Anekdoten & Geschichten
Märchenerzählerin -
Erstaunliches – Überraschendes – Erfundenes – Erlebtes – Erdachtes -
Altes & Neues von Früher & Heute – Abwechslungsreiches
Reportagen – Berichte – Essays – Skurriles
Verträumtes – Geträumtes - Verwunschenes -
all das erfährt man auf den Blogs, deshalb macht es so einen Spaß zu schreiben
Heute Nacht flogen im Traum lauter Skelette auf mich zu .
Höhnische Gesichter die mich auslachten und mir zuriefen: „Hättest du früher besser aufgepasst und noch einen Kurs daran gehängt, könntest du deine Bilder jetzt vielleicht selber auswerten“.
Nur ein Traum und ein Zeichen, dass man nachts etwas bearbeitet und verarbeitet was am Tag gerne verdrängt wird. ( Zeitsprünge auf Warten, Ärger, Freuden,Erwartungen, Erleichterungen, Hoffnungen und Resignation zum Beispiel)
Sicher aber ist, dass ich am Tag zuvor meinen alten Röntgenschein beim durchwieseln einer Schublade gefunden hatte und prompt Bilder bei mir im Inneren auftauchten.
2009 bin ich aus dem Beruf ausgestiegen und hatte teils Teils nur noch eine beratende Funktion..
- Das Wunderwerk der Digitalisierung hat alles verändert -
Nicht von der Pike auf, aber gelernt hatte ich das CT zu fahren von einer damals Einundzwanzigjährigen in einer Lungenheilkunde - Praxis die ausschließlich röntgte.
Ich selbst war Zwanzig Jahre älter, heute ist sie mir eine längst vertraute Freundin die mich unter ihren Schutzschild der Erfahreren nahm. Vorm Chef hatte ich sogar ein wenig Angst weil er so eine Respektsperson war, ich ihn aber um seiner Arbeit Willen und um seine Charakterstärke bewunderte.
Unter lauter Zwanzigjährigen zu arbeiten war damals nicht leicht, man wurde nicht ernst genommen-denn von Älteren wurde automatisch erwartet, dass man alles konnte und alles wusste.Vorher hatte ich in einer privaten Klinik in Rheinlandpfalz alles geröntgt was mir unter das Aufnahmegerät kam. Egal ob Knochen, Weichteile, Bindegewebe. Ob Aufnahmen von Brüchen, Raumforderungen, Einlagerungen mit oder ohne Kontrastmittelzugabe oder die Eingabe von Infusionen angeordnet war und verlangt wurden. Schichtaufnahmen wie bei CT 's oder
MRT 's waren nicht dabei, die Forschung damals wahrscheinlich noch nicht soweit fortgeschritten.Damals waren wir als Röntgenpersonal = Assistentinnen die * ausübenden Kräfte*, die alle Einstellungen für die verlangte Bildgebung selbst vornahmen. Die Berechnungen dafür anstellten und hinterher per Hand die Bilder entwickelten, ehe sie getrocknet zum Chef kamen.
Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die allein in unseren Händen lag, wie auch das Röntgenarchiv tief unten im Keller zu führen. Die Entwicklungslösungen anzusetzen, die Maschinen zu warten und zu pflegen, , die Qualitätskontrollen für das Land vierteljährlich durchzuführen und Auszubildende anzulernen. Davor drückten sich gerne die Arzthelferinnen und waren lieber für die Arbeit in der chirurgischen und urologischen Praxis zuständig und tätig als ich dazu kam. Damals gab es viele Privatkliniken die ein eigenes Labor und eine eigene Röntgenabteilung hatten, dazu allerdings brauchten die Ärzte jemanden der einen RÖ - Schein hatte. Der war teuer und nicht sehr beliebt.
All das lernt man als Assistenz des Arztes in Kursen, ähnlich wie die Verbandslehre ,oder für die Arbeit als Laborantin legt man als Assistentin eine Prüfung dafür ab um es auch anzuwenden , - die dann in einem anderen Bundesland nicht anerkannt wird. So war die Zeit der - alles mit der Hand machenden Zünfte - ohne Computer und weitere Hilfsmittel die heute selbstverständlich sind und ohne die - nichts mehr geht.
Wehe die Welt ist mal ohne Strom -
Heute wissen die Arzthelferinnen nicht mal mehr wie eine Blutsenkung selbst angelegt und ausgewertet wird, was auch für die Zählung der Spermiendichte beim Dermatologen
oder für eine Urinuntersuchung unter dem Mikroskop gleichermaßen gilt, wie das Anlegen und Ausstreichen einer Kultur zur Bestimmung einzelner Bakterienstämme, wofür man sterile Abstriche verwendet und die Hygiene einzuhalten hat. Das sind heute unwichtige untergeordnete Arbeiten für die weder Zeit noch Muße ist, obwohl sie zu einem schnelleren Ergebnis zur Diagnosestellung des Arztes führt. Heute machen das alles Maschinen.
Der Arzt bei dem alle Befunde zusammenlaufen, damit alles in einer Hand liegt um besprochen zu werden, keine Doppeluntersuchungen bei anderen Ärzten gemacht werden müssen – heißt Hausarzt und überweist zum Facharzt, hat somit keine Ausbildung zum Röntgenologen gemacht, kann sich also bequemer Weise darauf ausruhen sie nicht bewerten zu können.
Letzterer bekommt die Tagesaufnahmen der Assistentin abends auf den Schreibtisch gelegt um sie zu beurteilen und bewerten, dann zu diktieren was er dazu meint, damit die Ergebnisse möglichst bald zum Hausarzt gelangen, der es natürlich zumindest lesen sollte um dann die weitere Behandlung zu übernehmen.
So umständlich hat man früher nicht gearbeitet um einen Patienten auch ohne Digitalisierung einigermaßen gesund durchs Leben zu bringen.Früher gab es Fax – ein Gerät der schnellen *Übermittlung oder ein Arzt rief auch schon mal einen Kollegen an, wenn ein Befund unklar oder brenzlig erschien.Sie trafen sich zuzusagen am Telefon, das heute nur minutenlang hübsche Melodien abspielt für den, der etwas wissen will. Und die Patenten weinen wenn sie einen Termin erst ein Jahr später kriegen weil sie ahnen, dass sie dazwischen gerne auch schon mal den Löffel abgeben.
Heute - im Zeitalter de Digitalisierung liest der Arzt ab - was im Computer über den Patienten steht. - Er braucht ihn nicht mal selbst ansehen um eine Diagnose zu stellen, deshalb gibt es jetzt auch Ferndiagnosen von Maschinen die alles auf einmal können und als wahre Wunderwesen bezeichnet werden , die deshalb zwar keinen Doktortitel besitzen, aber demnächst wie die Medikamente sogar freundlicherweise eigene Namen bekommen. Die Arzthelferin sitzt am Computer und wird zur Sekretärin oder wandert aus.
Das nennt man Fortschritt, - Ist das nicht schön oder nur eine Farce?
Kein Wunder wenn man davon Schwellungen und Störungen im Kleinhirn bekommt.@ angelface


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hier gelten die bei google üblichen Datenschutzvorschriften die seit Mai 2018 Pflicht sind.
Vielen Dank für Euer bisheriges, sehr reges Lesen bei mir, für eure Besuche und das Interesse an meinen Beiträgen.
Lieben Gruß, bleibt gesund und Adieu, > bis zum nächsten lesen.. @ Angelface