Dienstag, 10. Juli 2018

Doppelter Salto und ein Segelflug der besonderen Art.



-    Abenteuergeschichten -   S☼mmergeschichten - das kann jedem passieren – Ruck – Zuck haste dir was gebrochen -  ich hatte nochmal Glück.
Verzeih Mimi, das ich davon erzähle, aber man kann nun nicht gerade behaupten, dass du mit herausragender Intelligenz gesegnet bist, aber - hast du mich damit angesteckt?
-          Wer `s  noch nicht weiß, - ich rede mit meiner Katze Mimi –
-          Wie es dazu kam….
-          Wie jeden Abend muss ich-  wenn ich will, dass sie nachts zuhause ist – sie von irgendeinem Stuhl im Garten in nächtlicher Dunkelheit abpflücken. Madam mag eben Frischluft gerne. Stühle besonders und wechselt sie zum schlafen wie andere die Unterhosen. Also muss ich sie suchen.
-          So war das gestern – wie jeden Abend.
Merlin hatte sich schon schlafen gelegt und schnurchelte in seinem Ledersessel zufrieden vor sich hin, als ich feststellte: - sie ist noch Außen –
-          Also erhob ich mich – noch unbeschädigt aber leicht müde und stiefelte in meinen Gartenclogs  in Richtung Garten.
Beim dritten Stuhl fand ich sie. Madam Mimi  saß hochaufgerichtet  wie eine Prinzessin stolz auf einem ihrer Lieblingsplätze und schaute versonnen in die Dunkelheit und in die Lichter des Altenheimes das sich am Ende der Straße befindet. Sie schätzt diese Aussicht – denn man kann “ weit gucken“  - vor allem und besonders -   Katzen im Dunklen.
-          Ich schlich mich von Hinten an, denn ich weiß, wenn sie merkt, dass ich mich  ihr nähere, haut sie meist ab.
-          Diesmal  hatte ich  Glück – schnappte sie mir, hievte sie mir auf den Arm wie ein Baby das man auf der Hüfte absetzt – (mit dem allseits  bekannten Griff bei Babys), drehte mich und beeilte mich, denn das automatische Bewegungsmeldelicht  vor der Haustür  erlischt nach wenigen Sekunden.
-          Dann ging es - mit ihr auf dem Arm -  im Krebsgang nach oben.
Die Wiese ist abschüssig, der riesige Strauch von blühenden  Heckenrosen versperrt fast den Eingang und ich wollte noch im Hellen ankommen, die Tür hinter mir zuziehen und dann ab ins Bett.
-          Pustekuchen – entweder war das Gras auf der Wiese schon feucht vom Nachttau, oder ich habe mich in meinen Clogs verhakt und bin buchstäblich mit ihrem schweren Gewicht unterm Arm und auf der Hüfte abgelegt - etwas behindert davon leichtfüßig zu sein, -  über die eigenen Füße gestolpert.
-                    -     Ich schlug längs hin und landete unterm Strauch! – Autsch -Aua -
-          Dabei ließ ich sie los und schmiss sie ungefähr  eineinhalb bis zwei Meter von mir, sie überkugelte den leeren Liegestuhl, landete rückwärts im 2 Meter hohen Himbeerstrauch, rappelte sich auf – das sah ich noch mit leerem Blick – und raste wie ein Düsenflugzeug ab in die Dunkelheit.
-          Da lag ich – wie eine platte Flunder auf der linken Körperhälfte.
-          Es knallte irgendwo in meinem Kopf, ich hob mich mit Mühe auf und spähte: wo war sie nun?
-          Alles tat mir weh und dann doch nicht, wahrscheinlich `war` s der Schock, dass ich kaum was spürte, nur durcheinander war ich.
-          Langer Rede, kurzer Sinn, der zweite Versuch sie ins Haus zu bugsieren klappte.
-          Nur ich klapperte vor mich hin und zwar mit den Zähnen.
-          Im Bad untersuchte ich mich, konnte aber außer einem leichten Hämatom am linken Knie und einer Schwellung auf dem Sprunggelenk  nichts wesentlich Schlimmes  äußerlich  feststellen.
-          Keine Schürfung – kein Blut das in Strömen floss, wie es immer in Krimis heißt – nix  ist gebrochen.
-          Ein Glück – dachte ich noch – das gibt vielleicht ein paar blaue Flecken, wichtiger war mir -  es war nicht die rechte -  Ende Januar operierte Schulter auf die ich gefallen war – eindeutig war es die gesamte linke Seite. Die ist nun – mit Recht – beleidigt und tut weh.
-          Heute Morgen als ich erwachte, lag das kleine Unglückshäufchen friedlich schurrend auf meinem Kopfkissen und machte keinen Mucks und mir keinen Vorwurf dass ich sie wie ein Hammerwerfer elegant in hohem Bogen  in die Wiese katapultiert hatte.
-          Die Katz ist gesund, die Wiese steht noch vor dem Haus, nur die Lampe hatte ich aus ihrer Verankerung gerissen und den Pfropf mit dem sie im Boden befestigt ist  - abgebrochen.
-          Ich selbst – bin – leicht angeschlagen, etwas  lädiert und derangiert, hab einen dumpfen Kopp, perlende Wassertropfen vor den Augen wenn ich diese schließe, was mich sehr irritiert – bin aber ansonsten anscheinend  soweit in Ordnung,  sodass ich den Vorfall unter „ häuslichen Unfall“ + Pech gehabt, weil nicht aufgepasst - einordne.
-          Also bleib ich mal vorsichtshalber heute auf der Couch oder im Bett, ist eh ☼ Sommer – ☼ Sonnenwetter-☼ Pause - sondern es ist trüb und hat nur ( ☼)  lose 13° - also  schone ich mich.
-          Man soll eben nachts keine Katzen aus seinem Garten von Stühlen pflücken- von wegen Nachts sind alle Katzen grau -  und mir soll`s für die Zukunft  eine heilsame Lehre sein! - "Alte Damen " ab siehst mich nicht mehr - haben nachts im Garten nix verloren, die sollen vernünftigerweise ab  22 Uhr im Bett sein und nicht noch im Garten  um 12°° mitternächtlich herumwuseln um "Katzen zu suchen". Das ist wohl absoluter Schwachsinn wenn diese Expedition so ausfällt. Dennoch stelle ich fest: heute Morgen laufe ich sehr verlangsamt und vorsichtig meine Treppen herunter und Madam Mimi hat sich in meinem Bett hinter dem Kopfkissen verkrochen, ich schätze sie spürt ihre Knöchelchen auch..
-                                                                       
In den eigenen Gedankengängen  gefangen
Herumgewirbelt, zur Ratlosigkeit gebracht
Nicht mal mehr darüber gelacht
So schreibt das Leben seine eigenen Geschichten
Aus Tausend und einem Tag und manches Mal
sogar mitten in der Nacht
© Angelface

     P.S.
Als ich heute Morgen in anderen Blogs meiner Leseliste las und diese durchforstete, dabei bemerkte dass sich Bärbel  bei Ihrem Unfall was Ernstes getan hat, dachte ich - Oh - da hatte ich wohl einen ganz besonderen Schutzengel  - und diesem sage ich  - Heute: besonders DANKE -

Kommentare:

  1. Liebe Angel, das ist ja noch mal glücklich abgelaufen und hat zu einer schönen kleine geschichte gereicht. Konnte mir alles bildlich vorstellen. Deine letzten Sätze kann ich teilweise unterstreichen, mit Clogs im feuchten Gras sollte man im Dunkeln nicht rumschleichen und Katzen einsammeln. Sie war Dir ja nicht böse und hat sich statt auf dem Stuhl auf Dein Kopfkissen breit gemacht.
    Pass auf Dich auf, Du bist zwar noch flott drauf aber nicht mehr die Jüngste...zwinker.Bei uns kommt der ersehnte Regen runter!
    Liebe Grüsse, Klärchen

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  2. gib mir davon bitte "was ab" - bei uns ist noch nix - also alles" furtztrocken" - wir alle brauchen dringend den Regen - schön dass du dir die kleine G" schicht mit angeguckt hast, darüber freue ich mich und siehste - schreiben - geht noch - :-))
    liebe Grüße Angel

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    1. Sehe gerade das Foto hast Du ausgetauscht von Dir, war doch gut, wie eine Segelfliegerin mit Hut!
      Regen? Bei uns hat es seit April nicht mehr geregnet, bei Euch in Hessen waren zumindest mal Gewitterschauer, besser als gar nichts. Jedem kann es der Wettergott nicht recht machen.
      L.G.

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    2. bisher hatten wir - 3 Tropfen Nass - nicht mehr, schaun wir mal....Gewitter - Wetter war gaaanz woanders - nur nicht hier...Horch - ein Tropfen - 2 Tropfen - kommts? die Tonnen würden sich freun - die Wiesen auch - und ich erst...sowieso...
      ...*!°Fotto? das Köpfle machts noch nicht recht mit - Hm...ja war ein anderes - welches wars noch mal gleich...?:-))
      scherz komm raus....

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    3. übrigens: es r e g n e t - schüttet - die Wölkchen schüttens Nass aus - wie herrlich und schön für uns und die Natur!

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  3. aua!!
    da habt ihr beide nochmal glück gehabt!!
    nicht auszudenken du mit bruch - oder die frisch-OP-schulter erwischt - un die katz muss auch zum arzt! worst case scenario.
    ich hoffe du bleibst bei deinem vorsatz: nachts nicht im garten rumgeistern!
    lisbeth kommt zum glück (meist) aufs rufen - hat abends ausserdem hunger, das lässt sich ausnutzen ;-D
    zärtliche kuschler für mimi & vorsichtige drücker für dich (hast bestimmt ne gehirnerschütterung - guckt jemand nach dir?)
    xxxxx

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    1. ach Beatchen, lieb dass du dich sorgst um mich, ne - ne - ne - alles okay mit mir, hatte ja einen vollen Tag RUHE - die mir gut getan hat, mein Schutzengel stand eben neben mir,wie es sich gehört; _ oder lag er amend auch?*(:_))daneben und guckte zu-grinst _
      bin wieder völlig okay-Unkraut vergeht eben nicht:!!!!
      ich xxx dir - angel(auch fürs mitlesen und sich sorgen.

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  4. oh je oh je..
    da hat dein Schutzengel aber wirklich zu tun gehabt dass nichts sSchlimmeres passiert ist
    vor allem nicht auf die operierte Schulter ..
    deine Geschichte ist so lebendig dass ich das Szenario vor mir sah und doch einmal immerlich lachen musste ;)
    mich hats einmal hingehauen ..auf glatter Straße mit dem Katzenkorb in der Hand (war nur ein winziger Stock auf den ich getreten bin )
    ich hab ihn aber eisern festgehalten und bin dann ans Auto "gekrochen" und zum Tierarzt..denn da musste ich hin
    ich habe immer das "Glück" dass mir so etwas passiert

    pass gut auf dich auf

    Rosi

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    1. siehste Rosi - genau deshalb hatte ich die geschichte eingestellt, denn das BILD im Dunklen als ich wie ein Maikäfer auf der Erde lag war für jeden Zuschauer lustig - (ein Glück wars dunkel - sonst hätte ich noch für den Bauchmuskelkater meiner Zuschauer aufkommen müssen:-))...
      das war jetzt innerhalb von 10 Jhr.der dritte "Sturz" und der zweite ohne Folgen....Schutzengel sei Dank.
      du aber auch gelle: aufpassen -
      herzliebe Grüße von Unglücksvogel zu Unglücksvogel...:-))
      angel

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  5. Puh da hast Du aber Glück gehabt. Das hätte schlimm enden können. Ja ich kann die Kleine verstehen, draußen ist schon schön :)
    Pass auf Dich auf! ❤️
    Liebe Grüße Tina

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -