Mittwoch, 4. April 2018

Einer von uns - Einer für uns


Einer von uns - Einer r uns
 Mittlerweile wohl eine Seltenheit.
Es gibt (wahrscheinlich) nur noch wenige Ärzte die sich eine gesunde und menschliche Einstellung zum Patienten leisten  und auch bewahren können – eine -  Hilfe für Menschen – von  Menschen – Einstellung – die nicht in unserer heutigen  schnelllebigen Zeit zum erbarmungslosen Roboter der Bürokratie und ausschließlich Wirtschaftlichkeitsorientierenden  geworden sind. Er kämpft  unermüdlich und überzeugend an der Front für den Patienten.
Ich hatte – vor Jahren schon einmal das Glück für viele Jahre bei meinem alten Hausarzt zu landen, zu dem man kommen konnte – auch außerhalb der Sprechstunden, und auch mal auf die Schnelle wenn es notwendig wurde  - immer dann -  wenn man ihn tatsächlich als Hilfe brauchte.
 Er kam – war präsent – half und informierte und gab einem gleichzeitig das Gefühl:  „komm wir gehen erst einmal einen Kaffee trinken und ich höre dir zu“.
        Er hatte genau  wie mein jetziger Orthopäde  der mir meine malträtierte Schulter operierte -  und dann die Nachsorge übernahm - diese menschlichen Züge die notwendig  im Charakter sind um auch den Menschen hinter dem Patienten zu sehen um  dann seine Arbeit – die Hilfeleistung – entsprechend auszuführen. Der Arzt ist nicht nur ein Beruf, er ist in meinen Augen eine Berufung.
          Wie mein eigener Vater als Arzt war und ihn ausübte, weiß ich nicht,  denn leider habe ich ihn beruflich nie richtig  kennenlernen können, aber ich denke,  sein Beruf hat auch mich bewogen, meine Berufswünsche gesteuert und letztendlich erfüllt indem ich Arzthelferin und MTA geworden bin.
        Arzt  in Lambarene – mein Traumberuf als Berufung  ist`s leider nicht geworden, aber man kann ja überall und in vielen Berufen  und Bereichen - anderen helfen.
Wer das Glück hat einen guten zu erwischen – einen Daumen hoch Arzt – der ist gut aufgehoben.
-          Was braucht es -  um ein guter Arzt zu sein.
Ein scharfes Auge für  den Menschen auch hinter der Krankheit und den Beschwerden – eine gute Diagnostik, (Wissen ) durch die entsprechende Ausbildung, -  viel Fortbildung -  dazu Mitmenschlichkeit – Anteilnahme – Interesse für den Beruf,  das Fach – das Bestreben in seinem Beruf etwas zu erreichen –  Wirtschaftliches – sowie sorgfältiges  Arbeiten - ein gesunder Egoismus – analytische Sorgfalt – Wissbegier und Hilfsbereitschaft,  Neugierde – all das gehören zusammen,  paaren sich zu einem Ganzen – und dieser wird dann irgendwann mal zum guten Arzt im besten Sinne.
Mein Schutzengel hat mir den richtigen Weg gewiesen und mich über Umwegen zu ihm geführt. Durch ihn fühle ich mich aufgehoben.
         Er hilft wo es nötig ist, hört zu wenn man spricht und sich nicht nur „beschwert“ – klärt sorgfältig auf und nimmt sich die Zeit – die man eigentlich in diesem Beruf schon lange nicht mehr  hat.
                     All das steht natürlich weder in der Approbation, nicht in den Urkunden die an der Wand hängen – kommen vielleicht in entsprechenden Vorträgen zutage, aber man sieht es in den Augen, erblickt menschliche Qualitäten hinter dem Arzt.

Einer von uns - Einer r uns  - das steht allerdings nicht in den  Jameda Beurteilungen- und anderen -  wenn man sich vorher im Netz informiert ehe man sich den Richtigen für sich aussucht. Dort gibt es nur die nüchternen Zahlen für gut oder schlecht im Beruf…doch selbst dann kann man sich irren denn sie sind von zahlenden oder dankbaren  Menschen gemacht.
Den persönlichen Eindruck kann man sich nur durch eigene Erfahrungen holen.
Leider ist auch dieser Beruf längst bei vielen mutiert und hat sich zu einem Kraken der Wirtschaft erhoben – man muss eben auch als Arzt "überleben…"
Aber ich bin froh, dass es noch Ärzte wie ihn gibt.

Danke Doc…
                                                                                    © Angelface

Kommentare:

  1. na da wird er sich freuen dein doc - dass du ihm solch hymne widmest! :-)
    wie überall gibts so´ne & solche. nur beim arzt spürt man es of schmerzhaft. und klar ist der wirtschaftliche druck (auch!) auf ärzte grösse geworden - wobei du "überleben" schon ganz richtig in gänsefüsschen gesetzt hast ;-)
    wir haben auch viele erfahrung gemacht im letzten jahr mit ärzten, bis auf ein paar ausnahmen viele gute. zum glück - war so schon schwer genug.....
    lieben grüss! xxxxx

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    1. ne "Hymne" - :-)) - neee, nur Wahrhaftiges - denn auch das soll mal sein, ich denke JEDER freut sich ein klein wenig wenn es ein positives feed back gibt und nicht immer nur Beschwerden durch den Äther rauschen.weisst du, ich kenne - auch durch meine eigene Arbeit recht viele Kollegen, die missmutig und deutlich spürbar berufsabgestumpft sind, doch statt auszusteigenund Jüngeren PLatz zu machen- machen sie wirtschaftlich orientiert zum Nachteil der Pat. "ihre Arbeit "weiter.ich denke bei uns auf dem Land kann man froh sein Gute zu erwischen, die Auswahl dazu ist relativ klein aber wer das" Monopol" hat, kann ja so vor sich hinwursteln, fehldiagnostizieren, unfreundlich sein und dem Patieten mehr Feind als Freund sein, da würde meine BEWERTUNG die ich besser lasse nicht so ausfallen,..ich bin froh, nicht auf ihn angewiesen zu sein, lieber behandle ich mich selber.
      schön, dich so früh bei mir zu sehen...
      herzlichst Angelface

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    2. " Er wirds - vielleicht - samt Kommentaren! l e s e n -" - würde mich freuen - ...)

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  2. Schön, wenn nicht nur die medizinische Sachlichkeit da ist sondern auch Menschlichkeit sich in den Augen spiegelt.

    Alles Liebe für Dich
    Grüße
    Monika

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  3. Ja , ich empfinde es auch als ein großes Lob auf Deinen Arzt. Ob er Zeit hat in einem privaten Blog zu lesen, ich denke eher nicht. Das Krankenhaus darf man aber erwähnen, wenn man sich gut aufgehoben fühlt, auch bei den Ärzten. Leider haben wir einen Ärztemangel und auf dem Lande so wie so. Da will nicht unbedingt jemand hin.Die Landärzte geben sicher ihr Bestes und sind überbelastet, man muss nur mal auf die Grippewelle zurückblicken.
    Wir bekamen Feedback und eine Entschuldigung nach meiner Beschwerde in Rotenburg,über den Notfall, das ist schon mal gut.Selbstverständlich ist es nicht, sich auf Beschwerden zu melden. Es ging aber ja auch nicht um die Qualifikation eines Arztes.
    Ich glaube zu allen Pflegeberufen muss man sich berufen fühlen, Patienten haben ein feines Gespür dafür. Geld kann es ja eh nicht sein, denn sie sind unterbezahlt.Ich habe meinen Beruf geliebt und fühlte mich berufen, das freut mich heute noch.
    Ein lieber Gruß zu Dir, Firefox funktioniert wieder bei mir,
    Klärchen

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  4. Liebe Angel,
    "Aber ich bin froh, dass es noch Ärzte wie ihn gibt." - Das glaube ich dir gerne!!!!! Für mich grenzt die Arztsuche auch immer an ein Glücksspiel. Ich weiß nicht, ob es in Deutschland genauso ist wie bei uns in Ö, hier jedenfalls gehen immer mehr GUTE Ärzte von den Krankenkassenverträgen weg und werden damit zu Privatärzten. Die haben dann auch die Möglichkeit, sich mehr Zeit zu nehmen (denn die Kassen sehen ja pro Patient nur ein paar Minuten vor - mehr wird nicht bezahlt...) Aber nicht jeder Pat. kann sich das leisten. Ich versuche immer abzuwägen; bei komplizierteren Dingen ist mir ein Arzt, der mit empfohlen wird oder wenigstens eine gute Bewertung im Internet*) hat und den ich bezahlen muss, lieber als ein "Stümper", den die Kasse bezahlt. Bei Routinedingen hoffe ich, dass auch ein durchschnittlich guter Arzt das auf die Reihe bringt. Manchmal gibt es aber auch noch Glückstreffer auf Kasse! :-))
    *) Bei uns sind die Internetbewertungen durchaus so gehalten, dass dabeisteht, ob ein Arzt / eine Ärztin auch die wichtigen MENSCHLICHEN Qualitäten mitbringt und ob er / sie sich Zeit nimmt.
    Ich freue mich jedenfalls für dich, dass du diesen tollen Arzt gefunden hast!
    Ich hoffe, du hast Ostern angenehm verbracht!
    Herzlichst, die Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2018/03/der-marz-2018-war-blaugrun-und.html

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  5. Stimmt auf jeden Fall Ärzte müssen auch überleben :)
    Ich bin in unserer Gemeinschaftspraxis "Frau Wirtschaftlichkeit" und unsere Ärzte machen Medizin und kümmern sich um ihre Patienten.
    Jameda, na ja das ist so eine Sache ;)
    Dein Post ist ein großes Kompliment für Deinen Hausarzt.
    Liebe Grüße Tina

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    1. kleine Korrektur - kein Hausarzt liebe Tina, den konnte man vergessen, es ist - war und bleibt - mein Operateur...und ich bin froh dass ich ihn hatte.
      Schön, dass du mitgelesen hast,
      liebe Grüße angelface

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -