was ist was wert; - eine gute Frage die ich mir schon oft stellte wenn ich die Sachen meiner Mutter und Großeltern durchsah - von denen ich mich bisher nicht trennen konnte oder auch nicht wirklich wollte, wahrscheinlich war die Zeit dafür noch nicht richtig reif - der Gedanke und das Gefühl muss von ganz Innen kommen - ist meine langjährige Einstellung dazu.
Einerseits aus Respekt ihnen gegenüber, andererseits weil mir vieles selbst gefiel, ich aber nicht so wohne wie die Berliner in ihren hohen Altbauräumen die früher vor langer Zeit immer schon ein Traum von mir waren.
Träume oder auch große Räume muss man sich leisten können
in so ein Häuschen passt vieles hinein...
doch ein Haus ohne Bücher -
ohne Erinnerungen ist leer
Knapp 8°° es ist noch früh heute Morgen. Draußen ist alles pitschnass, kein Wunder nach all dem endlich ersehnten Regen. Es hat ganz schön geplätschert. Das Gewitter dabei hat zwar ein wenig erschreckt ist aber in unseren Breitengraden fast schon selbstverständlich.
Ich denke etwas versunken in mich an den gestrigen, sehr sympathischen Besuch zurück und wünschte mir, solche netten und besonderen Menschen würden auch hier im Park wohnen. Tja - auch so ein Traum von mir.
Die Wirklichkeit sieht etwas anders aus. Sieben Treppen hoch – hach ; - hab die volle Kaffeetasse vergessen - sieben Treppen wieder herunter, keiner kann sagen ich bewege mich zu wenig, das ist im Laufe des Tages fast schon Sport.
Einer muss wieder das nach oben schaffen, was zurückblieb - denn das Haus ist wieder leer und zwar im doppelten Sinne.
Menschen und ihre Dinge.
Seit dem letzten Antikflohmarkt in Sickendorf, der einzige in der Gegend der antikes gerne anbietet - war mir im Sinn geblieben* etliches aus meinem Haushalt abzugeben, damit es in neue Hände kommt. Aus dem Nachlass meiner Mutter, ihre Malermappe mit ihren besonderen Aquarellen, die alten Bücher und Zeichnungen, ihre so schönen zarten Bleistiftskizzen, ihre uralte wunderschöne Holzschmucktruhe mit dem geschnitzten Deckel , viel anderes Geschnitztes, vielleicht auch der russische Samowar, die Graphik eines bekannten Malers aus Paris von xxx; kunstvolle Ledereinbände, Bilder meines Urgroßvaters, alte Kreuze, altes Silber aus dem alten Vitrinen Schrank meiner Großmutter, auch die wunderschönen Holzworkerarbeiten von Peter, die ich nach seinem Tod gerettet und bei mir oben auf dem Glas - Vitrinenschrank stehen hatte, sollten in keinem Fall irgendwann in der Tonne landen. Hier in der Gegend gab es ja keine Interessenten dafür obwohl ich mich dazu umgeschaut hatte.
Ein Anruf am AB hatte mein ursprüngliches Ansinnen wieder aufflammen lassen und ich schleppte alles zusammen morgens schon die Treppen herunter, denn die nette Dame die ich schon vom Antikmarkt kannte, bot sich an vorbeizukommen um sich all diese Dinge anzusehen. Sie würde ihren lese- begeisterten Begleiter mitbringen erzählte sie mir noch am Telefon vorher.
Als erstes wollte ich Kaffeekochen ehe sie kamen, suchte meine Beleuchtungsarmatur um die Glasschränke und Ecken des Zimmers hübsch auszuleuchten , fand sie aber bei all dem Herumräumen nicht mehr.
Wie sich herausstellte, war das beim früheren Eintreffen meiner Besucher auch nicht nötig.
Sie war begeistert – ja geradezu erschlagen und fast sprachlos- was ich ganz bezaubernd empfand- von all dem Angebot der alten Bücher, wobei ich ihr zu meinem Bedauern gestehen musste, dass leider die beiden wichtigsten dicken Wälzer von denen ich ihr auf dem Antikmarkt erzählt hatte, mir unerklärlicherweise irgendwie abhanden gekommen waren. Die verflixten zwei Bände meiner Großeltern aus dem letzten Jahrhundert waren verschwunden und ich wusste nicht mehr wo ich sie hingeschafft hatte. Irgendwo in den Annalen meines Hauses hatten sie sich unsichtbar gemacht. Dafür hatte ich andere alte Bücher aus den 50iger Jahren, alte Filmalben und Biographien, Cartoons von W. Busch, alte Sagen und Fabeln, Kindermärchenbücher, uralte Fotos von Berlin aus den Händen meines Großvaters, die golden verzierte Schmuckkassette meiner Mutter und vieles andere zurechtgelegt mit der Frage ob sie das auch interessieren würde.
einige Auszüge dessen was wegging...
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| wohl das Kollegium in Berlin-Charlottenburg |
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| ihre Skizzen und Entwürfe auf federleichtem Seidenpapier sind fast durchsichtig |
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| ein ganzes Skizzenbuch entdeckt gebunden mit zarten Zeichnungen gefüllt.. einzigartig... |
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| einzelne Blätter daraus |
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| Fotographien von Menschen die wohl vielleicht Familienmitglieder meines Großvaters in Irland waren ( auf Pappe) alles gut erhalten |
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| Fotoalben meiner Mutter die ich entleert und zu Collagen zusammengefügt hatte |
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| das verschwundene Unsichtbare interessant eingebunden |
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| die letzten die man aus dem Berliner Antiquariat bekommen konnte |
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| Großvater Johannes Reiske ihn hätte ich gerne kennengelernt nur kam ich zu spät auf die Welt |
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| eines seiner Bücher für den " Selbstuntericht" in Deutsch |
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| ein wunderschönes Bild meiner Großmutter |
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| sagt mir persönlich nichts - |
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| Mami und ihr gebundener Katzenkalender einzelne Blätter extra behalte ich sie hat ja wundervoll gemalt - Aquarelle von Blumen - Häusern, Schuhen Landschaften, Gärten, Straßen, Wiesen und Weiden Tieren wie Gänsen, Kühen, Pferd und Rind, Hund und immer wieder war wohl Katze ihr Ding. |
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| ihre Gedanken - und Erinnerungen skizziert auf seiden Papier |
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| der Druck der Lithographie von 1929 la park die Christiane zum Gutachter brachte um zu sehen ob sie echt ist |
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| ja - auch du darfst jetzt weg... |
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| irgendwann werde ich das Original wohl wieder finden, dann bekommt sie es nach - hab ich ihr in die Hand versprochen.. |

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| Theaterstücke |
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| _..das Verb ist wichtig ...._ |
Ihr Besuch hat mich sehr angenehm berührt, ihr offensichtliches Interesse, auch ihr Erstaunen darüber dass ich dafür nichts wollte, letztendlich aber nahm ich gerne eine Spende für das Kinderhospiz von ihr an weil sie darauf bestand.
Beide Besucher - Er und Sie - fanden das Häuschen, die Anordnung der Räume und Treppen sehr eigen, aber schön und - obwohl es so „voll“ (was den extrem kleinen Räumen zuzuschreiben ist) – außergewöhnlich individuell und sympathisch eingerichtet - es würde zu mir passen“ , meinte er, während er auf die Leiter stieg um die Großdrucke der Bilder näher in Augenschein zu nehmen.
Ein tolles , sehr schönes und seltenes Kompliment das ich fast noch nie bekommen habe und ein Zeichen - wer es wie ich empfindet, ist damit genau auf meiner Wellenlänge.
Nero kam zwischendurch herein und strich dem männlichen Part des Besuches ziemlich aufdringlich um die Beine - was durch viel Streicheln belohnt wurde - aaha - auch ein Katzenliebhaber, wie schön - - Wir kamen noch näher ins Gespräch. Dann suchten sie aus und sortierten was für sie interessant war. Daran merkte ich Kunstverstand. Bilder, Bücher wurden durchblättert, angelesen gelobt echtes Interesse gezeigt, ja gerne würden sie etwas davon mitnehmen wenn der Platz in ihrem Auto dazu reicht. Die Holzskulpturen von Peter nachdem sie die Geschichte die dahinter stand, leise zustimmend belächelten, würden sie sie gerne mitnehmen. Beide vom Glasschrank runterzunehmen erwies sich als Gewicht ziemlich schwer.
Zum Abschluss ihres Besuches während alles in ihrem Auto verschwand , machten wir noch einen kleinen Rundgang durch den durchnässten bunten Garten und ihr Begleiter, ein sehr netter attraktiver Besuch wohl aus B, ( übrigens mit hellblauen ausdrucksstarken Augen)- der mich in seiner Gestik, schmalen hohen Gestalt und Art sehr an Peter erinnerte; war etwas erstaunt aber wohl auch entzückt über die so individuelle Gestaltung meines bunten Paradieses. Während er Nero der ihm ständig um die Füße strich immer wieder streichelte , erzählte er mir, dass er auch Katzen liebe und wohl auch eine hätte.
Katzenliebhaber sind mir ja immer willkommen weil es einfach freundliche Besucher sind.
Er wird – hat er sich überlegt - nachdem beide Holzskulpturen erst mal auf dem Antikmarkt ausgestellt und mit ihrem schönen Schmuck belegt, Peters Holzworkerarbeiten wahrscheinlich bei seiner Rückkehr nach B mitnehmen, was mich glücklich macht wenn sie ein würdiges neues Zuhause bekommen, das lässt mich erleichtert zurück.
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| wo bist du - wo hast du dich versteckt"!!! |
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| alte Märchen - Fabeln und illustrierte Geschichten |
Eine herzliche Umarmung für beide lässt mich glücklich erfahren, dass nun all die Werte die Beide erkannten, nun in guten Händen sind.
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| ade ihr beiden ....machts gut |
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| - Holzarbeiten aus dem Wald - nur frech und besonders phantasievoll bearbeitet was sich anbot - dann geölt... wir haben immer herzlich über die " ursprüngliche Bedeutung der Skulpturen gelacht |
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| das Innere des Hause verriet seine Natur... |
ich rettete die beiden Skulpturen die wohl für andere etwas merkwürdig aussahen _ bei der Räumung seines Hauses vom ersten Stock aus dem Fenster direkt vor' s Haus geschmissen wurden.
Das konnte ich natürlich nicht zulassen - sie sind schließlich Handarbeit.- Seitdem standen sie bei mir auf dem Schrank, und hatten unsere Strohhüte als Tarnung auf, die ich jetzt wieder im Sommer trage. Man darf mir glauben wenn ich sage sie sind außergewöhnlich und in der Art wird wahrscheinlich Holz aus dem Wald nicht so "verarbeitet was ihm großen Spaß machte - auch um andere ein wenig zu schockieren...
sein Haus war das Gleiche wie meines - seine Arbeiten ungewöhnlich - da passte auch viel hinein und war wie sein Waldgarten etwas ganz besonderes - ich wusste, dass er darin glücklich war, denn es war voller Liebe gestaltet. Er liebte den Wald und seine Bäume, deshalb gab er mir auch einen davon ab, der heute bei mir 2 Meter hoch ist.
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| Frau aus dem Wald wer das sein soll musste keiner lange raten;-) ich mochte seine Holzfrau sehr... |
Ob allerdings irgendwer von hier be/merkt – dass etwas im Hause fehlt-was offensichtlich erkennbar ist, wage ich zu bezweifeln, denn hier schaut keiner genau hin. Da fehlt wohl leider zu meinem großen Bedauern ein gewisser Kunstsinn /ein Auge &Verstand , das Interesse und das Empfinden für besondere Dinge die außergewöhnlich sind.
" Kommentare jeder Art" seid mir herzlich willkommen, als Leser erfährt Mann/Frau vieles
über den anderen
über etwas /was man selbst nicht kennt/oder nie erfahren hat
über Unwissenheit und Wissen
über die Gedanken der anderen
die Gefühle und Empfindungen
über Gott und die Welt...
sie sind das Salz in der Suppe ,erfreulich - willkommen - -mal würzig, zu-salzig-zu wenig gesalzen-mutig-ehrlich- - höflich-kreativ- interessiert oder erlebnisorientiert-klug -oder dumm-doof - frech- erheiternd - lustig-unverschämt heftig - dümmlich - - auch gefährlich - neugierig - skeptisch - kritisierend - heftig widersprechend - wütend -oder mit Fragezeichen behaftet -in Kommentaren ist alles enthalten - deshalb liebe und schätze ich sie sehr.
mit ihnen könnte man wie Loriot ein ganzes Buch damit füllen und erfährt über den Menschen der sie schreibt - mehr als er je über sich selbst verraten wollte.
A n g e l.'s Notizen und Gedanken
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| der alte Baum der Eichhörnchen im Herbst wenn die Stürme tobten nun schon lange nicht mehr... Erinnerungen tauchen auf und dürfen nun mit einem Seufzer gehen... @ angelface |




































