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Montag, 24. April 2017

Mit Freunden durchs Leben gehen.


der Glaube an die Freundschaft hält ein Leben lang.
 

           Ich glaube, man kann sich glücklich schätzen wenn man im Leben einen echten Freund gefunden hat..-
und doch sind echte Freundschaften  unter Frauen  eher selten. ( das ergab meine Recherche) - darin steht auch:
Oft schleicht sich der Neid ein, manchmal auch Bewunderung, Eifersucht auf das was man selbst nicht hat und vom andern so offen gezeigt wird und da ist es fast  egal  ob es der Ehemann oder das Haus ist, die Luxuskarosse, die in der Garage steht, das Reitpferd im Stall.
Unterschiedlicher könnten Frauen oft nicht sein wenn sie sich aneinander annähern. Eitelkeit ist oft was sie trennt.
Oft ist eine schön, die andere unscheinbar, (oder fühlt sich so - das genügt schon) - ist  dicker oder dünner, schicker oder langweilig im Typ. In der Schule und im Erwachsenenleben hat all das kein Gewicht weil du mit ihr ganz anders verbunden bist als es je durch Äußerlichkeiten möglich wäre. Es treffen sich zwei Wesen, die zusammen passen. Die ähnlich denken und auch handeln. Selbst Streit kann sie nicht voneinander trennen, irgendwie findet sich immer ein Weg, dass man letztendlich über sich selbst lachen kann. Sich selbst nicht so wichtig  nehmen ist oftmals wichtig – Freundinnen können miteinander über alles reden.
Man vertraut sich und traut sich - Wichtiges und Unwichtiges an und weiß, man wird immer verstanden, auch dann, wenn der andere mal den Kopf voll von anderen Dingen hat.
Meine Mutter fragte mich vor einigen Wochen nach früheren Schulfreundinnen und ich musste ihr zu meinem Leidwesen sagen, ich habe sie im Laufe des Lebens wieder verloren.
Durch Umzüge, sich voneinander  entfernende Interessen, durch neue Bekanntschaften, die sie – oder du selbst  schließt, durch  unterschiedliche Karrieren die sich  entwickeln, verliert man sich oft aus den Augen. Oft sind es auch Männer – die Freundinnen  trennen.  Irgendwann merkt  man dann, oft nur durch Zufall oder die Tatsache, dass man plötzlich mit einem anderen Namen angesprochen wird, dass die andere gar nicht mehr an dich, als ihren Lebensmittelpunkt –  denkt.
Schmerzhaft musst du dir eingestehen, dass du, als Freund, nicht mehr ständig in ihre Gedanken eingebunden bist. Dann werden Freunde  oftmals wieder zu flüchtigen Bekannten oder "Fremden".
        Freunde gibt es nicht an der Straße, um die Ecke, nur Bekannte. Sie verstecken sich oft bis du sie erkennst,  gemeinsame Erfahrungen prägen und festigen das Band, das dich an sie bindet.
Bei meiner ältesten Schulfreundin, die ich beim Wechsel von der Realschule ans Gymnasium fand, habe ich mich niemals gefragt was mich an ihr fasziniert und was ich an ihr am liebsten mochte. Sie war Freund in Zeiten die nicht gut oder besonders gut waren, sie war da, wenn man sich gegenseitig brauchte. Sie hatte wie ich – ein offenes Ohr und ein weites Herz um das anzunehmen was von mir kam. Oh ja, sie konnte Kritik üben, aber nie so, dass es verletzend war. Sie konnte mir ihre Meinung um die Ohren hauen, ich nahm es ihr nie übel, denn ein offenes Wort hat nur ein wahrer Freund für dich, selbst auf die Gefahr hin, dass man ihn verliert. Irgendwann heiratete sie und  war nun ein Dreamteam mit einem anderen.
Leider sind wahre Freunde selten, denn auch sie verändern sich und plötzlich siehst du dich einem fremden Wesen gegenüber das du nicht mehr verstehst und das  dich nicht mehr als den erkennt, der du bist.
Was ist da passiert?
Der Verlust eines guten Freundes kann im Leben eines anderen prägend sein.
Er kannte das Wort Verzeihung, Entschuldigung - und keinen Neid.
Ich kenne Lese – und Brieffreundschaften die sich über Jahre halten…
kenne Bekannte von früher, die bass erstaunt sind wenn sie dich nach Jahren wiedersehen…
die vielleicht gerne die Freundschaft wieder aufnehmen würden…
kenne Freunde, die es nicht schaffen sich im heute ins Auge zu sehen, weil irgendetwas sie in den Zeiten der gemeinsamen Freundschaft mit Gemeinsamkeiten verscheucht  hat…
Kenne andere, die sich früher Freund nannten und heute Feinde sind….kein Wort mehr miteinander sprechen und wundere mich oft  was Freundschaften  verbindet  und  am Leben erhält.
Braucht es  wirklich nur Sympathie, Empathie, Verständnis und Geduld miteinander – aneinander um Freund zu sein und es auch zu bleiben?
Braucht es Zeit um eine Freundschaft aufzubauen, aber auch sie zu halten?
Warum sagt man denn; ich bin dein Freund, wenn die Bereitschaft fehlt dich auch in jeder Lebenslage  zu verstehen?
Oft trauert man einem Freund nach der verstorben oder weggezogen ist…
Oft wünscht man sich einen an die Seite, wenn man allein - einsam  oder unglücklich ist…
Das Freuen ist schöner, wenn man es zu zweit tut und gleich empfindet.
Das Leid wird kleiner, wenn es einer mit einem teilt.
Ein Erlebnis mit einem Freund zu teilen, ist ungleich größer als das was du dir alleine ansiehst.
Und manchmal im Leben begegnet dir ein Freund  und begleitet dich durchs Leben wenn du schon alt und verhuscht durchs Leben gehst. Er ist dir vertraut,  - wie du selbst - als würdest du ihn schon Jahre kennen.
Er ist da und du erkennst ihn als solchen, obwohl er ein völlig anderes Leben als du es führst, lebt.
Er ist verlässlich, der gute Freund deiner Tage.
 Hast du einen oder zwei - ist das nicht schön?

                                               @ Angelface