Montag, 19. Mai 2014

der Fremde

Der fremde Schwarze 
                          Geschichten aus dem Alltagsleben
Seit Monaten schleicht eine schwarzweiße Gestalt rund ums Haus. Heimatlos? frage ich mich als ich sie klagend durch die Wiesen streifen sehe. Es ist ein Bub und er ruft laut.


der schwarze fremde kater ohne namen
Als Merlin, mein gestromter Kater ihn das erste Mal sah, rannte er begeistert auf ihn zu.
Ich vermute, er dachte in ihm Kasimir seinen Bruder wiederzuerkennen.
Kurz vor ihm angekommen, stoppte er, stutzte und bog in elegantem Bogen nach rechts ab.
Der Fremde roch wohl anders, ihm fehlte der hervorstehende Schneidezahn im Gesicht, der Schwanz war eine Idee kürzer, der Gang nicht ganz so elegant, daran hatte er wohl seinen Irrtum gemerkt.
Seitdem umkreisen sie sich. Freunde oder Feinde das war ab dann die Frage.
         Der Schwarze ist schon länger da. Ich erfuhr, er „gehört“ in den Pferdestall der sich am Ende der gegenüberliegenden Straße hoch am Berg befindet. Ein Katzensprung für Merlin der seine Spaziergänge entsprechend weit ausdehnt. Aber warum schreit der Schwarze immer so laut wenn er sein Territorium abschreitet? Will er vorwarnen dass er kommt? Hat er Hunger, Durst, ist er einsam, sucht Spielgefährten?      
Mein katzengeübtes Auge sieht alles in ihm. Überall wird er weggejagt, doch er kommt immer wieder. Jeder, der ihn sieht, macht „Husch, Husch, hau ab“, keiner mag oder füttert ihn.
Die Besitzerin des Pferdestalls mag durchaus nicht seine Besitzerin sein, vielleicht ist er ihr auch zugelaufen und sie duldet ihn nur im Stall, ich weiß es nicht, sie zu fragen hatte ich weder Zeit noch war bisher die passende Gelegenheit, doch die Situation spitzt sich zu. Soweit ich weiß gab es wohl schon etliche Rangeleien.
       Ich verstehe den Kater, er will Gesellschaft, wäre es nicht so, würde er sich nicht so verhalten.
Es ist manchmal merkwürdig, an manchen Tagen sitzen sie sich im Abstand von mehreren Metern gegenüber und begucken sich, - ein Schiff rechts an der Wiese, gegenüber das andere Schiff, so nennt man die Haltung wenn sich eine Katze zum gucken niederlässt.
Beide Pfötchen vorwärts gestreckt, die Hinterbeine angezogen, den Rücken gestreckt, anscheinend entspannt aber nicht tiefenentspannt. Sichernd, vorsichtig, abwartend,…
sie sehen sich ja wirklich verdammt ähnlich.
Kasimir und er, von dem ich nicht den Namen weiß....
Keinen Mucks hört man zwischen den beiden, doch kaum erheben sie sich, wird geknurrt und der Schwanz bewegt sich peitschend, mal der eine, mal der andere. Dann wieder gehen sie völlig entspannt aneinander vorbei. Ich merke die gegenseitige Neugier ist da, irgendwie suchen sie sich, vielleicht will ja Merlin doch wieder ein "Brüderchen" mit dem er schmusen kann wie mit Kasimir?
Merlin als der Kleinere und auch wahrscheinlich Schwächere unterwirft sich, so hat er es zumindest bei Kasimir immer getan, doch hier will er sein Haus verteidigen, keinen Fremden zu und hineinlassen. Also faucht er und wehrt ab.Doch ist das nun ernst gemeint oder nicht?
Ich füttere den Schwarzen zu wenn er ums Haus herumstromert und näher kommt, stelle ihm ein Schälchen jetzt direkt vor die Haustür hin. Da sitzt er dann und futtert, schlingt es in sich hinein. Auch ein Sonnenbad auf den Steinfliesen direkt vorm Haus findet hin und wieder statt. Dann dankt er mit seinem Blick und geht.
Ein - zweimal versuchte er auch schon einen vorsichtigen Blick in die geöffnete Haustür, will er wirklich hinein...?
 Mit Mimi meiner kleinen alten Dame, sie ist mittlerweile schon über 10 -  verhält es sich ähnlich.
Mal knurrt sie, mal geht sie einfach so an ihm vorbei, hält aber immer sicheren Abstand. Werden sie sich annähern, irgendwann? Das wäre die Frage, noch ist die Antwort offen.
Eines ist sicher, Merlin hat genügend Selbsteinschätzung und Respekt um zu wissen wann er ein Unterlegener ist. Wird sich das eines Tages ändern…? Wir warten ab und beobachten die Lage, ich habe nichts dagegen, ganz im Gegenteil, ich würde mich freuen wenn die beiden zueinander finden würden. Bei Mimi hätte ich weniger Bedenken, ich denke, sie würde ihn akzeptieren.
Dann hätte ich wieder 3 Katzen und er hätte im Winter ein richtig warmes Zuhause..

                                                                                            © Angelface 
ach ja, - übrigens, falls du dich wider Erwarten hierher verirren solltest lieber KARIO, dat is nix für disch!!!!lacht....isch komm jetzt nämlich gerade von dir um deine neuesten Ergüsse zu lesen - s a u b e r....

Kommentare:

  1. Alle Katzengeschichten lese ich ja nicht, aber hier war ich doch neugierig.
    Das ist so eine Sache, eine Katze anfüttern, man muss schon genau wissen ob sie jemanden gehört.
    Vielleicht sucht sie nur Gesellschaft. bei uns in der nachbarschaft war es ähnlich, die hat sich nur überall durchgefressen und die Besitzer haben sie überall gesucht.
    Sie war ein Stück entfernt zu hause und alle haben gedacht sie sei herrenlos.
    vielleicht kann man durch einen Chip herausbekommen ob sie jemanden gehört. wenn sie denn geshipt ist.
    ich weiß, dass du tierlieb bist, aber vielleicht solltest Du mal nachhaken und auf dem Pferdehof fragen. Hundebesitzer jagen natürlich die Katze weg, wenn sie nicht zusammen groß geworden sind.
    Hier haben sie letzens mit dem Tierheim zusammen 20 Katzen gerettet, einige tragend. das war aber falschverstandene Tierliebe, die Frau konnte das Futter kaum bezahlen und alles war verdreckt. Angeblich waren ihr die Katzen zugelaufen, teilweise krank und verwildert.
    Nun aber genug über Katzen, ich mag sie, aber meine Hunnis sind mir lieber.
    Grüssle, Klärchen


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  2. sicher Klärchen " frage " ich nach das ist keine Frage, ich "steck doch nicht einfach ein Tier ein, zumal ich nicht sicher weiß wem sie gehört."
    Anfüttern tue ich sie nicht, sie/er bekommt nur ab und zu ein leckerli....und abwarten, man wird sehen ...danke fürs lesen wo du doch lieber Hundis als Katzis "magst, "Geschichten" darüber sind ja auch was ganz anderes....sie sind ja nur zur Unterhaltung gedacht...

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  3. katerrituale... 's scheint ruhig abzulaufen, keine offenen attacken, der kasimir-ähnliche ist wohl kastriert, und wahrscheinlich lernen sie sich gerade kennen. ach diese kater, zumal im älteren alter sind eingefleischte... katersäcke. ;-) es es schwer für sie, einen neuen katersack aufzunehmen. es sei denn, der neue ist friedlich und nett. mal abwarten. wenn's dem neuen gefällt- und der alte seine zustimmung gibt - wird er sich gerne bei dir einnisten, egal wo er sein zuhause hatte.
    bei mir ist übrigens der vormals schreckliche tigger der liebste von allen geworden. seltsam....
    lieben gruß von mir

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  4. mittlerweile weiß ich natürlich mehr, war auch auf dem Pferdehof und hab die besitzerin kontaktiert. "KSTRIERT" ist er nicht, darf auch nicht ins haus, schläft und wohnt wohl im Stall und bekommt(wenn er da ist - auch Futter von ihr) aber ansosnsten kümmert sie sich nicht weiter um den Schwarzen) was zur Folge hat, ds er herumstreunt und Gesellschaft und Anteilnahme, sucht.
    Sollte sie wegziehen - was geplant ist, da das gestüt zur versteigerungen steht, wird der Kater hierbleiben und sie ihn NICHT mitnehmen!!! Das wurde mir deutlich vermittelt, also handle ich richtig, denn hält man ihn nicht in Hausnähe und sorgt für ihn mit, wird er in kürzester zeit verwildern! Mittlerweile lebt und wohnt er fifty fifty - halb hier und halb dort und so wirds wohl bleiben.

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -