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Montag, 19. Januar 2026

Träume sind Schäume oder Gedanken

Warum träumt man eigentlich?
Fast jede Nacht werd ich
davon wach,
schlaf entweder gleich oder
gar nicht mehr ein...

ist es weil die Zukunft so unbestimmt ist?
So besorgniserregend kalt hässlich und grau
oft sogar schwarz wie die Hölle

bestimmt nicht rosenrot in zartem himmelblau
voller Freuden auf den nächsten Morgen
das  war sie doch schon immer

der Winter dauert
mit Schnee und Eis
einfach zu lang

früher träumte ich nicht so viel
war mehr im Jetzt der Pflicht
morgens aufzustehen und
irgend-wo- hin-weg-zu-gehen
es kann mir keiner genau sagen
warum und wohin

 


vielleicht nur vielleicht
hab ich jetzt mehr Zeit
um zu träumen
mich zu erinnern
zu trauern und zu weinen

mal bin ich nett
mal nur ein Clown
oder tu nur so
als wär ich einer

warum trag ich
an manch Tagen
  am vermissen so schwer
als trüge ich Blei auf den Schultern
ist das alles so weil
mich der Kater verlassen hat
und ich merk mehr, dass ich fast  darunter leide 
als ich sage und dazu steh

nicht mehr so schnell
Verluste tragen kann.
die Hände so leer
nichts zum zugreifen mehr

das Herz so voll
mir fehlt einfach
dies schwarze Gesicht
vielleicht fehlt mir aber auch nur
mein altes Ich
im  blassmüden Wintergesicht

Kalendertage
führen mich 
durch all die vergangenen Jahre
mit bekannten Gesichtern

hier bleibt alles
irgendwie fremd unvertraut
in harten Zeiten voller fremder Gesichter
die kommen und gehen
während andere ganz verschwinden

ich denke
ich nehm' mal
eine Pille um mir
das Träumen ab und zu
nicht zu sehr anzugewöhnen

das wird’s wohl sein
draußen singen die Bäume
schon ihn der kalten Sonne
ihr erstes Frühlingslied

ich meinte gerade
schon den Kuckuck zu hören
das kann gar nicht sein
denn die Straßen sind
ja noch hier tief gefroren
und vereist wie letztes Jahr
dass das Leben ausbremst
es beschwerlich und schwierig macht
 Tag und Nacht
in die Isolation zwingt 

überleben ohne Träume ist schwer
deshalb träume ich so gern
mich weg von hier
woanders hin
doch am Morgen bin ich
dann wieder hier
fällt mir das Lächeln schwer

wo bin ich im Traum
im Hier und Jetzt
oder anderswo


zurück bleiben die Fragen an manchen Tagen...
ein Glück nicht immer
und nicht so oft
ich weiß ja im Frühling werden
sie wieder verschwinden...

ohne Pläne die wieder verschoben/aufgehoben wurden
wird der Alltag beschwerlich-
wie kommt man schnell wohin? ..bleibt im Raum stehen


@ angelface

 aus * Wintergedanken & Gedichte*
in Grenzzeiten geboren
Träume aus dem Eis

13 Kommentare:

  1. Du Liebe, ich glaube in den Träumen verarbeitet man sehr viel, was einen tagsüber so durch den Kopf wandert. Es gibt ja auch Menschen die gar nicht träumen... ob sie ruhiger leben als wir?
    Und andere werden von Albträumen verfolgt, also zu denen möchte ich auch nicht gehören.
    Sonnengrüße mit besten Wünschen in deinen Tag,
    von Herzen, Edith

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    1. yep ja ich glaube nachts kann man die Träume weder steuern noch führen, abstellen oder bestellen, sich wünschen oder weg-wünschen sie sind einfach aus dem Nichts heraus da, wenn sie da sind. Man kann - als Träumender* nur froh sein wenn es keine Albträume sind. Dass etwas nachts verarbeitet was tagsüber verdrängt wurde ; - > das glaube ich auch
      dass einer nichts träumt...naja eher denke ich dass sie vergessen wurde, ich glaube jeder träumt im Leben was- egal ob man es Wunsch oder Traum nennt.
      Albträume hingegen sind ziemlich schlimm, denn da werden ja Ängste wach..
      hui jetzt ist tatsächlich schon ein Funken Sonne da... herzlich Grüße zurück angel

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  2. Ein berührendes Gedanken-Gefühls-Traumgedicht, welches die Bewegungen der sehnsuchtsvollen Seele in wehende, wogende und gleichzeitig stille Worte fasst. Ja: fassen ... erfassen, was da so unfassbar ist. Narben des Lebens verheilen nie ganz vollständig. In einem der bekannten Erzählungen von Hermann Hesse - ist es glaub ich "Siddharta"oder "Demian" - ist am Ende ein Satzfragment, dass sich mir eingeprägt hat: "Seither tut alles weh." - - -
    Auf einem der a n g e l-Fotos sehe ich so süße Blondzöpfe! Bei allen Narben: Du bist und bleibst die gleiche unbezwingbare Persönlichkeit.

    Herzliche Grüße von Dori, die dich wegen der Verluste sehr gut versteht.

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  3. n a r b e n gehören zum Leben liebe Dori, jeder kennt und hat sie irgendwo entweder am Körper oder die Seele ist voll davon und schickt sie im Traum auf Reisen durch den Kopf...
    ich träume oft heftig und viel - wahrscheinlich immer dann wenn sich aktuell etwas ereignet hat, dann wieder unbewusst sind sie am Morgen völlig weg..ich glaube phantasiebetonte und begabte träumen bewußter und lassen sie auch zu weil es Bilder im Kopf sind die man malen könnte...was ich auch oft tue...
    wer träumt öffnet sich....wer nicht träumt oder es nicht will schließt sich zu...ist in meinem Gefühl zuhause...
    die Zöpfchen sind immer präsent wenn die Haare zu lang sind, eigentlich müssten sie längst ab, die Flusen ich hab eindeutig zu viel davon auf dem Kopp...
    liebe Grüße wie geht es dir heute morgen..?
    angel

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    1. Meine Haare sind längst nicht so kräftig und herrlich unbändig wie deine. Haare sind für mich irgendwie ein Symbol für Freiheit.
      . Narben sind Spuren der Lebenserfahrung.
      Johannes Hartl hat irgendwo gesagt: "Jesus liebt dich Gebrochene schön." Diesen Satz hab ich irgendwo aufgeschrieben und wieder entdeckt und der gefällt mir.
      Hinfallen aufstehen, hinfallen aufstehen sagen die weisen Wüstenväter. Ich weiß, du kannst das und ich denke, ich kann das auch.
      Nachtfluggrüße durchs Eisland ins Traumland. Ich wünsche dir mal wieder einen richtig schönen Traum, der ist oft viel realer als die schnöde Wirklichkeit - - -

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  4. Wir träumen ,und schützen uns damit. Unser Gehirn wird befreit von Gedanken die uns im Unterbewustsein bedrücken, und verarbeiten sie.
    Dazu gehören auch die schönen Erlebnisse, nicht nur das Negative , sondern auch das Positive. Es gibt ja auch noch die Tagträume, die uns verzaubern können. Du hast das Träumen mit schönen Worten ausgedrückt, es hat Inhalt und macht Sinn. Träume solange Du kannst, ich mache es ebenso. Wer nicht träumt , oder glaubt nicht zu träumen in der Remphase versäumt vieles.
    Liebe Grüsse, Klärchen

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  5. Wir träumen ,und schützen uns damit. Unser Gehirn wird befreit von Gedanken die uns im Unterbewustsein bedrücken, und verarbeiten sie.
    Dazu gehören auch die schönen Erlebnisse, nicht nur das Negative , sondern auch das Positive. Es gibt ja auch noch die Tagträume, die uns verzaubern können. Du hast das Träumen mit schönen Worten ausgedrückt, es hat Inhalt und macht Sinn. Träume solange Du kannst, ich mache es ebenso. Wer nicht träumt , oder glaubt nicht zu träumen in der Remphase versäumt vieles.
    Liebe Grüsse, Klärchen

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  6. Im Moment "verzaubert der Tagtraum nicht so richtig viel bei mir" - liebes Klärchen -> deshalb verlege ich diese wohl besser in die Nacht wenn der Mond erwacht;- & ich die wieder neu vereiste Straße nicht sehe so wie es letztes Jahr schon über 6 Wochen am Stück war.
    es ist schon etwas betrüblich dass sich da keiner Kümmert, doch jetzt hab ich endlich den Bauhof und die Stadt erreicht und sie wollen etwas tun" worauf man gespannt sein kann..sonst kriegen wir hier langsam den Hüttenkoller. Heut scheint mal wieder die kalte Sonne, doch davon taut es das Sträßchen leider nicht auf.
    ich hoffe dir geht es gut...herzlich Angel

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  7. Ach, liebe Angel, beim Lesen fühle ich mit dir. Eine Passage hat es mir besonders angetan.
    Du schreibst:

    "warum trag ich
    an manch Tagen
    am vermissen so schwer
    als trüge ich Blei auf den Schultern ..."

    Dieses Phänomen hat sich in meinem Leben erst mit zunehmendem Alter gezeigt. Das der Körper so bleischwer werden kann, wie etwas Fremdes, das an einem hängt und das man mit sich herumschleppen muss. Und das ist im wachen Zustand schon genug. Diesbezügliche Träume kann ich nicht erinnern. Sie verbergen sich vor mir ... Ein Hoch auf die Verdrängung? Hmm.

    Aber woher sollen auch positive Eindrücke kommen, wenn das Land - incl. der Straßen ein freieres Leben einfach nicht zulassen. Man ist wie festgebunden, und bleibt besser im Haus (wenn man nicht unbedingt raus muss), um sich nicht unnötig zu gefährden.

    Ich wünsche dir und uns, dass dieser Winter sich bald vom Acker macht und wir mit festen Beinen wieder ins Freie können, ohne uns Gedanken um Minusgrade, vereiste Straßen und Schneeräumen machen zu müssen.

    Herzliche Grüße zu dir! 💟
    Erika

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  8. liebe Erika, auch bei mir stellte sich dieses "Gefühl der schweren Schultern erst nachdem ich meine gesamte Familie einschließlich der letzten drei Katzen/die ja auch dazugehörten - ein. Seitdem träume ich auch bewusster nach schwierigen Alltagssituationen, die werden dann nicht verarbeitet und melden sich in-der-Nacht.
    Die Weltwirtschaftslage verstärkt natürlich solche Träume, die schüttelt man nicht einfach so ab und vergißt sie, wenn ein Gesprächspartner der früher da war, nicht mehr ist. Ich denke, das geht nicht nur mir so in langen Wintern der hier ziemlich isoliert.
    Verdrängung funktioniert nur am Tag wenn man beschäftigt und abgelenkt ist. Sich zum Denken die Zeit nehmen und zulassen was sich im Kopf rund bewegt gehört sicherlich mit ins älter werden, das meine ich auch bei mir festzustellen...wenn ich sehe und fühle WER alles im Leben schon fehlt.
    herzliche Grüße zurück und Danke denn ich sehe ja dass du auch zwischen den Zeilen liest..das ist schön, .Angel

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  9. N a c h s a t z: sorry am Ende des ersten Satzes fehlte noch ein " an-den-Himmel - verloren hatte"....die Finger waren mal wieder zu schnell:-))

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  10. My heart feels for you. Very profound and touching poem 💙

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  11. Liebe Dori auf deinen letzten Kommentar antworte ich dir : und jetzt sind sie ab, was für dich ein Symbol der Freiheit ist & und ich fühle mich absolut nicht beschnitten*:-)) und:* was die Träume angeht* ein richtig schöner Traum ist oft realer als die schnöde Wirklichkeit ist ebenfalls hier zutreffend wenn ich sie mir so ansehe. Vieles was ich mir bisher nicht vorstellen konnte, ist heute möglich - wie das gegenseitige Katzensitting, neue Erfahrungen durch das kennen lernen , eine andere Blickrichtung, neue Ideen & einiges anderes mehr. Alles in allem eine positive Entwicklung was das neue Jahr angeht, was ich sicher im nächsten Post näher erläutern werde
    auch das wieder aufstehen nach dem Hinfallen ist ja auch ein Wahlspruch von mir. Denn *liegenbleiben ist keinesfalls eine Option,
    lächelnde Morgengrüße Angel

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Vielen Dank für Euer bisheriges, sehr reges Lesen bei mir, für eure Besuche und das Interesse an meinen Beiträgen.
Lieben Gruß, bleibt gesund und Adieu, > bis zum nächsten lesen.. @ Angelface