Sonntag, 23. August 2015

in die Ferne sehen...

ich vermische gerne Heute und Früher, denn daraus besteht ja das Leben.
Dokus im Fernsehen, für mich der Renner, kommen sie doch weit vor den Spielfilmen bei mir auf den Schirm..

Gegensätze
Bei phoenix stehen ab sofort donnerstags in der Primetime ab 20.15 Uhr aktuelle und brisante Themen des Zeitgeschehens im Mittelpunkt.
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Heute Morgen  - es zog sich bis Sonntag fast bis 6°°, ja, warum nicht, habe ich die größten Gegensätze in Dokus gesehen, die man sich überhaupt vorstellen kann.
Im Fern – sehen. Das Gute so nah, das Böse so fern.
Vieles, nein einiges, kann ich nun besser verstehen. Man macht sich ja über vieles so seine Gedanken und oft, viel zu spät.
Wo sind unsere Wurzeln, woher stammen wir, wohin gehen wir, wo wollen wir überhaupt hin.
Warum denkt man so spät  darüber nach? Frage ich mich, warum überhaupt? Gegensätzliches zieht die Gemüter an, sagt man ja allgemein und das wird wohl stimmen.
Timm Kröger – Auslandskorrespondent -  der Name war mir bislang völlig unbekannt – hat  ( heute  in Phönix gezeigt) eine wunderbare Doku über den Sambesi gedreht, und nachdem ich mir diese wunderbare Welt  näher ansah, habe ich geweint.  Ja, Ich bekam regelrecht Herzschmerzen. Der Muskel zuckte kurz auf und meldete sich: ich bin da, ich habs gesehen!.
                              Unser Alltag, der so geprägt und durchdrungen ist von unserer kleinen, eigenen, recht engen Welt die uns unmittelbar umgibt, lässt ja oft nicht zu, dass wir mehr von der großen  weiten Welt sehen, die es weit weg  von uns gibt.  Wir haben - oder nehmen sie uns nicht, (altes Thema) die Zeit dazu, weil wir mit Tausend anderen Dingen beschäftigt sind.
Da bei  ist es doch so interessant hinein in  fremde Kulturen zu sehen, fremde weite Natur voller Schönheiten die wir uns nicht vorstellen können ehe wir sie nicht mit eigenen Augen sehen, zu entdecken.
Doch wir beginnen all unsere Wurzeln der Natur zu zerstören.
Ich beginne immer mehr, seit ich die Zeit dazu habe - nach vielen dieser Dokumentarberichten, die fast wie Geschichtsbücher sind,  besser zu verstehen, was Menschen dazu  antreibt, in die Ferne zu sehen. In Realität und im Fernsehen.
Meine Vermieter der letzten 13 Jahre sind jedes Jahr um die gleiche Zeit  nach Afrika gereist, nicht etwa - um eine kulturelle Fotosafari abzuservieren, sondern um die Schönheiten ganz anderer Art zu entdecken. Wer den Sambesi einmal gesehen hat, erzählt  der Auslandkorrespondent Tim Kröger in seinem Film, wird immer wieder zu ihm reisen. Das Land übt eine Faszination aus, der sich niemand entziehen kann. Die Afrikaner, einst so stolze und schöne  Menschen mit ihrer eigenen Kultur, die der unseren so fremd bleibt, haben sich der Zivilisation angepasst, leben die heutige Zeit ohne die alten Traditionen zu vergessen, denn diese sorgen dafür, dass der Tourismus von dem sie leben – weiter für ihr jetziges Überleben den Grundstein legt.
Wenn ich dann – nur durch Zufall höre, dass es  jemanden gibt der das Fernsehen kategorisch - man könnte fast sagen "störrisch"  ablehnt um nicht vom Bösen und Schlechten unserer Zeit gestreift zu werden -, kann ich nur dazu sagen, er verpasst auch sämtliche Schönheiten und Informationen über fremde Länder und Sitten, fremde Kulturen und deren Weiterentwicklung in unserer Welt. Mehr noch, er verschließt sich sämtlichen Möglichkeiten mehr über Früheres, Geschichtliches, das Mensch werden an sich, zu erfahren.
                                 Als absolutes Kontrastprogramm kam – unmittelbar danach, die nächste Doku über den Schirm, nämlich - über die Grausamkeiten des Holocaust und warum die Engländer uns damals  ( 1944-1945) nicht halfen, sie haben einfach diesen entsetzlichen Informationen  übers Töten und sinnloses Ermorden von Menschen nicht geglaubt. Konnten trotz offensichtlicher Beweise durch Überlebende die es - irgendwann -  bis nach England geschafft hatten,  nicht glauben wozu Menschen fähig sind.
Gäbe es das „in die Ferne sehen“ nicht, würden wir es bis ins Heute nicht glauben.
Dokus verhelfen dazu.
Kein Wunder wenn es im Heute noch die ewigen Zweifler gibt, sie haben ja kein Fernsehen.
Aber ein Tablet, ein Smartphone, wozu  nutzen sie es,  auch um fernzusehen?
Was bewegt sie, sich so von der Welt abzuschotten? Wollen sie nur ihre eigene kleine Welt um sich herum ansehen?
© Angelface

Kommentare:

  1. Früher, d.h. ohne Fernseher, verständigten sich die Menschen auch. Vielleicht dauerte es länger, war nicht so bebildert aber die Nachrichten kamen an....
    Wir, mein Mann und ich sehen gerne fern. Das wir uns nicht missverstehen. Jedoch unterscheiden sich die Kanäle extrem. Man / frau muss gezielt fernsehen, um an die gewünschten Informationen zu kommen. Wir leben nämlich nach meiner Ansicht im Zeitalter des Kommunikationsmülls. Das sage ich, da ich beruflich in dieser Branche gearbeitet habe und beobachte dies seit langem mit Skepsis und Sorge.
    Es gibt sehenswerte Sendungen und natürlich haben wir technische Möglichkeiten auch in Abwesenheit etwas aufzunehmen, was wir mögen....

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  2. Freut mich liebe heidrun, dass du heute am Sonntag dem tag des faulenzens und ausruhens schon meinen kleinen Bericht!" und damit auch meine gedanken - gelesen hast. Eine sehr gesunde Einstellung, ist diese von dir, so sehe ich das ja auch, nicht alles - aber gezielt fern - sehen." Kommunikationsmüll" stimmt; du sagst es genau richtig zu dieser Überflutung der sich viele täglich aussetzen...herzlichen Dank zu deinen gedanken...und dir einen schönen Sonntag - Angelface

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  3. Heute hat man ja die Qual der Wahl und kann sich raussuchen was man möchte.
    Wir schauen gezielt und ziehen uns nicht rein was da so angeboten wird an Müll, aber auch nicht jeden Film.
    Diese Natursendungen, Reiseberichte schaue ich mir auch gern an. Der Fernseher ist bei uns auch mal ausgeschaltet, besonders an schönen Sommerabenden, die ja selten sind. Du hast heute auf Phönix die Wiederholungen von gestern abend gesehen. Meine Freundin mit Mann hat sich das auch angeschaut und ich habe dazugeblinzelt und gehört. Afrika ist ein schönes Land, aber hat auch zur Zeit sehr viel schlechte Seiten und in manche Ländern sollte man nicht reisen.Somalia, Kenia, heute werden dort Frauen verschleppt, verstümmelt...usw. das darf man auch nicht vergessen.Im Fernsehen werden oft die schönen Seiten gezeigt, es gibt immer zwei Seiten, Licht und Schatten.
    Grüssle in den Sonntag, Klärchen

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  4. Liebes Klärchen, ich denke das weiß jeder von uns, dass JEDES Land 2 und mehr Seiten hat die Dokus gar nicht abdecken können, je nachdem worauf der Reporter die Daumen und den Schwerpunkt legt.
    hast du mal in die Links hineingesehen? Sie sind wirklich interessant und gehen noch ausführlicher auf gewisse Themen ein.Die Beiträge selbst gabs mitten in der Nacht nach 2°°...lacht und nicht heute Morgen, morgens gibts auch bei mir noch kein fern - sehen, sondern allerhand anderes zu tun.
    ich danke dir, dass du trotz Besuch - Zeit hattest bei mir hereinzusehen....
    lieben Gruß in dein Wochenende, hier sonnig und schön, mit mildem Wind um die Ecke scheint es sogar schon leise zu herbsteln....Angel

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -