Sonntag, 24. Januar 2016

seid Raucher oder Nichtraucher - aber habt euch lieb.?

ein Thema bei dem sich viele Gemüter " etwas streiten"!
Geschichten von gestern und heute.

1984 - 1990
danach war ich lange kein Raucher mehr.
Alte Geschichten aus dem Handgelenk heraus.


Raucher und ihre Geschichten
Als ich noch schön und unbedacht vor mich die Zigarette hinhauchte war alles noch kein Thema denn ER rauchte ja auch, und machte sich weitaus weniger Gedanken darüber als ich.
Ich versuchte es einzudämmen , nur noch zu bestimmten Zeiten zu rauchen, auf dem Balkon, während er innen qualmte wie eine Esse, wurde ich Gelegenheit)s ®Haucher, nur noch in Gesellschaft, mal nach dem Essen, dann -  wenn es „schmeckte“. Ich war in Hessen angekommen, arbeitete fast 13 Stunden am Tag wenn man die Zeiten die man braucht um zur Arbeitststelle zu kommen, noch mit dazuzählt, so war die Zigarette danach immer willkommen.
Nikotin kann schließlich auch ein Rauschmittel sein, etwas zum angeblichen entspannen und runterzukommen, vom Stress der Arbeit, von der täglichen Hetze und Eile.
Ich wusste genau, ich war schwach und meine Entscheidung aufzuhören nur halbherzig.
Er qualmte, die Besucher qualmten, keinen störte der Rauch, nur die Nichtraucher machten Zicken.
Als sich einer unserer Besucher zum absoluten Nichtraucher und Meckerer entwickelte machte es bald keinen Spaß mehr sich überhaupt noch eine in seiner Gegenwart anzuzünden. Es führte zu Diskussionen ohne Ende und bald war er im Raucherquintett kein gern gesehener Besucher mehr.
Gesundheitspostel nannten wir ihn, denn vom normalen Esser wurde er immer mehr zum Körnerfresser und versuchte in seiner Meckerei was wir alle ungesund äßen uns davon zu überzeugen, dass sein Essen – kein Fleisch, nix mehr aus der Dose,  wenig gekochtes, möglichst nur rares  Feines und Frisches  aus dem besonderen Laden oder aus dem Reformhaus nur noch vom Biobauern oder vom ausgesuchten Metzger, der seine Tiere durch Schmeichelei und Streicheln vom Leben zum Tode brachte, all das schien uns recht unwirklichkeitsnah  und vor allen Dingen viel zu teuer zu sein. Andererseits was so gar nicht dazu passte:
Seine Kasteiung war wie ein Leben im Kloster, nichts durfte mehr Spaß und Freude und schon gar kein Vergnügen mehr machen. Auch anderen gönnte er sie nicht. Er sonderte sich immer mehr ab und wurde zum Einsiedler der keinen anderen mehr mochte. Uns machte die Qualmerei längst keine Freude mehr, er hatte sie uns tüchtig verdorben und wir dachten um. Immer mehr wurden zum Nichtraucher und soll ich Euch sagen, die  harmonischen Gesellschaften drifteten auseinander.
Es gab nun noch die – die rauchten und die, die es störte und die lauthals dagegen wetterten.
Überall im Fernsehen wurde gemeldet, dass Kneipen geschlossen werden müssten weil die Gäste ausblieben die gerne rauchten. Auf der Straße vor dem Lokal rauchen kam überhaupt nicht in Frage. Denn das kam aus Amerika. Da wo Grüppchen von  unbelehrbaren  Rauchern  mitten im Regen und bei eiskaltem Wetter frierend herumstanden und sich aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen fühlten. Das war doch kein Leben für einen passionierten Raucher. Da schmeckt ja keinem eine Zigarette mehr.
Doch  andererseits  verstand keiner – wenn schon nicht rauchen weil es gesundheitsschädigend ist -  warum die Politik nicht eingriff und entsprechende Gesetze verabschiedete, ja mehr und - im Gegenteil - mit der  Wirtschaft die daran verdient weiterhin gute Geschäfte machte. Das ist doch mit zweierlei  Maas gemessen.
Der Verbraucher sollte selbst autark entscheiden ob er raucht und sich freiwillig seine Gesundheit ruiniert, oder ob er auf seine Gesundheit und auf ein langes Leben achtet. Allenfalls war sie bereit auf die Zigarettenschachtel einen entsprechenden Hinweis zu schreiben “rauchen führt irgendwann unweigerlich zum Tode weil sie die Gefäße verengt“!.
Endlose Diskussionen entstanden – jeder wusste was er tat, und doch wollte sich keiner was von oben oder durch Freunde verbieten oder vergällen lassen:
Aber es hatte Früchte getragen, die Diskussionen, der eigene Qualm im Gesicht,die Klamotten die stanken, man vertrug es nicht mehr,  mein Freund hörte auf, von einem zum anderen Tag und ich wurde zum heimlichen Raucher.
Schnell mal eine um die Ecke beim abendlichen Spaziergang, nie mehr in der Wohnung, denn wer will schon das missbilligende Gesicht sehen wenn du dir mal eine anzündest, sie wurde zum Zündstoff der Gespräche bis wir uns trennten.Danach hatte ich noch einige Freunde ich war jung, es gab vorwiegend Nichtraucher in meinem Bekanntenkreis, keiner ahnte dass ich überhaupt rauchte weil ich Rücksicht nahm und in deren Gegenwart eben nicht rauchte, nur dann, wenn ich alleine nach Hause ging. Irgendwann hörte ich freiwillig damit auf, es gab niemanden mehr den es störte, niemanden der meckerte, es machte mir wenig Freude, schmeckte nicht mehr, störte nur mich immer mehr.
Was lernen wir aus der Geschichte? Rauchen  ist schädlich, deshalb rauchen wir nicht mehr.
Oder wir verlieren Partner und Freunde weil wir nicht verzichten und uns anpassen wollen.
Oder wir haben eigene Einsichten und verzichten gerne auf die Sucht und wenden uns besser dem Süßen, dem fetten  Essen  und der Schokolade zu und verstopfen uns lieber damit die Gefäße, der Leser kann es sich aussuchen – warum man sich zum nichtrauchen entscheidet – weshalb – und wozu.
im Übrigen, die hier geäußersten Gedanken und Meinungen sind rein privater Natur, dass andere anders denken könnten und es auch oft tun, ist mir mehr als nur klar und für mich auch völlig in Ordnung!
September 1990
Ohne es zu bewerten, auch im Heute ist das Rauchen ein Thema immer wieder, manche verteidigen es vehement dies selbst zu entscheiden andere lassen sich beeinflussen und hören damit auf. Weil ich vor Jahren schon mal was dazu auf der repage geschrieben habe, stelle ich es hier mit ein, denn auch im Heute gibt es mehr Nicht - als Raucher.
@ Angelface

Kommentare:

  1. Jaja, an diese Zeit kann ich mich gut erinnern. Ich war auch eine Raucherin. Außer in der Schwangerschaft und Stillzeit - da war Rauchen absolut tabu. Von einer Gelegenheitsraucherin hatte ich mich mit der Zeit zu einer starken Raucherin entwickelt. Gerade in Zeiten mit Kummer und Streß ... Und da war es mir mal gerade egal, ob die Wohnung oder das Auto gestunken hat. Rauchen war früher einfach normal und gesellschaftlich akzeptiert. Das sieht man ja noch in den alten Filmen . Irgendwann allerdings fing es an, daß mich der allgegenwärtige Gestank störte. Nur WIE aufhören? Mehrere Versuche sind gescheitert. Bis ich eines Tages die innere Kehrtwende vollzog. Nichtraucher werden nicht aus Verzicht, sondern als Befreiungsschlag erleben. Das war ein wunderbares Gefühl und eine grandiose Aussicht: ein freies Leben! Die Freiheit zu haben nicht Rauchen zu müssen! Ich MUSS NICHT rauchen! Ein Leben ohne Gestank, nicht mehr abends noch einen Blick in die Schachtel zu werfen - reicht das noch bis morgen? Vieles ließe sich hier noch aufführen. Schließlich muß es Jeder für sich entscheiden. Jeder hat die Freiheit der Wahl. Allerdings denke ich, daß Rauchen müssen = Unfreiheit ist (das gilt natürlich für jede Sucht). Raffinierter Weise setzt die Werbung genau hier den Hebel an und suggeriert uns das totale Gegenteil: Rauchen - der Duft der großen weiten Welt,Freiheit, Jugend, Abenteuer...
    Ich bin auf jeden Fall froh, daß ich nicht mehr rauchen muß und genieße meine Freiheit ein Nichtraucher sein zu dürfen. Schon viele, viele Jahre.
    Herzliche Grüße
    Antje

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    1. kicher, - liebe Antje, warum wohl hatte ich mir genauso einen Kommentar von dir gedacht, denn ich wußte! dass einer kommt?!zwinker, wußte natürlich außer vom Blog her? nicht, dass auch du einmal dazu gehörtest?
      auf jeden Fall,(siehe Datum) ists lange lange , aber so ein Thema muss auch mal dafür herhalten denn irgendwann waren wir es ja alle - Raucher - Gelegenheits oder Quartalsraucher- heute siegt wohl eher die Vernunft und das denken.
      Ich danke dir....herzlichst Angelface und Gruß in deinen Tag.

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  2. Ein Thema über Sucht, denn das ist das Rauchen. Alles spielt sich im Kopf ab.Ich kenne einige die vorgeben aufgehört zu haben, rauchen aber trotzdem heimlich weiter, weil sie es nicht zugeben wollen.Ich erkenne sie am Geruch und an der rauchigen Stimme.
    Oft wenn sie Stress haben greifen sie zum Glimmstengel, da hilft nur ein Schuss vorm Bug, davon haben einige noch nicht genug bekommen. Jeder Raucher weiß, er schädigt seine Gesundheit, soll er doch entscheiden ob er es will.
    Was ich nicht gut finde ist, wenn jemand auf Nichtraucher keine Rücksicht nimmt. Früher war es ja umgekehrt, die Nichtraucher haben sich den Qualm gefallen lassen.Das hat sich Gott sei Dank gewandelt, es wird draußen geraucht.
    Ich habe geraucht und nicht wenig, aber schon 18 Jahre nicht mehr, mit Rücksicht auf meine Enkel.Vorher habe ich nur in den Schwangerschaften und Stillzeiten nicht geraucht.
    Von einem Tag auf den anderen habe ich mit dem Buch Endlich Nichtraucher von Kerr aufgehört, wegen meiner Kinder. Hurra, es nhat geklappt und mir geht es gut. Ein paar Pfunde mehr, aber ich stinke nicht mehr von Kopf bis Fuss.
    Das ist meine Ansicht, was andere tun oder lassen , ist deren Sache.Bei mir gibt es nur ganz oder garnicht, Gelegenheitsraucher sind Raucher, sonst könnten sie es ja seinlassen, verpufftes Geld kann man auch anders ausgeben, habe ich festgestellt. Manche haben nichts im Portemonai und qualmen was das Zeug hält, die Kinder gehen zur Küche. Das regt mich auf!Ausreden sind "mein Großvater hat mit 90 Jahren noch geraucht, oder nehmen wir an Gift im Essen zu uns",nur die Folgen sind unterschiedlich.
    Ja, es gibt Themen da kann man diskutieren auch heute noch immer,für mich aber nicht mehr akut. Ich hoffe für Dich Angel auch keine Gelegenheit mehr, die Gesundheit geht vor.
    grüssle zu Dir, von Nichtraucher zu Nichtraucher, Klärchen



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    1. du lässt mich "laut schmunzeln liebes Klärchen", deine Ansicht kenne ich ja - übrigens konnte ich mich nie durchringen zu "lügen" was das rauchen angeht - ich liess das Thema einfach offen...:)) und auf eine ehrliche Frage gab*s immer auch eine ehrliche Antwort; das Buch vom Kerr kenne ich übrigens auch, es ist gut.

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  3. Liebe Angel,
    auch ich bin eine ehemalige Raucherin, und ich weiß noch sehr genau, dass ich mir das Laster am 15.7.2002 abgewöhnt habe. Das war der Tag der Abreise nach Südafrika (Flugreisen waren für mich immer eine Motivation, nicht mehr zu rauchen zu wollen, weil allein schon der lange Flug als Nichtraucher leichter zu ertragen ist ;o)) - und es war das Jahr, in dem wir in unser Häuschen am Land zogen. Damit war für mich ein langgehegter Traum wahr geworden und ich beschloss, dass Rauchen ein Zeichen von Unglück ist und ich allen Grund habe, mich glücklich zu fühlen. Außerdem sollte das Haus einfach für immer ein Nichtraucherhaus bleiben. Mein Mann raucht ja schon viel länger als ich nicht, aber er hat es akzeptiert, da er in einer Raucherfamilie aufgewachsen ist. Ich schrieb mir auf, "warum ich nie mehr rauchen werde" und bin mir dabei in manchen Punkten selbst ganz schön auf die Schliche gekommen. Außerdem erlaubte ich mir, zuzunehmen - meine vorigen Abgewöhn-Versuche waren daran immer gescheitert. Inzwischen bin ich einfach nur heilfroh, von diesem teuren, stinkenden Zeug nicht mehr abhängig zu sein - und ich war WIRKLICH abhängig, süchtig, ... eine schlimme Sache! Glücklicherweise haben in unserem Freundeskreis im Lauf der Jahre die meisten zu rauchen aufgehört, dadurch ergaben sich die Probleme, die du schilderst, nicht all zu oft - aber auch wir haben solche Konflikte miterlebt...
    Danke für deine lieben Wünsche zum Lipödem und zu meiner Therapie!
    Ganz herzliche Rostrosengrüße zum Beginn der neuen Woche
    und alles Liebe von der Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/01/family-friends.html

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herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit die meinen Beiträgen gelten, denn mich interessiert auch die Meinung der anderen zum Thema das ich auswähle, lieben Gruß an Euch alle - Angelface -