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Donnerstag, 17. Juli 2025

Ein Haus im Grünen stellt sich vor...

 Eine längst fällige Rückschau fehlt eigentlich in meinem Blog, eine die erzählt wie alles 2013 anfing.
Der Umzug – was ich vor fand – die vielen Fragen die ich mir damals stellte. Auch die Frage warum und für wen schreibt man es so detailliert auf.(?)
Vielleicht um es auch noch Jahre später rekapitulieren zu können wie alles begann und in all den Jahren verlief. Vielleicht ist es aber auch eine Erklärung und Beschreibung für manche >Leser wie das ganzjährige Leben in einem Ferienhaus aussieht das Urlauber nur für wenige Wochen im Urlaub verbringen und dann wieder abreisen.(Manche froh darüber, die Enge wieder verlassen zu können..)
Heute ist es soweit- ich hab Zeit - und schaue zurück wie alles begann...




 - Ein Haus im Grünen sollte es sein - 

Das fiel mir erst jetzt auf und da der Tag wie gestern und heute, morgen und wahrscheinlich auch die nächsten Julitage so regnerisch mal Sonne mal Regen/+ Gewitter sein werden, bietet sich es geradezu an, längst Vergessenes nachzuholen..



ein Teil wird in Collagen erzählt, ein anderer in Texten oder Einzelbildern

damit es zum lesen nicht zu lang wird.

Aller Anfang ist bekanntlich schwer - 
es sind ja keine Märchen die ich erzähle...

was ich vorfand - war - Realität- das Häuschen war mit sechs Doppelbetten
möbliert als ich es mir zum ersten Mal anschaute.
– ein Häuschen  aus Holz und Steinmauern
 eine leere Wiese hinter dem Haus - 
die andere vorne – beides war leer - 
Schwups war ich drin und versuchte es mit mir und den Katzen zu bevölkern.

Ein klein wenig schwierig erwies es sich, meine Möbel durch ein halbes größeres
Fenster zu bugsieren, die ( drei) Vitrinenschränke waren nicht ganz einfach hindurch/zubringen, 
 weil die anderen zwei Fenster fest verankert /damit verschlossen und nicht zu öffnen waren.
 
Davon gab es zwei.

 Sollte mal ein Feuer  im Haus ausbrechen- sich ein Akku entzünden oder ein Einbrecher

den Weg hineinfinden,  käme man nur durch eines der Fenster und den Eingang wieder heraus. Das gab mir  damals und heute schwer zu denken. Deshalb baute ich die Katzenleitern und Zugänge für die Katzen als Erstes aus. Damit kam die Katzenklappe zum Einsatz wozu ich die Erlaubnis des Besitzers brauchte.

etwaige Balkonfluchten der Katzen sehen dann so aus...
ob mich das Dach allerdings  wirklich tragen würde wage ich zu bezweifeln. Zum Springen ist es zu hoch!

von dort geht es dann quer übers Brett bis zum Dach des Gartenhauses,
 von dort über die Katzenleiter herunter..
die Katzen nutzen das bis zu 100 mal am Tag und auch in der Nacht...
ein Glück haben die Waschbären den Weg auf den Balkon noch nicht gefunden, doch vorsichtshalber heißt es - Dachfenster grundsätzlich mit einem Gitter versehen sonst bekommst du übers Schrägdach auch mal Besuch von pelzigen Tieren...

sinnend sitzt Nero und denkt: "  soll ich runter oder
doch lieber oben bleiben"?
                                                


   vier Dachfensterchen hatte das Häuschen  aus Holz -  die natürlich keine 100 Jahre überstehen..
    
-  schmal und klein, dazu alt - kein Mensch passt da durch, die Katzen schon, sie können einsteigen wenn eine Leiter dazu in  Richtung Dach steht.
                                                   

Vier Dachfenster die sich auf der Rückseite des Hauses ziemlich hoch oben befanden.

Recht schnell bekam ich mit den ersten beiden Fenstern  Probleme,
es regnete und schneite im ersten Winter herein.
Sie mussten ausgetauscht werden.
Dann ging der Durchlauferhitzer kaputt und es kam kein warmes Wasser mehr.
Die Leitungen waren veraltet.
Man merkte schnell die Häuser waren alt, denn es war seit der Erbauung 1984 nichts mehr an ihnen gemacht worden wenn sie leer standen und nicht durch Feriengäste bewohnt waren.
Die Nachtspeicherheizung  unter den beiden großen Fenstern (unrentabel und teuer)
war schon auf meine Bitte hin entfernt und vor dem Einzug ausgebaut worden.

*

Circa 50 Kisten stapelte meine  Umzugshilfe unten im größten Zimmer im Erdgeschoss

die sollten dann später von mir in die anderen Zimmer verteilt werden
was ungefähr 3 Tage dauerte bis ich alles die Treppen hochgewuchtet hatte.

Eine Einbauküche war da, darin musste nur alles für die Küche verstaut werden..

die Regale kamen in den 1.Stock, da half mir noch mein Umzugshelfer

und bezweifelte stark, dass diese unter die Schräge passten. Ich bewies ihm dass es ging.
Dann ging auch er und nahm etliches an Büchern mit; - mit dem Vorsatz sie mir zurückzugeben.
Okay darauf warte ich noch heute, - er hat es wohl vergessen.

* Dann richtete ich mich ein. *


es gab viel zu tun...

den langen Balkon umzäunte ich als Erstes für die Katzen zum eingewöhnen
mit einem langen großen Katzennetz - an langen Stangen die ich am Geländer befestigte 
 bis ich mir sicher war, dass sie nicht mehr weglaufen würden.
ein Brett zum überqueren vom Gartenhaus zum Balkon wurde damit verbunden .
(und ich hoffte an alles gedacht zu haben.)
 im Heute wüsste ich nicht, 
 was ich ohne Katzenleitern und Balken am Haus machen
würde, dann könnte ich mindestens 100 mal am Tag die Tür für sie öffnen
und könnte mir das Heizen ersparen. Das merkt der Nachbar auch wenn Nero bei
 ihm hinein will ruft und guckt er nur stundenlang still seine Tür an oder versucht durch ein Dachfenster zu schlüpfen, Katzen sind da sehr hartnäckig, wenn sie ihren Wunsch versuchen durchzusetzen.


Leider krachte ich schon am 2. Tag im Eingang zum Haus ein -
durch die sich davor befindlichen alten Holzdielen.
das krachte und ich lag wie ein Maikäfer auf dem Rücken.
.

.


                                        

Marode ? Klar – es hatte sie ja länger wohl keiner betreten.
Das Haus war wohl 3 Jahre leer, nachdem acht (8) russische Bauarbeiter es verlassen hatten.

Auch schön, das teilte mir der Architekt und Bauherr des Hause mit nachdem er die Kaution bekam 3 Kaltmieten fürs Haus und die Wiesen. Aber er wollte das Haus noch vor meinem Einzug einmal mit seinem Luftdruckreiniger sauber spritzen.

Vor dem Haus befand sich eine kleine geteerte „ sog. Zugangsstraße“ zum Haus 
 die überall im Verlauf löchrige Regenpfützen hatte.

da kamen Gartenstühle hin damit es nicht ganz so trist aussah

* Naja – dachte ich, nicht so schlimm, die Miete selbst ist ja nicht so hoch.
Das machst du dir selber, was dann auch später zu einem halboffenen Vorbau führte.
Was mit der Wiese geschieht überlegte ich mir später.

das wollte ich unbedingt - Selbstversorger sein
mit Pflanzen die ich selbst zog und setze...

einer meiner Träume ...

                                   

( kleine Demo in Collagen.)
* okay – überredet.*

(Kurzbeschreibung - der ca etwas über 60qm)
 Sieht man genau hin, erkennt man das Katzennetz am Balkon.
 Unten nach dem Eingang  ist einziger großer durchgehender Raum,
mit der Heizmöglichkeit  für das gesamte Haus - ein Pelletofen,
der nachträglich ins Ferienhäuschen eingesetzt wurde.
In der Mitte - 5 Treppen höher  ist die Einbauküche, daneben kommen
2 winzige Räume-
 einer mit Campingdusche - der 2.Raum eine - ehemalige 2.Toilette
nun Platz für die Waschmaschine, Putzzeug  und diverses obendrüber
Dann folgt das Schlafzimmerchen mit einem Dachfenster und
anschließendem winzigem  "ein - Mann - Raum"
 mit Toilette und Handwaschbecken -
7 Treppen höher - die nach unten offen sind 
kommt noch  ein kleines Arbeitszimmer/4 auf 4 m 
 und ein Gästezimmer unter der jeweiligen Dachschräge.
*
am Ende des ersten Jahres lag schon ein "Boden vor dem Haus "
 eine Seitenbegrenzung aus alten Brettern der Nachbarn
 ein alter Holzzaun vorne  am Eingang den ich mir rot anstrich -
alles Holz war alt und sah schäbig aus,
 da entschloss ich mich spontan alles bunt anzustreichen - 
 nach dem Motto -  aus alt mach neu - 




er entkernte erst einmal sein Haus und räumte alles leer
 bis nichts mehr stand - Türen, Wände, Böden denn es bestand die Befürchtung
 dass sich Schimmel unter den Wänden angesetzt hatte -
dann fing sein Umbau innen an.


die Seitenränder des Grundstücks bestückte ich mit Pflanzen
dazu brachten mir die Nachbarn ihre umgegrabenen Erden
die ich obenauf legte denn die Böden sind mit Vulkanerde und großen
Steinen durchsetzt. Das war eine Heidenarbeit -
meine Fingernägel konnte ich irgendwann abgeben...

während der Nachbar schon einen Graben um sein Haus zog
damit das Wasser der kleinen Zugehstraße zu den 2 Häusern 
 abfließen konnte, sein Keller war nass - den baute er als Erstes aus
und legte den ehemaligen Erdkeller tiefer,
damit man darin als Arbeitsraum aufrecht stehen konnte..



    .... entstand  durch unten Holzbalken oben billiges Plastik aus 
 dem Baumarkt hielt es nur 2 Jahre.

Anfang  2014 baute ich mit dem Nachbarn im Frühjahr  auf eigene Kosten 
die kleine geteerte Straße weg und legte Holzbohlen für einen Vorbau
damit man auch außen sitzen konnte ...

                                                                             

        



einen alten Biertisch " färbte ich bunt" für die Bohnen
 meiner Mutter die mussten ja irgendwohin


meine alte Rattanbank bekam Farbe...

letztendlich war er und wurde
ein Unterschlupf für die Katzen, Igel und anderen Tiere außen


 - kleine Zusammenfassung - 

im ersten Jahr legte ich Platten zum begehen...

der Dschungel vorm Haus war ja immer da...


Merlin fing schon mal an die Gegend zu erkunden..
fühlte sich sofort hier wohl, bei neugierigen Katzen 
geht die Eingewöhnung leichter- es dauerte dennoch
ziemlich lang bis er alles akzeptierte.
Da wusste ich alles ist richtig hier und ideal für uns
wird es ein buntes Leben....* so dachte  und hoffte ich es mir...

Heute ist alles an Begrenzung rund herum  fast 2 Meter hoch
und auf " meinem Grundstück stehen Bäume
auf denen die Katzen herum klettern.

heute leben wir unseren Winter und Sommertraum...




             in  die Ferne - auch mal zurück  und über den Tellerrand sehen...

ich vermische gerne Heute und Früher, denn daraus besteht ja das Leben.
mit einem kleinen Gedicht aus 2008
möchte ich den Beitrag schließen

ich male die Farben der Natur
rund um mich herum
gern in leuchtenden Silberrottönen,
gemischt mit gleißendem Blau
und schattigem Grün...
packe sie in Sätze mit strahlendem Gelb
und schlucke sie genüsslich runter,
da macht ein kühles Bad im See
nur einmal Gänsehaut,
das ist für mich Wirklichkeit
denn die Welt selbst
ist manchmal nur grau

 
heute bin ich längst hier zu Haus
und fühle mich am richtigen Platz -
liebe dieses Fleckchen Erde sehr..
denn es schenkt mir Geborgenheit und viel viel mehr....


 Doch wenn mir heute ein  Hausbesitzer und Vermieter erzählt, er hätte keine Lust  -  keinen Bock, kein Geld übrig dafür  und kein Interesse sich um sein Haus zu kümmern,  verpasst er das Werden und Sein eines Hauses - und tut mir nur leid. Ich kann das nicht verstehen. Die Häuser im Park sind alle  früher oder später  *renovierungs/ und sanierungsbedürftig nach all den Jahres des Leerstandes. Das weiß jeder neue Besitzer und tut etwas dafür. Mittlerweile sind sämtliche Holzbalkone der Häuser ausgetauscht und erneuert worden weil sie zerfielen oder nicht mehr betretbar sicher waren. Ein anderes Material wurde dazu verwand, das länger als 30 Jahre hält. Ein Haus lebt nur mit Bewohnern die es achten, bewohnen und lieben.  Investition heißt es dann wenn man es  gesund erhalten will. Das geht nur wenn man sich um - das - Haus - kümmert und verwahrt und das Grundstück ständig von der umliegenden Wildnis befreit. Diese wächst jeden Sommer als Dschungel völlig mit Brennnesseln, wilden Brombeersträuchern und Unkraut zu. Selbst die Bäume vervielfältigen sich selbst, samen aus und wachsen innerhalb weniger Jahre neu. Bei den wilden Birken kann man zusehen wie sie in 2 Jahren bis zu 3 Metern hochwachsen. Am Boden zwischen den wilden Brombeeren die sich überall verankern wird alles undurchdringlich als wäre man in einem Regenwald und suchte den Ausgang. Das gilt auch für die ungemähten Wiesen bis zum Biotop.

@ angelface