Vergiss es!
Du bist krank, hast ein böses Aua; du
musst zum Arzt, vergiss es, du brauchst einen Termin.
Früher, vor fühlbar unendlichen Jahren, da zwickte dich ein Zipperlein, du gingst zum Arzt und warst im Laufe des Vormittages dran. Wir hatten Ärzte für jede Krankheit, einen an jeder Ecke. Heute wie früher gibt’s den Hausarzt, das Krankenhaus, den Facharzt in der Stadt, die Notfallmedizin.
doch Notfallmedizin was ist das?
Früher, vor fühlbar unendlichen Jahren, da zwickte dich ein Zipperlein, du gingst zum Arzt und warst im Laufe des Vormittages dran. Wir hatten Ärzte für jede Krankheit, einen an jeder Ecke. Heute wie früher gibt’s den Hausarzt, das Krankenhaus, den Facharzt in der Stadt, die Notfallmedizin.
doch Notfallmedizin was ist das?
Heute in Deutschland malen sie langsam, die Mühlen der Bürokratie.
Du wachst auf, hast unsägliche Schmerzen, möchtest dass dir geholfen wird, aber danke, so einfach ist das nicht mehr. Du rufst einen Arzt aus dem Telefonbuch an, da bekommst du einen Termin.
So in ungefähr 4 – 6 Wochen da bist du dann dran.
Wenn du Pech hast, kann es natürlich auch noch längern dauern!
Ob du jetzt sofort einen Arzt brauchst das interessiert keinen, Notfälle im üblichen Sinn, wie wir sie bisher kannten, die gibt es nicht mehr. Keiner da der dir fürsorglich am Bett die Hand hält, dir sagt was du hast, die Zeiten sind lange vorbei. Oder doch – dann nur für Priviligierte, denn es gibt sie ja die - 2-Klassen Medizin, die gibt es für privatversicherte.
Da bist du immer – und gleich dran. Keine Frage. Wenn du Schmerzen hast, küssen sie dir die Füße, du bekommst leise Musik vorgespielt, "Wasser, Saft, Kaffee, was möchten sie lieber"?
Du wachst auf, kannst dich nicht mehr bewegen, der Hals, so scheint es – fällt dir beinahe vor Schmerzen von den Schultern, aber denk nicht an einen Arzt, du brauchst einen Termin. >
Du könntest nun als Notfall mit der 112 den Rettungswagen rufen, die nehmen jeden an und fahren dich schwuppdiwupp in die Klinik und da bist du, da du ja Notfall bist, gleich dran. Da fragt dich keiner vorher:“ Haben sie einen Schein - einen Termin“?
Heute in Deutschland, gehst du zum Arzt, musst du warten wie jeder andere, ein „Notfall wegen Schmerzen“ kommt nicht extra dran.
Außer vielleicht du würdest die Praxis vollbluten, dir dein Arm oder Bein halb abgesäbelt nur noch stückchenweise am Leibe hängen, dann bewegt sich vielleicht etwas und alle wachen aus ihrer Lethargie die sich Bürokratie nennt, auf, denn deine Daten sind wichtiger als du..
Du wachst auf, hast unsägliche Schmerzen, möchtest dass dir geholfen wird, aber danke, so einfach ist das nicht mehr. Du rufst einen Arzt aus dem Telefonbuch an, da bekommst du einen Termin.
So in ungefähr 4 – 6 Wochen da bist du dann dran.
Wenn du Pech hast, kann es natürlich auch noch längern dauern!
Ob du jetzt sofort einen Arzt brauchst das interessiert keinen, Notfälle im üblichen Sinn, wie wir sie bisher kannten, die gibt es nicht mehr. Keiner da der dir fürsorglich am Bett die Hand hält, dir sagt was du hast, die Zeiten sind lange vorbei. Oder doch – dann nur für Priviligierte, denn es gibt sie ja die - 2-Klassen Medizin, die gibt es für privatversicherte.
Da bist du immer – und gleich dran. Keine Frage. Wenn du Schmerzen hast, küssen sie dir die Füße, du bekommst leise Musik vorgespielt, "Wasser, Saft, Kaffee, was möchten sie lieber"?
Du wachst auf, kannst dich nicht mehr bewegen, der Hals, so scheint es – fällt dir beinahe vor Schmerzen von den Schultern, aber denk nicht an einen Arzt, du brauchst einen Termin. >
Du könntest nun als Notfall mit der 112 den Rettungswagen rufen, die nehmen jeden an und fahren dich schwuppdiwupp in die Klinik und da bist du, da du ja Notfall bist, gleich dran. Da fragt dich keiner vorher:“ Haben sie einen Schein - einen Termin“?
Heute in Deutschland, gehst du zum Arzt, musst du warten wie jeder andere, ein „Notfall wegen Schmerzen“ kommt nicht extra dran.
Außer vielleicht du würdest die Praxis vollbluten, dir dein Arm oder Bein halb abgesäbelt nur noch stückchenweise am Leibe hängen, dann bewegt sich vielleicht etwas und alle wachen aus ihrer Lethargie die sich Bürokratie nennt, auf, denn deine Daten sind wichtiger als du..
Eine Möglichkeit gäbe es noch, wenn du dich nicht mehr
bewegen kannst, keinen Ausweg mehr weißt,
dann kannst du einen Hausbesuch deines Hausarztes anfordern, der wird dann – irgendwann solltest
du vorher nicht abnibbeln, einen Schlagabfall oder Herzinfarkt haben – dich in
seiner Mittagspause oder zum Ende der Sprechstunde besuchen und dich sofort in
die Klinik einweisen oder zum Facharzt schicken so du etwas mehr als nur eine
Erkältung oder nur einen kleinen Bandscheibenvorfall oder
eingeklemmten Nerv an der Halswirbelsäule hast.
Der Facharzt wiederum vergibt Termine. Die Klinik
üblicherweise auch. Das dauert unter Umständen lang.
In der Hausarztpraxis brauchst du meist keinen Termin, aber dafür viel, viel Zeit. Zeit, die er meist nicht hat.
Irgendwann – nach Stunden des langen Wartens, bist du dann endlich dran und auch drin, da fragt dich dein Arzt sehr freundlich, “was kann ich denn für sie tun“?
Wenn du Glück hast, dann findet er auch was du hast.
Kommst du ins Labor zum Blut abnehmen, sagt dir die Laborantin, „zum Blut abnehmen hätten sie aber von 8°°- 10°° kommen müssen, heute geht das nicht mehr, kommen sie morgen früh noch einmal her“.
Da gibt es kein langes Palaver, dass du schon lange vor 8°° da warst und bis 11°° unter Schmerzen hast warten müssen, der ist das egal, so sind die Vorschriften, so ist die deutsche Bürokratie.
Vergiss bitte nicht übers Wochenende musst du die berühmt - berüchtigte neue 6-stellige Nummer wählen, da gilt der Wochenenddienst von abends um 7°° bis morgens um 6°°. Dort sitzt dann irgendwer - der gerade Dienst hat, das kann ein Haut, - Augen - Kinderarzt, oder einer mit viel Glück Arzt für Innere sein und schaut was du hast, behandelt dich oder weist dich dann in ein Krankenhaus ein, dann wenn du was hast was er nicht kennt.
Pillen und Fläschen, ein Blutdruckmesser, Stethoskop, ein fahrbares EKG und Rezepetblock ist sein Standartgepäck.
In der Hausarztpraxis brauchst du meist keinen Termin, aber dafür viel, viel Zeit. Zeit, die er meist nicht hat.
Irgendwann – nach Stunden des langen Wartens, bist du dann endlich dran und auch drin, da fragt dich dein Arzt sehr freundlich, “was kann ich denn für sie tun“?
Wenn du Glück hast, dann findet er auch was du hast.
Kommst du ins Labor zum Blut abnehmen, sagt dir die Laborantin, „zum Blut abnehmen hätten sie aber von 8°°- 10°° kommen müssen, heute geht das nicht mehr, kommen sie morgen früh noch einmal her“.
Da gibt es kein langes Palaver, dass du schon lange vor 8°° da warst und bis 11°° unter Schmerzen hast warten müssen, der ist das egal, so sind die Vorschriften, so ist die deutsche Bürokratie.
Vergiss bitte nicht übers Wochenende musst du die berühmt - berüchtigte neue 6-stellige Nummer wählen, da gilt der Wochenenddienst von abends um 7°° bis morgens um 6°°. Dort sitzt dann irgendwer - der gerade Dienst hat, das kann ein Haut, - Augen - Kinderarzt, oder einer mit viel Glück Arzt für Innere sein und schaut was du hast, behandelt dich oder weist dich dann in ein Krankenhaus ein, dann wenn du was hast was er nicht kennt.
Pillen und Fläschen, ein Blutdruckmesser, Stethoskop, ein fahrbares EKG und Rezepetblock ist sein Standartgepäck.
Doch gehst du gleich in die Klinik in der Hoffnung da bist
du gleich beim richtigen Arzt und
vielleicht ein wenig früher dran, dann
täuscht du dich gewaltig, ganz egal in
welchem Zustand du dich befindest.
Erst sitzt du dort unter vielen anderen in der Wartehalle herum, musst dir eine Nummer ziehen damit du mit deiner Überweisung oder Einweisung auch in der richtigen Abteilung angemeldet bist, …es gibt Papiere in die Hand und dann...
sagt man dir wo du hin musst und irgendwann, dann – nach weiteren Stunden des langen Wartens vor irgendeiner Tür bist du dann, beim Arzt auch dran.Zum Vor - Gespräch wohlgemerkt, nicht mehr.
Erst sitzt du dort unter vielen anderen in der Wartehalle herum, musst dir eine Nummer ziehen damit du mit deiner Überweisung oder Einweisung auch in der richtigen Abteilung angemeldet bist, …es gibt Papiere in die Hand und dann...
sagt man dir wo du hin musst und irgendwann, dann – nach weiteren Stunden des langen Wartens vor irgendeiner Tür bist du dann, beim Arzt auch dran.Zum Vor - Gespräch wohlgemerkt, nicht mehr.
So sage dir dann:
werd besser gar nicht erst richtig krank…
schon gar nicht alt oder gebrechlich
oder hab was Ernstes, pass auf dich auf…
Oder wohne so, dass immer ein passender Arzt in der Nähe ist; einer der Augen hat um zu sehen und Ohren um zu hören.
Sollte er nicht zu überlastet sein, bist auch du dann, irgendwann mal dran.
werd besser gar nicht erst richtig krank…
schon gar nicht alt oder gebrechlich
oder hab was Ernstes, pass auf dich auf…
Oder wohne so, dass immer ein passender Arzt in der Nähe ist; einer der Augen hat um zu sehen und Ohren um zu hören.
Sollte er nicht zu überlastet sein, bist auch du dann, irgendwann mal dran.
Ich würd lieber Katze sein, da würde ich dann gemütlich und
sicher vom Frauchen im Auto
transportiert und kutschiert werden und die Formalitäten, über das was mit mir geschieht, die hätte sie
schon vorher für mich gemacht.
Obs auf dem Mond auch nen Arzt gibt?
das wissen natürlich nur die wenigsten.
das wissen natürlich nur die wenigsten.
II.Teil
Doch Halt, das ist es nicht gewesen, du irrst dich wenn du
das glaubst. Dies waren nur das Vorgeplänkel, die Aufklärung, das Gespräch
darüber, was passieren soll.
Sollte eine Auftragsleistung - sprich ein kleiner Eingriff oder ähnliches nötig werden, dann läuft der
bürokratische Sermon ganz anders ab. Dann nämlich brauchst du einen Überweisungsschein deines Hausarztes zum Facharzt für Innere
beispielsweise, der wiederum stellt dir – auch, ohne dich zu sehen eine Überweisung für die Auftragsleistung, sprich
Abklärung deiner unklaren Beschwerden aus und damit gehst du dann 2 Tage
vor dem eingetragenen Termin in die Klinik
und machst dir einen Termin zur stationären Aufnahme, selbstverständlich hast du den Einweisungsschein zusätzlich dabei. Mit der ÜW wird dann der
Test zur Keimbestimmung gemacht ohne dessen Ergebnis du nicht
aufgenommen werden wirst.
(es will sich schließlich keiner bei dir anstecken)
Vergiss nicht die vielfältigen Formulare auszufüllen, die du in die Hand gedrückt bekommt, das können durchaus mehrere sein, und es wird einige Stunden dauern bis du alles verstanden und ausgefüllt hast. Eine für die Einwilligung dass du alles verstanden hast, eine für eine Narkose, eine für die Nachblutungen bei einem Eingriff und eine für die eventuellen Nebenwirkungen die zu erwarten sind. Pack
dir vorher zuhause einen Zettel ein, auf dem all deine Medikamente stehen, auch was du früher welche OP du WANN hattest, ob du lockere Zähne oder eine Brücke hast, denn das wollen sie von dir alles vorher wissen.
(es will sich schließlich keiner bei dir anstecken)
Vergiss nicht die vielfältigen Formulare auszufüllen, die du in die Hand gedrückt bekommt, das können durchaus mehrere sein, und es wird einige Stunden dauern bis du alles verstanden und ausgefüllt hast. Eine für die Einwilligung dass du alles verstanden hast, eine für eine Narkose, eine für die Nachblutungen bei einem Eingriff und eine für die eventuellen Nebenwirkungen die zu erwarten sind. Pack
dir vorher zuhause einen Zettel ein, auf dem all deine Medikamente stehen, auch was du früher welche OP du WANN hattest, ob du lockere Zähne oder eine Brücke hast, denn das wollen sie von dir alles vorher wissen.
Dann erst darfst du kommen und bekommst ein feines Bettchen auf einer Station und es
kann mit den Untersuchungen losgehen. So und nicht anders sieht es in Hessen
aus.
© Angelface
ob das wohl in anderen Bundesländern trotz digitalem Zeitalter auch so bürokratisch umständlich ist?
was steht eigentlich alles auf der neuen Gesundheitskarte der Krankenkasse die sie dir neu umgestellt zur Verfügung stellt? Angeblich doch alles was wichtig über den Patienten zu wissen ist.
Sind wir bei all den vielen Fragen zur Sache an sich, doch nicht im Krankenhauswesen total gläsern oder warum findet alles doppelt statt?
was steht eigentlich alles auf der neuen Gesundheitskarte der Krankenkasse die sie dir neu umgestellt zur Verfügung stellt? Angeblich doch alles was wichtig über den Patienten zu wissen ist.
Sind wir bei all den vielen Fragen zur Sache an sich, doch nicht im Krankenhauswesen total gläsern oder warum findet alles doppelt statt?

