Posts mit dem Label 300 Seiten sind schon geschafft. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 300 Seiten sind schon geschafft. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 12. April 2015

"mein Leben mit Tieren", ein neuer Roman? Vielleicht....

MERLIN - vom Jüngling zum Mann, er nimmt
sich was er braucht und was er kriegen kann
.
Das manchmal traurige Schicksal von Tieren berührt mich sehr, auch deshalb schreibe ich über sie und da ich nicht alle kennen kann, schreibe  ich vorzugsweise über meine eigenen Katzen. Mal Krimis, mal Geschichten, vom Leben und Sterben, mal wie ihr Leben verlief.
Tiere sind auf uns angewiesen, sie brauchen unsere Fürsorge,  Interesse, unsere Wahrnehmung von ihnen  und Hilfe, oft mehr als Menschen die sich meist selbst helfen können, auch dann, wenn sie "in Not" sind.
Tier kann das manchmal nicht. Egal ob Vogel, ob Katze, ob Eichhörnchen, Eule, Greifvogel oder Hund - wie die Tiere die Not leiden.
http://www.kettenlos.org/2539.html
Hier müssen Menschen helfen
und hier ist die Seite der Sternenhunde die uns verlassen haben, die für uns da waren und sind.
Machen wir nicht gedankenlos die Augen zu, gehen wir nicht vorüber ohne sie zu sehen, denn wir sind nicht blind.


Es ist Sonntag.
Geweckt werde ich durch einen missmutigen Kater, der jaulend durch das Haus rennt. Treppe hoch, Treppe runter. Auf die Decke mit einem Sprung auf den Bauch dass es untendrunter in meinen Darmwindungen  scheppert, unter die Decke, ein wenig spielen und kratzen, wieder hoch auf die Decke, mit einem Sprung auf den Schrank am Fenster, er weiß nicht was er will, langweilt sich. Zwischendurch schreit er. Klagend  klingt sein Rufen durch den Raum. Es ist Merlin, mein Jüngster.
„Was schreist du denn, du Verrückter“, maule ich zurück und er blinkert nur.
„Dahinter steht, „Alte steh auf und guck“.
Was soll ich gucken?“ frage ich ihn und stehe als " Dienerin meines Katers" auf.
Er steht am Fenster und schaut durch das Glas hinter dem der  Rivale seines Interesses friedlich in seinem Außenkörbchen liegt und selig schläft.
„Guck mal, hab ich dir mitgebracht“, liegt als warme  Beute, abgefedert und ziemlich zerfleddert unter dem Esszimmertisch. Das soll mich wohl darauf hinweisen, dass der schwarze Gastkater unter meinem Fenster mir " nichts "mitbringt. Sehe ich da etwa Stolz in seinen Augen?
„ Du Mörder, lass das nur niemanden sehen“, nehme ich das arme Tierchen, eine kleine ehemals bunte Meise in die Hand und betrachte sein geschundenes Federkleid. Sauber und  mit einem Ruck hat er ihm den Hals durchgebissen und den Rest liegen gelassen. Nur ein Tropfen Blut ziert die bunte Brücke auf der er seine Beute sorgfältig für mich platziert  hat.
„Soll ich dich jetzt auch noch loben?“, die Antwort, ein kurzes Hecheln.
Er schreit weiter, wandert weiter und lässt Kilometer hinter sich, Treppe rauf, Treppe runter, meine Beine wären bei der Anstrengung wahrscheinlich längst unter mir zusammengebrochen, er aber ist unermüdlich. Sowohl im schreien als auch im wandern.
„Soll ich dir die Wanderstiefel aus dem Schrank holen?“ wäre meine nächste Frage an ihn.
Ich ernte verächtliches schauen und schnauben.
„Also, heute Morgen bist du wie ein schlecht gelaunter Ehemann als Morgenmuffel getarnt unerträglich, hau ab nach Draußen“, sag ich ihm.
Wer Katzen und ihr unterschiedliches Verhalten  nicht kennt, kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie sehr sie schlechte Laune verströmen können. Beredtes Schweigen, vorwurfsvolle Blicke, sie haben die gesamte Palette eines schlecht gelaunten oder beleidigten Liebhabers drauf.
„Mensch, du bist doch nur eine Katze, benimm dich wenigstens wie eine der bewusst ist, dass sie von ihrem Dosenöffner abhängig ist, sei dankbar, dass ich dich ob deines Mordes nicht aussetze!“
Er schlägt die ausdrucksstarken Augen nieder und blinkert: „ich hab doch nix gemacht“. Und meint damit bestimmt – was nicht artgerecht ist – womit er ja auch irgendwie recht hat. Schließlich gibt’s genug halbwilde und wilde Katzen auf der Straße, die sich  nicht anders als durch selber erlegte Beute ernähren könnten. Wie kann ich IHN deshalb verachten, weniger mögen oder gar tadeln? Er ist nun Mal ein Raubtier was man nie vergessen darf.
Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, ich warne ihn –„ bitte heute nur die eine, ja“?
„Sind doch noch genug da“, mault er zurück und hat keine Ahnung dass sein Leben durch die Jäger an einem seidenen Faden hängt, wenn sie IHN erwischen.
                                                                                                 © Angelface

Auszug aus meinem  Roman, mein Leben mit Tieren. ( 400 Seiten sind fertig.)
Anm: auf die oben erwähnte Homepage bezogen;  wer am Leid misshandelter, gequälter  Tiere vorbeischaut,wegschaut wo man hinsehen sollte,  ist auch meist nicht bereit das Elend mancher Menschen zu sehen und  ihnen zu helfen. 
Hier findet sich ein lobenswertes beispiel, nicht meckern und klagen; nein, handeln..
http://www.haus-und-wildtierhilfe-ohne-grenzen.de/Seiten/katzenhaeuser.html#Katzenhaeuser 
Gefahrenquellen: informieren ist alles:
http://www.tierheim-guetersloh.de/335.html