letztendlich auch deinen Wohnort im Telefonbuch heraus. (Big brother is watching you....)
Nun veranstalte ich persönlich keine großen Lesungen, keine Ausstellungen in Banken, Versicherungsagenturen, Restaurants oder ähnlichem, beschränke mich darauf einige meiner früheren  Texte nur in der  Lyrikecke, bei Bx oder ab und an in befreundeten Homepages  zu hinterlassen, freunde mich durchaus  auch mit  der Tatsache an, dass man die Homepages die man selbst ins Netz stellt um sie zu vergrößern,  und damit eventuell auch den Bekanntheitsgrad zu erweitern, irgendwie für andere darstellt, zur Verfügung  der allgemeinen Betrachtung stellt, aber im Grunde merke ich, eigentlich ist mir das gar nicht recht so  - mit einem Klick – Klack -über die Suchmaschine gefunden zu werden und damit ( automatisch )  bekannt zu sein.
Ich stehe durchaus dazu, dass mein Name in gedruckten  Büchern und Anthologien erscheint, nicht nur unter dem  Pseudonym sondern unter dem realen Namen, was ja Pflicht ist wenn man sich öffentlich anmeldet; dennoch sehe ich eine gewisse Gefahr unter der Weitergabe der persönlichen Adressen und es macht mich etwas betroffen. So richtig, merke ich, habe ich mich mit diesem Problem noch nie beschäftigt, okay, ich war ja auch damit beschäftigt zu schreiben.
Sollte man nun am besten seine Telefonnummer im Telefonbuch entfernen lassen damit man nicht gefunden wird und dennoch unbefangen  weiterschreiben kann?
Aber letztendlich hat man es mal angefangen und ich bin mir gar nicht sicher, ob es möglich ist dich wirklich entgültig aus dem Netz zu entfernen selbst dann nicht, wenn man die Homepage und Blogs löschen würde.
Auf jeden Fall kommt genau aus diesem Grund facebook und Twitter für mich nie in Frage!°
© Angelface
  danke für eure Neugierde - euer Lesen hier, danke für euren Besuch bei mir...  - Skurriles - Alltägliches - Verwunderliches - Erzählungen - Berichte - Meinungen und Geschichten - die Welt und unser Alltag hat viele davon...

Kommentare:

  1. Hallo Angelface,
    Du hast ein gutes Thema angesprochen.
    Ja, durchsichtig sein, selbstverständlich mache auch ich mir immer wieder Gedanken dazu.
    Man sollte schon aufpassen.
    Liebe Grüße an Dich und herzlichen Dank für Deinen netten Kommentar!
    ANi

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  2. Habe mich längst daran gewöhnt. Aber, mit meiner "Durchsichtigkeit" auch noch keinerlei schlechte Erfahrungnen gemacht. Vielleicht würde ich dann anders denken.
    Gruß vonner Grete

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  3. Liebe Angel,
    ich würde es auch nicht mögen, mit vollem Namen und Adresse für alle abrufbar im Blog oder auf Facebook zu finden zu sein. Das ist zu viel der Öffentlichkeit, wir können nicht mitbestimmen, wer "uns" liest. So, wie ich es handhabe, ist es für mich noch okay, nicht zuuu viel Privates, aber doch durchaus Persönliches. deine Texte sind auch sehr persönlich, aber meiner Meinung nach nichts, womit du dir schaden könntest. Du hast jedenflals viel zu sagen, kein Wunder dass du früher viel Tagebuch geschrieben hast - es ist eher verwunderlich, dass du das jetzt nicht mehr machst. Für mich war Tagebuchschreibne immer DIE Verarbeitungsmethode schlechthin, so habe ich mich und meine Wünsche, Bedürfnisse, Gedanken ... erst richtig kennen gelernt. Seit ein paar Jahren allerdings ist mein Bedprfnis dazu nicht mehr da, hat vielleicht auch mit dem Bloggen zu tun, vielelicht aber auch damit, dass ich immer ausgeglichener werde und diese Art der Verarbeiung nicht mehr so sehr brauche...
    Hab noch einen schönen Abend und eine feine restliche Woche!
    Herzlichst, die Traude

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  4. Gute Gedanken, liebe Angel.
    Als Person bin ich lieber nicht durchsichtig ... lächel ...

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  5. den Unterschied zwischen Privatem und Persönlichen kriegen viele nicht hin liebe Traude, es liegt vielleicht zu nah beieinander?
    denke mal, im Laufe der Jahre haben wir alle viel erlebt und damit auch viel zu sagen, sollten auch nicht zu allem brav den Mund halten und ruhig unsere Meinung kund tun. Das macht ja unsere Individualität aus.
    Die Blogs sind wie die Homepages so unterschiedlich angelegt und mit vielfältigen Themen bestückt, sodass sich genügend Material anbietet zu reden, zu plaudern und zu erzählen was uns interessiert und bewegt. Doch viele Leser unterscheiden nicht was fiktiv, erfunden oder tatsächlich erlebt wurde, sondern identifizieren
    ich freue mich dass du bei mir wieder hereingeschaut hast, man versucht ja immer abwechslungsreich zu sein...Grüße in deinen Tag der hier ungewöhnlich warm ausfällt.

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -