Montag, 10. August 2015

hm, wie soll man das beschreiben? Getipsel? Keine Ahnung!

     

Dies schrieb ich irgendwann und setzte es im Juli ein
Ach man kann so viel aus seinem Leben erzählen wenn man denn ein eigenes  selbstbestimmtes Leben hat.
***
all die Hetze habe ich hinter mir gelassen

mein endloses geliebtes Grün ziehe ich Beton und Kalkfarben vor

denn ich mag nicht das Grau und die Leere

in den Gesichtern der Menschen

die so geschäftig hin und her eilen

hungrig nach Macht

Geld und Beschäftigung die nichts bringt außer  Banknoten

die weder grün noch schön, auch nicht die Seele wärmen

allenfalls eine Reise dahin anbietet

wo man sich das Grün kaufen muss

um auch innerlich erwärmt zu sein.
So sind und bleiben wir sehr verschieden in unseren Träumen, Hoffnungen und Wünschen...
 ***
Nun bin ich ja auch schon ein paar Tage über 25 Jahre, wo man sich vielleicht ein Haus baut, große Reisen und Karriere macht, Kinder in die Welt setzt und ein Leben aufbaut das möglichst glücklich ist, und lange hält.
Was ich in den 2 Jahren meines hier Wohnens  aufgebaut habe, ist kein Pappenstil wenn man es alleine macht. Am Ende der Welt sagen manche, die mich hier sehen. Darüber lächle ich, sie haben ja keine Ahnung.
Ich nenne es einfach: im Grün leben!
Man kennt sie ja -  Frauen ohne Ende, die sich an der Seite eines scheinbar glücklich zufriedenen Gatten das Leben schön machen und nicht allzu viel mehr tun, als ihn zu beglücken.  Als Hausfrau, als Karrierebegleiterin, als geliebte Frau,  als Erzieherin seiner Kinder. Sie führen ein Haus, geben Gesellschaften, nehmen am öffentlichen Leben teil, es gibt Luxus, Anregung  und Kultur, kurzum sie führen ein recht angenehmes Dasein.
Viele sind wirklich glücklich damit und richten sich ein, andere arrangieren sich eher und nehmen den Gatten als ungeliebtes Anhängsel mit in Kauf um angenehm zu leben. Oft ist das der Lauf der Dinge und scheint unabwendbar zu sein. Aber ist es das wirklich? Kann nicht jeder sich so sein Leben einrichten wie er es will?

Ich kenne  auch Frauen die sind permanent unzufrieden, wollen mehr, wissen nicht was, wollen sich aber auch nicht krum schuften. Sie sind meist auf der Suche nach dem nicht mehr allein sein. Männer sind es auch, aber davon soll hier nicht die Rede sein, denn das ist ein Thema für sich wie sie ihr Leben erfolgreich und glücklich wuppen.
Ich wollte schon immer eine Höhle, ein Heim. Aber nicht unbedingt auf Teufel komm raus - auf Kosten eines andern. Sich dafür die Machosprüche des Ehegesponst`s  anhören, er will ja meist der Überlegenere sein. Und wehe wenn dieses Ohr nicht dafür offen ist, dann gibts Ärger und Verdruss - Aus - Ende - Schluß... Bravo, wer will das schon freiwillig haben.
Nenne mir eine, ich kenne keine, gehöre auch nicht in diese Kategorie..
Meine innere Freiheit ist mir schon wichtig. Dafür gebe ich auch einiges an Annehmlichkeiten auf.
Nicht jeder schafft es sich ein Heim zu erhalten und über die Jahre hinweg  für sich selbst zu verwalten.
Es gibt Ehen, die halten erst  lange, sind auch lange glücklich, dann passiert was, sie werden geschieden – Pech: die Dame des Hauses bleibt allein und richtet sich als Single ihr Leben neu ein, oder – sie bindet sich wieder.
Ich bin eine, die sich danach nicht mehr  im Liebesrausch und Heimverbunden band.
Ich wählte die Vernunft  und das Hirn statt der Abhängigkeit und wollte autark bleiben, ein eigenständiger Mensch, ich wollte nicht mehr abhängig sein. Zu oft hörte ich, ( und das war mir eine Lehre):"ach eigentlich will ich weg und etwas verändern, aber ER spielt nicht mit, also füge ich mich in die Wünsche und Vorstellungen des anderen".
Ist man damit rundum zufrieden, manche sagen Ja…andere nein.
Abhängig sein heißt nämlich auch angewiesen sein,  - angewiesen sein - ist aber eher unselbständig werden, wenn man das Pech hat und selbst nicht merkt,  dass man sich auf den Lorbeeren eines anderen ausruht.
Doch alles alleine wuppen ist auch kein reines Zuckerschlecken, das riecht nach Arbeit.
         Schon mal  Männerarbeit als Frau gemacht; Bäume gefällt, gemäht, gesenst, geschnitten - einen Garten umgegraben, ein Gartenhaus und Tische gebaut? Schon mal Bretter geschnitten, Regale an die Wand gedübelt, wie ein Mann ständiger Gast seine Zeit im Bauhaus verbracht? Das Auto ist klein, Hänger fahren ebenso fein.
All das muss man selber wenn man  den lieben Nachbarn nicht hat.
Ich hätte es mir einfach machen können, in Stadtnähe bleiben, eine normale Wohnung anmieten, 2-3 Zimmer, quadratisch, praktisch, bequem, gut, so etwas wo alles seine Ordnung hat, der Bäcker direkt um die Ecke und der Frisör an der nächsten Strasse seinen Laden hat, wo*s Kaufhaus nicht weit und alles da ist wo man es braucht, wo man nicht viel fahren muss, aber nein, ich wollte es anders haben, liebe die Herausforderung mich selbst auszuprobieren, meine eigenen Grenzen zu setzen,  lebe dein Leben individueller, schwieriger, aber auch schöner - ganz auf mich zugeschnitten heisst nicht einfach -  sondern selber tun! 
Das Leben soll ein Krimi bleiben, spannend.
Es ist wie in den Dreißigern von vorne anfangen. Ein Haus bauen, sein Leben aufbauen.
Neulich erst wurde ich gefragt:“wie machst du das alles, so als Stadtkind“?
„Nun“, sagte ich:“umdenken, sich verändern, anpassen, sich selbst an das Leben anpassen, das Leben so nehmen wie es ist und nicht denken es lebte sich von ganz alleine, man muss schon was tun – wenn man mit sich selbst zufrieden sein will.“ Der Kampf mit dem Leben gibt auch neue Kraft.
Und nun baue ich ( mit ) :Gartenhäuser, Frühbeete, grabe um was mir meine Kraft noch erlaubt, sehe dabei den Wolken nach und bin mit dem Leben zufrieden.
Klein, aber fein ist und bleibt meine Devise und das geht auch mit netten Nachbarn und mit kleinem Geld.

© Angelface

Kommentare:

  1. Liebe Angel,
    ich finde es auch ganz wichtig, das man (bzw. frau) sich die Lebensträume nach Möglichkeit erfüllt. Sich an einen Mann zu hängen, mit dem man eigentlich nicht leben will, nur um finanziell abgesichert oder gar luxuriös leben zu können, das war meines auch nie. Ein Häuschen hätt ich mir allein allerdings nicht leisten können, damal habe ich mir mein Grün eben auf andere Weise "organisiert", indem ich z.B. viel in der Lobau (Wines Grüngürtel) war. Ich muss auch den Hut vor dir ziehen, ich weiß aus dem Allein-Wohnungs-Leben schon, dass es manchmal kein Pappenstil ist, für alles ohne Hilfe eines Partners verantwortlich zu sein. Andererseits quatscht einem auch keiner drein, hat natürlich auch Vorteile :o))
    Alles Liebe, danke für deine immer so erfreulichen Zeilen - und eine schöne neue Woche, Traude

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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    1. dös war doppelt liebes Röschen und ein Versehen...deshalb stehts nicht zweimal drin, lacht Angelface unnd hab herzlichen Dank für den lieben Kommentar.

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  3. Liebe Angel meine Achtung hast du in jedem Fall. Sich ein kleines Häuschen mieten im Grün, wie Du es gemacht hast, schafft nicht jeder, hat nicht die Möglichkeit, aber den Wunsch. Du bist allein gut zurechtgekommen und hast alles ohne Mann geschafft.
    Als Stadtkind das handwerkliche in die Hände genommen und Dein kleines Reich geschaffen.Nun kannst Du Dich in deinem Grün erholen und genießen.
    Mein Mann und ich haben uns ein Haus gebaut unter viel Verzicht in jungen Jahren.Mitte dreißig ist auch nicht jung für hausbau... spät. Aber erst die Kariere, damit man es sich leisten kann.
    Viel Eigenleistung und Herzblut liegt darin, viel, viel Arbeit und heute nach so vielen Jahren können wir es auch genießen. es ist uns nichts in den Schoss gefallen, geerbt haben wir auch nicht und alles erarbeitet.Heute haben wir Haus und Garten Grün, Wald Natur und auch Stadt im Umkreis um uns herum. Dafür bin ich dankbar und genieße so wie Du.jetzt bin ich schon viel zu privat.
    Das wichtigste ist doch die Gesundheit, damit man genießen kann. da werde ich aber hier nicht drüber schreiben, ich denke jeder hat sein Päckchen zu tragen, ob jung oder alt, Krankheit macht vor nichts halt.
    Ich hoffe ich bin nun an der richtigen Stelle gelandet mit dem Kommentar bei soviel Text kann man sich verirren,lächel.ich konnte es leider heute erst lesen.
    Herzlichste Grüße, klärchen

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  4. keine Sorge, ein beitrag von mir hält es auch durchaus aus, auch mal ohne Kommentar zu bleiben, es schadet ihm nix, jetzt hast du ihn ja gesehen und danke - auch kommentiert.
    Ohne Fleiß kein Lohn kann man zu deiner Biographie schreiben wie es viele Biographien enthält, das ist nix "privat" - ein Leben, wie es alle führen.
    Doch auch wenn etwas "fertig ist/scheint, ohne Fleiß kein Lohn geht wohl bis in alle Ewigkeiten weiter, was dir jeder Häuslebauer, aber auch Mieter erzählen kann....du bist hier genauuu an der richtigen Stelle mit deinem Kommentar.

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -