Frühlingssehnen
meine Gedanken haben mich geweckt
aus tiefschwarzer Nacht
an der ich kein einziges Sternchen
am Himmel entdeckt.
In weiter Ferne leuchten
ein paar einsame Lichter
die mir erzählen
dass auch dort Menschen wohnen
fast wie ein Hohn
für Menschen die ein Leben lang gearbeitet
und für andere gesorgt haben
alte Menschen in Isolation
auf wenigen Quadratmetern
ohne Kommunikation
sprachlos still
weil man sich
nicht mehr erkennt
man hofft ja irgendwie
nie zu denen zu gehören
doch man hat es
weder auf dem Schirm
noch manchmal selbst in der Hand
Handy oder PC gehören dann
längst
der Vergangenheit an
wie auch
die Karte zum Bankomat
dann und
wann
in einem Ort zu wohnen
in dem es weder Läden
noch Handwerker
Arzt oder Bank gibt
auch keinen Bäcker oder Frisör
ist man auf den Buschfunk angewiesen
um zu wissen
wie es morgen in der Welt der anderen
weitergeht
noch hat man dieses
meist schwarze
kleine Gerät
mit der man Kontakte pflegt
sich schreibt oder spricht
ob man es mag oder nicht
eine Notwendigkeit die es gilt
miteinander zu pflegen
ein Auge das man selbst öffnet
ein Mund der auch noch spricht
buchstabieren und nicht nur sabbern kann
ein Ohr das aus der Ferne noch hört
ist eingeschränktes Leben
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| auf dem Weg nach Nirgendwohin...wo keine Blüten blühen. die Seele sehnt sich nach Licht |
@ angelface

