Donnerstag, 29. September 2016

Herbstspaziergang



 Gedanken und Gedichte
  T r ä  u m e
wenn sich nachts
die Gedanken verknoten
verboten und heimlich
in wirre Träume eintauchen
sich als Bild ins Gehirn malen
... mit dir zu  verständigen suchen
und du sie
nicht ganz erreichst
hast du schlaflose Nächte
wenn sich der Traum wieder
dir im Schlafe 
  zuneigt

© Angelface


Sehenden Auges gehe ich über diese Erde

Und werde…immer mehr
eins mit mir
und ihr
inmitten des Grüns

Tauche ich tief  ein
in das herannahende Braun der Wiesen und Felder,
der noch tiefgrünen Wälder

Meine Hände,
sie spüren, berühren, ertasten
all meine Sinne erfassten
das All um mich herum

der Himmel ist herrlich
schenkt mir sein letztes sonnensehnen
bevor die Abendsonne einbricht

noch schnuppert meine Nase
Zitronenduft und Pfefferminze
die so herrlich noch im Garten blüht

Mich erfreut,
Ich werde ganz still
Es ist die Zeit der Herbstzeitlosen

Mein Herz  öffnet sich weit und ich weiß

Es ist nun Herbst
mein Herbst der Zeit



@ Angelface

Mittwoch, 28. September 2016

ohne Worte...

manche Geschichten kann man wirklich
nur
 in Bildern erzählen...
nun denn....wahrscheinlich hat sie mir mal über die Schulter gesehen, als ich "die Katze auf dem heissen Blechdach" mit Gary Grant und Grace Kelly sah, ich versteh das ja, ich mochte die auch?
Aber musst du das gleich nachmachen????

Mimi, die Fassadenkletterin!!!
keine Ahnung, wahrscheinlich wollte sie sich
das ELEND untendrunter nicht mitansehen!
                                                     aber macht nix, wird ja irgendwann; sie                                    
                                                 geht  derweil wieder aufs Dach um weiterzuspinnen


noch Fragen?
 neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee..."
sie sagt, sie will den Film nochmal gucken
um noch was dazu zu lernen!
wo krieg ich den jetzt so schnell her?
@ Angelface

Dienstag, 27. September 2016

das Leben auf dem Lande...hat was!



 es hat was mit Gummistiefeln, Regen, manchmal auch Dreck unter den Fingernägeln, mit dem gärtnern, dem Heranwachsen der Natur und gedeihen zu tun...! Mit dem Schwatz übern Gartenzaun, der in der Stadt fast unmöglich ist und dem miteinander zu tun.

Gedanken und Geschichten.

..." ländliches Leben" oder auf dem Lande leben ist was völlig anderes als mal eben  um die Ecke zum Bäcker laufen um sich frische Brötchen zu kaufen…
auf dem Lande leben ist eben ein anderes Leben.
Bei uns umme Ecke gibt’s beides noch und mehr.  Einen Bäcker, den haben wir, auch einen Frisör, einen uralten Fleischer mit vielen zerknitterten Falten im Gesicht,  der seine Wurst so dolle würzt, dass man den Verdacht hegen könnte, er wär in seine Verkäuferin verliebt, er schlachtet noch selber und hat Freude daran, sagt er, ja - und zwei Banken, die haben wir auch. Banken sind wichtig denn Schecks gibt’s längst nicht mehr.
Die Zeit ist hier, irgendwie ein wenig stehen geblieben. Man sieht und hört nächtens dem Bauer zu wenn er mit röhrendem Motor das Heu einbringt. Kein Mensch käme hier auf die Idee ihm das zu verbieten weil es Ruhezeiten gibt, Ruhezeiten nach der Uhr, die gibt’s nur in der Stadt, die wenig Bäume am Straßenrand und schon gar kein Heu irgendwo hat. Bäume, die stehen irgendwo weit aussen, ab und an trifft man schon noch einen an, das heisst dann" hier gibts  Parks in der Stadt".
Doch für andere Sachen  gibt die Stadt  sicher mehr her.
Die hat Kino und Theater, Opernhäuser und vieles mehr was man so braucht zum leben, aber Landleben das kennen die Kinder dort nicht mehr.
Die wissen einfach nicht…wie süß der Landregen schmeckt wenn man unter ihm durchhuscht um dabei  tüchtig nass zu werden. Die dreckigen Schuhe bringt man dann mit rein. Schön, wenn man dann einen hat, der sie einem wieder sauber macht. Das nächste Mal, zieht man gleich Gummistiefel an.
Sie wissen nicht, wie eine Kuh mit dicken dreckigen Eutern aussieht. Kennen nicht den  Maulwurf der mit spitzem Schnäuzchen den Kopf aus dem Boden reckt. Die sehen nicht, wie eine angefressene Maus aussieht die dir die  Katze  vor die Haustüre legt, wenn sie ungnädig ist sie sogar reinbringt und dort frisst, deinen Ärger ignoriert, genau unter deinen Frühstückstisch, die Reste, die darfst du dann gerne  genauso ungnädig entsorgen.
Wer sagt schon einem Kind der Stadt, dass der Fuchs und der Waschbär dicke , manchmal auch weiße Pfoten hat?
Dass die Beeren direkt am Strauch wachsen.
Dass die Schafe auf der Weide geschoren werden müssen, wenn man Wolle braucht und dass sie immer, aber auch wirklich immer,  Dreck am Hinterteil kleben haben.
Das Holz aus dem Wald, das muss man selber holen und verkleinern, hacken, sägen, trennen, wenn man keine andere Heizmöglichkeit hat.
Wir haben ja schon Luxus pur mit dem Pelletsofen, insofern sind wir geradezu unglaublich modern, auch wenn man wenige Lagermöglichkeiten hat. Man wird erfinderisch, das bringt das Leben auf dem Lande  automatisch so mit sich.
Die lackierten Fingernägel, die Hot pants, die hohen Schuhe, all das legt man gerne ab unter :" ist mal gewesen". All das vermisst man irgendwann nicht mehr. Doch Jogginghosen, Arbeitskleidung, bequemes  am Leib, das hat viel Wert das braucht man ziemlich viel und , ja die Waschmaschine, die hat viel Sinn. Da steckt genauso viel Leben wie im ländlichen Leben drin.
              Das Landleben, für andere erscheint es süß und saftig mit seinem unermesslich vielen Grün und dem zarten beige wenn die Felder abgeerntet im Abendsonnenschein  in afrikaroten Farben erglühen.
Auf dem Lande leben heißt so vieles, wie die Katze auch mal schon vom Dach holen ohne die Feuerwehr gleich zu bemühen, in der Stadt, käme sie nie auf die Idee dort hinaufzuklettern wo die Dächer wolkenkratzermässig dem Himmel am nächsten sind.
Ländliches Leben heisst auch, hier fängt man den Briefträger der keine Werbung bringt auch schon mal gerne im Garten ab, weil man eh im Frühling, Sommer und Herbst ständig was zum ackern, säen und ernten hat.
Die Städter kommen gerne um hier Urlaub zu machen, aber leben würden sie hier nie, aber ich mag’s,  auch wenn es manchmal nicht ganz einfach ist.


Genießt du auch die letzten
schönen  Sommertage
bis der Herbst kommt, ist`s
nicht mehr weit
Herbstzeitlosen zeit
Zeit um sich zu besinnen
auf Dinge, die
wichtig und wertvoll sind
wie, den einen  oder anderen
Gedanken am Morgen
die zu dir
 freundlich und friedvoll sind

@ Angelface

Aber, was ist schon einfach, das Leben war es nie! Das muss man schon selbst herausfinden und dann erreichen.
https://wokinisblog.blogspot.de/2016/07/das-kleine-gluck-auf-der-welt-zu-sein.html

 gedacht und geschrieben im September  @ Angelface.

Montag, 26. September 2016

Kreuzfahrten, Landgänge und der Begriff Gigolo



Eine moderne Oma
(Untertitel: eine andere Welt)
    Oh weh, wenn sie wüsste, dass ich sie Oma nenne, würde sie die Wände hochgehen denn sie selbst sieht sich nicht so, obwohl sie die 90 längst erreicht hat. Großmutter wäre auch ein Name für sie, aber ich nenne sie Mutter, denn sie ist meine.
Aufgeschlossen, weltoffen, sehr interessiert und informiert an allem, vor allem was die Weltpolitik angeht, ist sie noch heute. Ich wünschte mir oft, ich würde ihren Wissensstand erreichen und weiß doch, das schaffe ich nie, egal wie alt ich werde, mir fehlt einfach die Zeit, die sie hatte um all das zu erreichen.
Zwar sieht sie kaum mehr, hört auch noch schlecht und dennoch bekommt sie mit ihrem Kopf alles mit. Vielleicht machen das ja die vielen Gespräche mit mir und meiner Tochter die so viel von ihr gelernt hat. Aber warum nenne ich sie modern?
Gestern Abend landete ich – rein durch Zufall ganz spät in einem Programm mit einer Doku über Gigolos, keine Ahnung in welchem  es stattfand, vielleicht  in Arte dem  Kultursender, auf jeden Fall blieb ich interessiert daran  hängen.
Ein Kreuzfahrtschiff, es war die MS-Deutschland schipperte durch die Südsee und es wurde darüber sehr anschaulich berichtet welche Art  Menschen, Gäste, Besucher und  Bedienstete dort für die Dauer des Aufenthalts  lebten und sich je nach Laune amüsierten und unterhielten. Auf dem Landgang, an Bord, am frühen Morgen, dem Mittagstisch und dem Abend mit seinen Programmen.
Alleinreisende Damen und Herren unbestimmten Alters „ vergnügten sich  miteinander“ auf hohem Niveau.
Als ich den Namen Gigolo  hörte,  verzogen sich meine Mundwinkel  erst etwas verächtlich nach unten, das gestehe ich gerne, denn ich verband damit eine etwas anrüchige Spezies von Herren die in den dreißiger Jahren den Damen auf unmissverständliche Weise zur Verfügung standen. Ich denke sie werden zu Unrecht so benannt weil Gigolo als ein Synonym  für "Verführung älterer Damen "steht.
Wie man sich doch durch Vorurteile und  „nichtsoganzgenaubescheidwissen“ irren kann.
Es ist ein durchaus ehrenwerter BERUF als Unterhalter, der selbst im Heute in gewissen Kreisen noch nicht ausgestorben ist, wie man aus der Doku ersehen konnte.
                    Gut erzogene, elegant und stilsicher gekleidete, aus gutem Hause stammende Herren ab Siebzig stellten sich zum Tanz und damit outeten sie sich als „Eintänzer“, die es auch früher schon gab, den Damen zur Unterhaltung und Begleiter zur Verfügung um die Zeit an Bord angenehm  auszufüllen.
Es waren in der Doku alles allein zurückgebliebene gediegene Herren, deren Ehepartner schon verstorben waren und die sich entweder „etwas dazuverdienen, oder die freie Zeit sinnvoll nutzen wollten. Das eigene  „Alleinsein“  durchbrechen, etwas Schönes für sich und andere tun. Das war in erster >Linie ihre Motivation sich dazu zu melden.
Daran ist beileibe nichts anstößiges, Unrühmliches zu finden. Ein“ Job“,  der auf Kreuzschiffen durchaus geschätzt wird. Sowohl von den Damen als auch von den Herren. Sicher eignet sich dafür nicht jeder. Und nicht jeder weiß wie weit er gehen kann./Auch dieses Berufsbild kann natürlich benutzt werden um jemanden abzuschleppen wie es im Heute so salopp benannt wird./ Ausnahmen gibt es immer, doch hier in der Doku nicht.
Elegant, wortgewandt  und stilsicher, gebildet, gewohnt Komplimente auszusprechen führten sie die Damen übers Parkett und unterhielten sie auf angenehmste Weise. Weltpolitik, Reisen, Hobbys und Interessen waren die Themen. Es war so selbstverständlich wie das angenehme Äußere und die lackierten Fingernägel der gepflegten Damen, die nur eine angenehme Begleitung und ein unterhaltsames Gespräch wünschten..
Der Handkuss, die Verbeugung, die Vorstellung, den Stuhl  zu Recht rücken, gehörte ebenso wie selbstverständlich dazu. Mir war völlig unbekannt, dass es das auch heute noch gibt.Und überhaupt, wer schenkt denn heutzutage noch einem anderen ein Küsschen auf die Pfote, oder küsst heutzutage noch einem anderen die Hand, bei der Ansteckungsgefahr von Viren und Bakterien, igitt wird man im heute dazu sagen, früher war das an der Tagesordnung und das nicht nur in gewissen Kreisen.
Wie auch nette Herren, die den Damen die Tür aufhalten,  Aufmerksamkeit schenken, in den Mantel helfen, wissen auf welcher Seite der Herr „geht“, das gibt es doch heute gar nicht mehr, so, dachte ich. Doch so kann man sich täuschen.
Darüber unterhielt ich mich lange mit meiner Mutter am Telefon und wunderte  mich wie selbstverständlich sie dies sah. Für sie hatte dieser "Berufsbegriff" überhaupt nichts Negatives und schon gar nicht etwas Anstößiges. Für sie war er nicht neu.
Sie kannte dies eben aus ihrer Jugendzeit und ich habe wieder etwas dazu gelernt.  
      Und sind wir mal ehrlich, manchen Herren unserer Zeit würde ich es wirklich  wünschen, dass sie vom höflichen Umgang und  Benehmen der früheren und heutigen "Gigolos" etliches lernen würden.Vor allem gute Tischmanieren, und zumindest gutes Benehmen.Höflichkeit und Rücksicht.
Man mag mich nun für  „unmodern oder für rückständig“ halten, aber ich schätze solches Benehmen auch und finde die sog. Emanzipation der Frauen hat uns das irgendwie weggenommen...
doch auf einem Kreuzfahrtschiff war ich noch nicht.
Dem Begriff Gigolo, den ich überhaupt nicht mag, stehe ich nun anders gegenüber. Respektvoll.

@ Angelface.