Sonntag, 6. September 2015

Die Herbstbesucher sind da...

Geschichten die das Leben schreibt.  



Frechdachs
Für manches braucht man Beweise. Hat man keine, glaubt es einem keiner.
Man könnte es auch die Begegnung mit der dritten Art nennen.
Erstaunlich was man hier alles erlebt, rechnen muss man damit immer!
Okay – es wird HERBST da kriegen sie Hunger. Nachwuchs unterwegs? Scheinbar ja.
Noch nicht ganz 22°° klapperte und schepperte es laut am Fenster und an der Tür. Ich dachte mir noch…hm, die Katzen sind beide drinnen, sie können es nicht sein. Das Außenlicht  ging an, aus – an – aus…Stille – dann erneutes rascheln und klappern.
Klar wollte ich sehen was sich da im finsteren Dunkel vor der Tür abspielt.
Einbrecher – Räuber – Verbrecher - einer, der was- oder gar mich -  klauen will?
Nein, nicht ganz, aber halb, ein kleiner Frechdachs wollte herein.
Er blinzelte durch das Fenster, reckte sich in die Höh, wollte in das Katzenbett klettern das dem Schwarzen gehört und selbst als ich das Innenfenster öffnete und hinter der Fliegengaze leise drohte und  an ihr entlang strich ließ er sich nicht davon abhalten weiter zu schnuppern und das Näschen in meine Richtung zu recken. Ganz nah und ohne Scheu. Er patschte seine Händchen fest an die Fensterscheibe und presste gleich die Nase mit dazu.
Ganz zahm erschien er mir, er war ziemlich klein und hatte wohl bisher-  wie mir schien, Null Erfahrung mit dem Menschen. Doch er wollte partout nicht gehen, alles Klopfen - scheuchen, fortjagen durch Lärm oder Geräuschkulisse half nichts.
Da wurde es mir dann doch zu viel, Merlin knurrte schon ganz erbost innen auf seinem Katzenkratzbaum, konnte wohl nicht verstehen was der Frechdachs da draußen wollte.
Ich holte die Kamera, öffnete ganz vorsichtig und leise die Tür und Schwups war er  ganz nah da und biss  in meine Fliegenklatsche die ich ihm hinhielt um ihn davon abzuhalten dass er sich gänzlich in die Tür schlich.
Er spielte regelrecht mehrere Minuten damit, zog sie praktisch aus meinen Fingern, knabberte an der Fliegenklatsche herum als wäre sie was zum essen. War  ganz ohne die geringste Furcht mit dem Ding.
Ein paar Bilder schoss ich von ihm, vorsichtig auf Abstand gehend. Nicht viel hat gefehlt und er wäre hereingekommen, hätte ich die Tür nicht absichtlich zugehalten, wäre er drin. Er kratzte noch mehrere Male am Türrahmen, dann Abschied nehmend und verdrückte sich dann.
  Isser nicht süss der kleine Kerl und so gar nicht scheu?!!!!
aber
hätte er gebissen?
Hunger oder die Neugierde, was treibt sie in die Nähe des Menschen?

ich vermute mal, beides....
auf den Schreck brauch ich a`Glaserl Wein

© Angelface    ....Jetzt werden sie wieder zu mehreren kommen...
  Sonntagabend um 23°°.

Kommentare:

  1. Bemerkenswert... Wer hätte das gedacht?! Aber, ich denke es liegt auch daran, dass wir Menschen den Lebensraum der Tiere immer weiter einengen, so dass sie gezwungen sind uns näher zu kommen, gelt!

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  2. Ist es nicht der vom letzten Jahr?
    In Hessen gibt es viele viele Dachse, scheinbar können sie sich dort gut ausbreiten.
    Bei uns vermehren sich die Wölfe, die machen mir mehr Angst! So harmlos wie gesagt, sind sie leider nicht. Dafür sind Deine Mitbewohner niedlich, doch vielleicht hartnäckig. Schade ,dass die Aufnahmen so dunkel sind. Nächstes Mal mit Blitz wenn es geht...lach.
    Grüsse, aus dem Ossiland (Ostfrld.)

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  3. Ups,sollte mein Kommentar nicht angekommen sein??

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    1. doch KLärchen, steht doch oben drüber, es sind aber keine dachse, es sind Waschbären und dies war ein ganz kleines , ein baby, noch nicht alt, sie sehen sich alle sehr ähnlich,bzw.sind kaum auseinanderzuhalten, aber frech und süss, das sind sie und hier in Hessen mittlerweile eine Plage, wenn sie größer sind, auch eine Gefahr für Katzen...weil sie überhaupt nicht scheu und überdies sehr verfressen sind.

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  4. Angel, da ist dir das Waschbärenkind aber nahe gekommen. Ein Haustier ist es nicht aber zum Fressen niedlich. Wo ist Muttern???
    Ich habe vor einiger Zeit einer Mutter mit 2 Jungen gesehen, die waren zum Knuddeln.
    Leider fehlt der natürliche Feind und sie vermehren sich viel zu schnell. Hessen hat es wohl voll erwischt. Hat nicht der Jäger damals in Kassel das erste Pärchen ausgesetzt. Egal... wir müssen damit leben. Klebt deine Mülltonne zu ... lach ... sie werden sonst zum Dauergast...

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    1. Muttern?" keine Ahnung, sie wird wohl nicht weit weggewesen sein, soweit ich weiß sind sie ziemlich lange bei Muttern, begeben sich aber aus Neugierde schon mal etwas weiter von ihr weg. Entzückende Gesellen mit hübschem Gesicht, doch zu nahe sollte man sie nicht an sich herankommen lassen. Die Mülltonnen sollte man jedenfalls sicherheitshalber mit Steinen beschweren, sonst sind sie morgens leer.!!:))
      Mittlerweile sieht man sie schon am Tag durch die Straßen schleichen, ganz unbeschwert und im Vierfüßlergang, Kinder und Mütter, es fehlt nur noch, dass sie freundlich winken.

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  5. Ich war mir auch nicht sicher ob Frechdachs oder Waschbar...lach, war irritiert! Dann ein frecher Waschbar, sie machen sich über alles her was geniessbar ist. Grüsse zu Dir in die Nacht , klärchen

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  6. Liebe Angel,

    na du erlebst Sachen! ;o)) Wobei Waschbären in Deutschland ja nicht mehr wirklich zu den „Seltenheiten“ gehören, wie ich hier nachlesen konnte: http://www.welt.de/wissenschaft/article137663390/Deutschland-wird-zum-Land-der-Waschbaeren.html Aber schön, dass du ihn auch für uns fotografieren konntest, den kleinen frechen Kerl!

    Alles Liebe von der Traude

    ๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑

    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/09/oldtimer-rallye-2015.html

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  7. Liebe Angel,
    sie sind niedlich, trotzdem ist es nicht gut, wenn sie zu nahe bei den Menschen leben. Vermutlich fühlen sie sich sicher und kommen deshalb so nah ran und sie wittern was zu fressen.
    Herzliche Grüße am Abend und danke für deinen Besuch bei mir drüben
    Gina

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -