Mittwoch, 27. November 2019

Artgerechtes Leben für alle?….


Artgerechtes Leben…. was heißt das überhaupt?
Dass jeder so leben kann wie er es möchte und er sich wohlfühlt oder dass andere über sein Leben mit/bestimmen? Das gilt wohl sowohl für den Mensch als auch für  das Tier.
      *ich bin Tierfreund und möchte nicht dafür verantwortlich sein wenn Tiere ihr Leben lassen müssen, obwohl das natürlich auch so ist, denn ich bin zwar leider immer noch kein überzeugter Veganer oder Vegetarier weil wir ja im Grunde Allesfresser wie viele Tiere sind -  vermeide aber zu viel Fleisch zu essen und wenn etwas fleischiges auf den Tisch kommt,  dann nur vom Biobauern, bei  dem ich darauf vertraue,  dass er seine Tiere artgerecht und gut  hält.
  Ich sehe lieber 🐂 Kühe und Rinder 🐃 - auch die 🐎 Pferde - möglichst das ganze Jahr auf der Weide, bin dafür die Kälber so lange wie möglich   bei der Mutter zu  lassen und dass ich keine Eier  aus der Massentierhaltung esse sondern nur  zum Bauern gehe um mir von freilebenden Hühnern ein Ei zu kaufen, versteht sich von selbst.
      Was die Mäuse im Garten angeht, die Salamander, Spinnen  und Vögel, die Eichhörnchen, die Igel, Maulwürfe  und anderes Getier lebt bei mir gerne und ausgiebig  ein freies und unbeschwertes Leben wie ich.
        Man muss nicht, darf aber den Garten umgraben, die Früchte der Ernte des selbstgepflanzten einfahren, Leben unter und über der Erde respektiere ich.
Was ich nicht in Massen im Garten mag wie schleimige Schneckenkinder, die entsorge ich liebevoll fürsorglich ein paar Straßen weiter tief im Wald in der Hoffnung,  dass sie nicht zu mir zurückfinden. Gift im Garten gibt’s bei mir nicht, schon gar nicht weil ich ja Katzen halte.
                     Als ich vom Krankenhausaufenthalt heimkam, hatte ich den Eindruck, nicht nur die Katzen wohnen hier sondern ich habe einen netten “ 🐭🐀Mitbewohner, der vier statt zwei Beinchen hat!“
Abends raschelte es nach wenigen Tagen der Heimkehr  verdächtig, knisterte wo es eigentlich nichts zu  knistern gab.
Ein paar Dosendeckel aus Plastik oben auf der Küchenfensterbank  waren angefressen und ich sagte, dachte, sprach es laut aus: „ wupps, -  ne Maus, wo kommt die her?“!
          Normalerweise halten sich die Mäuschen ja im Garten auf, gruppieren sich unter den Hecken und Büschen, unter und über der Erde, werden auch schon mal von den Katzen nach Hause gebracht, aber direkt im Haus? Geht gar nicht. Die haben gefälligst außerhalb zu bleiben und wenn,  dienen sie den Katzen  „ leider als  Beute und  Spielzeug“ – weil sie Straßenräuber sind, sowie als Zwischenmalzeit, wenn sie mal Lust auf Frischfleisch haben.
                  Der Nachbar hatte sich auch schon beschwert und stellte Fallen auf.
Der ist aber auch nicht regelmäßig da sondern kommt nur alle paar Wochen zum " gemütlichen wochenendwohnen",  da ist es nur zu verständlich,  dass die kleinen Nager im Herbst und Winter einen warmen trockenen Unterschlupf suchen wo sie nicht gestört werden. Außerdem , jeder weiß, sie lieben  Knabberzeugs.
Das gilt ja auch für die Waschbären die durch die kalten Kamine schlüpfen, für die vielen Spinnen  die sich ans rauhe Holz setzen und auch für die Grille die sich im Haus ein Plätzchen über den Winter gesucht hat. All die gibt’s bei mir nicht weil ich das Haus ganzjährig bewohne, da bleibt solch Getier gerne draußen und wir drin.
                Nun war ich längere Zeit weg und die Katzen jagen vorwiegend außen, denn alles was im Haus ist, gehört auch für sie  zum Haushalt, das habe ich schon oftmals  bemerkt, denn sie rühren anderes Getier nicht an, sei es ein Schmetterling und egal auch ne Maus, außer sie bringen sie selbst herein..
Sollten sie mal wirklich eine laufen lassen, dann sind sie daran gewöhnt dass ich sie  wie die vielen Schmetterlinge die sich an die Fensterscheiben verirren - im Becher einfange und wieder nach außen setze…dann steht groß über der Tat: „  und hohnlachend sauste sie davon um sich ein anderes Versteck zu suchen“hahaha...!
             Ich legte mich abends in der einbrechenden Dunkelheit  bei kleinem Licht in der Küche auf die Lauer, horchte, guckte und prompt sah ich das Mäusemädchen die sich auf einer der gläsernen Vorrat dosen auf dem Küchenbrett gemütlich auf seine Hinterbeinchen streckte und sorgfältig sein Schnäuzchen putzte.
 Was hatte sie hier noch gefunden und verspeist?
            Natürlich hatte sie sich fast  durch den Deckel geknabbert, ein paar alte Kekse gefunden und diese von oben nach unten  bis fast zum Boden  weg  schnabulliert. Sie sah mich und ich schwöre – sie guckte mich fast spöttisch an und machte sich flink vom Hocker. Na, beißen lasse ich mich nicht – dachte ich mir noch, das ist wohl klar. Ich ließ sie verschwinden, dachte mir was anderes aus!
              N e i n , -  n e i n – so geht’s nicht, so haben wir nicht gewettet, wetterte ich mit den Katzen, warum fangt ihr sie nicht und setzte den faulen Kater direkt auf das Fensterbrett. Der guckte nur schläfrig und ließ das Mäuschen an sich vorbeisausen das in Windeseile  hinter  einer der Deckplatten der Küchenrückwand auf Nimmerwiedersehen  verschwand. Hörte ich da ein spöttisches Lachen?
              Eine Schlagfalle von der Nachbarin hatte ich bekommen weil sie sich nicht vorstellen konnte dass ich zur Rettung des Mäuschens aufblies „  Ich schlag doch der Maus nicht mit so einer Mörderfalle den Kopf ab und muss dann die Leiche entsorgen“ sagte ich nach 1 Tag abwarten  zu ihr und bestellte eine Lebendfalle im Internet, die auch 2 Tage später prompt eintraf.

    
Eine schöne Sache wenn sie funktioniert, dachte ich und legte als Köder ein Stück Käse ein, hielt Schokoladenstückchen bereit und wartete dass es knallte was  ja nur  heißen konnte dass die „Drehtür „ zugefallen war und das Mäuschen in der Falle gefangen hielt.

Am nächsten Morgen war der Käse weg und die Falle leer!. Was für ein superschnelles, taktisch  kluges Mäuschen. Es hatte mich durchschaut, die Falle auch – und hat sich geschickt so durchgeschlängelt dass sie den Mechanismus nicht auslöste aber dennoch satt wurde.
Was jetzt, hoffentlich ist sie nicht geschwängert und kriegt kleine  Mäusekinder? Der Blick ins Mausauge sagte mir nämlich, dass sie ein Mädchen ist, denn nur Mädels sind so schlau.
             Stunden und eine Nacht später am nächsten Morgen rappelte es...und siehe da - mit ein wenig Geduld geht alles...der viele Käse hat wohl das 🐀 Bäuchlein gefüllt und sie wurde schwerer..."
 F o r t s e t z u n g, denn die Geschichte soll ja auch ein Ende haben, wie jede gute Geschichte, sonst wäre sie nicht vollständig............*🐭🐭🐭 *
damit ist sie  in die Falle gegangen...🐀.* und es ist ihr nix passiert!
ob wohl noch ein Gefährte im Hintergrund lauert und auch rein will?
tatsächlich - eine Nacht später saß noch eine drin,
eine senffarbene, die gar nicht mehr aus dem Häuschen wollte!

Ein Mäusenest - hoffentlich nicht - ich werde es beobachten auf jeden Fall hat sich der Kauf wohl gelohnt und ich darf mich nun 
"staatlich geprüfte Mausfängerin" -  mit einem glücklichen Händchen nennen
 Selbstverständlich und im Grunde hatte ich nicht daran gezweifelt war das noch längst nicht alles!:::
 Number Three lag auf der Lauer und hatte ebenfalls Hunger weil es süße Datteln zum Abendbrot gab,,,," was tut man nicht alles für seine Mitbewohner"!
siehe hier:  Madam III war nämlich auch schon da.zum knistern, denn wo eine oder zwei sind, sinds noch mehr!!! Nummer IV verschwand erleichtert im Gras....


Eine Episode aus dem Alltag © Angelface
 eine andere Geschichte die von Mäusen erzählt gibt es hier..
sie ist aus der eu...
http://www.angelface.homepage.eu/motten_oder_maeuse_57693712.html

Donnerstag, 21. November 2019

sehr früh am Morgen...@ Angelface


Bildspielereien...*💥
 Morgens um sechs während die Nacht  im Morgengrau  leise verglüht, bin ich schon längst wach.
Wenn  der Kaffee durch die Maschine läuft und fröhlich vor sich hin gluckert, ich schon auf Zunge und Gaumen spüren kann wie er mir warme Köstlichkeit schenkt, denke ich – wo ist die Zeit des Vorlesens und der Märchen, der Spiele und des Zusammensitzens vielleicht  bei einer Tasse Tee mit Rum oder Glühwein   geblieben…?
Haben wir nicht schon vorweihnachtliche Zeit,  Zeit für Gemütlichkeit im stillen Zimmer? - Zeit des  bunten  Herbstes und der Stürme vor dem Fenster? Zeit für  die Stille  und brennende  Kerzen?
Für mich nicht verschwunden unter dem  melodischen Kling  - Plong des Smartphone`s, den Geräuschen des hektisch umtriebigen Alltags, sowie  all der Ansprüche die deutlich sichtbar eingepackt schon  jetzt angehäuft  in Schubladen und Schränken liegen.
             Dorthin ein Briefumschlag, dahin  eine Postkarte – Hauptsache man hat an jeden gedacht, denn wer nichts bekommt, denkt, er wird nicht geliebt, beglitzert  unterm Bäumchen  und bedacht.
     Wie wär`s mit nur einem lieben Lächeln  und Gedanken im weißen Schneegestöber  zur Heiligen Nacht?
Der Vogel vor dem Fenster singt sein Morgenlied und ich  denke, wie ist es doch schade,  dass uns so viel an Schönem fehlt, weil wir  einfach vergessen haben, wie leicht es ist sich zu freuen.

                © Angelface

Samstag, 16. November 2019

Mag ich die Zeit – oder mag ich sie nicht…


Mag ich die Zeit – oder mag ich sie nicht…
oder mag ich vielleicht mich noch nicht?

oder das was ich seh? denn



 Nebelschwaden durchziehen dicht und nass
 Wälder und Felder, legen sich ins Gebüsch
  lecken mit gierigen Zungen und Gebiss  aus ihnen  hervor
Ein kleiner Spatz hüpft zitternd durchs Geäst
er möchte singen, doch bringt keinen Ton hervor
Er plustert sich auf um sich zu erwärmen
Kriecht und hüpft rein und raus in die Futterstelle
die Wärme und Nahrung ihm  bringt
Ein kleiner Igel  versteckt sich im Gestrüpp
schnupft einmal auf und rollt sich zur Schnecke
Nun sieht man in den Gärten wer an die Tiere gedacht
ihnen Platz und  Nahrung  verschafft
wir kuscheln uns ein in die warmen Decken
Bereit auch uns vor der Kälte zu verstecken
Vater Frost, er meldet sich an
Ich seh`s,
trotz letztem Blühstand
 langsam  der Winter beginnt.
                               
               © Angelface

Donnerstag, 14. November 2019

der Donner bringts oft an den Tag



 wenn man es wirklich
wissen möcht
muss man den Frosch vielleicht küssen...

Ich hab geträumt
*‘ und hab gedacht
Wie wichtig man sich
Doch manches Mal macht
So lange man an einen denkt
ist er noch da
Und in all den Gedanken
Greif zum Hörer
Und ruf an
es tut doch nur
Einen Moment lang weh
Aber du weißt damit
Es gibt ihn noch
Er ist noch  längst nicht ade…

-           Morgengedanken  -  @ Angelface

Mittwoch, 6. November 2019

Was ändert sich – alles oder nichts nach einer HCM?


Was ändert sich – alles oder nichts ?
durch eine Herzmuskelerkrankung die sich HCM nennt.
Siehe Link am Ende des Post`s.
Er führt zur Aufklärung der Krankheit.
 die HOCM
was ist das -  was  es bedeutet eine

Hypertrophe Kardiomyopathie zu haben

sie gehört zu den seltenen Herzerkrankungen, wodurch eine Diagnosestellung bei einer Vielzahl von Betroffenen nicht nur mit einer unzähligen Anzahl Arztbesuche einhergeht, sondern ebenso mit einem längeren Zeitraum von Ungewissheit. Umso wichtiger wird es für uns, die Gesellschaft für diese Erkrankung zu sensibilisieren und Betroffenen die Möglichkeit zu geben mit dieser Diagnose und ihren Symptomen nicht alleine zu sein.
Im Moment gibt es 160.000  Betroffene in Deutschland Und erst seit 23 Jahren die Aufklärung dazu was sie bedeutet und welche Folgen sie hat.
 aus der HOCM Deutschland eV. 
/ Zitate/

Hypertrophe Kardiomyopathie

Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine seltene angeborene, vererbte Erkrankung des Herzmuskels. Sie ist durch eine Verdickung der Muskulatur in mindestens einem Wandabschnitt der linken Herzkammer charakterisiert, die nicht Folge einer Druckbelastung des Herzens z.B. durch eine Bluthochdruck­erkrankung oder einen Herzklappen­fehler ist. Die HCM wird unterschieden in eine obstruktive (HOCM), die in ca. 70% der Fälle auftritt, und in eine nicht-obstruktive Form (HNCM). Mit der richtigen Therapie ist eine normale Lebens­erwartung durchaus möglich.

In der Hälfte aller Fälle besteht eine familiäre Disposition, anderenfalls nimmt man eine spontane Neumutation, die sog. „de novo“ Mutation, an. Das klinische Erscheinungs­bild von HCM ist sehr vielschichtig und reicht von unauffälligen Verläufen über eine hochgradige Herzschwäche mit systolischen und/oder diastolischen Funktions­störungen bis hin zum plötzlichen Herztod. Neben der Herzschwäche sind schwere ventrikuläre Herzrhythmus­störungen, auch unabhängig von körperlichen Belastungen, ein weiteres ernst­zunehmendes klinisches Problem. Häufig zu beobachtende Symptome der HCM sind u. a. Atemnot bei normaler Belastung, Enge-Gefühl in der Brust, Schwindel, Herzklopfen und gelegentliche Bewusst­losigkeit.
 weiterlesen im Link


Typische Anzeichen der HOCM sind:

  • Kurzatmigkeit, Atemnot (Dyspnoe)
  • Allgemeine Schwäche
  • Brustenge (Angina pectoris)
  • Herzklopfen (Palpitationen)
  • Schwindel (Präsynkope)
  • Bewusstlosigkeit (Synkope)
  • doch diese müssen nicht zwingend auftreten, manchmal hat mandiese Krankheit  auch völlig ohne erkennbare Symptome.
was sich danach ändert wenn man die Diagnose erhält und danach operiert / =  ablatiert wird ..?
 man muss sich informieren, -

 zu viel mehr lesen raffe ich mich zur Zt. eh nicht auf, wenn der endlos lange Tag noch vor mir liegt, einer, an dem ich mich endlich  nicht nur innerlich bewege.
Morgens schon frage ich mich: womit fange ich an, ...?
Ich muss mir Zeit  und alles was ich erlebe  und danach lese -  was mir alles hätte passieren können - wenn ich nicht gehandelt hätte - sacken lassen.
Die Diagnose -   du hast eine HOCM  - die niemand während 3er Herzkathederuntersuchungen im KH gefunden hat -  hat mich überfallen wie ein Dieb in der Nacht.
 Ich wußte nicht, dass er kommt und sich einnistet und bleibt wenn man nichts gegen ihn  macht..
 Wähnte ich mich doch bisher leichtfertig sicher vor Herzattacken, oder  einer Herzerkrankung denn ich hatte außer ein " bißchen" Luftnot ab und zu - weiter keinerlei Beschwerden während meine Mutter und mein älterer Bruder schwere Verläufe einer Herzkrankheit schon seit Jahren haben
 auch die Großmutter litt daran.
ja man denkt anders über den Tod nach
nicht wenn man 30 ist vielleicht - aber spätestens ab
50 sollte es wenigstens einmal sein - allein schon, um

auch für andere - " vorzusorgen" - damit sie nicht im Chaos versinken -
obwohl sich das viele nicht vorstellen können.

 ich denke, es ist für andere eventuell Betroffene hilfreich  wenn man darüber aufklärt, denn die Krankheit ist schwer zu diagnostizieren und viele unerklärliche Herztode haben die HOCM als Ursache gehabt.
Aufklärung:
Was ist eine Hypertrophe Kardiomyopathie?
Der Hypertrophen Kardiomyopathie (HCM) liegt eine genetisch bedingte und vererbbare Erkrankung des  unnatürlich verdickten Herzmuskels zugrunde.
Etwa 1 von 500 Patienten erkranken daran. Auch Jugendliche - die Krankheit  ist altersunabhängig und kann jeden treffen.
  Meine Gedanken dazu:
 Normalität ist gut, auf Normalität ist Verlass.Normalität möchte jeder.
Irgendwie schafft normales  Leben ein  unaufgeregtes Leben.
 Hat man Sicherheit, hinterfragt  man nichts, - darin kann man sich  sicher fühlen, auch wenn viele sagen: was ist heutzutage eigentlich noch sicher?

Unsere uns selbst  beschützenden Mauern sind so was von brüchig,  genauso könnte ich sagen:
Wann hab ich eigentlich was ganz normales in den letzten schwierigen Wochen getan, über was ganz normales geschrieben und etwas erzählt.?
So, leicht und locker flockig, ohne Hintergedanken, ohne etwas zu beabsichtigen,  jemanden über etwas zu informieren, oder nur einen Schwank, eine Geschichte erzählen, wie ich es so gerne mache. Unbeschwert  und nicht nachdenklich sein?
….  am 8.Oktober aha….so  lange ist das nun schon her und nun hat meine Welt etliche neue Kanten und Ecken, aber auch dicke fette Löcher zum neu stopfen , - die sie vorher nicht hatte..
      Nicht zu fassen, was seit diesem Datum alles passiert ist und einem das gesamte Leben so  unfassbar umkrempelt.
Das, würde ich behaupten, erscheint mir schon sehr verwirrend, sortierungswürdig  und nicht nur neu zu sein.
Bei  anderen glaubt man nicht, wenn man es hört, -  wenn sich Leben schnell ändert.
Auch bei sich selbst erscheint vieles undenkbar.
Ich denke, viele von uns sind einfach zu unbeschwert,leicht und sorglos lebend, auch oft gedankenlos, zu unüberlegt, vielleicht sogar leichtsinnig  und meinen -  IHNEN könne nie etwas passieren - gar, ihr Leben verliefe in geregelten und geordneten überschaubaren Bahnen, ....
wenn es dann doch nicht so ist, kommt dann  das  große Wehklagen.?
                 Oft ist es doch so, - ein Windhauch von links aus einer Ecke die man nicht kennt, und die Welt fällt um.
Wer rückt sie dann eigentlich  wieder gerade – schafft man es selber?
                Nun denn, zumindest sitze ich, zumindest äußerlich  fast unbeschadet, nicht einen Kopp kürzer oder mit einem zusätzlichen Klumpfuß  ausgestattet ☺auf meinem gewohnten Schreibtischstuhl, schaue  aus dem Balkonfenster hinaus in Wald, Wiese und Garten, begucke mir die mittlerweile fast abgeblätterten Bäume, und denke wie gewohnt, - sehe nach wie vor -  bunte Farben auf dem Rasen auf den Stühlen die ich frisch gestrichen hatte  und würde ich  das Fenster öffnen, könnt ich sogar  den Wind an der Nase  entlang spüren.
mein neuer Kamerad der Herzschrittmacher namens Madeleine  sitzt gemütlich unter der Haut  unter meinem Schlüsselbein und macht mir keine Sorgen, ich denke,  ohne  " Sie" - hätte ich bedeutend mehr.

Es geht mir also weitaus besser als erwartet und ganz anders als in  all meinen letzten Träumen...
dort in der tiefen dunklen Nacht  hatte ich nämlich längst schon, -  nicht nur einmal den " Löffel" abgegeben!

Tot ist nicht gleich tot! Viele lassen sich vermeiden …
Wie viel Herztote gibt es in Deutschland oder auf der ganzen Welt weil man nicht rechtzeitig erkannte woran sie wirklich erkrankten?

So mancher frühe – nicht gleich erklärbare Herztod müsste nicht sein wenn Hilfe oder rechtzeitige Erkenntnisse dagewesen wären...

wenn es Behandlungsmethoden gibt weil es nur eine Herzschwäche /eine Insuffiziuenz 1: oder II.Grades ist, muss man nicht daran sterben wenn der da oben beschließt: „ du bist noch lange nicht dran.“

Meine Mütter wurde trotz jahrelang gelebten hohen Blutdrucks immerhin 96 Jahre alt und war lange fit als sie  noch nicht im Heim lebte, - bis sie nichts mehr sah, - obwohl sie austherapiert war wie es ihr die Ärzte sagten. So geht es auch vielen anderen die ein „ schwaches Herz“ haben.

Sie war erblich vorbelastet und gab es an ihre Kinder weiter.. ohne es zu sagen weil sie es wahrschenlich selbst nicht wusste.
Sie schlief friedlich ein...

das wünscht sich jeder, doch wenn man dran ist, ist man halt dran und andere sagen, und geben sich mit dem Satz zufrieden :
„ Er-sie – es – hat ihr Leben gut gelebt was ja auch ab einem gewissen Alter auch richtig ist...

Erst die Großmütter – dann die Mütter und dann erst die Kinder solte die natürliche Reihenfolge sein.

Und doch sollte an unbehandelten Krankheiten  keiner früh versterben.
Die heutige Wissenschaft sorgt schon dafür dass vieles was früher undenkbar erschien – heute durchaus möglich ist.

„ Ein langes Leben in Gesundheit und mit wenigen Blessuren außer den normalen Abnutzungserscheinungen wie ein wenig Arthrose, Folgeerscheinungen früherer Operationen oder Brüchen – zu spät erkannter Diabethes – Krebserkrankungen..und selbst die überlebt so manch einer jahrelang – Vorsorgeuntersuchungen bei einer bestimmten Verdachtsdiagnose helfen eine Krankheit früh zu erkennen und zu behandeln.

Wer nicht zum Arzt geht hat letztendlich selber schuld wenn ihm nicht geholfen wird.
Dafür ist unser Gesundheitssystem so schlecht es auch manchmal ist – schließlich da.

*

                 Das Leben ist komisch, es macht nachdenklich wenn es einem  urplötzlich anders oder schneller  zwischen den Fingern verrinnt und man anscheinend  nichts gescheites mit ihm anfangen kann weil man verlernt hat wie Leben geht..
sondern irgendwie im Sog des Alltags nur konsumiert was einem vorgesetzt wird, -  obwohl man das eigentlich gar nicht will und man sich ständig fast vergeblich  dagegen wehrt.
                Erst wenn das Leben einem extrem gefährdet erscheint, beginnt man anders darüber nachzudenken und setzt neu andere Prioritäten fest.
Genau das tue ich zurzeit.
Denn ich bin operiert: und damit gibt es einen denkwürdigen enorm wichtigen Tag in meinem Leben mehr.
der 30. Oktober 2019 wird mein 2.Geburtstag.
 Denn Dank ihr habe ich die AV-Blockierung am 5. Tag der Ablation überlebt.
im Jetzt gilt es  erneut:
Unwichtiges aussortieren, wichtiges festigen. Wie schon oft in meinem Leben, dennoch sammelt sich immer wieder Unnötiges unnützes   an.
Welches Gesicht dieses hat, ist eigentlich völlig unerheblich, es ist einfach noch zu viel da was man nicht braucht. .
Die Frage bleibt wichtig, was ist mir wichtig, warum ist es mir wichtig, was lege ich an altem ab was mir weniger als nichts bedeutet.
Eigentlich habe ich das immer schon mein Leben lang getan, zumindest seitdem ich schreibe, aber anscheinend doch nicht genügend, nicht konkret, nicht sorgfältig genug aufgepasst.
Hab mich gehen lassen, geschludert, vernachlässigt, - vielleicht auch nicht auf mich selbst aufgepasst, das sollte nicht sein.
Warum hab ich Dinge getan, die mir geschadet haben, Menschen an meiner Seite zugelassen, die mich schwächten oder ausnutzten, zu viel Rücksichten genommen,
das Maul gehalten statt laut zu werden und zu sagen was ich meine.
Warum hab ich nicht geschrien als meine Stimme noch stark und kräftig war.
Das soll sich – ab sofort ändern.
Die Zeit die noch vor mir liegt ist  kostbar genug.
Ich sollte sie um ihrer selbst willen schätzen und nicht nur, weil sie da ist.
Aufbruch bedeutet, mit Gewohnheiten brechen, morgen fange ich damit an, bzw. habe ich es schon getan.

Guten Morgen lieber Mittwoch,  fühl dich wohl heute bei mir und  ich seh` mir die Welt  nun stellenweise  mit  ganz anderen Augen  an…
 denn nur Wissen gibt Sicherheit.                           
 
 am meisten belastet es mich, dass ich diese Erbkrankheit vielleicht ohne es zu wissen -
weitergegeben habe,  denn man kann daran ohne Weiteres 
und zudem - ganz schnell sterben!...
danach weiß keiner warum.
 
           © Angelface