Donnerstag, 10. September 2015

das wird nicht der Letzte sein...



Schon wieder Besuch!

Wahrscheinlich wird einem das im 4.Stockwerk eines Hochhauses nicht so schnell passieren, denn soweit ich weiß, benutzen sie keine Aufzüge, steigen nicht gerne Treppen und mögen Marmorböden oder Asphalt nicht so gerne. Straßen sind ihre Feinde, Gras,  Erde und Höhlen ihr Zuhause.
Holz als Untergrund aber mögen sie.
So nah kommen sie einem hier, dass sie schon die Terrasse besteigen.
Eine Quizsendung gab es gestern Abend von der ich noch etwas lernen konnte. Quizsendungen sind normalerweise ja nicht so mein Ding, aber die lief gerade als ich mich setzte und so ließ ich sie an.
Ein Geräusch vor der Tür.
„  aha, der wieder?“, dachte ich mir. Aber dem war nicht so, der Gast vom Abend zuvor, schmatzte  irgendwie anders.
Als ich die Tür zur Terrasse öffnete und durch das automatisch gesteuerte Außenlicht genügend Sicht hatte, entdeckte ich den stacheligen  Buben, der seine Nase tief in das leere Katzenschälchen steckte und damit laut klapperte.
das scheint zu schmecken
Hieß das nun auch  „Hunger – oder nur Neugierde“?
Gefüttert wird bei mir, und nur dann wenn er da ist, der schwarze Kater der kein rechtes Zuhause hat und meine Örtlichkeit samt Bewohnern so mag. In Mimi ist er verschossen,  Merlin mag er auch.
An mich hat er sich insoweit gewöhnt, dass er sich kraulen und bemuttern lässt und so ist er ständiger Gast bei uns an der Tür. Mal ist er auch drin in der Wohnung  und guckt, doch meist ist er draußen – ich nenne ihn immer meinen Außenkater.
Im Moment bekommt er ein neues Winterschlafhaus vom Nachbarn gebaut, denn wenn der Herbst  weiter so Einzug hält wird er es bei der zu erwartenden Kälte bald brauchen. Vor dem Fenster mit der neuen Überdachung. Entweder drin oder draußen, ich überlasse die Entscheidung ihm.
Also der war es schon mal nicht, der mich um diese Zeit beglückte, er war nämlich noch nicht da, hatte zwar schon sein Abendessen verschnabuliert, doch ich wusste ja, einen zusätzlichen, leckeren Abendsnack verschmäht er nie, deshalb war sein Schälchen noch außen.
„Ach, wer bist denn du“? sprach ich den späten Besucher an,“ willst du jetzt auch hier wohnen“?
Der drehte mir den Rücken zu und kroch ein paar Schritte weiter wobei er das Schälchen aus seinen Pfoten ließ, dabei prustete er vor sich hin. Was sollte das heißen? Was wollte mir der große, braune, rund-stachelige Gesell damit erzählen?
 Ich nahm`s leere Katzentellerchen, ging damit ins Haus und füllte es.
Gans und Leber stand auf der 100 gr Schale die ich  in den Katzennapf füllte.
Dunkel  und ernst traf mich traf ein Blick aus  runden Knopfaugen.

Sekunden später hörte man nur noch lautes Altmännerschmatzen und innerhalb einer relativ kurzen Zeit war der Napf leer! Dass sie schnarchen wenn sie schlafen weiß ich ja,  aber dass sie beim futtern so laut schmatzen? Bisher nicht. Völlig unbefangen schaufelte er sein Tellerchen leer.
So nah kommen einem die Tiere hier, dass sie sogar an deinem gedeckten Tisch Platz nehmen und dieses Mal hatte ich vorsorglich das Blitzlicht der Kamera eingestellt um Beweisfotos zu schießen..
Werde ich demnächst jetzt auch die Rehe auf der Terrasse füttern können?

© Angelface ***   und schon wartet auf Euch die nächste Geschichte.....
sie nennt sich:
http://wokinisblog.blogspot.de/2015/09/individualisten.html 

Kommentare:

  1. Wow, das hätte ich auch gerne beobachtet - schöne Geschichte.

    Liebe Grüße - Monika

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  2. Meine Güte, wie entzückend ist das denn !
    Wie lieb, dass du so ein herrliches Mal bereitgestellt hast für deinen stacheligen Besucher :-)
    Toll, was es so alles auf dem Lande zu erleben gibt.
    ♥liche Grüße

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  3. ja, ne lustige Geschichte, nicht wahr? Ich war auch begeistert dass ich unsere Tierwelt so anziehe oder vielleicht wars doch nur das Katzenfutter? schließlich sind "Gans und Ente, Huhn mit Reis, oder Rindfleisch mit Soße" oder gar Seelachs in Aspik nicht zu verachten.Bei mir wird aufgetischt für Freund und auch "Feind" der Katzen. Sie geben gerne was ab, wie ich.
    Freut mich, wenn Euch die Geschichte gefallen hat.

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  4. Och, der kleine Kerl ist ja sueß! Beim Fressen konnte ich ihn ja nicht beobachten, aber meine Hunde haben ihn mir ins Haus getragen und da lag er dann vor mir.
    Ohne blutige Schnauze ging das nicht ab. Ich denke es geht jetzt auch wieder los und sie sind in unserem Garten,der letzte vor drei Wochen.
    Schöne Aufnahmen von Dir, der Tipp mit dem Blitz war gut, nee?
    Grüssle auch an den Igel, Klärchen

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  5. Ein Igel vor dem Haus ... ganz bezaubernd, der kleine Kerl. Was für schöne Momentaufnahmen. Es sind aber auch possierliche Tierchen.
    Der Freilandprivatzoo wird immer größer ... lächel.

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  6. Oh, liebe Angel,

    die Geschichte von dem entzückenden Igelbesuch wäre bei mir ja fast durch den Rost gefallen, gut, dass ich nochmal ein bisserl weiter runtergescrollt habe bei dir. So ein süßer Schmatzer ;o)) Wir haben ja auch mal (total winzige) Igelbabies gefunden, von denen – wie ich später auf Umwegen erfahren habe – immerhin eines gerettet werden konnte. Sonst sieht man bei uns im Garten und Umgebung nur selten Igel, genauer gesagt erst einmal…

    Danke für deine lieben Zeilen bei mir – und ich freue mich, dass du gerne sowohl vor 20 Jahren als auch im Jahr 2015 mit mir Irland im Geiste bereist. Ich blicke begeistert und immer wieder in die Vergangenheit – aber (und ich glaube, das ist das Wichtige daran) ich TRAUERE IHR NICHT NACH! Ich habe viel erlebt und es war einmal und es war schön (natürlich nicht immer superschön und ständig Friede-Freude-Eierkuchen, aber im Rückblick habe ich aus allem etwas gelernt). Und jetzt ist jetzt – ich erlebe immer noch viel und es ist immer noch schön. Möglich, dass sich der Stil und das Tempo geändert haben, ich habe mich ja auch ein bisserl verändert in den Jahren, doch wie du ebenfalls geschrieben hast „auch das ist okay und gehört in unsere lebenszeit“. Und ich schaue auch in die Zukunft – nicht mit Sorgen (bzw. WENN ich mir Sorgen mache, versuche ich sie wieder wegzudrängen) , denn die bringen sowieso nichts, sondern mit Plänen, Träumen und sortierenden Gedanken „Was wird noch machbar sein, was nicht? Welche Reisen mache ich besser bald, sonst mache ich sie nie…“ (Peru und Tibet sind z.B. solche „Kandidaten“ – beide Reisen führen in ein Hochland, wie wir es in Österreich nicht haben, das könnte von Jahr zu Jahr körperlich belastender werden – beide Reisen sind aber auch teuer, aufwendig, in Tibet kommt die politische Situation dazu … und es gibt auf jeden Fall mindestens EINE Reise, die ich gern noch vorher – sprich nächstes Jahr - machen möchte – aus purer Sehnsucht nach diesem Land …) Du siehst, mein Kopf ist immer irgendwie beim Reisen…. Und reisen ist für mich leben, erleben, lernen, genießen … :o))

    Eine schöne zweite Septemberhälfte wünsche ich dir und deinen Miezen und sonstigen Besuchern!

    Herzlichst, die Traude

    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/09/rettet-die-lachfalte-9-irland-vor-20.html

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  7. so ein lnger und ausführlicher Kommentar liebe TRaude, mich wundert dass er in die Zeilen passt, ;)) danke dir dafür. Ja, ein paar Tage nicht da, schon muss man bei mir scrollen, es gibt ja Tage da schreibt man wenig, nicht viel oder nichts, andere da fällt einem ständig was ein, so auch mir. Schön, dass du den Post noch fandest.
    Zu deiner reise die so aufregend und spannend - auch wegen der früheren Zeiten war, habe ich dich gerne begleitet (auch wenn ich weniger reiselustig bin), nein, man trauert oder weint den alten zeiten nicht nach, im gegenteil, ist froh sie erlebt zu haben, doch gäbe es diese Erinnerungen nicht, wäre manch vergangenheit schal, trist oder öde. Wann man die reisen erlebt ist aber eigentlich schnuppe ...der eine früh, der andere spät, reisen bildet sagt man, sicher stimmts...:))

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -